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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
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15Paris aus *). Das wüthende Volk erstürmte die Bastilledas verhaßte und gefürchtete Staatsgefängniß, in frühern Zeitenvon der Despotie auf das Abscheulichste gemißbraucht, undmachte die alte Festung der Erde gleich. Ganz Europa freutesich dieser That allein sie war die erste unheilsvolle. Bisdahin war die Revolution ein Werk des Friedens gewesen,fortschreitend auf dem Boden des Rechtes; jetzt gesellte sichder Aufruhr zu ihr Blut war geflossen und neben dasRecht stellte sich die Gewalt. Die erste Schuld dieserunglücklichen Wendung trägt der Adel. Hartnäckig hatte erdie alten Vorurtheile vertheidigt, starr sich dem Bessern, denForderungen des Rechts, der Billigkeit, der Menschlichkeit ent-gegengesetzt, und so wurde die Revolution ein Strom, derganz Europa überfluthete, der Ströme Blutes verschlang underst nach fünfundzwanzig Jahren sich wieder beruhigte.F. 9.Den Gang der französischen Revolution genau zu beschrei-ben, liegt außer den Grenzen dieser Hefte, nur insofern ermit den folgenden Ereignissen zusammenhängt, haben wir ihnzu betrachten und in seinen Wirkungen auf uns und dasAusland. Die Scenen des Aufruhrs wiederholten sich, dennnur zu bald mischte sich Eigennutz, politischer Fanatismus undblinde Verkehrtheit in den Streit der Parteien. Der Adelverließ feig das Land, der König schwankte hin und her, erfuhrDemüthigungen, Drohungen, nahm die Flucht, ward einge-holt und zurückgebracht, und verlor so die Achtung und dieLiebe des Volkes. Die Nationalversammlung schaffte alle altenVorrechte ab, erklärte alle Menschen gleich vor dem Gesetz und*) 14. Juli 1789.