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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
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die Leitung der Staaten immer entschiedener in die Hände derFürsten kam, so geschah es oft, daß das persönliche Interessederselben mit dem des Landes verwechselt wurde, wodurch dieWohlfahrt des Volkes eben nicht gewann. In jener Zeit fingdenn auch die Pracht und die Verschwendung der Höfe unddas System der stehenden Heere an, wodurch dem Volkeoft drückende Abgaben und Lasten aufgelegt wurden. Dazukam, daß in den vielen verschiedenen Landestheilen Deutsch-lands meist verschiedenes Maß, Gewicht und Geld existirten,daß das Land im Innern von vielfachen Zöllen beschwert warSo geschah es, daß die alte Handelsgröße Deutschlands, diees zur Blüthenzeit der Hansestädte gehabt hatte, verschwand.Nichts desto weniger gediehen die Gewerbe, trotz des altenZunftzwanges und einer Menge veralteter Privilegien, gedielder Ackerbau, gediehen die Wissenschaften und im vorigenJahrhunderte auch die Literatur zur schönsten Blüthe, und obmancher harte Druck auf dem Volke lastete, bewahrte es dochden alten deutschen Geist, den des Fleißes, der ausdauerndenKraft und der besonnenen Thätigkeit. Ein neues Licht strahltevon dem großen Geiste Friedrich des Großen aus. Erwar der Fürst, der sich ganz dem Wohle seines Volkes widmeteder mit unermüdlicher Thätigkeit Ackerbau, Gewerbe, FabrikenKünste und Wissenschaften beförderte, der das Volk von dendrückenden Lasten zu befreien suchte, der eine milde Herrschaftdes Gesetzes einführte und sich ihr selbst unterwarf. SeinLeben war ein unermüdetes Schaffen, ein Streben nach Vor-wärts und sein Beispiel wirkte wohlthätig, wenigstens zumTheil, auf ganz Deutschland. Ein neues, regeres Leben kamin das Volk und es bewegte sich freier in den Fesseln alt-herkömmlicher Gebräuche, das Licht der Wissenschaft und derHumanität fing an zu strahlen und die Dämmerung der lang-