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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
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eine gefährliche nebenbuhlerische Macht erhielten, zerfiel Deutsch-lands Macht und Ansehen durch eine falsche und übertriebeneRichtung des Lehnssystems. Die deutschen Kaiser, welche nieeine zureichende eigne Macht besaßen, um die großen Kriegedes Reiches zu führen, bedurften dazu die Hülfe ihrer Vasallen,An diese Hülfe wurden von diesen oft Bedingungen geknüpft,wodurch die Kaiser einen Theil ihrer Hoheitsrechte nach demandern aufgaben, wodurch die Vasallen immer unabhängigerund am Ende zu wirklich souverainen Fürsten wurden, undwodurch zuletzt der gewaltigen Kraft des deutschen Volkes derMittelpunct fehlte, um den sie sich einen konnte. Je unab-hängiger aber die einzelnen Fürsten wurden, desto mehr ver-loren sie das Interesse des allgemeinen, deutschen Vaterlandesaus den Augen, und desto mehr trat ihr eignes Privatinteressein den Vorgrund. Von Einigkeit war dann natürlich nichtmehr die Rede, die auswärtigen Staaten, welche in sich immermächtiger wurden, gewannen immer mehr Einfluß auf dieinnern Angelegenheiten Deutschlands *), und mehrere der schön-sten Theile Deutschlands gingen an das Ausland verlorenSo finden wir Deutschland am Ende des vorigen Jahrhundertsals ein Land, bestehend aus einer Menge kleiner unabhän-giger Staaten, zwar durch ein gemeinsames Band zu demsogenannten deutschen Reiche verbunden, in der That abervoller Zwiespalt, innerer Zerwürfnisse und getheilter Inter-essen, nothwendig also gegen einen kräftigen auswärtigen Feindohne Macht. Zwei dieser Staaten hatten sich im Laufe der*) Z. B. Spanien unter Karl V., Frankreich, Dänemark,Schweden im dreißigjährigen, Rußland, Frankreich, Englandim siebenjährigen Kriege.**) So das Elsaß an Frankreich, Pommern an Schweden.