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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
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— 411Bald nachher verlautete es denn auch, der mehrerwähntePlan sei aufgegeben und anstatt dessen in Frage, Eöln zuzu befestigen. Doch weder mit dem Einen noch mit dem An-dern mag es um jene Zeit noch Ernst gewesen sein, undNichts wurde unternommen.Napoleons weitstrebender Blick mag damals schon aufdas unermeßliche Rußland und auf einen fernern Welt-theil gerichtet gewesen sein, wohin ihn sein gewohnter Sie-geslauf führen sollte. Am Wenigsten mag ihn der Gedankebeunruhigt haben, daß bei wechselndem Glück am RheineFestungen erforderlich sein mögten, um Eroberungen zu be-wahren, die ihm von minder großen Feldherrn der Republik.1überliefert worden.Das Schicksal zog Napoleon, wie hundert Jahre frü-her Carl den zwölften, zu seinem Verderben nach Ruß-land hin und dem nächstfolgenden Jahre war es schon vor-behalten, Begebenheiten über ihn zu verhängen, welche gleich-sam eine neue Welt=Epoche herbeiführten. Niemand durftesich wohl träumen lassen, daß schon nach Ablauf eines zwei-ten Jahres die Kosacken am Rhein erscheinen und im er-sten Monat des Jahres 1814 diese bärtigen Söhne des Nor-dens auf demselben Boden einher sprengen würden, auf wel-chem das svive l'empereur!e damals von den sieggewohntenReitergeschwadern ihrem großen Imperator dargebracht wurde!Am 7. Juli 1814 Abends 10 Uhr war es, als der hoch-herzige Kaiser Alexander auf seiner Rückreise aus Englandzum ersten Male nach Bonn kam, aber nur eben so langedaselbst, vor dem Rathhause, verweilte, als das Wechselnder Pferde erforderte. Der Verfasser glaubte diese wenigenAugenblicke dazu benützen zu müssen, dem Kaiser die Ehr-furcht des ihm untergebenen Landsturms zu bezeigen und da-rauf aufmerksam zu machen, daß dieser einst an derselbenStelle sich mit kaiserlich russischen Truppen vereinigt gesehenhätte. *)*) Dieß war bei Gelegenheit der Besetzung Bonns geschehen,