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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
Entstehung
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— 355 —Brücken zerstört, und die letzten feindlichen Posten im Abzugüber den Main. Da die Nidda wenige oder keine Furthenhat, so wurden die Brücken sogleich hergestellt. Lefebvreund Bonard erhielten Befehl, über Vilbel, Collaud hin-gegen, über Bonames vorzurücken. Kleber selbst setzte denMarsch bis Frankfurt fort, und warf die ersten Abtheilungenseiner leichten Infanterie in die Gärten und Gartenhäuserzunächst an der Stadt. Als das Geschütz angekommen war,wurden einige Haubizen aufgeführt und es entstand eine gegen-seitige Kanonade. Nachdem diese eine Stunde fortgewährt hatte,erging eine Aufforderung an den Magistrat der Stadt, die deröstreichische Commandant mit der Erklärung beantwortete, daßer sie dem Feldzeugmeister Wartensleben zugeschickt habe.Indessen kamen die französischen Truppen herbei. DieDivisionen Lefebvre und Collaud formirten sich auf denHöhen zwischen Bornheim und der bockenheimer War-the, Bonard hinter ihnen. Eine leichte Chaine bewachteden Main von dem Einfluß der Nidda bis Offenbach ge-genüber. Die Posten, welche Frankfurt einschlossen, erhieltenVerstärkung; 8 Haubizen wurden vorgeführt, und zur Be-schießung der Stadt auf die vortheilhaftesten Punkte placirt.Das Feuer aus diesem Geschütz fing um 10 Uhr Nachts an.und dauerte bis 5 Uhr Morgens. Es brannte am 13ten anmehren Orten; endlich erschien ein Trompeter mit der Ant-wort des Feldzeugmeisters Wartensleben, daß er dieStadt bis zur Einwilligung des Erzherzogs, um deſſen Be-fehle er einen Courier abgeschickt habe, nicht übergeben könne.Den Trompeter begleitete eine Deputation des Magi-strats, die um Schonung für die Stadt ansuchte. Diesesowohl als Wartenslebens Brief wurden nach Hom-burg in Jourdans Hauptquartier abgeschickt, und dasFeuer eingestellt. Die Garnison benutzte die Zeit, um denBrand zu löschen und die beschädigten Brustwehren herzustellen,Kleber um neue Batterieen vorzubereiten, Munition nach-zuschaffen und Leitern aus den nächsten Dörfern zusammenzu bringen.