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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
Entstehung
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— 155Der Preis der Lebensmittel war um diese Zeit in derStadt merklich gestiegen, z. B.Kuh= und Hammelfleisch galt 16 kr.Kalbfleisch . . . 24-ein Ey 3-gesalzene Butter 48-das Malter Kartoffeln 5und das Waizmehl . . 17-Am 21. überraschten die Franzosen durch Chasseurs denpreuß. Posten bei der Ziegelhütte. Diese machten denselben bisauf einen Offizier und 3 Soldaten nieder, welche sie gefan-gen in die Stadt brachten.In der Nacht vom 28. auf den 29. April landeten dieFranzosen mit 3 Fahrzeugen an der Maynspitze, Gen. Meus-nier selbst war ihr Führer. Der Ueberfall hatte seinen Er-folg; sie nahmen 2 Haubizen und eine Kanone mit sich undvernagelten das übrige Geschütz, nachdem sie 3 Sachsen nie-dergemacht und die andern in die Flucht gejagt hatten.Am 1. May um 1 Uhr nach Mitternacht geschah ein hef-tiger Ausfall gegen das preuß. Lager von Hochheim.Zu gleicher Zeit steckten die Franzosen Kostheim in Brand.Der Angriff des Lagers war fruchtlos, die Franzosen wurdenmit Verlust von ungefähr 60 Todten zurückgeschlagen.Der Brand war schrecklich, das Dorf stand zugleich anallen Orten in Flammen; es brannte 3 Tage, und wurdenebst der Kirche ganz in einen Schutthaufen verwandelt, dakaum noch 3 Dächer im ganzen Dorf zu sehen waren.Die Franzosen blieben ungeachtet des anhaltenden Bran-des in Kostheim und plünderten den vorräthigen Wein nebstallem, was sie vorfanden.Am 3. May ließ der König von Preußen die Franzosenaus Kostheim vertreiben, die bald nachher das Dorf wiedernahmen, um welches sich hartnäckig geschlagen und was zu-letzt doch von den Franzosen behauptet wurde. Der Verlustwar auf beiden Seiten groß, die Preußen büßten über 400Mann ein, die Franzosen müssen aber doch noch mehr verlo-