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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
Entstehung
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146Vom Helden ließ ungesäumt seine 2 Kanonen nach der Ge-gend des Angriffs führen, allein mehre Einwohner, eingedenkdes Custin'schen Versprechens, wollten keinen Widerstand dul-den. Sie schnitten die Zugstränge der Pferde ab, warfen dieKanonen um, zerbrachen die Räder und eilten nach den Tho-ren. Die Franzosen, betäubt von dem gräßlichen Geschrei unddurch die Annährung der Preußen und Hessen geängstigt, ver-ließen größtentheils die Stadt. Nun war es ein Leichtes, auchdie übrigen, welche das Neuthor heftig vertheidigt und denHessen vielen Abbruch gethan, wegzudrängen, die Zugbrückennieder zu lassen, und den deutschen Völkern die Thore zuöffnen. Die Bürger nahmen viele Flüchtlinge in ihre Häuserauf oder leisteten den Verwundeten Beistand. Nur 41 Fran-zosen verloren ihr Leben, 139 wurden verwundet und 800gefangen, da die übrigen zeitig zur Custinschen Armee ent-kommen waren.Custine blieb noch 2 Tage zu Höchst, empfing dort ei-nen Besuch vom General Biron. Dieser sah alle begange-nen Fehler und die dringende Gefahr zu gut ein, um nichtden Gen. Custine zur Verlassung dieses mißlichen Postenszu vermögen.Die Frankfurter Deputirten waren noch in Paris und inGefahr, ein Opfer des durch Unwahrheiten aufgebrachten Pö-bels zu werden. Ihrer Unschuld bewußt legten daher die Ein-wohner von Frankfurt mit aller Bescheidenheit die wahreGeschichte der unpartheiischen Welt vor, und nicht allein beijedem unbefangenen Teutschen hatten sie gewonnene Sache, auchder National=Convent erkannte ihre Unschuld, und setzte dieDeputirten nach einiger Zeit auf freien Fuß.Nach dem Rückzuge von Frankfurt hatten die Franzosenauf dem rechten Rheinufer keine Besitzungen mehr als Kastel,Kostheim, Hochheim und die Bergfestung Königstein.*)Die Landstraße nach Frankfurt sah sich durch Letztere ge-sperrt, deren Berennung nun erfolgte; das Städtchen wurde*) Deren Besatzung sich später wegen Mangels an Lebensmitteln ergab