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Denkwürdigkeiten aus den Kriegsbegebenheiten bei Neuwied von 1792 bis 1797 : in übersichtlichem Zusammenhang mit gleichzeitigen Kriegsereignissen in den Rhein- und Niederlanden [et]c. [et]c. ; nebst Beilagen, darstellend die Belagerung und Gefechte von Mainz [et]c., die standhafte Behauptung Ehrenbreitsteins und andere gleichzeitige Begebenheiten mit besonderer Beziehung auf das hierbei rühmlich betheiligte kurcölnische Regiment und andere Reichstruppen
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142als die Stadt zu übergeben. Es geschah: und, wie man be-hauptet, soll Eikenmayer auf die Kriegsräthe durch Ue-berredung zu seinen Ansichten den Einfluß gewonnen haben,einstimmig für Uebergabe der Stadt zu stimmen.Obristlieutenant Eikenmayer und der geheime RathKalkhof begaben sich zum Abschluß der Capitulation in dasfeindliche Lager.Den Kaiserl. Truppen wurde ein unbedingter freier Ab-zug zugestanden, — ohne ihrer in der Capitulation zu ge-denken — die Reichstruppen hingegen durften bei freiem Ab-zug in einem Jahr nicht gegen die franz. Republik dienen.Diese Capitulation wurde am 21. Oct. abgeschlossen undgenehmigt.Die Kaiserl. Truppen wütheten gegen diese Uebergabeeiner Festung, die nicht einmal angegriffen worden, sie rech-neten sich's zur Schande, zu deren Vertheidigung nicht ein-mal einen Schuß gethan zu haben.Der Hauptmann Andujar wollte von diesem Abzuggar nichts hören; er verfügte sich auf das Rathhaus undeiferte mit der größten Heftigkeit gegen eine Zumuthung, dieihn und seine Truppen mit Schande bedecken würde. EinigeBürger legten sich in's Mittel, ließen dem Muth und derTapferkeit der Kaiserlichen Truppen alle Gerechtigkeit wider-fahren, stellten aber dagegen dem Hauptmann das unver-meidliche Unglück einer Stadt vor, die unter solchen Umstän-den, bei solcher Entzweiung und Gährung der Gemüther,und nach schon unterzeichneter Capitulation, alle Hoffnungund sogar alles Recht zur Vertheidigung verloren hätte.Nach langem Bitten und Flehen ließ sich endlich Andujarbesänftigen. Es war rührend, einen Offizier zu sehen, des-sen tapferes Ansehen Jedermann Achtung einflößte, wie erin diesem Augenblicke Thränen der Wuth und des Mitleidsvergoß.Gegen Mittag wurde dem vor dem Rathhause zusam-mengerufenen Volke die Uebergabe der Stadt bekannt gemacht,aber mit dem sichtbarsten Unwillen aufgenommen. Diese