19Gesittung, die es im Gefolge hat; das heilige Liebe-leben, der tiefe Friede, der Ueberwinder=Muth zumLeben und zum Sterben; dies Alles, das das Wort,wo es eine Statt fand, augenblicklich oft und ineinem Nu hervorruft, sprecht, ist es auch einMythus, ein Phantaſie⸗Traum, eine Fabel? — Oihr verneinenden Geister, wie erbärmlich steht ihr da,wenn man in dem Waffenschmucke euch entgegentritt,den die tägliche Erfahrung uns darbeut. Ihr habtPhilosopheme, wir Geschichte. Wo bleibt ihr dochvor der. Ihr argumentirt aus Gründen der Ver-nunft, es könnten Wunder nicht geschehen; wir zeigeneuch Wunder. Was wollt ihr nur dawider? Ihrprecht: Es ist wunderbar, daß der Herrnicht wahr, der Herr sei? Wir frohlocken mit denAposteln: Wir haben seine Herrlichkeit gesehen!und stehen mit diesem Bewußtsein über alle Einwen-dungen wie hoch erhaben! stehen kugel- und feuerfest,und die bebenden Lanzen eurer blinden Deductionenmüssen wie Halme an dem Schilde unsers historischenErlebens splittern. Unsere Sache wird durch einfortgehendes Wunder als eine Sache Gottes bestätigtund besiegelt. O, der Aaronsstab des Christenthumstreibt jahraus jahrein Blüthen eines unvergänglichengeistlichen Lebens, Frucht eines Friedens, der jederNoth, der selbst dem Tod gewachsen ist. Dergleichentreibt der Stab eines Sokrates, eines Plato, einesKant, Fichte, Göthe und Hegel nicht. Also unserAarou ist Priester, und mit seinem Amt und Wortist Gott. Immer greller tritt es an den Tag. Hieund da beginnt auch schon die Eselin der Dummheitund Verstocktheit, auf der die Welt bisher wider denIsrael Gottes angeritten, stutzig und scheu zu wer-den. Was leuchtet und blitzt ihr in den Weg hinein?O Geduld nur, es wird schon heller blitzen.
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