mit eurem bloß menschlichen Rabbi und Trefflichenaus Nazarethe? Muß es euch nicht tief bewegenund ergreifen, wie er hier mit einem Male über dasärmliche Ellenmaaß eurer sogenannten rationellen Be-griffe von seiner Person so hoch hinauswächst? Denktnur, Er will das Schicksal der ganzen Welt entschei-den; Er bestimmen, wem das Loos des ewigen Le-bens fallen soll, wem das des Todes; Er den Him-mel öffnen für die Einen, die Hölle für die An-dern! Und daß er das wolle und werde, nicht etwaein enthusiastischer Anhänger sagts von ihm aus; erselbst bezeugts, er stellt sich selbst uns in unzweideu-tigen Worten als den Weltenrichter dar, und werihn nun als Solchen nicht will gelten lassen, derstempelt ihn — mein Gott, wozu stempelt der, trotzaller Judasküsse, Herodes-Schmeicheleien und Pha-risäer=Erhebungen, womit er in verlogener Gleißne-rei ihn überhäuft, den heiligen Jesum! — O großerTag, wenn er die letzten Schleier abwirft, die nochsein Königsantlitz uns verhüllen, und sichtbar ausseiner Verborgenheit hervortritt! Der Himmel thutsich auf, und im Geleit der tausendmal Tausende,die seinen Thron umstehen, schwebt er in hehremGottheitsglanze zur Erde nieder: jetzt nicht mehr derKnecht des Herrn; der Herr vom Hause jetzt. Nichtmehr den Dornenkranz um seine Stirn; die Kronedes Welltalls auf seinem Haupte, und Zepter,Schwert und Waage des Gerichts in seiner Rechten.Jetzt ist auch für ihn die Wartezeit vorüber. Auchihm kam jetzt der Tag des vollendeten Triumphes,des ewigen Sieges. Seine Freunde jauchzen wonne-trunken ihm entgegen. Seine Feinde — — o Quer-strich durch deren Berechnungen, zermalmender Don-nerschlag in ihre Vernunftsysteme, fürchterliche Ver-nichtung ihrer Lügenweisheit! Da stehen sie mit
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten