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2 (1784) Verfassend die vornehmsten Glaubenslehren und Lebenspflichten in 150 auserlesenen Liedern ... Martini Lutheri, Joachimi Neandri, u. andrerer ... Männer
Entstehung
Seite
88
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88Lied 90.Wem soll ich meine traurigkeit, Vergib, v HErr! vergib es mitUnd ew'gen schaden sagen? Ich, Aus brunstigem gemüthe.ich bin selbst mein seelengift, Ich 11. So du willst ins geriehab mir selbst, was mich jetzt gehn, Und nach verdienstetrift, Das übel auserlesen. schen, Wer ist, der vor dir8. O höchste güt, o grosser GOtthbestehn, Und sich demZu dir wend ich mich wieder, Dir entbrechen? Die himmelklag ich meines herzens noth, Vor nicht rein vor dir, Und derdedir werf ich mich nieder Dir ruftheil'gen alle: Vielmehrich zu, dich schrey ich an: Vergibmensch, das sündenthier, Omir meine sünden, Du bists al=so geneigt zum falle.lein, der helfen kann, Und mich 12. Schau an, schau deinevom tod entbinden.ein'gen Sohn, Der meine9. Es ist mir leid, was ich schwachheit träget, Der mei-Eigethan, Und was ich misge=pein und sündenlohnhandelt: Es reut mich, daß ich selbst hat aufgeleget: Schonauf der bahn Der fünder hab wie er an des kreuzesholzgewandelt. Ach! daß ich doch schmach ward angeschlagen, Dmein herz und sinn Von dirler sich ließ für meinen stolzhinweggewendet, Und auf die |O wunderdemuth! plagenschnöde welt nur hin Den lie= 13. Ach! laß forthin mich nimbesblick geſendet.nermehr Aus deinen we-10. Es ist mir leid, ich bin nicht schreiten: Ach! laß mich demwerth, Dein kind und knecht zusnamens ehr Mit allem fleiheiſſen: Viel eh verdien ich, daß ausbreiten: Laß mich dich lieberdie erd Sollt unter mich zerreis=mehr als mich, Laß mich imsen. Jedoch vergib, ich schrey zulleib und leben Zu deinemdir, Vergib aus grosser güte, |williglich, Wann du's begehrtaufgeben.b) Bußfertige Bekenntniß und Abbitteder Sünden.99.Joach. NeanderMelod. Lied 70. Allein zu dir HErr JEsu Christ, ꝛc.ch schäme mich vor deinem thron, Du prüfer allerVerschone doch, o menschensohn! Ich bin voll sündherzen; Erbarme dich, und nimm mich an, Du bischmerzen!allein, der helfen kann: Geh ja nicht mit mir ins gerVerstoß mich nicht, Denn mein gemuth für angst zerbr