Des Neu=verbesserten KirchenI D 5 Ull. Zweyter Theil, Verfassend die vornehmsten laubenslehren und Lebenspflichten in 150. auserlesenen e streichen Liedern Doktoris Martini Lutheri, Joachimi Neandri, und anderer gottseligen Männer; Nebst nützlichen egistern der Lieder und Materien, Zur Erbauung Hristi der C gemeine JEsu! wir grossem Fleiß zusammen getragen, und in fugliche Ordnung gebracht durch den Christlichen Synodum Generalem der Reformirten Kirchen in den vereinigten Ländern Cleve, Gülich, Berg und Marck. Mit Königlich Preußischen und Churfürstlich Pfälzischen allergnädigsten und gnädigsten Privilegiis. WESEQ gedruckt und verlegt bey Franz Jakob Röder, Düsseldorff, bey Johann Wilhelm Röder. 1784 Ordnung der Rubricken oder Liederüberschriften in diesem Gesatt buch, wodurch der Inhalt von jedem Lied dem Singenden vor die Augen gelegt wird. Der 1. Theil. Darinnen Sonn-Bet- Dank- und Festtagslieder A. Lieber, die bey dem Anfang und Beschluß des GotNum. tesdienstes gesungen werden können B. Buß= und Bettagsgesänge. C. Danktagsgesänge. D. Advent= und Christfestslieder, von der Mensch werdung und Geburt Christi. E. Am Neuenjahrstage. F. Paßionsgesänge, vom Leiden und Sterben unsers Heilands. G. Ostergesänge von Christi Auferstehung. H. Von Christi Himmelfahrt. 344 J. Am Pfingstfest, vom H. Geist und dessen Wirkungen Der 2. Theil. Darinnen die Catechismusgesänge von den fünf Hauptstücken Christlicher Lehre. 1) Die zehen Gebote. 39. 2) Der Apostolische Glaube 3) Das Gebet des HErrn. 4) Von der H. Taufe, 5) Nachtmahlsgesänge, vor= bey und nach dem Gebrauch des H. Abendmahls. 44 Der 3. Theil. Darinnen die Lehrgesänge von den vornehmsten Glaubensartikeln. A. Von GOttes Wesen und Vollkommenheiten. B. Von der heiligen Dreyeinigkeit. C. Von der Erſchaffung D. Von der göttlichen Fürsehung E. Von des Menschen Sündenfall und Elend. F. Von der Erwerbung des Heils 1) Von der ewigen Gnadenwahl. 2) Vom ewigen Friedensrath und dessen Ausführung 3) Vom Gnadenbund. 4) Von der Erlösung des Sünders. 5) Von dem einigen Erlöser. Ordnung der Rubriken. 3. Von der Zueignung des Heils. 71772 ) Von der Berufung. 2) Von der Erleuchtung und himmlischen Weisheit. 73, 75 767 77 3) Von der Wiedergeburt und Erneuerung 785 80 4) Vom Glauben. 5) Von der Vereinigung der gläubigen Seelen mit 81, 82 Christo. 83“ 86 6) Von der Rechtfertigung durch den Glauben. 7) Von der Heillgung und den Kennzeichen der 877 89 Kinder Gottes 90 Von Beständigkeit in Uebung des Guten. 917 93 9) Von der Versicherung des Gnadenstandes 94* 97 h. Vom Wort GOttes und der Christlichen Kirchen Der 4. Theil. Von der thätigen Gottesgelehrtheit. 98= 104 Von der Busse und Bekehrung. 105= 107 Von guten Werken und christl. Tugenden insg. 108 - 110 Von der Liebe zu JEsu. 11 Vom Vertrauen auf GOtt. 112, 113 Ergebung unter GOttes Willsn. 115 1147 Selbsterkänntniß und Demuth. 116 Selbstverläugnung. 117 Verläugnung eigner Weisheit. 118 Verläugnung der Welt. 119 Ruhe in GOtt. 120, 121 Geistliche Wachsamkeit. Der 5. Theil. Kreuz- und Trostgesänge. 122, 124 ) In Anfechtung und Trübsalen. 1257-12 ) Trost im Leiden. 128 3) Bittlied in Kriegeszeiten. 129 4) In Sterbensläuften. 130 5) Für die Früchte des Landes. Der 6. Theil. Vom Gebet. Lob- und Danklieder. 131= 135 Des Morgens. 136= 135 ) Des Abends. Der 7. Theil. Von den letzten Dingen. 1405 146 1. Sterb= und Begräbnißlieder. 14. 2. Vom jüngsten Gericht. 148, 149 3. Von der Ewigkeit, und ewigen Seligkeit, 150 4. Von der ewigen Verdammniß. Geist⸗ 103 O ( ③ C eistlicher Lieder 1. Theil Darinnen Sonn=Bet= Dank= un Festtags=Lieder. A. Gesänge, die bey dem Anfang und Beschluß des öffentlichen Gottesdienstes gesungen werden können. Sonntagsgesang vor der Vormittagspredigt, un rechte Andacht zur Anhörung göttlichen Worts. I. Joh. Utenhoven. S GOtt! bu unser Vater bist, Durch JEsum Chrij Gib deinen Geist uns allgemein, Der uns zur wahrheit leitErhör uns doch zu dieser stund, Oefne den mund Dein dieners, daß er dein wort rein Und freimüthig anebreit Darzu; o HErr! genädiglich, Oefne uns herz und ohren, S Daß wir das hören fleißiglich, Und treuelich bewahren Auf daß wir mogen fruchtbarlich Dein lob allzeit verkläre Vor der Nachmittagspredigt. 2. Tobias Clausnit iebster JEsu wir sind hier, Dich und dein wort Lenke sin=nen und be=gier Auf die süs- - sen an=zu=ho=ren, Daß die herzen von der erden Ganz himmelslehren: zu dir gezogen werden. 2. Unse Lieb 3. 4. Unser wissen und verstand wir Nach demselben heilg leben. mit finsterniß umhüllet, Unsern glauben also stärke, Daß nicht deines Geistes handser thätig sey im werke. mit hellem licht erfüllet.| 5. Unser GOtt und Vater du, denken, gutes dichten, Der uns lehrt, was wir thun t du selbst in uns verrichten. sollen, Schenk uns deine gnad du glanz der herrlichkeit lidazu, Gib zu diesem auch das von licht aus Gott geboh⸗wollen, Laß es ferner noch geMach uns alleſamt bereit, lingen, Gib zum wollen das herzen, mund und ohren. vollbringen. bitten, flehn und singen, 6. Gib uns, eh wir gehn nach Err JEsu! wohl gelingen. haus, Deinen väterlichen segen. Nach der Predigt. Breite deine hände aus, Leite Höchster GOtt, wir dan=suns auf deinen wegen, Laß uns Daß du uns dein wort hier im segen gehen, Dort geden: Gieb genade, daß auch segnet auferstehen. Ein anderes vor der Predigt. Wilh. Herzog zu SachsenWeimar. Melod. Psalm 100. Err JEsu Christ! dich zu uns wend, Den heilgen du zu uns send, Mit lieb und gnad, HErr! uns Und uns den weg zur wahrheit führ. hu auf den mund zum der HErr; Und schauen dich dein, Bereit' das herz'von angesicht, Hoch droben in ndacht fein: Den glauben dem ewgen licht. stärk den verstand, Daß 4. Ehr sey dem Vater und ein nam werd wohl be= dem Sohn, Samt heilgen Geist Der heiligen in einem thron / bis wir singen mit Gottes Dreyeinigkeit, Sey lob und Heilig, heilig ist GOttpreiß in ewigkeit. Vor der Catechisation. 4. Melod. Psalm 36. ho va, gib uns deinen Geist Von oben, der und Die sünd vergib, andacht ver=leih, Das herz er=mun=tre, und leist, Im hören und im lehren. Den glauben sey, Erweckt zu deinen ehren. mehr, A 3 Lied 5 mehr, die hofnung stärk, Laß unsre seel bey diesem werk Zu dir, HErr! sich erheben: Gibt, daß wir hörer nicht allein — Gib, daß wir wahre thäter seyn, Und nach dem worte leben Nach der Catechismuslehre. v. 2. HErr! schreib dein wortpaaren; Behüt uns stets f in unser herz, Machs g'dächt=falscher lehr: Der welt niß vest, als stahl und erz führung kräftig wehr, Daß Daß wir dein wort bewahren: uns nicht verblende. HE Dem Geist der mach uns sauber heilig uns in der wahrheit neu, Daß bey uns Gottsfurcht Erhalt uns in gottseligkeit B und treu, Und tugend sich ver-zu dem letzten ende. B Buß- und Bettagsgesänge. Betgesang für alle Noth der Christenheit, oder die deutsche Litaney. Mel. Unser Vater im Himmelreich. Err! dessen nam Jehova heißt, GOtt Vater, Sol und heilger Geist: Du heilige Dreyeinigkeit, Einige GOtt von ewigkeit: Erhöre doch genädiglich, Was auf dein wort wir bitten dich 2. Behüt uns, HErr! durch Die irrenden bring an deine hand, Für irrthum, lasterweg, Und führ sie auf sünd und schand: Für krieg, wahrheit steg: Gieb, daß für aufruhr, haß und neid, Für samt der heiden heer Das ungewitter, theurer zeit, Fürfdenvolk zu dir bekehr. hunger, feur- und wassersnoth 5. Auch stürz durch deine starke Für pestilenz und bösem tod. hand, Die deinem wort t 3. HErr Zebavth! dein kirch bewiderstand: Fürs türken grau wahr, Für noth, verfolgung und sam mordgewalt Dein reich undet gefahr: Gib lehrer, die durcharmes volk erhalt; Vertilg reine lehr Dem reich ausbrei=santichristen gar Mit aller stolz ten mehr und mehr Zur preBabels schaar. digt gib des Geistes kraft, Daß 6. Der könig, fürsten, herrsie frucht bring und bey uns haft samt, Ergeben wir dir insgesamt heit. 4. Ach rott die rottenzeister | Laß sie mit Salomons wei aus, Wirf alle ketzerey hinaus: Lied 6. Josaphats gerechtigkeit und bedrängniß wend. eren in gottseligkeit, Ohn 9. Verzeihe denen, die uns tracht und in einigkeit. feind, Und unverdient zuwider Erhalt die schulen, liebersseynd: Hilf, daß wir selbst auch „Daß kinder lernen deingederman Vergeben, der uns Und wachsen auf in zuchtleid gethan: Gib: daß wir deilehr, Zu deines grossennes namens ehr Ausbreiten imaus ehr: Gib ihnen ken=mer mehr und mehr. sinn und muth, Zu über= 10. Die lieben früchte auf dem fleisch und blut. land Gib uns durch deine milde Die traurigen, o GOtt er⸗hand: Für froſt und hagel ſie Mit deinem trost wohnbewahr: Verleih ein segenreibey: Gib den verfolgtensches jahr. Erhöre uns, erbarme geduld, Die leiden müs-dich, Und gieb uns frieden gnäne schuld: Errett sie ausldi lich einden händ, Ihr elend gesang für die drey Hauptstände der Christlihen Kirche, den Oberkeitlichen Lehr= und Hausstand. 6. Benj. Schmolck. Melod. Psalm 6. Err höre, HErr er=hö=re, Breit deines namens An allen orten aus. Durch deine starke hände Bedie drey stände, Die kirche, thron und haus. ! laß dein wort uns] 5. Laß alle, die regieren, Ihr doch ferner reichlich schal=amt getreulich führen: Hilf jeunsrer seelen nutz, Be=derman zum recht; Daß fried allen rotten, Die dei=lund freud sich müssen In unhrheit spotten, Steurlserm lande küssen: Ja, segne olger trutz herrn und knecht. du getreue lehrer Und 6. Wend ab in allen gnaden droßne hörer, Die beides, So feur= als wasserschaden, seyn. Auf pflanzen und Treib sturm und hagel ab: BeLaß dein gedeyen flie=wahr des landes fruchte, Und irch deinen gnadenschein. mache nicht zu nichte, Was Sil (Kaiser) deine hand uns gab. unserm (König) 7. Gib uns den lieben frieden, Laß seine gnadenblicke Mach alle feinde müde, Verleih ser Zion gehn: Schützgesunde luft: Laß keine theure seinem throne, Undszeiten Auf unsre grenzen schreieine krone In vollemsten, Da man nach brode ruft. stehn. 8. Die A 4 Lied 7 8. Die hungrigen erquicke, lgehn. Die alten heb und trage Und bringe die zurücke, Dies Auf daß sie ihre plage Gedul sonst verirret seyn: Die witt tig überstehn. wen und die waisen Wollst du 11. Bleib der verfolgten stütze, mit troſte ſpeiſen, Wann Die reiſenden beſchütze, Die ſter menschenhülf ist klein. benden begleit Mit deinen engel 9. Sey vater aller kinder Der schaaren, Daß sie in frieden fah schwangeren entbinder, Der säu=fren, Zu Zions herrlichkeit. genden gedeihn. Zeuch unsre zarte 12. Nun, HErr! du wirst er jugend Zur frömmigkeit und tu⸗füllen, Was wir nach deinen gend, Daß sich die eltern freun[willen In demuth jetzt begehrt 10. Komm als ein arzt der Wir sprechen nun das amen kranken, Und die im glauben In unsers J E S U namt wanken, Laß nicht zu grunde Amen, es sey gewährt. Bittlied für die Noth der Kirchen GOttes. Melod. Psalm 42. ion spricht: ich bin verlassen, GOtt vergißt men Er will nicht zu her=zen fassen Mei=ne trüb=sa ganz und gar. Aber findt sich wohl ein weib, Die den und ge=fahr: sohn von ihrem leib Nicht gern faßt in ihre arme, Und sich über ihn erbarme? Aller 2. Ob auch eine mutter sollteswie deine kleine heerde Haben ein sehr steinern herz, ends geängstet werde. Daß sie ganz nicht achten woll⸗ 4. Reine lehre vorzubringen Jr te Ihres kindes noth und Manches orts verboten ist, schmerz, So vergesse ich doch thum andern aufzudringen, nicht Meine vatertreu und Brauchet man gewalt und list. pflicht, Du bist mir im sinn Gottesfurcht wird nicht geacht, ſiets blieben, Auch in meine Sondern nur dahin getrach händ geschrieben. Wie man seines herzens wu3. Dieses hast du, HErr ver-len Auch mit sünden mög er sprochen, Es sind deine eignesfüllen. wort, Die du niemals hastl 5. Kein mitleiden, kein gebrochen, Sondern hältst es barmen, Ist da, wo man krie, immerfort, Drum so sieh auch ge führt, Man beraubt und nun und hör, Wie sich quaalsquält die armen, Denen hüll und noth vermehr, Schau, und schuz gebührt, Man sieht Lied 8. te man ohne gnad Sie aus= die wahrheit nicht verlaß, Daß sung zum lezten grad, Insge=man auch darnach mög stretem auch so beschwere, Obsen Heilig und gerecht zu em GOtt im himmel wäre. [leben Noch sind sonst viel 8. Die gewaltigen der erden stemme herzen, Die in kreuz=Laß doch stiften fried und ruh. elend seyn, In krank-Laß sie seind von kriegen wernen, angst und schmerzen, den, Und darneben sehen zu, anfechtung, noth und Daß aufhören überall Die pressein: Oder, die zu ihrem lohnsuren allzumal, Daß die armen haben neid, haß, spott und vor GOtt treten, Freudig für Wenn sie nicht in bö die obern beten. sachen Bey der welt mit 9. Denen, die in noth sich eollen machen. finden, In betrübniß, sorg und Ach, HErr! siehe an undsleid, Gib, daß sie es überwindöre Die da seufzen fort den, Warten deiner stund und fort. Hilf, daß übungzeit: Vater! hilf doch gnädigeiner lehre Sey und bleiblich, Daß dein Zion freue sich, allem ort, Daß man Und daß wir im himmel droben licht einander haß, Doch Allesamt dich ewig loben. Sittlieb um Bekehrung der Unglaubigen, Irrenden und Unbekehrten. Joh. Heermann. Melod. Psalm 100. JEsu Christe! wahres licht, Erleuchte, die dich kennen nicht, Und bringe sie zu deiner heerd, Daß ihre ſeel auch ſelig werd. Erfüll mit deinem gnaden wollen frey, Was ihres herzens schein Die in irrthum verführetsalaube sey. 5. Erleuchte, die da sind verzu, Auch die, so heimlich sichan In ihrem sinn ein fal-blendt, Bring her, die sich von cher wahn. uns getrennt. Versammle, die und was sich sonst verlau=zerstreuet gehn, Mach veste, die hat Von dir, das suche du im zweifel stehn. gnad, Und das verwundt 6. So werden sie mit uns zussen heil, Laß sie am him=gleich Auf erden und im hünhaben theil. melreich, Hier zeitlich uns dort Den tauben öfne das ge=sewiglich Für solche gnade prei Die stummen richtig re=sen dich. Die nicht bekennen C. Aus A 5 10 103)0( C. Auf Fest= und Danktagen. Wegen erhaltenen Siegs, geschlossenen Friedenswie auch auf Krönungs= und Huldigungstagen, und bey andern Solennitäten. Oder Das TE DEUM LAUDAMUS Err GOtt! dich loben wir, HErr GOtt! wir danken dir, Dich Vater in ewigkeit, Ehret die welt weit und breit All engel und himmelscheer, Und was dienet deiner ehr: Auch Cherubini und Seraphim, Singen immer mit hoher stimm Heilig ist unser GOtt! Heilig ist unser GOtt, der Heilig ist unser GOtt HErre Zebgath! Dein göttlich macht und herrlichkeit Geht über himmel und erden weit; Der heiligen zwölf botten zahl Und die lieben propheten all, Die theuren märte allzumal Loben dich, HErr! mit grossem schall, Die ganze werthe christenheit Rühmt dich auf erden allezeit: Dich 2 GOtt Vater im höchsten thron, Deinen rechten und ein'gen Sohn, Den heilgen Geist und tröster werth, Mit rechtem dienst sie lobt und ehrt; Du König der ehrn, JEsu ChriGotts Vaters ew'ger Sohn du bist; Der jungfraun lei nicht hast verschmäht, Zu erlösen das menschlich g'schlecht, Lieb 10. ist hat dem tod zerstört sein macht, Und all' Christen zum dümmel bracht; Du sitzt zur rechten GOttes gleich, Mit über ihr in Vaters reich. Ein richter du zukünftig bist, alles, was tod und lebend ist. Nun hilf uns, Hrrr! den tenern den, Die mit dem'm blut erlöset seyn: Laß uns himmel haben theil, Mit den heilgen im ew'gen heil: Hilf deinem volk, HErr JEsu Christ! Und segne, was dem erbtheil ist: Wart und pfleg ihr zu aller zeit, Und heb sie hoch ewigkeit. Täglich, HErr SOtt! wir leben dich, Und ehrn ein namen stetiglich: Behut uns heut, o treuer GOtt! Für aller sünd und missethat; Sey uns gnädig, o HErre 3Dit! Sey uns gnädig in aller noth; Feig uns deine barmrzigkeit, Wie unsre hofnung zu dir steht, Auf dich hoffen vir, lieber HErr! In schanden laß uns nimmermehr, A = = = men. Das TE DEUM LAUDAMUS in bessere Reimart gebracht. 10. Melod. Psalm 100. Er unser GOtt! dich loben wir, O grosser 6 Ott! danken dir, Dich, Vater, GOtt von ewigkeit, Der 1 * kreiß ehret weit und breit. 11 12 Lied 11. All engel und des himmels 8. Du hast den tod zerstöt heer Und was da dienet deiner sein macht, Zum himme ehr; Die cherubim und sera=reich die Christen bracht phim Lobsingen stets mit frohertsitzst zur rechten GOttes gleich stimm. Mit aller ehr ins Vater 3. Hochheilig ist der große freich GOtt, Jehovg der HErr Ze9. Ein richter du zukünfti baoth, Ja heilig, heilig heiſt, biſt, Alles, was tod und leben Jehova, Vater, Sohn undsist. Nun hilf uns, Herr! d Geist. dienern dem, Die durch bei 4. Dein göttlich macht und blut erlöset seyn. herrlichkeit Geht über himmel 10, Laß uns im himmel und erde weit. Der heiligen ben theil, Mit den heilgen Apostel zahl, Und die lieben ewigen heil. Hilf deinem vol propheten all. HErr JEsu Christ! Und ses 5. Die theuren märt'rer was dein erbtheil ist. allzumal Dich loben stets mit 11. Beschirm dein kirch grossem schall. Die ganze wer= aller zeit, Erheb sie hoch the Christenheit Rühmt dich ewigkeit. Täglich, HErr GOtt auf erden weit und breit, wir loben dich, Und danken die 6. Dich Vater GOtt im höch=HErr! stetiglich sten thron, Und deinen einge= 12. Behüt uns, HErr! bohrnen Sohn, Den heilgen treuer GOtt! Für aller füt Geist und tröster werth, Mit und missethat: Sey uns g gleichem dienst sie lobt und ehrt. dig, o HErre Gott! Sey 7. Du höchster König JEsu gnädig in aller noth Christ, Des Vaters ew'ger 13. Zeig uns deine barmhe Sohn du bist; Du wurd'st einzigkeit, Dein guter Geist mensch, der HErr ein knecht, stets begleit: Wir hoffen auf Zu retten das menschlich ge=dich, lieber HErr! In schon schlecht. den laß uns nimmermehr. D. Advent- und Christfestslieder. Von der Menschwerdung und Geburt JES Christi. Der Lobgesang Mariä, aus Luc. 1, 46 11. Joh. Heermann. Melod. Psalm 36. D en HErren meine seel erhebt, Den grossen GOtt. Daß Gott mein Gott und Heiland ist, Der mich ihm selbst der ewig lebt, Mein geist ist voller freuden, Er hat hat auserkiest, Ob ich gleich schmach muß leiben mi 13 Lied 12, 13. nich gnädig angeblickt, Und mich elenden recht erquickt: Darum ich ihn nun preise In der gemein vor jederman, Denn GOtt hat viel an mir gethan, Auf wunderbarer weise. Sein nam ist heilig, seine herzigkeit, Und nimmt hinweg nacht Wird hoch in aller welt das grosse leid, Das Israel mit tacht: Er bleibet allzeit allen schmerzen Ausstehen muß in dieell gute und barmherzigkeit, ser welt, Dem hilft er auf, ie ihn zu fürchten sind bereit, wanns ihm gefällt, Und trägt tach seinem wohlgefallen. Mit ihn stets im herzen. 4. Wie er dann hat mit Abranem arm übt er gewalt, Zer geut und stürzet alles bald, Waszham, Zu dem er in die hütten mit stolz aufschwellet. Die kam, Und seinen kindeslindern tigen stößt er vom thron, Durch einen eid verbunden sich: giebt den feinden ihren Das wird er halten ewiglich, Die er zu boden fället. Er läßt sich nichts verhindern. setzt die niedrigen hin-Ich dank dir auch von herzen Die seines reinen wortes grund, O GOtt! für das, was Befördern und groß ach= mir dein mund Versprochen Den hungrigen gibt er ihr hat zu geben: Es ist gewiß, hiet „Die reichen müssen lei=wirst du mich Erretten, und neth, Ihr leben muß ver=ldort ewiglich In freuden lassen machten. Er denket der barm=schweben. Der Lobgesang Simeons, Luc. 2, 29. 12 Melod. Ps. 3. oder auch eigne Melod. aß deinen knecht nunmehr In deinem fried, o HErr! Nac deiner zusag fahren: Dann mir nun dein Heiland, ichtbar gemacht bekannt, Sich hat thun offenbaren. den du hast zugericht, Ihm zur erleuchtung wär, Auch 2. Den. Das heydenvolk zum licht, Israel zur ehr, Als seines mit hellklarem scheine, volks gemeine. Das alte Lied: Nun komm der Heyden Heyland, verbessert, und von unschriftmäßigen Rebarten gesäubert, doch ist die alte Melodey behalten. 13 un der heiden Heiland komm; Der jungfrauen kind 14 Lieb. 14. kind so fromm; Des sich wundert alle welt, Das GOtt solch geburt bestellt. 2. Nicht aus mannes blutsmelauf: Fuhr herab zum fin und saft, Allein durch des fleren thal, Kehrt zurück zum Geistes kraft Mensch ist wor-sternensaal. 6. Der du bist dem Vater gleiden GOttes wort, Aller völker Breite aus dein gnadenrei licht und hort. 3. Eine jungfrau schwanger Und durch deine macht, gewalt ward, Blieb doch kensch und Deine schwache kirch erhalte rein bewahrt: Leuchtete von 7. Wie der dunkeln finſter tugend schon: Und gebahr desnacht, Neues licht ward bei gebracht: Also laß des glauhöchsten Sohn. 4. Der da war von kräftenbens schein In uns leuchte reich, Wahrer GOtt, ward hell und rein. mensch zugleich: Kam vom v. Lob sey GOtt im höchsten hohen himmelssaal, Vollerthron; Lob sey GOtt des höch sten Sohn: Lob sey GOtt dem wunder überall. 5. Er nahm erdwärts seinen heil'gen Geist: Allen drey kauf Stieg auch wieder him- gleich gepreißt. 14. Heinrich Held. In voriger Melodey: Nun der heiden Heiland 2c. Oder auch: Himmel, erde, luft und meer. E Ott sey dank in al-ler welt, Der sein wort beständig hält, Und der sunder trost und rath, Zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten väter schaarl 6. Und wie deine zukunft war Höchster wunsch und sehnen Voller sanftmuth ohn gefahr, war, Und was sie geprophezeit Also sey auch jederzeit Dem sanftunth mir bereit. Ist erfüllet in wahrheit. 3. Zions hülf und Abrahams 7. Tröste, tröste meinen sinn, lohn, Jacobs heil, der Jung=Weil ich schwach und blödt frau'n Sohn, Friedensfürst und bin, Und des sataus schlanc wunderheld, Hat sich treulichlist Mir zu sehr vermessen ist 8. Tritt den ſchlangenkopf eingestellt. 4. Sey willkommen, o meinſentzwey, Daß ich aller äugſten heil! Hosianna! o mein theil, frey, Dir im glauben um und Richte du auch eine bahn Dirſan, Selig bleibe zugethan. 9. Daß, wann du, du lebens zu meinem herzen an. 5. Zeuch, du ehrenkönig, ein, fürst, Prächtig wieder kommet Es gehöret dir allein, Machſwirst, Ich dir mög entgegengehn, es, wie du gerne thust, Rein und vor dir gerecht bestehm Ein von allem findenwust, ) 0 ( 8 Ein Lobgesang für die Geburt Christi. 5. . D. M. Luther. elobet seyst du JEsu Christ, Daß du mensch geren bist Von einer jungfrau, das ist wahr: Des freuet sich der engel schaar, Halleluja. Des ewig'n Vaters einig] 5. Der Sohn des Vaters GOtt Dort man in der krippensvon art, Ein gast in der welt ind. In unser armes fleischlhie ward, Und führt uns aus blut Verkleidet sich das beim jammerthal, Er macht uns gut. Halleluja. erbn in seinem saal, Halleluja. Den aller welt kreis nie 6. Er ist auf erden kommen loß, Der liegt in Marienarm, Daß er unser sich erbarm, groß, Er ist ein kindlein wor⸗ Und in dem himmel mache klein, Der alle ding er=reich, Und seinen lieben engeln allein. Halleluja. gleich. Halleluja. Das ewig licht geht da 7. Das hat er alles uns gerein, Gibt der welt ein neuen than, Sein grosse lieb zu zeiein, Es leucht wohl mitten in gen an: Des freut sich alle nacht, Und uns des lichtes christenheit, Und dankt ihm des macht. Halleluja. in ewigkeit. Halleluja. alte Lied: Ein Kindelein so löbelich; verbessert. 16. in kindelein höchstlobens werth. Auf erden ist erDes Höchsten Sohn ist uns beschert, Dem himmelsgeister hienen; Wär uns das lindlein nicht gebohrn, So nen: wir allzumal verlohrn: Es trat an unsre stelle, süsser JEsu Chriß! Der du mensch gebohren bist, uns für der hoͤlle. zeit ist nun ganz freu=kommen, Groß ist die wohlthat Zu loben GOttes und genad, Die GOtt vom him Daß Christus von demmel bey uns that: Ein knecht ist reich, Auf erden zu uns er hie worden: Uns, doch ohne sünde, 15 16 Lied 17. sünde, gleich: Daß wir würdenfalscher lehr und irrthum ewig reich, Trat er in men=swahn, Der unsrer seelen schl den kann: Er woll all schulſchenorden. 3. So sage dank, o christen=svergeben: Vater, Sohn und heit! Für solche große güte: heilger Geist, Stärk den glau Und bitte sein barmherzigkeit, Iben allermeist, Laß uns im früDaß er uns stets behüte, Für den leben. Christi gnadenreiche Geburt und deren heilsame Frucht, oder seine leibliche Geburt für uns, und seine geistlich in uns, aus Luc. 2. 17. In eigner Melobie: Ein kindlein ꝛc. er grosse kriegs- und siegesheld, Augustus, ließ ver Ein scharf befehl, daß alle welt, Sich sollte schätzen fassen Als solches ward geschlagen an, Da muste bald laſſen: ein jedermann Zu seiner stammstadt reisen: Seinem herr gehorsam seyn Sich lassen da schreiben ein, Und sein pflicht erweisen. 2. Zu der zeit im gelobten land 4. Es waren hirten nicht Herodes noch regierte, Der kronsweit, Des nachts bei und zepter von der Hand Deslheerden, Die sahen GOttgrossen kaisers führte: Drum herrlichkeit, Ein engel kam gieng auch Joseph auf den pfadjerden, Und trat zu ihrem auf Gen Bethlehem in Davids stadt, halt, Für schrecken ward Daraus er war entsprossen, herze kalt: Wer sollt da niAuch Maria seine braut, Dieserbleichen? Dann der gro ihm ehlich war vertraut, Als ih=himmelsglanz Hatte sie leuchtet ganz, Und keiner komrem stammgenossen. 3. Da kam die zeit, da sie den entweichen. Held, Ihr kind gebähren sollte, 5. Nicht fürchtet euch Durch welches GOtt der ganzen: engel sprach: Ihr sollt euch bewelt Sein heil erzeigen wollte, lich freuen: GOtt kommt Und sie gebahr den ersten Sohn wenden eure schmach: Er Den höchsten schatz, den gnaden=net euch mit treuen: Die thron; So kam zu uns auf erden erfreuet jederman, Der sie GOttes Sohn, das höchste gut, glauben nur nimmt an: Nahm an menschlich fleisch und den GOtt hat erkohren, blut, Um unser heil zu werden. (stus, euer HErr und heil Lied 18. 19. 1 es, euer trost und theil, Der bezwungen. Komm, JEsu! in nun mensch gebohren. mein herz hinein, Komm, laß Geht in die stadt, da wer=ses deine krippe seyn: Ach wolihr Das kind inwindeln sin-lest es bey zeiten, O du meine n: Da lieget ohne pracht und lebensquell! Heiland und Imer, Der tilger eurer sünden mannel! Zur wohnung dir bebald drauf sich aus dem him=reiten. schwung, Ein englisch heer, 8. Komm, wohne, leuchte stets das freudig jung: Die ehr sey in mir, Werd in mir neu gedit vor allen, Fried auf er=bohren: Erneure deines bildes weit und breit, Und den zier, So von uns war verlohren, nschen jederzeit Bey GOtt Laß seyn mein herz erfüllet ganz, wohlgefallen. O wahres licht! mit quadenglanz Lob, preis und dank, HErrLaß mich stets tugend üben: In Esu Chriů! Sey dir von mirserkenntniß wachsen auf: Und jungen: Daß du auf erden im ganzen lebenslauf Dich und mmen bist, Hast tod und höllden nächsten lieben. Der englische Lobgesang. Luc. 2. 18 S llein GOtt in der höh sey ehr, Und dank für seine Darum, daß nun und nimmermehr, Uns rühren kann kein a=de, Ein wohlgefall'n GOtt an uns hat, Nun ist 1=de fried an zornes statt, All krieg hat nun ein ende preisen und anbeteelsers haders. Lamm GOttes, Für deine güt wir danken, heilger HErr und GOtt! Nimmt GOtt Vater ewiglich an die bitt in unsrer noth, Erohn alles wanken: barm dich unser aller. unermessen ist dein macht, 4. O heilger Geist! du höchste wies dein will hat gut, Der du kanst kräftigst Wohl uns bey solchemströsten: Fürs teufels macht und len. list behüt, Stets alle die erJEsu Christ, Sohnflösten, Durch Christi marterorn Deines himmlischenſpein und tod: Wend ab all Versöhner dern, di. inser jammersnoth, Darzu wir verlohrn, Du stiller uns verlassen. 10 Melod. Psalm 36. Oit lob, die hochgewünschte zeit, Der anfang unsrer Des ew'gen Vaters ewiges kind Sich mit uns menschen selig (ⵣ) 18 Lied 19. Zu Bethlehem se-lig-keit, Und unsrer hülf ist kommen; nun verbindt, Hat fleisch an sich genommen in Davids stadt, Wie Micha das geweissagt hat, Ist ein mensch gebohren: O grosses glück wär dieses nicht, Wür alles, was geschaut das licht, Und schauen soll, verlohren. 2. Sein armer stand, seinſwillkomm, theuer, werther dürftig seyn, Bringt uns den [Sey willkom, trüger meiner le gröss'sten reichthum ein, In ihm | Mein licht, mein trost, mein sind wir geborgen, Hat Adam uns jgen, Mein ein'ges gut, was soll in schuld gesetzt, All unsre hab in dir Zur dankbarkeit (o himme grund verletzt. Er wird uns wohllzier!) Zu beinen süssen legen 4. Mich selbst, nimm mein versorgen. Seht nicht die schlechten windeln an, Und was ver=schenk, HErr! an, Denk, daß nunft hie tadlen kann: In die=sonst nichts geben kann, Dir, ser krippen enge, Ist eingehüllt du alles hegest. Durch den Me das heil der welt, Der wunder-sweltkreis selbst gemacht, bare grosse held, Der herrschersschlechtes opfer nicht veracht Der du den himmel träge vieler menge. 3. Der ew'ge GOtt, des Va-Zeuch, HErr! in meinem ters wort, Und unser bruder, zen ein, Laß dis dein san hülf und hort, Auf den wir si=tbettlein seyn, Verwirf nie cher tranen. Komm, ganze welt! diese wiege, Ich hab es mit ach komm herbey! Hier kannst selbst geschmückt, Und alles eit du, daß GOtt gnädig sey, Ohn weggerückt, Mein JEsu! drin dein verdienst anschauen. Sey nen liege. E. Am Neuenjahrstage. Joach. Neander. 20 Mel. Psalm 42. S 2 bermal ein jahr verflossen, Näher zu der ewigkeit Wie ein pfeil wird abgeschossen, So vergehet meine zeit O getreuer Zebaoth! Unveränderlicher GOtt, Ach, was sol was soll ich bringen, Deiner langmuth dank zu singen 2. Ich erschrecke, mächtigs we sich muß vergeben, Dann we sen! Anst und furcht bedecket kann vor dir bestehen? mich; Dann mein betrü, singen, 3. Schrecklich ist es ja, zu fallen lesen, Ich, das ist so schläferig, in die hand von solchem GeHilie, heilia, heiliger, Grosser | Der rechtfertig zuruft allein ser phinen Hrr! Wehe mir, uand treibe mit mir spott, Lied 21. 15 nicht: wo das geschicht, Jch Je=verlangen, nach dem sterben Da ora leid es nicht! Ich bin ein du wirst die kron ererben. ehrend feuer, Ewig brennend 6. Soll ich denn in dieser hütten bener. Mich ein zeitlang plagen noch? Aber du bist auch sanftmü=So wirst du mich überschütten getreues vaterherz! In Mit geduld, das weiß ich doch, bürgen bist du gütig, Der Setze dann dein herz auf mich, hlt des todesschmerz; Steh JEsu Christe! du und ich Wolnicht in deiner hand Ange=len ewig treu verbleiben, Und net, als ein pfand, So dü von neuem uns verschreiben. willst bewahren, Für des 7. An dem abend und am moren dracheuschaaren. gen, O mein rath! besuche mich; f mein herz! gib dich nun Laß der heiden nahrungsforgen Ganz dem friedensfürsten Nimmer scheiden mich und dich, pfre dem der seelenlieder Prüf in jedem augenblick Meine krönet tag und jahr: nieren und mich schick, Schick ein neues leben an, Das mich, daß ich wachend stehe, endlich führen kann. Mit Ehe dann ich schnell vergehe. 21. Lud. Betul. Melod. Psalm 42. ilf, HErr JEſu! laß gelingen, Hilf, das neue jahr Laß es neue kräfte bringen, Daß ich neu fortwanan: Laß mich dir befohlen seyn, Auch darneben kann: das mein: Neues heil und neues leben Wollst du aus gnaden geben. Laß biß seyn ein jahr der ana, 4. HErr! du wollest gnade geDaß ich lasse meine sünd, ben, Daß dies jahr mir heilig meine seelenschaden, Daß sey, Und ich christlich möge leben, verzeihung sind: Auch Ohn betrug und heucheley: Daß eine gnad verleih, Daß ich sich meinen nächsten lieb, Keinen sie bereu, Dann du liebermenschen nicht betrüb; Und daß mein leben, Kannst die ich allhier auf erden Fromm und allein vergeben. selig möge werden. sie mich mit deiner liebe, 5. JEsu! laß mich frölich enden m, o GOtt! mein flehen hin; Dieſes angefangne jahr: Trage lich mich so sehr betrübe, Und mich auf deinen händen, Halte igst und zagen bin: Wan ich bey mir in gefahr; Steb mir bey oder wach, Schan du, Herr in aller noth: Auch verlaß mich eine sach. Stärke mich in nicht im tod: Freudig laß mich nöthen: Laß mich sünd und dich umfassen, Wann ich soll die icht tödten. 22. welt verlassen. B2 20 ) ( 80 22. Melod. Liedt 82. Wie schön leuchtet der morgenstern. A olauf du werthe christenschaar, Kommt allzusam Erhebt die seel, thut auf den mund, Dankt herzlich GO men kommet dar, Hoch preiset GOtt den HErren. Sein zu die - ser stund, Sein lob sollt iht ver-meh-ren: gut Auf heut Ist ganz neue, Seine treue Kehret wieder Von dem himmel zu uns nieder. 2. Nun schenkt er uns einfregent, Gesegne stets das re neues jahr, Hat auch verhinsment, Und gib gerechte richtet uns für gefahr Behüt, als seine Erfüll sie mit rath und verse kinder. Hab dank, herzliebster Daß sie das recht mit tre JEsu Christ! Der du für uns hand Ueben, als gute schlich mensch worden bist, Zum heilsLehrer, Mehrer, In dem der armen sünder: Tretet, Be=reiche Uns darreiche, mit dem tet, Allzusammen, In sein'm Geiste Sie erfülle allermeiste namen, Ein gut jahre Wünscht 6. Mit deinem segen auch der lieben christenschaare. kehr Bey jedem haus, den s 3. O höchster GOtt vom him=svermehr: Ehleuten gieb re melreich! Uns allen ein gut jahrliebe; Gib keuschen leib u darreich, Laß deinen segen stief=rechten sinn Den jungen leusen Auf deine ganze Christen=führohin, Durch beines Geist heerd: Dein gnad auch immerstriebe: Alte, Halte; Auch neuer werd, Laß ferner unsarmen, Dich erbarmen geniessen Friede, Freude, Him=so HErre, Ihnen ihre speiß melsregen, Laß sich legen In chere. die lande, Schutz uns durch 7. Laß deiner wahrheit bedein starle hande. ſchein Aufgehen ꝺenen, die 4. Daß güt und treu sich paarlseyn In dicken finsternissen zu hauf, Die wahrheit wachs irren auch von deinem wortauf erden auf, Fried, recht ein=lbring zu deines hauses ander küssen, Der HErr geb gü⸗ſLaß ſie bein wege wiſſen: ter allerhand, Durchgehe fortlsie, Dich hie, Vater nenne das ganze land Mit seinen se=JEsum kennen, Den Heiland gensfüssen. Ja, HErr! Dich Führe sie zum gnadenstande kehr Immer wieder Zu uns nie8. Ach HErr! gieb uns nach der: Deinem volke Sey doch deinem bund Ein neues eine gnadenwolke. und reinen mund, Gieb net Følgende Verse können auch kraft und leben; Daß wir durch auf Bettagen und sonsten unsre jahr und zeit, Dir dien geſungen werden. mit aufrichtigkeit, Und gämlt 5. O HErr! du höchster welt 21 Lied 23. 24. ergeben: Weck uns, Stärkstrimme Dieser erden, Ewig Mit dein'm Geiste Hülf wir dich preisen werden. leiſte Unſerm herzen, Wann 10. Singt halleluja allzugleich, rücket angst und schmerzen. Sagt: unserm GOtt gebührt grosser König JESUſdas reich, Die herrlichkeit und ist: Schütz deine kirch zusehre. Er hat ja alles wohl ge frist, Rett sie von den ty=macht: Er hat das heil uns wimen. Erhalt bey uns dein derbracht: Gelobt sey GOtt der es wort, Gib heil und frie⸗HErre. Mächtig, Prächtig, Ist immerfort, Daß wir dichſer wahrlich, Wunderbarlich, bekennen. Von hier, Zu | Seinem namen, Ehr und preiß Uns aufnimme, Von dem gebt allesamen. Passionsgesänge, vom Leiden und Sterben unsers Heilands. Seufzer zum gekreuzigten Heiland. 23. D. M. Luther. Lamm GOttes unschuldig! Am kreuzesstamm geBe=sun=den stets geduldig, Wiewohl du wurd'st verlachtet, All sind hast du getragen, Sonst musten tet. ver=za=gen! Erbarm dich unser, o Jesu! Geschichte und heilsamen Früchte des Leidens Christi aus den vier Evangelisten. Oder: Das alte Lied: O mensch! bewein dein sünde groß, &c. verbessert. Joh. Heermann. 24 Christe JEsu GOttes Sohn! Du bist vom hoDaß GOtt zu sich hinauf uns nähm, Und unser fleisch himmelsthron Zu uns herunter kommen, Daß uns himmel käm, Hast du fleisch angenommen: ewig reichthum werd, Bist du gewesen arm auf erd, lang du drauf gewandelt, Du hast gedienet jederman, Doch 22 Lied 24. Doch that man dir viel boses an, Als hättest du mißhandelt. 2. Du wurdest in dem garten schimpf, mit schmach und bald Für unsre sünde mannig Verspeiet und verhönet: unsre schande sich verlör / falt Betrübt mit angst und za wir bey GOtt erlangten gen: Daß wir nicht unsre übel that Dort ewig müsten ohne Nun wir sind ausgeföhnet gnad Betrauren und beklagen.] 6. Und dennoch hat man kan Du hast daselbst, o höchstes gut sein wort Aus deinem nun Für grosser angst geschwitzet blut HErr! gehört. Bey allen solch Und mit dem tod gerungen! Daß plagen: Damit wir dorten sich am letzten end allhier Beysgericht Und ferner ewig mit uns die todesangst verlier, Weilnicht Verstummen und vergen. Zuerst war dir Pilatus hudu den tod bezwungen. 3. Dein freund, Judas, der dein Bekannte, daß er keine ſch gesell, Ließ sich den geitz verfüh Vermöcht an dir zu finden: ren schnell, Dich schändlich zu wir erkennen allesamt, Man verrathen: Daß du uns mach=be dich für uns verdammt test GOtt zum freund, An dem wegen unsrer sünden. wir treulos worden seynd, Durch 7. Es war so groß der viele missethaten, Du wurdestshaß, Daß auch der mörder Ba hernach ganz und gar Umringetirabas Dir gar ward vorgesevon der feinde schaar, Gebun⸗[Damit wir, HErr! in deine den und gefangen: Daß wir, reich Den heilgen engeln von ſtokko krick befreyt, Dieſtes gleich, Dort koͤnnen wahre frey heit Durchgeschätzet. Sie geisselten ⛪ deine JEsu dich, Da auch dein 4. Die jünger flohen von dir all, ist mildiglich Von deinem letAuch Petrus laugnet dich drey⸗gefloſſen: Damit wir moͤchtmal Eh als der hahn noch krä=lalle seyn Von striemen heil het: Daß wir uns hüten desto sünden rein, Hast du dein blu mehr, Und frey bekennen deine vergossen. lehr, Ob schon der wind hart 8. Pilatus giene wehet. Doch als du Petrumldir, Und stellte dich dem vol drauf allda, Und er mit thrä für: Seht, welch ein mensch nen dich ansah, Nahmst du ihn stehet! Sonst hätt der fürste die der auf zu gnaden: Daß keine sün welt Zum schauspiel und de jemand soll, Sie sey so schwer vorgestellt, Da keine quaal v. sie immer woll, Wenn buß nach gehet. Der feinde, grimm folget, schaden nicht abließ, ob man 5. Du mustest, HErr! gar mit gleich nichts erwieß, Wird doch beschwer, Zu vielen richtern hinlder stab gebrochen: Daß wir und her, Mit deinen feindenlienem grossen tag Von sündund des ſatans klag Ganz würwandern: Daß wir nicht durch des satans macht Dort würden den losgesprochen. 9. Eh man zum tod dich fül in die hölle bracht Von eine pein zur andern. Du wurdest, hinaus, Zog man dir deine kle du grosser GOtt! Mit vielem 23 Lied 25. Wir aus: Du mustest alles lei=ldensfürst! Man gab dir eßig en: Daß du uns mit dem rech=fals dich dürst, Dazu vermischt ten kleid Des heils, und der mit gallen: Daß uns des legerechtigkeit Dagegen möchtestlbensquell nun spring, Dort ewige eiden. Du mustest auch o GOt=lerquickung bring Mit lust und as Sohn Von dornen tragenswohlgefallen. Du gabst zuletzt, eine kron; Und dadurch uns er=so wahrer GOtt! Hier zeitlich tisen, Wie du die kron der deine ehr im tod, Uns ewig zu herrlichkeit Durch deinen todlerwerben Das leben in dem ins haſt bereit't, Dich ewig freudenſaal, Und daß wir in der höllenquaal Nicht müsten dort zu preisen. 10. Wiewohl du warest schwach ewig sterben. und matt. Must du doch an die 13. Du liessest auch nicht ohnhedelſtatt Dein kreuz noch ſel⸗gefehr, Nach deinem tod mit er tragen! Daß wir frey, los einem speer Eröfnen deine seiund ledig gehn, Und nicht fürjten: Du wolltest deine lieb und inſte ſünd ausſtehn, Was wirktreu, Dein gnadenreiches herz erdient für plagen. Du mußt hiebey Eröfnen allen leuten. nach ihrem bösen sinn, Mit Es kam zum letzten noch dazween mördern mitten in Austrauf, Daß sich die gräber thäkreutz dich lassen henken: Daßten auf, Man sah die heilgen da uns in der heilgen zahl, Undsgehen: Daß unsre hofnung bemit den auserwählten all Dieſſte bleib, Und diß die todesfurcht vertreib, Daß wir auch seligkeit könntst schenken. 11. Dem schächer an der einen auferstehen 14. Winkelsen dir nun dankbar seit Versicherst du zur selben zeit Er sollt dein reich erlau=sseyn, Daß du sie uns solche gen: Daß man im glauben zuſpein Dich willig haſt gegeben: eir tret, Und niemand denk, Wir wollen seyn der sünden sey zu spät Die busse an=sfeind, Nun wir mit GOtt verzufangen. Den andern schächer sohnet seynd, Nach seinem williessest du, Daß er nicht kamilen leben: Die lieb erzeigen zu deiner ih; Er starb in sei⸗jedermann, Die du, HErr! hast nei. sünden: Daß man mitsan uns gethan, Mit deinem furcht zur busse eil, Nicht denk, bittern leiden. O menschenkind! man hab noch gute weil Zur betracht das recht, Wie GOttes zorn die Sünde schlägt, gnad sich anzufinden. 2. O HErr! und grosser le=Bemüh dich, sie zu meiden, Gottselige Betrachtung des Leidens Christi. n Fr. Ad. Lampe. Melod. Psalm 51. M ein lebensfürst, mein auserkohrnes theil, Wie kan ich gnug in ewigkeit erkennen Die liebesglut darin du woltest 24 Lied 25. wolltest brennen, Und öfnen mir den weg zum wahren heil? O daß mein herz so schmelzen möcht, wie du! Um dir in voller dankbarkeit zu stiessen, Und dir die frucht dann bringen wieder zu, Die mir aus deiner angst und tod kommt spriessen. 2. Du hubst dein leiden an nimit fackeln, schwert und stan dunkler nacht, Um mir die nachtigen, Ein einzles unbewehrte der sünden zu zertheilen. Ich lamm zu fangen. So würde wi sehe dich aus Salems pforten der mich gewütet seyn Vor eilen, Und mir des himmels pfor=Belials ergrimter drachenschaar, ten aufgemacht. Du schwebst da=|Um ein verlornes schäflein zu ver hin durch Kidrons schwarzes thalschlingen, Hättst du dich nicht Um aus dem schlamm der sün= dem wolf gestellet dar, Als hirte den mich zu heben. Am ölbergseinen raub ihm abzuzwingen. wartet auf dich angst und quaal,| 6. Du liessest deinen anmuth Um deines friedens ölzweig uns vollen mund, Mit einem schnö zu geben. den Joabskuß beflecken, Um mei3. Im garten war die todes=nes herzens falschheit zu bede frucht gepflückt; Im garten war eken, Und deine felsentreu zu ma das höchste gut verlohren: Und chen kund. Die jünger flohen, du hast einen garten dir erkoh=denn du wolltst allein Ohn allen ren, Wo du dem rachschwerdt trost des zornes kelter treten, GOttes mich entrückt Hie wur=Für die, die sonst in steter höllen deſt du in traurigkeit verſenkt, pein Von dir verbannt zu ſeyn Mit furcht und schrecken um und verdienet hätten. um befangen, Daß ich von 7. Man stellte dich vors scharfe allem, was mich nagt und blutgericht, Die falsche zungen kränkt, In deiner angst befrey=brachten ihre klagen: Und du ung möcht erlangen. hast nicht ein wort drauf wollen 4. Der lebenssaft zerbrach der sagen: Weil ich auf tausend adern band, Und drang mit kont antworten nicht. Ich hatte macht durch alle deine glieder: deines namens heiligkeit Mit Du funkest gar im staub der mund und that verlästert und orde nieder, Wurd'st als einzerbrochen: Drum wurde dir in wurm bedeckt mit blut und ungerechtigkeit Als einem lästesand. Sonst hätt ich müssen in rer der stab gebrochen. der höllen gruft Verzweiflend 8. Die backenstreiche, die die ewig blut und eiter schwitzen, böse rott Mit speichel mischte Und in des abgrunds allertief⸗ die hatt' ich verſchuldet, Du haſt sten kluft Mich krümmen unter die allerherbste schmach erduldet, deines jornes blitzen. Sonst wär ich worden aller teu5. Der übelthäter schaar dringt fel spott. Fürnemlich hat man deines auf dich ein, In grossem grim 25 Lied 25. deines lehramts ehr, O mein ten in geduld, Um zu genesen vrophet! recht freventlich ver= mich durch deine striemen 13. Der ehrenkönig trägt ein höhnet, Daß die verachtung deiur gnademehr, Die ich began=purpurkleid, Damit ich möcht in reiner seide glänzen; Den blut'gen gen, möchte seyn versöhnet. ſcheitel müſſen dornen kränzen; 9. Hat Petrus dreymal dich aus furchtsamkeit Verläugnet, und Zu schenken mir den kranz der damit dein herz durchstochen: herrlichkeit. Man tritt den glanz der höchsten Majestät, Durch Ach, wie viel öfter hab ich treu ge spöttisch krönen freventlich mit brochen! Doch es ist mir, o Herr! rie Petro leid. Und darum hast fussen, Weil ich sonst ewiglich verdienet hätt Als frevler wider in den treulosen knecht BestänGOttes zorn zu büssen. noch zu lieben fortgefahren 4. O GOttes Lamm! wie wilAch! bring mich auch, wann ich der zurecht, Laß deinen Geistllig trägest du Das fluchholz, um den fluch von mir zu heben; Das iß schwache rohr bewahren. holz, das mir sollt lebensfrüchte 3. Man schleppt dich frühe vor geben, Und unter seinem schatten ilatus hans; Weil du auch wil. schaffen ruh. Du himmelszierde, für unbeschnitt'ne leiden, So gibt du hängst nackt und bloß, Um meiman dich an sünder aus den hei ner nacktheit schande zu bedecken; den. Man schreyt als einen auf Du wirst zum scheusal für mich fuhrstifter aus Den friedensfürst rdenklos, Um von dem sündenden könig aller welt: HErr! ich dienst mich abzuschrecken. bekenn die schuld, ich war verlo 15. Du bist, du knochenvolles ten, Weil ich mich deinen fein zugesellt, Und meine lust zum golgatha, Das traurgerüste, drauf sonig hat erkohren. der schöpfer litte; Der kampfplatz 11. O unrecht! daß man dich drauf der weibessame stritte; Der mit Barrabas, Dem mörder, auf schauplatz, drauf mans höchste die waagschal dorfte setzen: Ofwunder sah, Hier hänget aller opgreuel! daß man dich dorftfer gegenbild. Der bürge zahlet schlimmer schätzen! O raserey! hie den letzten scherfen. Hie wird mehr, als Cains haß! Doch durchbohrt mein ein'ger glaubens warum zörn ich mit der judenſſchild Vom pfeil, den GOttes wuth? Ich seelenmörder bin so zorn auf mich wollt werfen. toll gewesen, Ich hab elenden 16. Der zwischen erd und himdampf fürs höchste gut, Ich hab mel frieden schafft, Hängt als ein gen tod fürs leben auserlesen. scheusal zwischen luft und erden. 2. Das mordgeschrey, das an Sollt ich der engel mitgeselle werdem himmel stieß, War nicht so den, Er mußte zwischen mördern schwer, als meine sünden riefen, seyn verhaft. Sein ganzer rock Die ströme bluts, die dir vom und sein geviertelt kleid, Zur beu eibe trieſen, Da dich Pilatusſte wird den knechten überlaſſen, ſcheußlich geißlen ließ, Sind mir | So ſollt das kleid ſeiner gerechzum ſviegel der blutrothen ſchuldſtigkeit, Der ganzen welt gevierder höllenstreiche, der gewissens=ter kreiß umfassen men, Die du für mich erlit= 17. Des bundes blut erwieß die erste 26 Lied 26. ersts kraft, Am schächer, der noch endlich in den tod, Dringst durch in der letzten stunde Durch wahre den tod ins paradies zum leben buß und glauben gnade funde. Um mir in meiner letzten tode Für alle sünden war nun rath ge=noth Aus freyer gnad die leben schaft. Doch ist aus tausend einem kron zu geben diß geschehn, So ist dem sichern 21. Drum soll, so lang ein fleisch nichts eingeräumet, Der jader in mir schlägt, Mein her andre schächer must zu grundeſdein kreuzesbildniß in ſich ſchligehn, Weil er die rechte gnaden=ßen, Mein mund in lobgesängen zeit versäumet. sich ergiessen, Mein alles sel 18. Der tag gieng Jesu unterzum opfer dargelegt, Die sünde und mir auf. Dem sonnenschö die dir solche zentnerlast Ha pfer will kein licht mehr scheinen. aufgebürdet, will ich stets ver Der helfer muß als ein verlaßner fluchen, Und was du für mich weinen. Sein angstgeschrey heint abgetragen hast, Mit treue der geschöpfe lauf. Wer zittertliebe zu vergelten suchen. nicht? der löw aus Juda brüllt: 22. Die seite, die dir ist mit Den Sohn der liebe trift des Va= einem speer Durchstochen, soll im ters ruthe: Was wunder, daß sich seyn zur zufluchtskammer, Dari die natur verhüllt! O seelenlicht! sich mich fest an dein herze klamet, was schenkst du mir zu gute? |Wann belial mich jagt mit seinen 19. Nun weiß ich, daß die nachtsheer Dein blut mir stets zum ofnet der finsterniß Zerstöret ist. Mußbrunnen sey. In dessen abgrünich schon rathloß gehen Durchsich die schuld verliere. Schenk dunkle thäler, und verlassen sie- beines geistes wasser mir dabei hen Von allem trost, so bin ich Der mit dem schmuck der hei doch gewiß, Die sonne muß vor=ligkeit mich ziere. her von glut und schein Beraubet 23. Kommst du mit blut und in des abgrunds kluft sich senken, wasser dann zu mir, Ich will dir Eh ich von JEsu werd geschieden blut und wasser wieder bringen, seyn, Und eh er nicht wird mei Ich will mich durch den ner mehr gedenken. nen vorhang zwingen, Und nahen 20. Du wirst, o lebensbrunn in freymäthigkeit zu dir. Ich wil für durst verzehrt, Kaum ist ein in meinem letzten todes kamp tröpflein eßig dich zu laben, Und Des blutes kraft, des Geialle ströhme deiner himmelsgabenpfand anrühren; Dein blut wird Sind meinem durſt in überfluß|giessen aus der höllen dampf, D beschert. Du giebst dein lebensgeist ins hün̄elsvolles erbteil füh 26. Joh. Heermann. Melod. Psalm 42. Esu deine heilge wunden, Deine quaal und bittern Laß mir geben alle stunden Trost in leibs und seelen tod, Wann mir fällt was arges ein, Laß mich denken noth geb 27 Lied 27 einer pein, Daß ich deine angst und schmerzen Wohl erweg in meinem herzen. Will sich gern in wollust 5. Gib für alles, was mich den Mein verderbtes fleischskränket, Mir aus deinen wunblut, Laß mich denken, den kraft: Wann mein herz dein leiden Hat gelöscht hinein sich senket, So gieb höllen glut: Nicht, daß ich neuen lebenssaft: Daß mich meinem sinn Soll instärk in allem leid Deines troUuſt leben hin; Sondernſſtes füßigkeit; Weil du mix en mit auf erden, Dememdein heil erworben, Da du biß für mich gestorben. ähnlich werden. Will die welt mich mit ver= 6. Laß auf deinen tod mich trauren Auf die breite sünden=sen, O mein GOtt und zuverihn: Wollſt du mich alſo re⸗ſicht! Laß mich feſte darauf bauen zieren, Daß ich alsdann ſchaue Daß den tod ich ſchmäcke nicht: Deiner marter zentnerlaſt, Deine todesangſt laß mich Stets Die du ausgeſtanden haſt: Daß erquicken mächtiglich, HErr! laſ ja in andacht bleibe, Mit demen tod mir geben Auferste. welt nicht bosheit treibe. hung, heil und leben. Will mir satan meine sün⸗ 7. JEsu! deine heilge wunden, den, Mit viel schrecken zeigen an, Deine quaal und bittern tod, mich diesen trost empfinden, Laß mir geben alle stunden du gnug für mich gethan. Trost in leibs= und seeleunoth, ringt er brullend ein zu mir, Sonderlich am letzten end Hilf, Hilf, daß ich ihm halte für Deine daß ich mich zu dir wend, Troſt wunden, maal und zeichen, Daß in deinen wunden finde, Und dann frölich überwinde. von mir müsse weichen. 27. Mel. Psalm 42. üsser Heyland, unser leben, Der du für der menDich dem bittern tod ergeben, Und in schmerzlicher ſchenſchuld Alles abgetragen haſt, Daß die ſchwere ſünge= duld denlast Uns nicht möchte gar ersticken, Und zur hölle niederdrücken. Süsser Heiland, unser wetter, Das uns dräuet, flucht rette. „Der du GOttes zorn und schilt, Von uns weggenomgestillt, Des gesetzes donner=men hast, Uns in deinen schutz gefaſt, 28 Lied 28. gefaßt, Die verdamniß abge=unter, Aus dem feurig heissen wendet, Und die höllenangst pfuhl, Uns zu führen an den geendet. ort, Da wir sollen immerfort 3. JEsu Christ! von ganzem In glückseligkeiten leben, Um herzen Danken wir für diese in steten freuden schweben. gunst, Und für deine leidens= 8. Ja, er duldet schläg und ri schmerzen, Gib, daß wir aus glau=theu, Dornenkron, spott, kreul bensbrunst Dir rechtschaffen und tod, Uns der heissen höllen dankbar seyn, Daß du uns der gluten Und der ewiglichen not höllenpein Durch dein leiden, Zu entreissen: nimmer nicht tod und wunden So gar wil=Weiß hievor ich meine pflich lig haſt entbunden. Nach gebühr recht abzutragen 4. Satan band uns scharfe ru= Und zur gnüge dank zu sagen then, Maß uns schwere strafe zu, 9. Hilf, HErr JEsu! hilf in Da wir sollten gar verbluten, gnaden, Und laß mich zu allen Und ohn alle seelenruh, In der frist, Wessen du mich hast ein höllen quaal und brand Unter laden, Recht betrachten, JEß seiner henkershand Ewig schwere Christ! Du bist mein schak. schläge leiden, Und von GOtt=hülf und heil, Du mein schutz gar ſeyn geſcheiden und auch mein theil, Raum 5. Dieses konntest bu nicht dul= hab ich durch deine bande 2 den, O du süsser JEsu Christ! der lebendigen lande. Wolltest lieber unsre schulden, 10. Laß mich deinen tod betrachWeil du unſer bruder biſt, Durch ten, Wann der tod auch kommt ein gültig lösegeld Richtig ma zu mir. Laß mich ausser die chen, und der welt Durch dein nichts achten, So, daß ich stets angst und todesringen Leben, mit begier Deine schmerzen heil und wohlfahrt bringen. wunden, blut (O der grossen 6. Welcher herr läßt sich wohl liebesglut!) Mit zu tragen sei schlagen An seins schlimmen geflissen: So bleib ich dir unentknechtes statt, Und will dessen rissen. busse tragen, Was sein feind ver11. Bringe, JEsu! meine seelt schuldet hat? Du, HErr JEsu! Dann in deines Vaters hand, hast allein Wollen solcher Heiland Die ich dir allein befehle, Wann seyn, Und dein leben selbst nicht mein schwaches lebensband Bresparen, Da wir deine feinde waren.schen wird; dann wird dein tod, Ist es nicht ein grosses wun=O du mein getreuer GOtt! Nach der! GOttes Sohn steigt von dem tode mir das leben Dort im dem stuhl Seiner hoheit gar her- himmel wiedergeben. G. Ostergesänge Von der Auferstehung Jesu Christi. 28 hrist, der in todesbanden lag, Für unsre sünd geg Ist auferweckt am dritten tag, Und hat uns bracht das leben / 29 Lied 29. 30. Daß wir sollen frölich seyn, GOtt loben alle insden: gemein, Und singen Halleluja, Halleluja. Den tod niemand bezwin=| 5. Hie ist das rechte oster konnt Bey allen menschen=lamm, Wobey man GOttes rn, Das machet alles un-thaten Vermerkt, es ist am und, Die thät das heil ver=skreuzesstamm In heisser lieb ern, Davon kam der tod so gebraten. Das blut zeichnet Der nahm und hielt unslunste thür, Das hält der glaub gewalt In seinem reich ge= dem tode für, Der würger geht gen. Halleluja. vorüber. Halleluja. 6. So feyern wir das hohe Doch JEsus Christus GOt Sohn, An unſre ſtatt iſt feſt, Mit herzensfreud und mmen, Und hat getilgt der wonne, Das uns der HErr eraden hohn, Damit dem todſſcheinen läßt, Er iſt ſelber die nommen All sein recht und sonne, Der durch seiner gnaden gewalt, Da bleibet nichts, glanz Erleuchtet unsre herzen todsgestalt, Sein stachelsganz, Die nacht ist nun ververlohren. Halleluja. gangen. Halleluja. Es war ein wunderlicher krieg] 7. Wir essen dann, und leben tod und leben rungen, Dasſwohl, Zu GOttes tiſch geladen, doch behielt den sieg, Es. Der alte sauerteig nicht soll Seyn en tod verschlungen. Die bey dem wort der gnaden, Chrit diß bezeugt und sagt: Daß stus will die speise seyn, Und stärtod des todes macht Nunken unsre seel allein, Diß ist des lich weggenommen. Halleluja glaubens leben. Halleluja. 29. D. M. Luther. sus Christus unser Heiland, Der den tod überwand, auferstanden, Befreyt von todesbanden. Erbarm dich über uns. Der ohne sünde war geborn, | 3. Tod, sünd, teufel, leben und für uns Gottes zorn Hat uns gnad Alles in händen er hat, Er hnet, Daß uns GOtt sein kann erretten Alle, die zu ihm gönnet. Erbarm dich über unsitreten. Erbarm dich über uns. 30. Joh. Rist. Mel. Allein GOtt in der höh sey ehr, ꝛc. O Tod! wo iſt dein ſtachel nun? Wo iſt dem ſieg? Was kann uns jetzt der teufel thun, Wie grausam er sich hölle! 30 Lied 30. höl=le! GOtt sey gedankt, der uns den sieg So herr stel=lei lich hat nach diesem krieg Durch JEsum Christ gegeben. 2. Wie sträubte sich die alteglieder. So jemand Christi wer schlang, Als Christus mit ihrten gläubt, Im tod und grab kämpfte: Mit list und macht der nicht bleibt, Er lebt, ob sie auf ihn drang, Jedennoch gleich stirbet. er sie dämpfte: Ob sie ihn im 7. Wer täglich hier durch wahre die fersen sticht, So sieget siefreu Mit Christo auferstehet, darum doch nicht, Der kopf ist dort vom andern tode frey, Der ihr zertreten selb ihm nicht angehet: Genom 3. Im leben Christus kömmtimen ist dem tod die macht, Unherfür, Die feind nimmt erfschuld und leben wiederbracht gefangen: Zerbricht der höllen/Und unvergänglich wesen. schloß und thür, Trägt weg den 8. Das ist die reiche österbeut, raub mit prangen: Nichts ist, Die wir theilhaftig werden, Fried, daß in dem siegeslauf Den star=freude, heil, gerechtigkeit, ken held kan halten auf, All's himmel und auf erden. Hier liegt da überwunden. sind wir still, und warten fort 4. Des todes gift der höllen pest | Bis unser leib wird ähnlich dort Ist unser Heiland worden; Wenn Christi verklärtem leibe. satan auch noch ungern läßt Von 9. Der alte drach mit seiner wüten und von morden: Und dasrott Hingegen wird zu schanden er sonst nichts schaffen kann, Nur Erlegt ist er mit schimpf und tag und nacht uns klaget an, So spott, Da Christus ist erstanden. ist er doch verworfen. Des hauptes sieg der glieder ist 5. Des HErren rechte stets be=Drum kann mit aller macht und hält Den sieg, und ist erhöhet: list Uns satan nicht mehr schaden Des HErren rechte mächtig fällt. 10. O tod! wo ist dein stache Was ihm entgegen stehet. Tod, nun? Wo ist dein sieg? o hölle, teufel, höll und alle feind Durch Was kann uns jetzt der teufel Chriſti ſieg gedämpfet ſeynd, Ihrſthun, Wie grauſam er ſich zorn ist kraftlos worden. stelle? GOtt sey gedankt, der 6. Es war getödtet JESUS uns den sieg So herrlich hat Christ, Und sieh, er lebet wieder. in diesem krieg Durch JEsum Weil nun das haupt erstanden Christ gegeben. ist, Stehn wir auch auf, sein Seufzer um die Kraft der Auferstehung JEsu Christi31. Fr. Ad. Lampe. Melod. HErr Christ! der einig, ꝛc. M ein fels hat überwunden Der höllen ganzes heer Der drache liegt gebunden Die sünde kann nicht mehMich 31 Lied 32. Rich durchs gesetz verdammen; Denn alle zornesflammen Hat JEsus ausgelöscht. Auf dann, mein herz! und 6. Hast du den tod verschlungen, tinge Dem Heiland dank da⸗Verschling ihn auch in mir Vertreib die furcht, und Wo du bist durchgedrungen, Da (winge Im glauben dich em=llaß mich folgen dir. Erfülle edt, Wirf des gewissens nagen, mein verlangen, Und laß den dein sorgen und dein zagen, Julkopf der schlangen In mir zertreten seyn. bristi leeres grab. Ist JEsus auferstanden 7. Den götzen, eigenliebe, Das Mit herrlichkeit geschmückt, Soſſchnöde ſeelengift, Zerſtör in mit du ja den banden Des todeslund giebe, Daß alle fleiſcheſtrift, entrückt Kein fluch ist übrig Die dich aus kreuz geheftet, Ganz ben, Die quittung ist ge=smöge seyn entkräftet, Durch deirieben, Daß alles sey bezahlt. [nes kreuzes kraft. Gib meinem glauben klar=, 6. Lebst du, laß mich auch leben eit Zu sehn HErr JEsu Als glied an deinem leib, Daß Christ! Daß du weg, leben, sich, gleich einem reben, An theit, Daß du mir alles dir, dem weinstock, bleib. Gib Die finstre wolken theile, Geistes saft zur nahrung; Gib zweifelung und heile Desstärke zur bewahrung Der pflanzung deiner hand. glaubens dürre hand. 9. Leb in mir, als prophete, Laß mich nicht länger wan Gleich einem rohr im wind! Und leit mich in dein licht, Als geſäuft'ge die gedanken Die vol=prieſter mich vertrete. Mein unruh sind. Du bist der stuhl thun und lassen richt, Um deinen gnaden, Wer mühsam undsganzen willen Als könig zu erladen, Den rufst du ja zu dir. füllen. Leb, Christe! leb in mir. H. Von der Himmelfahrt Christi. D. M. Luther. 32. Christus fuhr gen himmel, Da sandt er uns hernieder den Tröster, den heiligen Geist, Zum trost der armen ⛪ bristenheit, Halleluja. 3. Wär er nicht hingangen, Der Christus, unser Heiland, Siz tröster wär nicht kommen: Seit rechten GOttes hand, Verdas menschliche geschlecht, daß er hingangen ist So haben wir durch ihn werden ge= wir den Geist durch Christ. Hal53. Halleluja. leluſe. K 0 9 Ernst Christ. Homburg. Mel. Wie schön leuchtet der morgenstern. D wun=der=grosser sieges held! Du Ein=den=tra gerZur rechten deines Vaters kraft Der seinde schaar gl.ler welt: Du hast dich hoch gesetzet, Mächtig bracht zur haft, Bis auf den tod verletzet. Prächtig, Triumphirest, Jubilirest, Tod und leben HErr Christ! dir untergeben. 2. Dir dienen alle cherubim, demuth gehn herein, All üppig Viel tausend hohe seraphim Dichkeit verachten, Unart, Hofart siegesfürsten loben, Weil du den Laß uns meiden, Christlich lei segen wiederbracht, Mit majestät den, Wohl ergründen, Wo die und grossem pracht Zur freude gnade sey zu finden. biſt erhoben: Singet, Klinget, 5. Sey, JEſu! unſer ſchutz und Rühmt und ehret Den, so fäh=schatz, Sey unser ruhm und veste ret Auf gen himmel, Mit po=platz, Darauf wir uns verlassen. ſaunen und getümmel. Laß suchen uns, was droben ist 3. Du bist das haupt, hingegen Auf erden wohnet trug und wir Sind glieder, ja es kommt Es sind auf allen strassen Lügen von dir Auf uns licht, trost und Trügen, Angst und plagen, Die leben, Heil, fried und freude, da nagen, Die da quälen, Stünd stärk und kraft, Erquickung, lab=lich arme christenseelen. sal, herzenssaft Wird uns von 6. HErr JEsu! komm, du gna dir gegeben: Bringe, Zwinge, denthron, Du siegesfürst, held, Mein gemüthe, Mein geblüte, Davids Sohn, Komm, stille das Daß es preise, Dir lob, ehr und verlangen: Du, du bist allein ruhm erweiſe. ans zu gut, O JEfu! durch 4. Zeuch, JEsu! uns, zeuchdem theures blut, Ins heilig uns nach dir, Hilf, daß wirthum gegangen: Komm schier künftig für und für nach deinem Hilf hier, Dann so sollen, Dann reiche trachten: Laß unſer thunſſo wollen Wir ohn ende Froͤlie ohn wandel seyn, Daß wir mit klopfen in die hände. Am Pfingstfest. Bittlied um die Sendung des heiligen Geistes in die Herzen der Erwählten. 34 D. M. Luther vmm GOft Schöpfer heilger Geist, Besuch das he Lied 35. 36. 33 menschen dein: Mit gnaden sie füll, wie du weist, dein geschöpf soll vor dir seyn. dann du der tröster bist ge=] 5. Des feindes list treib von Des allerhöchsten gabesuns fern, Den frieden gib durch Ein geistlich ſalb an unsldeine gnad: Daß wie du fuͤhrſt, undt, Ein lebensbrunn und wir folgen gern, Und meiden, seur. was der seelen schad. 6. Den Vater uns wohl kennen Du bist mit gaben mannig Der finger in GOtt's rech=lehr, Und JEsum Christum, seiand Des Vaters zusag mitmen Sohn, Daß wir auch geben t, Durch zungen geht ingleiche ehr, Dir beyder Geist in land. einem thron. 7. GOtt, unser Vater, sey allZünd uns ein licht an im verGib uns ins herz der lie⸗ʒeit Aus herzensgrund von uns unst, Des fleisches schwach=gepreist, Lob sey, HErr JEsu! bekannt, Stärk allzeit dir bereit, Mit GOtt dem werchen heilgen Geist. dein kraft und gunst. D. M. Luther. un bitten wir den heiligen Geist, Um den rechten glauallermeist; Daß er uns behüte, An unſerm ende, Wann heimfahrn aus diesem elende, Erbarm dich u=ber uns Du werthes licht gib uns von herzen Einander lieben, en schein, Lehr uns JEsum Und im frieden auf einem sinne erkennen allein, Daß wir bleiben. Erbarm dich über uns. m bleiben; Dem treuen 4. Du höchster tröster in aller „ Der uns bracht hatsnoth, Hilf, daß wir nicht fürchechten vaterland. Erbarmten schand noch tod, Daß in aber uns. uns die sinne Nicht verzagen, süsse lieb, schenk uns Wan der feind das leben wird gunst, Laß uns empfinden verklagen. Erbarm dich über liebe brunst: Daß wir uns uns. Von den Wirkungen des heiligen Geistes. 36. Michael Schirmer. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern, ꝛc. O heilger Geiſt! kehr bey uns ein, Und laß uns deine Du himmelslicht, laß deinen schein Bey uns und in uns woh① 34 Lied 37 wohnung seyn, O komm, du herzenssonne; Daß wir kräf=tig seyn, In steter freud und wonne; In dir Recht zu leben Uns ergeben, Und mit beteOft deshalben vor dich treten. 2. Gib kraft und nachdruck dei⸗idich allein zu bauen. nem wort, Laß es wie feuer im=, 5. Laß uns dein edle balsamekt merfort Jn unsern herzen bren=Empfinden, und zur rittersch nen: Daß wir den Vater und Dadurch gestärket werden: den Sohn, Dich beyder Geist daß wir unter deinem schutz in einem thron, Für wahrensgegnen aller feinde trutz, SolGOtt bekennen. Bleibe, Treibe, wir seyn auf erden. Las Und behüte Das gemüthe, Daß Reichlich Auf uns nieder, D wir gläuben, Und im glaubenswir wieder Trost empfindstandhaft bleiben. Alles unglück überwinden 3. Du quell, braus alle weisheit 6. Du süsser himmelsthan fleußt. Die sich in fromme seelen sich In unsre herzen krätig geußt, Laß deinen trost uns hören. Und schenk uns deine liebe. Daß wir in glaubeuseimkeit, unser sinn verbunden sey Auch andre in der christenheitsnächsten stets mit liebestren, Dein wahreszeugniß lehren. Hö⸗ sich darinnen übe. Kein n re, Lehre, Herz und sinnen Zu Kein streit, Dich betrübe, ReSan gewinnen, Dich zu preisen, Gutssliebe Wollst du geben dem nächsten zu erweisen. und demuth auch darneben 4. Steh uns stets bey mit dei= 7. Hilf, daß in wahrer heiligkeit, nem rath, Und führ uns selbst Wir führen unsre lebenszeit, S den rechten pfad. Weil wirkunsers geistes stärke: Daß un den weg nicht wissen. Gib uns hinfort sey wohl bewußt beständigkeit, daß wir Getreuseitel ist des fleisches luß dir bleiben für und für, Wann seine sündenwerke. Rühre, wir hier leiden müssen Schaue, Unsre sinuen Und beginnen Baue, Was zerrissen, Und ge= der erden Bis wir himmelst flissen Dir zu trauen, Und aufben werden. Joach. Neander Mel. Lied 132. GOtt des himmels und der erden, ꝛc. K brin, o komm! du Geist des lebens, Wahrer G Deine kraft sey nicht vergebens, Sie er XII von ewigkeit; So wird geist, ja licht und schein uns jederzeit: dem dunkeln herzen seyn. 35 Lied 38. Gib in unser herz und sin=hört, Und die zuversicht gemehrt Weißheit, rath, verstand 6. Wird uns auch nach troste banzucht; Daß wir andersige, Daß das herz oft rufen muß: ts beginnen Denn was uur Ach mein GOtt! mein GOtt! wie wille sucht. Dein erkennt lange? Ey so mache den beschluß: werde groß, Und mach uns Sprich der seelen tröstlich zu, Und gib muth, geduld und ruh. urthum los. 7. O du Geist der kraft und stärZeige, HErr! die wahrheitste Halt uns auf der rechten bahn: ke, Du gewisser neuer Geist! Förume böses aus dem wege,ldre in uns deine werke, Wenn lecht und recht sey um uns aulder satan auf uns scheußt, Schenk ake ren an sünden statt, Wann uns waffen in den krieg, Und erhalt in uns den sieg. fuß gestrauchelt hat. aß uns stets dein zeugniß füh⸗l 8. HErr! bewahr auch unsern Daß wir GOttes kinder sind, glauben, Daß kein teufel, tod noch auf ihn alleine zielen, Wannſſpott Uns denſelben möge rauben, oth und drangsal findt; Den] Du dist unser schutz und GOtt zaters liebesruth Ist uns Sagt das fleiſch gleich immer nein Laß dein wort gewisser seyn. ege gut. leiz uns, daß wir zu ihm 9. Wann wir endlich sollen Frey, mit aller freudig⸗ſterben, So verſichere uns je Seufz auch in uns, wannmehr, Als des himmelreiches eten, Und vertritt uns al=lerben, Jener herrlichkeit und ehr, So wird unsre bitt er=(Die uns unser GOtt erkiest, Und nicht auszusprechen ist. Fr. Ad. Lampe. 38. Melod. Brunquell aller güte, ꝛc. ater aller gnade, Ich ein wurm und made, Lieg bot Höre meine bitte, Die ich dir ausschütte, Hor in mein thron, Alles willt du ja gewähren, Was wir Sohn in ihm begehren. sind keine schätze, Lustlich bereue, Daß ich in untreue renplätze, Die ich bey Hab so lang gelebt. Ach! veraib h. Deines Geistes gabe,|doch dem rebellen, Der mit ich die nur habe, Wohl,|buß sich will einstellen. hab ich gnug, Und die willt | 4. Komm dann herzenszwinern verleyhen Denen, diesger, Heil und friedensbringer, Komm, GOtt heilger Geist. zu dir schreyen. Hab ich schon sehr ofte, Zwing mich in die bande, Bring dein Geist anklopfte, mich in dem stande, Drinn GOtt widerstrebt. Mein GOtt! wird gepreist. Bring den ölzweig 36 Lied 39. zweig, himmelstaube! In die kohlen, Vom altar zu he Meine lippen an, Daß, so seele, daß ich glaube. 5. Vater aller geister, Allessich athem ziehe, Mich in E lebens meister, Mach mich le-stes ruhm bemühe. bendig. Sündenunslathshasser,] 9. Wenn ich traurig sitzt Reiustes sprengungswasser versuchungshitze, Tröster, Komm und saubre mich. Waschlmich. Laß die ströme flie mich wohl, und tilg die flecken, In mein herz sich giessen St. Die mir leib und ſeel bedecken. und mildiglich, Die das du 6. Klarster wahrheitsspiegel, erdreich laben Mit den reich Vestes GOttes siegel, Leuchte himmelsgaben. dem verstand, Daß der Gottheit 10. Ich kann alles tragen, grösse, Und meins herzens blösse, darf alles wagen, Weil du Mir werd recht bekannt. Führ / mein pfand. Ewig bey mir b mich in die gnadentiefen, Diebe, Alle noth vertreibe, Führm nie fleischeswitz begriffen. bey der hand. Bring zu dein 7. O du GOttes stärke! Kommfruhm zu ende In mir das in zerbrich die werke Belials in deiner hände. mir, Durch des wortes Hammer. 11. Dieser leib der sünd Schaff, daß ich mich klammer, | Drinn deins tempels gründ Einiglich an dir. Deinem trieb Dennoch feste stehn, Wil mich ganz ergebe, Und nach wenn er verzehret In ddeinem willen lebe. staub, verkläret Aus dem grab 8. Hast du an den zungen, Diesgehn. Da werd ich für di GOtt's thaten jungen, Wunderſwerke Bringen dir die mach dort gethan; Rühr mit eisers= und stärke. Geistlicher Lieder 2 Theil In sich fassend die Catechismusgesät ge von den fünf Hauptstücken Christlicher Lehre. 1) Die zehen Gebote. 39. Ambr. Lobwasser Melod. Psalm 140. ⛪ rheb dein herz, thu auf dem ohren, Du vol das du verstocket bist, Merk auf, und thu mit flei anhören, Was GOtts gebot und willen ist. 37 Lied 40. Er spricht: ich bin dein GOttl 6. Du sollt vater und mutter HErre, Aus der Egypterſehren, Dieſelben haben lieb und ich dich Geführt hab, auswerth: Daß dir GOtt wiedrum ngniß schwere, Kein andre woll bescheren. Ein langes leben hie auf erd. hab, denn mich. ein bildniß du dir machen 7. Hüt dich für mord und blutst Von allem, es sey was es vergiessen, Meid ehbruch und Dasselb auch nicht anbeten unkeusche lieb; Stiehl nicht, Denn GOtt der HErr ist noch wider dein gewissen Von voll. jemand falsches zeugniß gieb. Den Namen GOttes deines 8. Des nächsten haus dir nicht Nicht führ noch brauch begehre, Noch auch sein liebes belich: Denn wer densel=sehgemahl, Knecht, magd, vieh, rd unehren, Den wird erfoder etwas mehre, Aus dem, was ſein iſt, überall härtiglich. Sechs tag zu arbeiten thu| 9. HErr GOtt! dein wort geDen siebenten ausru und heftig, Klingt heller, hu: Denn GOtt, nach denn einig metall, Wirkt in uns ſeinen werken, Des tags durch dein gnad ſo kräftig, Daß wir thun deinen willen all. amen hat sein ruh. Bitte um Ausübung der Gebote GOttes. 40. Mel. Nun freu dich liebe Christeng'mein, ꝛc. Err! deine rechte und gebot, Darnach wir sollen Vollst du mir, o getreuer GOtt! Ins herze selber Daß ich zum guten willig sey, Auch ohne ) und heucheley, Was du befiehlst, vollbringe 4. Laß deinen namen, wort und „daß ich dir allein vertrau, re, fürcht und liebe: Auflbund, Mit ehrfurcht mich bekenen macht und hülf nichtnen: Auch niemals dich mit meiIm glauben mich stets übe: neu mund, Ohn herzensandacht igenwahn und menschen= nennen: Daß ich bedenke alle tag Luſt, reichthum, ehr, noch Wie ſtark mich meine taufzuſag uſt, Mir nicht zum abgott Zum dienſte dir verbindet. 5. Laß mich am feyr= und predaß ich dich auf solche digttag Andächtig vor dich treganzem herzen ehre, sten, Daß ich den tag vollbringen dich hast geoffenbahrt mag Mit Gottesdienst und beten: iehe falſche lehre: Da man Daß ich hab meine luſt an dir, immen götzen dient, Und Dein wort gern höre und dafür stein und holz erkühnt, Auch alles gut, dich preise. 6. Die ssen GOtt zu bilden. C 3 38 Lied 41. 10. Hilf daß ich meines nach 6. Die eltern, lehrer, obrigkeit, So vorgesetzt mir werden, Laßlalimpf Zu retten mich beste mich ja ehren allezeit, Daß mirs | Von ihm abwende schmack geh wohl auf erden: Für ihresschimpf, Doch boses nicht gut treu und sorg laß mich, Auchsse. Gib, daß ich lieb aufrich wann sie wurden wunderlichkeit, Und abschen habe jeder Am lästern und am lügen. Gehorsam seyn und dankbar. 7. Hilf, daß ich nimmer eignet 11. Laß mich des nächsten rach Aus zorn und feindschaftsund gut Nicht wünschen übe: Dem, der mir anthut trotzlbegehren; Was aber mit und schmach, Verzeihe und ihn nöthen thut, Das wollf liebe; Daß ich die wohlfahrtsmir bescheren; Doch, daß jedem gönn, Schau, ob ich je=niemand schädlich sey, Ich mand dienen könn, Und solches ein ruhig herz dabey Und thu mit freuden. gemüth behalte. 8. Unreine werk der finsterniß 12. Ach HErr! ich wollte Laß mich mein lebtag meiden: recht, Und deinen heilgen wi Daß ich nicht für die lusisench Wie mir gebührt, als dein müß Der höllen quaal dort knecht, Ohn mangel gern ei leiden: Schaff in mir, GOtt! len: So fühle ich was mit ein reines herz, Daß ich schand=bricht, Und wie ich das gerit bare wort und scherz, Auch nicht Vermag aus eignen kofreß= und saufen hasse. 13. Drum gib du mir von 9. Verleih, daß ich mich red= nem thron, GOtt Vater, lich nähr, Der bösen ränk mich und stärke: Verleih, o ſchäme, Mein herz vom geiz GOttes Sohn, Daß ich und unrecht kehr, Nichts mit rechte werke. O heilger Ge gewalt hinnehme: Auch von derſhilf daß ich dich Von gan arbeit meiner händ, Was übrig herzen, und als mich ist, auf armen wend, Und nicht nächsten treulich liebe. auf pracht und hofart. 2) Der heilige Christliche und Apostolisch Glaube. 41. Mel. Psalm 9. Ich will dich HErr, ꝛc. ch glaub an GOtt, die erst person, Den Vater dem höchsten thron Der durch sein allmacht ohn schwerde Erschuf den himmel und die erde. 2. Ich glaube auch an JEsumuns kommen, Und mensch Christ, Der GOttes eingebohr=fleisch hat angenommen. ner ist: Der als ein Heiland zu 39 Lied 41, 42. Er ward vom heilgen Geist 8. Jch glaub an GOtt den in Empfangen, unbefleckt heilgen Geist, Der unsre herzen rein; Und von Maria unterweist, Der unserm geist gebohren, Auf daß der auch zeugniß giebet, Daß GOtt sch nicht gieng verlohren. [uns als sein kinder liebet. Drum er für unsre miſſe⸗ſ 9. Ich glaub ein chriſtliche Am kreuz sich aufgeopfert gemein, Darüber Christus haupt Und willig sich zum todsallein; Die er von ewigkeit erben, Damit er uns erwürbskohren, Und in der zeit hat leben. neu gebohren. 10. Die auch mit ihm gemeinEr ward geleget in das grab, er auch zur hollenangst hin=schaft hat An seinen schätzen, at so des teufels macht heil und gnad: Und in ihm ſiehret, Zum himmelreichskann vergebung finden, Aller verdorbenheit und sünden. wil geführet. Am dritten tag er aufer=| 11. Ich glaub, daß der verDen tod gewaltig über=storbue leib, Nicht ewig in dem und: Drauf er zum himmelsgrabe bleib, Sondern werd aufſtiege, Mit herrlichem herrlich auferſtehen, Und in das ew'ge leben gehen. amph und siege. Da sitzt er im erhöhungs=, 12. Das ist mein glaub, HErr Zu seines Vaters rechten, JEsu Christ! Stärk ihn in mir Und wird von dannen zu jeder frist: Laß mich in diederkommen, Zurichten beides sein glauben sterben, Und deine und seligkeit ererben. frommen. 3) Das Gebet des HErrn. D. M. Luther. 42. Mel. Herr! dessen nam Jehova heißt, ꝛc uſer Vater im himmelreich, Der du uns alle heiſſeſt leid Brüder seyn, und dich rufen an, Auch von uns gebät gethan, Gib, daß nicht bät allein der mund, , daß es geh aus herzengrund. eheiligt werd der name dein, Der heilge Gest uns wohne bey u wort bey uns erhalte rein, Mit seinen gaben mancherley wir auch leben heiliglich, Des satans zorn und groß gewalt deinem namen würdiglich: Zerbrich, für ihm dein kirch erhalt. tuns, HErrl für falsche lehr 4. Dein will gescheh, HErr irm verführte volk bekehr. [GOtt! zugleich, Auf erden, es komm dein reich zu dieser wie im himmelreich: Gib uns und dort hernach in ewigkeit. geduld in leidenszeit, Gehorsam C 4 40 Lied 42. sam seyn in lieb und leid: Wehrben vest und wohl gerüst, u. und steur allem fleisch und blut durch des heilgen Geistes Das wider deinen willen thut.] 8. Von allem übel uns er 5. Gib uns heut unser täglich Es sind die zeit und tage be brod, Und was man darf zur Erlöß uns von dem ew'gen leibesnoth: Behüt uns, HErr! Und tröst uns in der letzten not für krieg und streit, Für seuchen Bescher uns, HErr! ein seligen und für theurer zeit, Daß wir Nimm unsre seel in deine hän im guten frieden stehn, Der 9. O Vater! dein ist ja ſorg und geizes mußig gehn. reich, Du biſt allmächtig auch 6. All unsre schuld vergib uns zugleich, Gib, daß wir dir s HErr! Daß sie uns nicht betrü=horsam seyn, Und trauen an ben mehr: Wie wir auch unsern dein macht allein: Gib, da schuldigern Ihr schuld und fehl wir deine herrlichkeit Jetztprei vergeben gern. Zu dienen machsen, und in ewigkeit uns all bereit, In rechter lieb 10. Amen, das ist, es werd und einigkeit. wahr, Stärk unsern glauben 7. Führ uns, HErr! in versu=immerdar, Auf daß wir ja nicht chung nicht, Wann uns der böse zweifeln dran Was wir hiemit geist ansicht, Zur linken und gebeten, dann Auf dein woll zur rechten hand, Hilf uns thun in dem namen dein, So spreſtarken widerſtand Im glau⸗ſchen wir das amen ſein. 4) Die Einsetzung der H. Taufe. 43 I. H. O. Mel. Psalm 36. ls Christus unser HErr und GOtt War auferstanden Macht er sich seiner jünger schaar In Ga=li=läg von dem tod, Eh' er die erd verliesse Mir ist gegeben offenbar, Sein lippen flossen süsse alle macht, Als dem der alles hat vollbracht Im himme und auf erden: Drum gehet hin in alle welt, Nun mu in aller völker zelt Mein wort gelehret werden. 2. Berufet sie zum himmel= ist zur seligkeit erkauft: Herr reich, Versiegelt meinen bundigen wer nicht glaubet De zugleich, Tauft sie auf GOttes wort, und auch veracht die taufnamen, Der Vater, Sohn und Der wird mit dem verdammten heilger Geist, Dreyfach in einem hauf, Der seligkeit beraubet. wesen heißt: Und sprecht im 3. O GOtt und Vater! gnaden glauben, Amen. Dann wer da voll, Ach! tauf du uns, und glaubt und wird getauft, Der 41 Lied 44. wohl Die sündenvolle seele: durch eine bundesthat, Zu deiuch Jesu Christi rothes blut, nem dienst verschworen: So gib, soubermachend theure flut, daß wir durch wahre reu, Und ilz alle sündenfehle: Und weil heilig leben zeigen frey, Daß wir y diesem wasserbad, Wir uns sind neu gebohren. Gesänge bey dem Gebrauch des heiligen Abendmahls. a) Vorbereitungs=Gesang vor dem heiligen Abendmahl. Oder: Hunger und Durst nach den Gnadengütern Christi. 44. Joach. Neander Melod. Psalm 51. Menschenfreund! o JEsu! lebensquell: O brunnvoller gnad! o mein erretter! Erbarme dich, o kräftiger rireter! Gedenk an mich, o mein Immanuel! Ich stehe mit furcht und angst belegt, Ich klag es dir, du prüfer einer nieren, Du bist ein art, der kranke seelen trägt, bist ein hirt, der sein schaaf selbst will führen. Ich bin betrübt, ich fühlesbin ein glied an dem sieghaften mich plagt; Mein augelhaupt, Das teufel, tod und hölle h kaum zu dir aufheben, hat bezwungen, Ich bin durch ferne sieh und seh ich nach ihn der sünden rach entraubt; leben, Nach dir, o Selig⸗ Es iſt dem held aus Davids r! ich nur tracht, Ausde=stamm gelungen. schlag ich auf die harte 4. Zu dir allein, o heilbrunn! ich Hie liegt die sünd, die nun komm, Ich durste sehr nach on dir geschieden, Ich frischen wasserquellen, An deiner mich auch der verborg=tafel will ich mich einstellen; VerIn welcher oft dieſſtoß mich nicht, du biſt geneigt und fromm. Verborgnes manna, heimlich ſieden. soll ich hin? ich will zum speise meine seel, Du ofner strom sgott; Es soll mich nichts kannst meinen durst bald stillen. meinem fels abtreiben, Du treuer hirt, dir ich mich eufel, JEſu will ich mich ganz befehl, Laß herz und zum reiben, Tod, höll, dein stets seyn nach deinem willen. stachel ist ein spott: Ich. C. 0 ⸗ⵉ b) Nachtmalsgefänge bey dem H. Abendmahl. 4 D. Joh. Pineiet Melod. Psalm 36. fügt euch herzu ihr christenleut, Die hungrig ihr Ein mahlzeit wird euch zugericht All⸗hier vor euund durstig seyd, Begehrt erquickt zu werden, Zurem angesicht, Vom HErrn himmels und erden: gegen seht ihr bred und wein, Die auf den tisch gestellet seyn, Und zeitlich nahrung geben: Imgleichen nähret JEsus sein — Mit seinem fleisch und blute rein Die seel zum ew'gen leben. 2. Dann wie der leere leibzosterlamm, Die sünd der we begehrt Sein nahrung, daß er getragen: Und mit bezahlung hier auf erd Erhalt das zeitlich unster schuld, Erworben un leben: Also, wann wegen un= des Vaters huld: Wer wollsrer sünd. Die seel sich kranksuunmehr verzagen? Wann die und matt befind, Soll sie nachldann drückt der sündenlast, UnChristo streben. Der Sohn deskläßt dem herzen keine rastHochsten, JEsus Christ, Drum denk an Christi leiden: Glaub unser bruder worden ist, Daß er daß er durch sein wunden rett für uns bezahle Was uns hat Dich hab errettet aus der noth auferleget GOtt, Zur sünden⸗| Die du sonst nicht kontst meiden straf, den bittern tod, Derf 5. Glaubst du also, kommt die höllen angst und quaale. zu gut, Was Christus durch 3. Dann weil kein mensch sonstlsein theures blut, Hat an de turgend war, Der tilgen konntskreuz erfunden, Und wird da der sünden schaar, Dadurchsseel mit seinem leib Und b wir war'n verlehren, Nahmgenähret, daß sie bleib Mit ihn Christus an menschlichen leib, allzeit verbunden. Die rechte Ohn manns zuthun, von einem speiß der seelen ist Das fleisch weib, Und ward ohn sünd ge= des HErren JEsu Christ, bohren. Und ob er schon blieb durch wir ewig leben. Der rech wahrer GOtt, Gab er sich doch trank der seelen ist Das blut des in grosse noth, Ließ sich ans HErren JEsu Christ, Th kreuz anschlagen; Auf daß er gleiche kraft uns geben. die, so war'n verlor'n, Erle=| 6. Weil du nun weist, daß mit digte von GOtteszorn, Den nie=ſder ſeel Wir Chriſti leib und mand konnt sonst tragen. blut ohn fehl Durch glauben 4. Also hat an des kreuzes=west geniessen. So sollt du auch stamm, Christus, das rechteldaß brod und wein Seins leil 43 Lied 46. ad blutes zeichen seyn, Im blut im sacrament; Was soll'n ilgen nachtmahl wissen. Das wir hievon meinen? Weil er red sein leib bedeuten thut, ein Sakrament setzt ein, Sein urch wein gebildet wird seinred muß sakramentlich seyn, t, Die für uns sind gegeben: Das kann niemand verneinen. um nun der mund die zeichen Nun ist die art der sakrament at, Die glaubend seel Christum Daß die sichtbaren element Ein kömmt, Nach seiner zusag eben höhern namen haben. Nemlich Wein aber wahrer glaub des guts, des zeichen sie Und icht, Empfängt den HErrensiegel sind verordnet hie: Das num nicht, Sondern mir magst du sicher glauben. Richen: Des HErren leib 10. Darum begehr nicht mit HErren blut, Kann man al= dem mund Des HErren leib mit vestenmuth Und glau= und blut zur stund Des nacht. rein erreichen Darum, wielmahls zu empfangen: Er wird ie augen dein Und mund dir nicht auf solche weiß, Dann ist nach dem brod und wein, Christus ist der seelen speiß, Die mit der leib sich nähret. Also laß nach ihm verlangen. Wann an du dein herz erhebst Gen du das thust, und trauest GOtt, immel, und an Christo klebst, Dein glaub wird ihm nicht seyn dir sich selbst bescheret. ein spott, Er wird dein seel ge Bib ferner acht, daß nicht wehren, Und so gewiß als brod n, Den HErren Christum und wein Dein mund einnimt, und wein Als zeichen thun der seelen dein Sein leib und ten: Sondern sie sind auch blut bescheren. gut, Damit der HERRI 11. Herr Christel wahrer mensch ſichern thut Sein zuſag beylund GOtt! der Du uns haſt, die leuten. Nicht glaub, daß sonsten todt, Durch deinen tod erein brod und wein Sollt getzet: Und daß wir dieser wohlleib verborgen seyn, Weilſthat dein Gewiß moͤgen verſichert die schrift nicht lehret z seyn. Das nachtmahl eingesetzet. auch die brodsverwand=|Ermuntre uns durch deinen Geist, nicht, Dann die ist nur Daß unsre seelen allermeist Das hirngedicht, Das GOtteslhimmelbrod begehren: Und laß uns dieses nachtmahl dein Zu unabkehret Das brod sein'n leib der serm heil ersprießlich seyn, Und neunt, Den wein sein dienen dir zu ehren. Die gnadenreiche Einladung zum Gnadenmahl und dessen Frucht. 46 Melod. Psalm 42. ③ der wundergrossen gnaden! Heisset das nicht güDaſt uns JEſus hat geladen Zu dem tiſch, den er tig= 44 Lied 47. tigkeit, JEsus ladet uns zu gast, Daß wir aller forbereit? genlast, Aller sünd und noth entnommen, In den himmel mogen kommen. 6. Räume, bitt ich, leib und 2. Er, der Heiland, will um seele Rein von allem bösen aus speisen, Und auch selbst die speise Daß auch meines herzens hölt seyn: Heisset das nicht gnad Werde deines Geistes haus erweisen? Ist er nun nicht dein und mein? Er gibt sich uns selbst | Ach verleihe! daß ich nicht E zum theil, Daß wir möchten und trinke zum gericht; De werden heil Von den tiefen du dich zum heil und leben seeleuwunden, Die sonst blieben und erlösung mir gegeben. unverbunden. 7. Leite mich durch deine güte 3. Herr! du hast dich hinge Stets mit deinem guten Geist, geben Unsertwegen in den tod,| Daß ich mich für sünden hüte, Daß wir moͤchten wieder leben | Und das suche allermeist, Was Frey von sündenstraf und noth: du willt, und dir gefällt; Das Aber deiner liebe macht Hatlich mich der bösen welt Ma dich auch dahin gebracht, Daß gottesfurcht entziehen, Ihre bößt du selbst wirst seelenspeise: Ollüste fliehen. 8. Gib mir auch geduld im lei der nie erhörten weise! 4 Nun zu dir komm ich ge⸗ſden, Und des wahren glaubent ſchritten, O mein Heiland, JEſullicht: Laß mich geiz und hoffart Christ! Laß dich jetzt von mir er=meiden: Hilf, daß ich ja zürnt bitten, Weil für mich bereitet iſt nicht, Wann mein nächſter mich Dein so theurer gnadentisch, betrübt: Sondern, wie du mich Daß sich meine seel erfrisch: geliebt, Und mir meine schull Du wollst ihren hunger stillen, vergeben, Laß mich mit ihm Und in ihrem durst sie füllen. friedlich leben. 5. Ach! du wollest, HErr! mich 9. Dir will ich anjetzo schicken laben Mit dem rechten himmel Mein ganz müd und mattes herz brod, Und mit reichem trost bega Ach! das wollest du erquicken, Und ben, Wider alle sündennoth Ach wegnehmen meinen schmerz laß deine lebensquell Mich auch Nimms zu deiner wohnung ein machen weiß und hell: Tränke Laß es dir zum tempel seyn: Du mich mit gnadenströmen, So will wollst selbst darinnen leben, HErl ich dich ewig rühmen. dir sey es ganz ergeben. Von der Einsetzung des heiligen Abendmahls. 7. Barthol. Pitiseus Melod. Psalm 91. 5 A Is JEsus jetzund sterben wollt Für unsre missethaDie nacht, da er um schnöden sold Von judas ward verrathen 45 Lied 4 ten Setzt er sich mit den jüngern sein In einem großen theu: saale, Den ihn der wirth bereitet sein Zum österlichen mahle. Und sprach: mich hat verlan= einer, der nicht isset mehr, zu sehr Diß osterlamm zu essen: Noch trinket, muß verderben. 6. So oft ihr dann von diesem ann ich werd keines essen mehr daß ich bin gesessen Auf brod Im nachtmal werdet es inem stühl, in meinem reich=sen, Sollt ihr bedenken meinen mir der Vater giebet, Undstod, Und dessen nicht vergessen: der hier mit mir zugleich Verkündigen sollt ihr allzeit Mein schmerzlichbittres sterben, GOttes lieb sich übet. Nahm drauf das brod, und Daß ich zu leiden bin bereit dabey, Daß sie es alle Für meine himmelserben. ten, Und brachs, und hies s. Mein blut der rechte lab. essen frey, Sprach mit ge=strank ist, Mein fleisch die rechmißworten: Das ist meinste speise: Wer jenes trinkt, der durch viel quaal Jetzt und dieses ißt Nach geistelichet für euch gebrochen: Da=zweise: Das ist, wer glaubt des alten Adams fall Anſdaß ich in tod Mich hab für nicht werd gerochen. lihn gegeben, Ist frey vom durst Bald griff er auch zum trink=sund hungersnoth, Und hat das irr, Dankt GOtt mit wohl=ſew'ge leben. len, Und daß sie dran nicht] 9. Ich bleib in ihm, und er in gen irr, Sprach er zu ih⸗ mir, Treib ihn mit meinem allen: Nehmt hin, und geiste, Und mach, daß er GOtt t, das ist mein blut, Das sein gebühr Von herzen willig auch wird verschüttet: Auffleiste. Er ist mein glied, mein ihr für der höllenglutseigenthum, Ich kann ihn nicht verlassen, Ich will ihn, wann t ewiglich behütet. Das blut, das in dem altenſich wieder komm, Mit meiner In opfern ward vergos=gnad umfassen. Das kont nicht heilen eure 10. O JEsu Christe, GOttes Darum hats GOtt be⸗Sohn! Laß uns den troſt besen, Daß ich mein blutskleiben, So werden wir vor ssen sollt, Den neuen deinem thron Wohl ungerichtet zu schließen, Damit nicht bleiben. Und ob die welt uns an seiner huld Dürftrichten will, Hilf, daß wir nicht drum sorgen: Wir haben feln eu'r gewissen. Den brauch halt oft mit dort ein ander ziel, Das iſt und wein, Auf daß ihr meinſuns unverborgen. aket, Wie daß ich durch das 11. Dein wort, das wird uns mein Euch speiß und fehlen nicht, Das glauben wir geschenket: Denkt, wenn von herzen, Gib, daß wir auch, lich. gestorben wär, Daunfnach unsrer pflicht, Bedenken deiihr müssen sterben: Wie 46 Lied 48. deine schmerzen, Und in der lieb wie du uns gethan, Mit auf rechter bahn Deiner gebo= serm nächsten handeln. ten wandeln; Auch liebreich Andachtslied beym H. Abendmahl. 4 Fr. Ad. Lampe. Melod. Lied 82. Wie schon leuchtet der morgenstern. O Fels des heils! am kreuzesstamm Für meine Dein leiden ist ein büschlein mir Aus myrrheit ⸫ sünden, wie ein lamm, Gemartert und geschlachtet welches für und für Auf meiner brust vernachtet Wo ich Stets mich Wohl erquicke, Und erblicke Seelen weide, Ja die wurzel aller freude. 2. Dein fleisch giebt wahre see=] 5. Ich hab den vest geschwelenspeiß, Dein blut wäscht rothefnen bund So oft gerissen in sünden weiß, Dein treuzholz ist grund, Und mein gelübd v mein stecken, Der mich in schwachllassen Die schuld ist groß, de heit unterstützt; Ein brun, draus glaube klein, Doch willt du m lebenswasser sprutzt; Ein schild, versöhnet seyn, Und nimmer der mich kann decken, Der nicht, mehr mich hassen. Dein wortZerbricht Vor den hellen Zor=mein hort, Bleibt beständig nesschellen, Donnerkeilen, Vor Wie abwendig Ich gewesen des abgrunds feuerpfeilen. Du willt mich aufs neu genesen 3. Wie liebreich ist dein liebes 6. Drum sinkt vor dir ein le mahl? Da seh ich mit was angst herz, Das nichts dir bringt als und quaal Die liebe dich umhul=sündenschmerz, In selbstverläulet. Da werd ich, als aus deiner/nung nieder. Ich bin mir sel hand, Mit deinem theurſten gna⸗ gram, daß ich, Mein ſchatz! denpfand Erquickt, mit lust er= oft verlassen dich, Ich komm füllet; Wann du, JEsu! In er=demuth wieder. Willig Bin barmen Dich der armen Seele Dir aufs neue Huld und treue schenkest, Und an deinen eid ge=verschreiben, Wann dein Geist denkest. mich nur wird treiben. 4. Wer bin ich, oblutbräutigam! 7. Ach! komm in deinen gar Ich steck im tiefsten sündenschlamsten dann. Ich will dir brinDoch kommst du, mich zu laden. (was ich kann, Was du mir Mich höllenwurm, der fluch und gegeben. Willt du noch meh pein Verdienet, mich, mich führst so gib es mir, Ich will es w. du ein, Zur tafel deiner gnaden, derbringen dir. Der weinsted Deiner Reiner Himmelsgaben gibt dem reben Kräfte, Sä Welche laben. Das verlangen. Die von innen Herz und Das auf hofnung lag gefangen. 47 Lied 49. in Aufwärts jagen, Und dir Edens strom getränkt. Du wirst nisse früchte tragen. bald selber kommen, Und mich 8. Stärk meinen glauben um Ewig Dir vereinen, In dem skleid Der ewigen gerechtig=reinen Paradeise, Wo du manFreymüthig anzuziehen. Ich na giebst zur speise. um in vester zuversicht, Dein 11. Gib nur, daß so, wie sich für ndessiegel fehlt ja nicht, Du jetzt Mein herz in deiner fülleres mir verliehen, Daß ich jetzt, Es in dir möge bleiben, Und ölich Darf erscheinen, Und daß den vorsatz, den ich hab Er deinen Ofnen wunden Habsneuert, keine furcht, kein grab, freyen zutritt funden. Noch hölle mög vertreiben. Ich Von dir hab ich das priester=will Nun still An dir kleben, In an, Daß ich ins innerst hei⸗|dir leben. Taufend welten Konthum Darf unverhüllet gehen. neu gegen dir nichts gelten. In vorhang riß dein tod ent 12. Laß mich durch dieses hoIch darf als bundsgenosseinigs kraft Gestärket, meine Vor deinem antlitz stehen. wanderschaft Fortsetzen durch ämen, Schämen Hat ein ende, die wüsten. Gib, daß Egyptens die hände Sind durchgra nie Von dir, ohimDie für mich bezahlet haben. melsbrod! mich zieh, Zum lockHie ist die liebe mein pa=sags böser lüsten: Komm bald, Dein liebesaltar brennt HErr! halt Deiner tauben air. Du hast mein herz ge⸗Treu und glauben Unzerbrochen men. Du hast mir lebens⸗Wie dein wort und pfand vergeschenkt. Ich werd aus sprochen. Bedeutung der beyden Sakramenten. 4 Joh. Postius. Melod. Psalm 77 as die schrift uns thut verkünden, Daß von teufel, und sünden Wir durch Christi tod allem Loß und ledig rden ſeyn: Eben das glaubigen leuten Beide ſakrament an. ten, Die im neuen testament Er gestift hat zu dem enddas erst die tauf anse=blut allein Dich von sünden zu deinem trost verste=machet rein. dein seel durch Christi 3. Bey dem nachtmahl thut Gleich als einer liebes= desgleichen Brod und wein der die der leib durch waſſer⸗diener reichen, Bricht das brod, Der befleckung wird geußt aus den wein. Daß soll dir den: Dann ja Christi ein zeugniß seyn: Christus habe lassen 48 Lied 50. lassen brechen Seinen leib, und und huld, Und vergebung gar durchstechen: Daß er durch frer schuld. seins blutes flut, Dir erwürbt 7. Wer des glaubens nun er das ew'ge gut behret, Dessen seel wird nie 4. Dann wie unsre leib auf er=genähret Mit des HErren den, Wann sie matt und kraftloß und blut, Noch dasselb geniwerden, Merklich stärket brodtsen thut: Sondern nur und wein, Wann man sie nimmt blosse zeichen Mag er mit de mündlich ein: Also unsre schwache münd erreichen, Doch zur ſeelen, Wann die ſünden ſie hartſerquickung nicht, Sondern vor quälen, Stärket Christi leib und mehr zum gericht. blut, Und erweckt getrosten muth.| 8. O HErr Christ! mein 3. Aber hie wiß und bedenke, erhebe, Daß es nicht am zeig Daß dich Christus speiß undsklebe, Sondern sich zu dir an tränke Selbst mit seinem leibtricht, Stell auf ihn dein zuver und blut, Das der diener gar sicht; Wollest mir die gnadt nicht thut: Dann der dienerweisen, Mit deinem leib mit nur die zeichen, Das iſt, brodſeele ſpeiſen, Und ſie träm und wein kann reichen: Aber mit dein'm blut, Das bitt seinen leib und blut Christus mit herz und muth. selbst reicht dir zu gut. 9. Lob sey Vater und dem Sel 6. Doch mit solchen himmels Und des heilgen Geists persen gaben, Der allein sein seel kan Einem GOtt, der all's gemach laben, Welcher glaubt ohn heu=] Und ins wesen hat gebracht: cheley, Daß sein eigen Christusser uns zum ew'gen leben ſey: Auch, was Chriſius hatſweg weiſet klar und eben, Dur erworben, Als er ist am kreuzssein wort und sakrament: Lobst gestorben, Nemlich GOttes gnad ihm jetzt und ohn end. Danksagung nach dem heiligen Abendmahl 50. Joach. Neande Melod. Psalm 103. Nun preiß 2 uf, auf mein geist, erhebe dich zum himmel, Weic von dem unbeständigen getümmel, Dadurch die welt blindes volk betriegt: Ich habe nun vom himmelsmann gessen, Bin an des guten hirten tisch gesessen, Der alt feind zu meinen füssen liegt. 2. Was frag ich nun nach ehre, götzen, Der durst ist hin, lust und schätzen? Ein lebens= bin ich so erquickt? Nun From, der kann mich gnug er Lied 51. seel in wollust fetter werden; in ewigkeit nicht dürsten, Weil er en vorschmack hab ich schon auf mich tränkt, der selbst das leben er erden, Doch mache mich, ist. Kein hunger wird die seele jeEsu! mehr geschickt. mals pressen, Denn mir ein theil ebeut, als HErr, dem theur von manna zugemessen, Das du ten kinde: Gib, daß ich allein, o süsser JEsu bist. in dir, als könig, finde, 5. Ich lebe nun, und will mich mein prophet, so werd ich GOtt ergeben, Doch nicht ich, gelehrt. Bist du mein sondern Christus ist mein leben. dann hab ich dich zum So lebe dann in mir, o GOttet er: Biſt du mein mann Sohn! Ich bin gewiß, daß drost du mein regierer, Als ho=ben und auf erden, Barmherster ist dein opfer werth zigkeit und güte folgen werden, Was will ich mehr als diesen | Als ein durchs blut des lammt melsfürsten? Ich werd hinfort erworbner lohn. Geiſtreicher Lieder 3. Theil. inhaltend die Lehr= und Glaubens sänge von den übrigen Glaubenslehren, so in den vorigen Theilen nicht enthalten, und hier in richtiger an einander hangender Ordnung gesetzet sind. Von GOttes Wesen und Vollkommenheiten. 51 Joach. Neander. Melod. Psalm 27. Jehova iſt ehova ist mein licht und gnadensonne, Jehova ist Jehova ist die reine seelen=wonne, vollenkommenheit: In diesem licht kann ich viel runn voll heiligkeit. sehn, Die vollenkommenheit ist meine ruh: Die lenfreud erquicket mich dazu, In heiligkeit muß ich ihm gehn. 2. JE ⛪ Lied 52. 2. Jehova ist ein unbegreiflich bist im licht allein: Du he wesen, Da mein verstand sich den, der finsternissen liebt willig in verliert: In seinem liebest den, der recht und lichwort ist dieses klar zu lesen, giebt: O laß mich stets bey Wie wunderbar der kluge rathinen stralen seyn. regiert, Wer hat den sinn dee] 4. Jehova GOtt! mit mit Geistes je erkannt? Wer gab allen zeiten, Mit dir ich dem rath, der war von ewig gemeinschaft haben kann: keit? Vernunft sey still, die seeldu mich wirst mit deinen ist viel zu breit Und allzutief, gen leiten, So wirst du o kluger unverstand. zu ehren nehmen an. O bli3. Jehova! grund und lebenswelt! o welt! ich warne aller dinge, Du bist fürwahr ein Fleuchst du diß licht, und lau unumgänglich licht: Gib, daß im in der nacht, Die arme sei licht mein wandel mir gelinge ewig umgebracht, Nur Ach! führe mich mit deinem und recht vereinigt GOtt angesicht. Du bist ein licht, und mich. B. Von der heiligen Dreyeinigkeit 2. Just. Gesenius Mel. Nun freut euch liebe Christeug'mein, ꝛc. hei=li=ge Dreyeinigkeit! Voll majestät und ehren Wie kan doch deine christenheit Dein lob genug vermehren Du bist sehr hoch und wundersam, Ganz unbegre ist dein nam, Dein wesen unerforschlich. 2. Wir danken dir, daß deine Auch wird durch deines munt gnad, Auch weil wir hier nochswort, Diß alles immer fort leben, In deinem worte so viel hat fort Erhalten und regieret Uns offenbart gegeben. Daß du 5. Drum steh, o Vater! fern bist wahrer GOtt, und heißt GOtt bey Uns, deinen armen kind Vater, Sohn und heilger Geiſt, Und alle unsere schuld verDreyeinig, und doch ewig. Uns bußfertigen fündern: 3. O Vater aller dinge quell, unsern nöthen mannigfalt Und ursprung! sey gepreiset;frette uns, und hilf uns Für alle wunder klar und hell, Wie du uns hast versproche Die deine macht erweiset. Du 6. O JEsu Christe! GOttes Vater! haſt vor aller zeit, Dein Von ewigkeit gebohren, Uns mit eingen Sohn von ewigkeit, Dein schen auch im himmelsthron ebenbild gezeuget. mittler auserkohren, Durchd 4. Du hast gemacht den erden geschicht, was nur geschicht, kreiß Nach deinem wohlgefallen, wahrer GOtt! o wahres sich Uns menschen drauf zu deinem Vom wahren GOtt und licht preiß, So muß dein lob erschallen: 51 Lied 53. 10. HErr: du versiegelst durch die Du bist des Vaters ebenbild, doch vom himmel kommen: ltauf Die kindschaft uns aufs neue Hernacher auch nimmst du uns auf, eben war die zeit erfüllt: i du sl isch angenommen, Wann du gibst wahre reue. Durch stuns erworben GOttes huld, dich wird unsre hofnung fest, Und zahlet unsre sünd und schuld, wann uns alle welt verläßt, Bleibst du bey uns im herzen. ach dein unschuldig leiden. 11. Wir bitten dich demüthiglich Nun sitzest du zur rechten Des Vaters hoch erhoben, [Daß es ja mög durchdringen: herrschest alle leut und land, Was wir für seufzen oft vor dich dämpfst der feinde toben. In unsrer noth vorbringen: Und uns, o wahrer menſch und wenn die letzte ſtund da iſt, So Wir wollen dir für deinen hilf, daß wir auf JEsum Christ Getrost und selig sterben. Und alle wohlthat danken. 12. GOtt Vater, Sohn und heilheilger Geist, du werthe Erleuchter unsrer sinnen, ger Geist, Für alle gnad und güte du vom Vater und dem Sohn Sey immerdar von uns gepreif geheſt, ohn beginnen: Du | Mit freudigem gemüthe Des allmächtig, und ohn end Dershimmels heer dein lob erklingt, ter und der Sohn dich sendt, Und heilig, heilig, heilig singt: Das thun auch wir auf erden. glauden uns zu leiten. Joh. Frank. Melod. Psalm 8. reyeinigkeit, der Gottheit wahrer spiegel, O licht dem licht! als dessen allmachtsflügel Sich um und um durch nefen erdkreis streckt, Und alle welt mit seinem schirm bedeckt. Wir loben dich, sobald diesnur weg mit dir, Deinwitz, der erwachet, Und wann sie ist gar viel zu schlecht allhier. den späten abend machet, 5. Nur immer hin, nur hin das lebt und webt auf dieser mit deinem dichten, Du kannst den weit, Ist alles, HErr! dich nicht in GOttes weisheit richten. Wo GOtt nicht selbst deinem dienst bereit. reicher schatz! o unum=ldich unterweisen wird, So bleiränktes wesen! Wer hat best du verloren und verirrt je die heimlichkeit gelesen?| 6. Drum lehr uns HErr! c tiefer brunn! o unerforschte lehr uns ohne trennen, In eiacht! Wie groß, ach GOtt! nem drey, in dreyen eins erkennen! Ach! lehr uns doch, groß ist deine macht? Wer kan doch hier, HErrl dei⸗| GOtt Vater, Sohn und Geist, weg' erfinden? Wie sollt ein Daß du ein GOtt in drey perwohl dein gericht ergrün=sonen seyst. v. Gsb. Nur weg, vernunft, nur weg! D 53 Lieb 54. 55. 7. Gib, daß von dir diß wort s. Dein nam ist groß, dein rei bey uns ſtets klinge: Von ihm, [HErr! in uns wohne, Dein wil durch ihn, zu ihm sind alleſuns zwingt, ernähr uns und v dinge. Dem grossen GOtt seyſſchone, Verſuchung ſteur, erlöſ ehr in ewigkeit. Ja, amen, jasaus böser zeit, Dein ist das reich singt alle christenheit. idie kraft und herrlichkeit. C. Von der wundermächtigen Erschaffung. a) Betrachtung der Geschöpfe GOttes insgemein Ist auch ein Reiselied zu Wasser und zu Land. 4. Joach. Neander. Melod. Psalm 136. immel, erde, luft und meer Zeugen von des Schöpferehr, Meine seele, singe du, Bring auch jetzt dem lob herzu. 2. Seht das grosse sonnenlicht | Donner, blitz, dampf, hagel, wind An dem tag die wolken bricht Seines willens diener sind. Auch der mond und sternenpracht 5. Seht der wasserwellen lauf Jauchzen GOtt bey stiller nacht. Wie sie steigen ab und auf 3. Seht der erden runden ball Durch ihr rauschen sie auch noch GOtt geziert hat überall, WälPreisen ihren HErren hoch der, felder mit dem vieh Zei6. Ach mein GOtt! wie wungen GOttes finger hie. derlich Spüret meine seele dich 4. Seht, wie sleucht der vögelschar Drücke stets in meinem sinn, In den lüften paar bey paar; Was du bist, und was ich bin. b) Betrachtung der Geschöpfe GOttes im Frühling. Joach. Neander. Melod. Psalm 74. ch sehe dich, o GOttes macht! allhie, Verwund: mich, o HErr! in deinen werken, Die du mich lässeß mannigfaltig merken, Fußstapfen deiner liebe zeigen sie. 2. Wie öfnet sich das hart auch würd erwecket, In allen gefrorne land, Das mit dem welt zu machen dich bekannt schnee, gleich wolle, war bedecket; 3. Wie leuchtet dort der tuli panen Ach! daß mein herz, o GOtt 53 Lied 56. einen pracht? Roth, gelb und 5. Die vögel stimmen durch s, wie purpur sind die blätter; einander an, Die lerche singt kolen und narzissen bringt diß und schwinget sich gen himmel: tter, Rauchopfer sey dir, Hinauf, mein herz! vom irdiHErr! von mir gebracht. [ſchen getümmel, Es lobe mit 4. Die warme sonne machetimir, was nur loben kann. les neu, Die biene fleucht und 6. Dazu hab ich empfangen den einen honig suchet, Erleuchte verstand, Dazu bin ich von ewigich, mein licht! Der ist ver⸗keit erkohren, Zu deiner ehr bin chet, Wer in dem werk deslich mein GOtt! gebohren, Dazu ist JEsus blut auch angewandt. Erren nicht getreu. Betrachtung der Geschöpfe GOttes im Sommer und Herbst, wie auch auf der Reiſe zu Waſſer und Land. 56. Joach. Neander. Melod. Psalm 81. nbegreiflich gut, Wahrer GOtt alleine, HErr! wunder thut, Heilig grosser GOtt! Starker Zebaoth! Dich, o HErr! ich meyne. ehrerbietigkeit meiner see=Höre mein begier, Laß mich ja schenke, Auch zu dieser zeit, nicht fehlen. das herze singt, Und die 7. HErr! das weltgebäu Preiset klingt, Alles zu dir lenke, deinen namen Alles ist hie neu, Stimmet mit mir an, Alles steht in pracht, Alles grünt mmel, luft und erde, Ruft und lacht, Bringet seinen saamen. jederman, Ruft mit reinem 8. GOtt! wir rühmen dich Hie und überall: Groß Berge, fels und klippen! Sie ermuntern mich: Drum an ova werde. GOtt! das helle licht Rei=diesem ort, O mein fels und onnenstralen, Rühret mein hort! Jauchzen meine lippen. t; Gib, daß ich dich seh,] 9. HErr! wie rauscht dahin eine macht versteh, So die Wasser in den gründen? Es erfrischt den sinn, Wann ich es abmalen. HErr! des himmels glanzsauhör: Heilbrunn, ich begehr, leuchtet wie ein spiegel, Hell Laß mich dich auch finden. soliret ganz; Laß mich klar 10. GOtt! das grosse viel rein Wohl probiret seyn, Mit dem kleinen hausen, Zeiget das gold im tiegel. dich allhie: Alles sich bewegt, Ott! die luft erschallt Groß und klein sich regt, Laß so vielen kehlen. Echomich zu dir (aufen 11. HErr! derhallt; Ich auch singe dir, D 3 Lied 57. 58. 11. HErr! wie groß und viel 12. Weißheit hat gemacht Find ich deine werke? Keine se wunderdinge; Denn der maaß und ziel Kann ich deuten den pracht Ist ganz voller an: Ach, daß jederman Fleißig Auf, auf, mein gemüth, H hierauf merke. luja ſinge. Georg Neumarl 57 D. Von der göttlichen Erhaltung, Fürsehung und Regierung. W er nur den lieben GOtt läßt walten, Und hoffet au Den wird er wunderlich er-halten, In allem kreutz, ihn al=le=zeit, Wer GOtt dem Allerhöchsten traut, und traurigkeit: Der hat auf keinen sand gebaut. 2. Was helfen uns die schwe=j 5. Denk nicht in deiner dranren sorgen? Was hilft uns un=salshitze, Daß du von GOT ser weh und ach? Was hilft es, verlassen seyst, Und das daß wir alle morgen Beseufzen GOtt im schooße sitze, Der die unser ungemach? Wir machen mit stetem glücke speißt. unser kreuz und leid Nur grös=zeit, die folgt, verändert viel ziel ser durch die traurigkeit. Und setzet jeglichem sein 3. Man halte nur ein wenig 6. Es sind ja GOtt sehr schlestille, Und sey doch in sich selbstte sachen, Und ist dem Höchvergnügt: Wie unsers GOttes alles gleich: Den reichen klein gnadenwille, Wie sein alwis= und arm zu machen, Den armen ſenheit es fügt. GOtt, der unsſaber groß und reich: GOtt Der ihm hat auserwählt, Der weiß der rechte wundermann auch gar wohl, was uns fehlt.bald erhöhn, bald stürzen kan 4. Er kennt die rechten freu= 7. Sing, bet und geh auf denstunden, Er weiß wohl, wenn GOttes wegen, Verricht das trat es nützlich sey; Wenn er uns deine nur getreu: Und nur hat treu erfunden, Und des himmels reichen segen, merket keine heucheley, Sowird er bey dir werden neu kommt GOtt, eh wirs uns Denn, welcher seine zuversich versehn, Und lässet uns viel Auf GOtt setzt, den verläßt guts geschehn. nicht. Mel. Lied 105. O GOtt! du frommer GOtt. W illt du dir, meine seel, Gedanken davon machen, Das nicht zu ändern steht, Befiehl GOtt alle sa=chen: Was Lieb 59 Was ich nicht fassen kann, Da weiß der Höchste wohl Wie er zu seiner ehr Noch alles richten soll. Der elend erdenwurm Will wo ich leb, Damit er insge gen himmel steigen? Diesmein, Und mir insonderheit, ne kreatur Will die dem Erträglich möge seyn. zöpfer zeigen, Was er an= 5. Mein glaube ist zwar nen soll? Bedarf der jetzundschwach, Doch, HErr, aus Der so viel tausend jahrlauter gnaden Gieb, daß es heilsam sey, Und mir nicht welt regieret hat? Ach nein, du großer GOtt lſkönne schaden, Wie wunderbar sey dir heimgestellet, Machtsichs kehr, Es stehet all's bey auch fortan, Bloß wie dir, Ich will auch dir allein gefallet. Obs gleich oft Drum danken für und für. altsam scheint, So ist doch 6. GOtt! Vater, dir, nicht dlich gut, Was deine wun⸗ſuns, Nicht uns, HErr! dir ſey gemacht Und höchste weisheitlehre: Dein lob, o Jesu Christ! ut. Dein lob sich immer mehre: Darneben wollest du, O Dir heilger Geist, GOtt dir dater! auch verleihen, Daß Sey herrlichkeit und preiß, Für noch alles mir Zum bestemalles, was du thust Im ganzen gedeihen, Dem ort auch, erdenkreis. Der für GOttes Güte Dankende. Joach. Neander. M eine hofnung stehet veste Auf den lebendigen GOtt, Er ist mir der aller=be=ste, Der mir beysteht in der nothEr allein Soll es seyn. Den ich nur von herzen meyn. Sag mir, wer kann dochſlich Und mit groſſem uͤberfluß? rtrauen Auf ein schwaches Seine lieb ist unbegreiflich, enſchenkind? Wer kann veſte (Wie ein ſtarker waſſerguß: lösser bauen In der luftsLuft und erd Uns ernährt, in den wind? Es vergeht, | Wann es GOttes gunst belichts besteht, Was ihr hielgehrt. erden ſeht. 5. Danket nun dem grossen Aber GOttes güte währet Schöpfer, Durch den wahren Immer und in ewigkeit, Viehjmenschensohn, Der uns, wie menschen er ernähret, sein freyer töpfer, Hat gemacht durch erwünschte jahreszeit, aus erd und thon, Groß von Ule. hat Seine gnad Darge=srath, Stark von that Ist, der eichet früh und ſpat. geſpeiſet hat. uns erhalten Giebet er nicht alles reichE. Von D 4 0 ( 803 E. Von des Menschen Sundenfall und Elend. Der in Adam gefallene, und durch Christum wied aufgerichtete Sünder. 60. Lazarus Sprengler D urch Adams fall ist ganz verderbt Natürlich men Das gift iſt fort auf uns geerbt, Daß niemand kommt schenwesen, Ohn GOttes trost, Der uns erlöst Hat ge= ne=sen von dem grossen schaden, Drein satans macht Hat Hevar bracht, GOtts zorn auf sich zu laden. 2. Weil dann die schlang He=gegeben Zu einem schutz, vam hat bracht, Daß sie ist abgefal wir mit trutz An ihm vest len Von GOttes wort, das sieilen glauben: Darum uns veracht, Dadurch sie in uns allen Kein feindsgewalt Aus seine Hat bracht den tod: So war jehand wird rauben. noth, Daß GOtt uns wollte geben 6. Der mensch ist gottloß u. and Sein lieben Sohn, Den gnaden=verslucht, Sein heil iſt thron In dem wir möchten leben. noch ferren: Der trost bey einer 3. Wie uns nun hat die erste menschen sucht, Und nicht schuld In Adam all verhönet, GOtt dem HErren. Dann Also hat uns die GOttes huld sich will Ein ander ziel In Christo wohl versöhnet: Und diesen tröster stecken, Den wir wie wir all Durch Adams falligar bald Satans gewalt Des todes sind gestorben: Also seiner list erschrecken. hat GOtt Durch Christi tod 7. Wer hoft auf GOtt, und den Erneuert, was verdorben. vertraut, Wird nimmermehr 4. Hat er uns seinen Sohn ge=schanden: Denn wer auf diese schenkt, Da wir noch feinde warensselsen baut, Ob dem gleich nöht! Der für uns ist ans kreuz gehenkt, handen Viel unfalls hie Hab ich Getöd't und aufgefahren: Da=ldoch nie Den menschen sehen durch wir seyn Von tod und peinlen, Der sich recht vest Auf GeErlößt, so wir vertrauen Aufsverläst, Er hilft den frommen allen diesen hort Des Vaters wort; 8. Ich bitt, o HErr! aus he Wem wollt fürm sterben grauen? zensgrund, Du wollst nicht vor 5. Er ist der weg, das lich mir nehmen Dein heil'ges wort die pfort, Die wahrheit und das aus meinem mund, So wird leben, Des Vaters rath und mich nicht beschämen Mein sünund ew'ges wort, Den er uns hat Lied 61. 62. schuld: Dann auf dein huld/ Hell scheint und mir den weg weist ich all mein vertrauen; Wer fort: So dieser morgensterne In nun veſt Darauf verläſt, Derſuns aufgeht, Sobald verſteht Der den tod nicht schauen. | uensch die hohe gaben, Der GOtMein füssen ist dein heilgesstes Geist Für die verheißt Die Ein licht, das nah und fernelhofnung darein haben. Der sich und sein Elend Erkennende. 61. Joach. Neander. Melod. Psalm 38. ch! was bin ich, mein erretter, Und vertreter, Bey unsichtbaren licht? Sieh, ich lieg in meinem blute, Ja das gute So ich will, das thu ich nicht. Ach! was bin ich mein Elend kann dich bald bewegen, rächer? Ich bin schwächer, Sauter segen Wirst du lassen ein strohalm für dem wind; fliessen noch 5. Sündlich sind, HErr! unsre ein weberspuhl sich windet, erschwindet Aller menschen herzen, Das bringt schmerzen, ja, es ist mir leid dazu. Höre mich geschwind. ich! was bin ich mein erlöser? hör an das quälen, Arzt der seelen, Schaffe meinem herzen ruh. ich böser Find ich meiner see stand, 6. Gib, daß mir der tod nicht Drum mein helfer, schade, HErr! gib gnade. Laß mich verweile, JEſu! eile, Rei seyn dein liebes kind: Ein demümir die gnadenhand. Ach! wann wirst du mich thiger und kleiner, Aber reiner, ben Zu dem leben? Komm, | Endlich gnad und ruhe findt. omm, und hilf mir doch, 62. Joach. Neander. Melod. Psalm 30. er bin ich armer sündenwurm? O allerhöchste gestät! Wer bin ich, der durch wind und sturm Gleich inem schwachen schiffe geht? Wer bin ich, daß du mich kleidest? Mich als ein guter hirte weidest? zer bin ich? asche, staub was ich seyn soll; Und dennoch h, O grosser HErr! das kömmst du zu mir gehen, Mir zu wohl. Wer bin ich? von als erlöser beyzustehen. 3. Wer im tod? Ich bin das nicht, D 5 58 Lied 63. 3. Wer bin ich, HErr! mein, 5. Dennoch, so hast du deine seelenschatz? Ich liege da insknecht, O JEsu! gnädig ange meinem blut; Du machst inhen, Und wiedrum ihn gebra deinem herzen platz Für mich, zurecht, Daß er soll ewig vor die o unvergleichlich gut! Wer bin stehen. Wer bin ich, HErr, de ich, daß du bey mir stehest, Und du so führest? Was ist mein hauunter meinem dach eingehest? das du regierest? 4. Wer bin ich, HErr! was ist 6. Ich bin nichtwerth, v David mein haus? Und was ist meiner Sohn! Daß du dich zu dem süeltern stamm? Mit mir, ach der kehrest. Warum verläßt leider! war es aus, Von sündeinen thron, Und meiner s. densaamen her ich kam, Der dich selbst verehrest? Was ist mein leib des todes mich noch kränket, haus, das du erkohren? Ich bin Und zu der sünde täglich lenket. der sohn, der war verlohren. Der in Erkenntniß seiner Ohnmacht und Untück tigkeit zu GOtt Flehende. 6 Mel. Lied 123. HErr hilf nur, o ich sinke nieder, ꝛc. rquicke mich, du heil der fünder, Durch dich und dei Und laß, o Freund der menschenkinder! Dem herz auf mich nen gnadenschein, Komm, und erzeige dein erbarmen, ge=rich=tet seyn; Mir heil- und hülfdürftigen armen. 2. Du bist und bleibst der trost große stärke Durch unverdiente der erden, Und der geprießneignadenwerke. wundermann, Durch welchen 5. Du weißt ja, was wir wir errettet werden, Der armensmenschen taugen, Wir sind der menschen helfen kan: Und unsiblendt und sehen nicht: Darvon allen unsern schaden Durchserleuchte meine augen Mit seine huld und kraft entladen. nem glanz und gnadenlicht, 3. Der blinde kann die sonnessehen, was sonst nicht zu selsehen: Der taube hört die stimme Wann wir in deinem licht nicht an: Der lahme muß gerade ge=stehen. hen: Der aussatz wird hinweg 6. Eröfne mir, HErr! meine gethan: Den todten hast dufohren, Und mache mich zu deine geist und leben, Und den elenden knecht. Hier bin ich, du wollt troſt gegeben. durchbohren, Daß ich dir dien 4. Hast du vor diesem solche treu und recht, Und auf dein wort thaten, O HErr! durch deine gehorsam merke, Darnach zu t. hand gestift: So wollest du auch all meine werke. jetzo rathen Dem schaden, der 7. Ich wanke auf verlähmt die seele trift. Ach! zeige deine! Lied 63. 59 sen, Bald frauchl' ich hie, 9. Ich bin ganz tod, und fall ich dort, Laß deinesmeine kräfte, Will und veriſt in mich einfließen, Daßſtand ſind ohne kraft Zu thun mag gehn gerade fort, Undfrecht heilige geschäfte: HErr! ne tritte niemals gleiten, gib mir neuen lebenssaft, Daß ich aus dem pfad der wahr=lich gleich einem baum ausschreiten. schlage, Und tausendfache früch Ver will doch meinen aussatzte trage. en, Der krankheit aller⸗ 10. Ich finde mich arm und elenimmsten theil? Mein arztlde, Entblößt von allem eignen vollest nicht verweilen, Ach, ruhm, Die friedensbotschaft zu mich, so werd ich heil: Laß mir sende, Dein süsses evangewunden, o mein lebenllium, Daß ich dadurch noch hier meine wunden pflaster ge⸗auf erden Gerecht und selig möge werden. Von der Erlösung und Erwerbung des Heils. Von der ewigen Gnadenwahl. 64. Isach. Neander. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern, 2c. m anfang warest du das wort, Dadurch GOtt alDu bist das ende; dieß beweist: Ich komme bald! brachte fort, Der nichts ohn dich erschaffen: HErr wort beschleußt, Wer will den trost wegraffen? brist! Du bist Nur alleine, Den ich meyne, In den thèn Von dir zeugen die propheten. Du bist der grund der se⸗A und O, Der ist und war, keit: Denn eh der weltgrund des bin ich froh, Daß du auch bereit, Bin ich in dir er-bald wirst kommen. Amen, let. Gelobet sey des Vaters HErr JEsu! komm nur bald, Der dir so wohl gefallen Der namen-christen lieb ist kalt. Daß du mich auch gezählet. Der glaub hat abgenommen HErr! Noch mehr Mein Rath, kraft, Sieghaft, Mein he, Deiner güte Zu ver=vertretter, Und erretter, Hülfe iben; Treu bis in den tod sende, O du anfang und das bleiben. ende! (oder:) Hilf mir doch GOtt und mensch bist am letzten ende 2) Vom 60 ) 0 ( 2) Vom ewigen Friedensrath, und dessen Ausführung durch Christum. 6 D. Mart. Luther R un freut euch christen insgemein, Nun läßt uns Laßt uns ge=trost und all in ein Mit lust und frölich springen, Was GOtt an uns gewendet hat; Und lie= be singen seine grosse wunderthat, Gar theur hat ers erworben. 2. Dem teufel ich gefangen lag, gewalt, Er gieng in art Im tod war ich verlohren: Mein knechtsgestalt, Den teufel wi sund mich quälte nacht und tag, er fangen Darin ich war gebohren: Ich 7. Er sprach zu mir: halt fiel auch immer tiefer drein, an mich, Es soll dir jetzt gelins Nichts gutes war am leben mein, Ich geb mich selber ganz Die sünd hatt mich besessen. [dich, Und will nun für dich 3. Mein eigne werke golten nichtigen: Dann ich bin dein, und Es war mit ihn'n verdorben: Der bist mein, Und wo ich bleib. frey will hafte GOttsgericht, Er sollt du seyn, Uns soll der feinwar zum gut'n erstorben. Die nicht scheiden. angst mich zu verzweifeln trieb, 8. Vergiessen wird man mir me Daß nichts als sterben bey mir blut, Darzu mein leben rauben blieb, Zur höllen muſt ich ſinken. Das leid ich alles dir zu gut, Den 4. Da jammerts GOtt in ewig=halt mit festem glauben. keit Mein elend solchermassen: tod verschlingt das leben mein sünd Er dacht an sein barmherzigkeit, | Mein unschuld trägt die Er wollt mir helfen lassen: Er dein: So wirst du selig werde wandt zu mir sein vaterherz: 9. Gen himmel zu dem Es war bey ihm fürwahr keinlmein, Fahr ich aus diesem lebt scherz, Sein bestes ließ ers kosten. Da will ich seyn der meister 5. Er sprach zu seinem lieben Den Geist will ich dir geben, Sohn: Nun ist zeit zu erbar=dich in trübsal trösten soll, men; Fahr hin mein's herzenslehren mich erkennen wohl, werthe kron, Und sey das heilsin der wahrheit leiten. der armen; Hilf ihnen aus 10. Was ich gethan hat der sündennoth, Erwürg fürsgelehrt, Das sollt du thun sie den bittern tod, Und laßflehren: Daß GOttes reich ſie mit dir leben. werd gemehrt, Zu seinem 6. Der Sohn darauf gehorsamund ehren: Und hüt dich ward: Er kam zu mir auf erden, der menschen satz, Davon Von einer jungfrau rein undſdirbt der edle ſchatz, Das zart, Mein bruder wollt er wer=ſich dir zuletzte. 5. V den: Gar heimlich führt er sein ) 0 ( 3) Vom Gnadenbund. 66. Joach. Neander. Mel. Lied 65. Nun freut euch christen, ꝛc. Der Bundesgott. ch bin dein GOtt, dein hoͤchſtes gut, Ich bin mit dir So oft durch sünd Es hat gekostet theures blut öhnet; Gottlose mache ich gerecht, Und der da öhnet: des teufels knecht, Der wird mein kind und er⸗ be. Der Bundesgenoß. Der Bundesgenoß HErr! ich bin viel zu 4. So schaff in mir ein reines S0 grosser vatertreue, lherz, Du schöpfer aller dinge, Zers ein GOtteshasser gieng, knirsche mich durch reu und ſtern ohne reue. Was binſſchmerz, Den alten Adam zwinge, Err! was iſt mein haus? Ich kann ja nichtes ohne dich, O onntest mich wohl stossen GOtt des bundes, stärke mich, Mit deinem fuß der rache. | Von rath und that großmächtig Der Bundesgott. Der Bundesgott. ein, nein, mein freyer gna= 5. Ich habe schon an dich geEin bund von fried und dacht Durch ewiges erbarmen: Ein bürge, der im mittel Dein JEsus hatzes fest gemacht: Nacht, daß ich dich behüte. Lauf, lauf zu seinen armen; dit des sünders ich nun Zur weisheit und gerechtigkeit; doch muſt du haben Chriſti Zur heiligung iſt er bereit, Erd nicht in sünden bleiben. lösung ist er worden. Der Gnadenbund. 67. Fr. Ad. Lampe. Melod. Psalm 27. Lie=bes=glut, die erd und him=mel paaret! Daß GOtt noch huld für seinen feind be=wah=ret, vundersee! drein sich mein geist versenkt, Wie tief eine günst dem schnödsten sünder schenkt. mir im fluch und blute fund, Sein ganzes all dringt ein nichts hinein, Er will in einen wurm verkläret seyn, 61 62 Lied 68. seyn, Und nöthigt mich zu seinem gnadenbund 4. O ewigkeit! laß deines licht2. Hie starrt der geistere schaar die seraphinen Bedecken hie mitstralen Mich bringen auf die flügeln ihr gesicht; Hie öfnen sich der weisheit dein, Um mir der ewigkeit gordinen; Hie kommt und geheimniß abzumalen, der ganzen Gottheit rath und loon kein fleisch noch blut kann licht. Die herrlichkeit, die mitrer seyn. Des Geistes augen dem werkbund war Geschändet mir lege bey, Damit, was bricht mit neuem glanz herfür, kein mensch noch engel denkt, Entriegelt steht die guldne le=was dein wort von deinem but beusthur. GOtt selbst stellt sichlschenkt, Mir nicht wie ein bezum gut des sünders dar. siegelt buch mehr sey 3. Diß ist der mittelpunkt von 5. Doch nimm zugleich v. GOttes wegen, Der tiefenstand und herz gefangen, Da schlüssel und des wortes kern. mich jetzt zu deinen füssen Hie treuft ein angenehmer gna=Um dir, als bundes GOtt, denregen, Hie gehet auf einsanzuhangen. Ach spanne mit heller morgenstern. Hie muß in deiner liebe netz! Zu mein träger sinn entzücket stehen; mich, zeuch mich, damit ich Hie findet nichts als therheitmachlauf, Und da du dich mein verstand, Und hab ich kraftigeben gänzlich mir, So gib auf und fleiß schon angewandt, Kann kraft, daß ich mich gebe ich doch kaum ein wenig schimm⸗HErr JEsu! zeuch mein! rend sehn. tzes herz hinauf. 4) Von der Erlösung des Sünders. Der Elende nach Erlösung sich Sehnende. 68 Joach. Neander. W o soll ich hin? Wer hilfet mir? Wer führet mich Zu niemand, HErr! als nur zu dir, Will ich mich frei zum leben? Du bist, der das verlorne sucht: Du segne/ be=geben das, so war verflucht, Hilf, JEsu! dem elenden. 2. HErr! meine sünden äng=fürchten nicht: Du rufst: sten mich, Der todesleib mich bin das leben; Drum ist mein plaget, O Lebensgott! erbarmetrost auf dich gericht, Du kan dich, Vergib mir, was mich mir alles geben: Im tode ka naget: Du weist es auch, was du bey mir stehn: In nothmir gebricht, Ich weiß es wohl, herzog, vor mir gehn: Hilf und sag es nicht, Hilf, JEsu! su! dem zerknirschten dem betrübten. 4. Bist du der arzt, der kra trägt 3. Du sprichst: ich soll mich 63 Lied 69. 70. Auf dich will ich mich 5. Ich thue nicht, HErr! was in; Bist du der hirt, der ich soll, Wie kann es doch bestevache pflegt? Erquicke mich hen? Es drücket mich, das weist segen; Ich bin gefährlich, duwohl, Wie wird es endlich genk und schwach, Heil und hen? Elender ich, wer wird mich bind, hör an die klag, Hilf doch Erlösen von dem todesjoch? Ich danke GOtt durch Christum. Esu! dem zerschlagnen. Der nach dem geistlichen Leben Seufzende. Joach. Neander. 69. 5 teylich bin ich arm und bloß, O du grosser men Ach! nimm mich auf deinen schooß, Schenke mir des himhenhüter! Schau, ich lieg in meinem blut: Nim mich , o höchstes gut. Allerhöchster GOttes Sohn! Hilf dem teufel widerstreben, mee lebens einzig leben, Denn er steht nach meiner kron, um herab vom sternenthron, Hilf, o starker Davids Sohn! ich will mich dir erge=| 5. Alles will ich geben hin, Geh doch nicht vor mir Wan ich dich nur kann besitzen: Hör, o JEsu! mein Weg mit allem weltgewinn, Hierauf will ich mich nicht stützen sold und silber acht ich Mein Erlöser ist mein gold, Es sind lauter kinder=Das ich nicht vertauschen wollt. Eines, eines mir ge= 6. Er wird nicht vorüber gehn, Dieses such ich unver⸗Sollt ich schon im blute lieDer Mariä besten theil gen, Treulich wird er bey mir ich aus, der seelen heil. stehn, Und mich nimmermehr Veil ich bin in sünden todt, betrügen: Ich soll leben, sagt ich nach der seelen leben, er mir, Was frag ich, o welt! SU! hilf aus dieser noth, nach dir! Esum als den einigen Erlöser 5) Dec. Erkennende. Conrad Hubert. 70. llein zu dir, HErr JEſu Chriſt! Mein hofnung Ich weiß, daß du mein Heiland bist; Kein trost mag auf erden, Kein blosser mensch war je gesonst werden: bohrn, ⸸ ſteh 64 Lied 71. bohrn, Wie auch kein engel auserkohrn, Der mir al nöthen helfen kann, Ich ruf dich an, HErr! leite mich auf ebner bahn. 2. Mein sünd sind schwer undlben, Daß ich vor all, HErr!! übergroß, Und reuen mich von dich, Und meinen nächsten gle herzen: Derselben mach mich als mich: Dein hülf mir send, frey und loß, Durch deinen letzten end, Damit behend tod und schmerzen: Und zeigteufels list sich von mir wen mich deinen Vater an, Daß 4. Ehr sey GOtt in dem höc du hast gnug für mich gethan; thron, Dem Vater aller So komm ich ab der sünden= Und JEsu Christo seinem S last, Ich halt mich fast An Der uns allzeit behüte dem, was du versprochen hast. GOtt dem heiligen Geiste, 3. Ach stärk durch dein barm= uns sein hülf allzeit leiste: herzigkeit, In mir den wahren wir ihm zur gefälligkeit Seyr glauben; Hilf, daß des teufels der zeit, Und folgends in listigkeit Mir den nicht möge rau- ewigkeit. G. Von der Zueignung des Heils 1) Von der göttlichen Berufung VI. Joach. Neande euch mich, zeuch mich mit den armen Deiner gresse JEsu Chri=ste! dein er=bar=men Helfe meine freundlichkeit, Wirst du mich nicht zu dir ziehen, blö=dig=keit so muß ich von dir fliehen. 2. O du hirte meiner seelen! verschlingen, Hilf im glaube Suche dein verirrtes schaaf: ihn bezwingen. Wem soll ich mich sonst befehlen? 4. Seelenmörder, alte schlaf Weck mich aus dem sünden⸗Tausendkünstler, schäme schlaf. Guter meister! laß mich Schäme dich, mir ist nicht laufen Nach dir, und nach dei=ge, Denn mein JEsus tr nem haufen. mich: Weil er ziehet, muß 2. Wie ein wolf den waldslaufen, Er will mich ihm erfüllet Mit geheul bey finstrerserkaufen. nacht: Also auch der satan] 5. Zeuch mich mit den lieb brüllet, Um mich, wie ein löwe, seilen, Zeuch mich kräftig wacht: HErr! er will dein kind mein GOtt! Ach, wie lauf lauf 65 Lied 72. ze weilen, Machst du mir, schmerz: Du wirst dich an Err Zebgoth! Doch ich hoff inſmir nicht rächen, O du n nöthen, Wann du michsmehr! als mutterherz! Zeuch mich von dem bösen haufen, ich wolltest tödten. Mutterherze will zer⸗|Nach dir, JESu! will ich chen Ueber ihres kindeslaufen. Einladung durch GOttes Wort. 72 Henr. Georg Neus. Mel. Psalm 42. Oit, deß zepter, stuhl und krone Herrschet über Der du deinem lie-ben Sohne Ei-ne hochzeit le welt, Dir sey dank ohn end und zahl, Daß estellt: diesem liebesmahl Von den zäunen an den gassen mich auch hast laden lassen. Err! wer bin ich? und hin=, ben Mit der süssen lebensquell; Ver biſt du? was deine Wen nun hungert, der ſoll haben Ich ein würmlein an Himmelbrod für seine seel. O sen, Du der könig grosser ein süsses mahl und ort, Da sich ich staub, erde, asch | GOttes herz und wort Seiner th, Du der HErr GOtt braut und hochzeitgästen Gibt Ich ein scherz und zur speis und trank zum besten. zeiten, Du der HErr 6. Odu grosser HErr und König, Der du rufst: kommt, kommt gkeiten. unrein und ganz verdor=herbey; Ach! ich bin, ich bin zu du die höchste heiligkeit: wenig Aller deiner lieb und treu: erfinstert und erstorben, Du Ach! ich kann dir nimmermehr ebens licht und freud: Ich Danken gnug, und also sehr, Wie armes bettelkind, Lähm ich schuldig bin und sollte, Und rüppel, taub und blind, wie ich wohl gerne wollte. swesen aller wesen, Ganz 7. Zeuch du mich, dein mahl zu schmäcken. Aus der finstern erden amen auserlesen. doch lässest du mich la=kluft; Laß mich deine stimme wedem grossen hochzeitmal: icken Die so hell und lieblich ruft: übergrossen gnaden! Ich Komm, o mensch! komm, eile, des himmelssaal, Mitſkomm! Kom̄ zur lebensquell und eden GOtteslamm, Mei=lstrom, Komm zum brod davon zu zensbräutigam, Bey der zehren, Und den geist damit zu hor und reihen, Ewig, nähren. 8. Ach! eröfne meine ohren Zunich erfreuen. der ①ⵍ sen nur dürstet soll sich la 66 Lied 73. 74 der stimm, die also klingt: Die mel, Diese dämpfe, die zu deinen freudenthoren, O Jern=sliehn, Von des Lammersalem! mich bringt; Laß den, den im himmel, Das stets bli du theur erkauft, Der in deinem mich nicht abziehn. Kler bund getauft, Ja nicht ferner mit JEsu! in der zeit Mich in di den säuen An den eiteln träbern mein hochzeitkleid! Da käuen. deine hochzeitehren Möge sei 9. Laß der eiteln welt getüm=sohn aufhören. 2] Von der Erleuchtung und wahren Weisheit Jeach. Neander. Mel. Lied 31. Mein fels hat überwunden, ꝛc. Oder: Lied 76 HErr Christ, der einig, ꝛc. D JEsu! GOtt der ehren, O HErr! von ewigkeit Ein sünder will sich kehren Zu dir, mach ihn bereit Weg, wahrheit und das leben, Du wollest kräfte gebet Dem, der sonst nichtes kann. 2. Du in der zeit gebohren Ein 4. O elend! dich nicht kennen, Da heilig menſchenſohn, Von anbe⸗hochgelobtes gut! Und dich nicht gin erkohren Zum schild und können nennen So, wie sichs grossen lohn: Zum höchsten gut men thut, Als licht und recht verder deinen, Die dich von herzen HErren Gemacht uns zu erklären meinen, Und lieben überall. Das gnadentestament. 3. Ich, leider! bin gefallen In s 5. HErr! der du mir geworden Adam zu dem tod: Der herrschet Die weisheit bist von GOtt: über alle Durch blindheit, angst mich zur klugheit orden, Zeuch mich und noth; Die weisheit ist ver= von narren spott; Sey mir lohren, Der sünder wird geboh-licht zu sehen, Weil heimlich um ren Mit grobem unverstand. mich stehen Die wölf im schaafkleiBittlied um himmlische Erleuchtung 74. Melod. Psalm 38. M ein GOtt! du bist meine sonne, Heil und wonn5 Dn bist meiner seelen licht: Nichts als dunkelheit und schmerz zen, Bleibt im herzen, Wenn dem gnadenglanz gebrich 2. Eche Lied 75. 5. Flösse du mir himmelssäfte, Scheine, daß die finsternissen leichen müssen: Und verjage Reine kräfte, Deines gnadenleeine nacht: Laß dein licht mir bens ein: So werd ich in deieinem schatten Sich begatten, inem lieben Mich recht üben, Und nach deinem willen seyn. daß mein herze frölich lacht. 6. Denke nicht mehr meiner sün3. O du licht der ewigkeiten Und de, Ach entbinde Mich vielmehr der zeiten, Blicke mich durchdrin von ihrer wuth: Laß dein ewiges end an: Laß mich deine lieb bestrahlen Bis zumahlen Ich dichlerbarmen Mich umarmen, In dem theuren lammesblut. Err! erkennen kann. 7. Lasse mich aus deinen schran. Stelle selbst in meinem zen, Helle kerzen, Himmli=ken Nimmer wanken; Leb und er begierden auf; Laß in wirke selbst in mir. Laß mich nem starken ziehen Michent= nirgends je auf erden Frölich ben, Zum brunstvollen glau=zwerden, Als, mein einzig gut! slauf. in dir. Bitte um wahre Weisheit, als eine Frucht und Wirkung der Erleuchtung. 3 Fr. Ad. Lampe. elbständig wort, von GOtt erlesen, Als ein aus dit ausstrahlend licht. Der seelen blindheit zu geneSo oft ihr witz und rath gebricht. sink vor deinen süssen vor dich trete, Und geb auf Mein herz ist voller deinen wink recht acht erniß; Ich werd geworfen, 6. Nur hast du ihn mir offenund wieder, Und bleib doch baret, Laß dann geduld und willigkeit In dessen leistung seyn ungewiß. Ich darf nach eignem rathsgepaaret, Mit eifer und be hören, Ich kenne meines ständigkeit es list; Das nur zu vielf 7. Brauch mich als ein faß deizu bethören, Mit falschemsner ehren, Wozu, wie, wann und wo du willt; Es muß doch gewohnet ist. Du bist der ursprung allerfalles zu dir kehren, Was aus heit, Zur weisheit mir von dir ist hervorgequillt. gemacht. In deiner lehr 8. Laß mich nicht achten mennichts als klarheit Deinischen richten, Kein mensch kennt st vertreibet alle nacht. [deiner weißheit grund. Du Rein himmelsmeister, mein wirst doch endlich alles schlichhete, Schenk mir ein herzften, Und das verborgne mamit bedacht In lernbegierdeſchen kund. 3. Von E 2 ) 0 ( 80 3) Von der Wiedergeburt und Erneuerung Bitte um Wachsthum in der Erkänntniß und Lick GOttes, auch um Tödtung des alten, und Erweckung des neuen Menschen. 76. Elisabeth Creutzigerin Melod. Lied 31. Mein fels hat überwunden, 2c. Err Christ! der einig Sohne, Des höchsten Vaters kind, Gesandt vom himmelsthrone, Wie man geschrieben sind Du bist der morgensterne, Dein glanz erstreckt sich ferne Den andern sternen vor 2. Du bist ein mensch geboh=skaunst alles zwingen, Was dei ren Im letzten theil der zeit:sne macht geschaft, Das hetzt Der mutter unverlohren Ihrſuns zu dir wende, Den Geiſt jungfräulich keuschheit: Denso HErr! uns sende, Daß wu tod hast du zerstossen, Den him-snicht irr'n von dir. mel aufgeschlossen, Das leben 5. Ertödt uns durch dein wiederbracht. te, Erweck uns durch dein 3. Laß uns in deiner liebe Undsgnad. Den alten menschen kräuerkänntniß nehmen zu, Daßske, Daß der neu leben ma man den glauben übe, Mit got=Laß uns auf dieser erden Getesdienst und ruh: Daß wir hie danken und geberden Erheben mögen schmecken. Dein liebesstets zu dir. wollst erwecken In uns den durst! (Nemlich innerlich die Gedan nach dir. ken des Herzens, und äusserlich 4. Du Schöpfer aller dingen, unsere Gebärden, Augen und Du väterliche kraft, Der du Hände im Gebet zu GOtt.) Bitte um Erneuerung. 7. Joach. Lange. In voriger Melodey. Err JEsu, quadensonne, Wahrhaftes lebenslicht. Laß le = ben, licht und wonne Mein blödes angesicht Nach deiner gnad erfreuen: Und meinen geist erneuen, Mein GOtt! versag mirs nicht. 2. Ver Lied 78. 65 Vergib mir meine sünden, denweit absterbe, Und nach und wirf sie hinter dich; Laß dem fleisch verderbe, Hingegen len zorn verschwinden, Undlleb in dir. genädiglich: Laß deine frie⸗ 6. Ach, zünde deine liebe In ausgaben Mein armes herzelmeiner seelen an, Daß ich aus en. Ach HErr! erhöre mich. innerm triebe Dich ewig lieben Vertreib aus meiner seelen kann, Und dir zum wohlgefalalten Adams sinn; Undlen Beständig möge wallen, Auf mich dich erwählen, Aufrechter lebensbahn. ich mich forthin Zu deinem 7. Nun, HErr! verleih mir ist ergebe, Und dir zu ehrensstärke, Verleih mir kraft und Weil ich erlöset bin. muth; Denn das sind gnadenBefördre dein erkänntnifwerke, Die dein Geist schaft nir, mein seelenhort! Undsund thut: Hingegen meine sinmein verständniß, Durchsneu, Mein lassen und begin heiliges wort, Damit ichsuen, Ist böse und nicht gut. ich gläube, Und in der 8. Darum du GOtt der gnaheit bleibe, Zu trotz der den, Du Vater aller treu pfort. Wend allen seelenschaden, Und Tränk mich an deinen brü=mach mich täglich neu: Gib, Und kreuz'ge mein begier, daß ich deinen willen Bestänat allen bösen lüsten; Auf die mög erfüllen, Und stelz ich für und für Der sün= mir kräftig bey. 4) Vom Glauben. Bittlied um rechten Glauben, Hofnung, Liebe, Beständigkeit und Sieg in Anfechtung. Paulus Speratus. 78 ch ruf zu dir, HErr JEsu Christ! Ich bitt, erhör Verleih mir gnad zu dieser frist, Laß mich doch nicht nein klagen, Den rechten glauben, HErr! ich meyn, za=gen wollest du mir geben, Dir zu leben, Mein'm ächsten nutz zu seyn, Dein wert zu halten eben. Ich bitt noch mehr, o Herre Auf all mein guzes thun, Sonst Du kannst es mir wollswirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus herzen Daß ich nicht wieder rund Mein'n feinden mög verspott. Die hofnung gibt geben: Verleih mir auch zu dieſer den, Voraus, wann ich ſtund, Schaff mir ein neues lehie davon, Daß ich dir mögauch ben: Und nicht bauen E 3 70 Lied 79. 80. ben; Dein wort mein speiß laßner gnad Die uns errett ver allweg seyn, Damit mein seel zu sterben. nähren, Mich zu wehren, Wann 5. Ich lieg im streit und w unglück geht daher, Das mich derstreb, Hilf, o HErr Chri dem schwachen: An deiner g bald möcht verkehren 4. Laß mich kein luſt noch furcht allein ich kleb, Du kannſt von dir In dieser welt abwenden: stärker machen, Kommt Beständig seyn ans end gib mir, anfechtung her, so wehr, Du hast allein in händen, Und sie mich nicht umstossen, wem du's giebſt der hats um⸗kanſt machen, Daß mirs in sonst. Es mag niemand ererben. bring gefahr, Ich weiß, Noch erwerben, Durch werke dei⸗wirsts nicht lassen. Das Verlangen des Glaubens nach Christo. 9. Joach. Neander. Melød. Psalm 100. u unbegreiflich höchstes gut, An welchem klebt mein herz und mutb, Ich dürft, o lebensquell! nach dir, Ach hilf! ach lauf! ach komm zu mir. 2. Ich bin ein hirsch, der dur=grosser durst mich treibt, Ach stig ist Von grosser hitz, du, wär ich dir nur einverleibt JEsu! bist Für diesen hirsch 5. Wo bin ich denn? o bräut ein seelentrank, Erquicke mich, gam! Wo weidest du? o Gottdenn ich bin krank. lamm! An welchem brünn3. Ich schreye zu dir ohne stimm ruhest du? Ich dürste, laß mich Ich ſeufze nur, o HErr! vernim, auch dazu. Vernimm es doch, du gnaden⸗] 6. Ich kann nicht mehr, ich quell, Und labe meine dürre seel. zu schwach, Ich schreye, dür 4. Ein frisches wasser fehlet und ruf dir nach, Der mir, HErr JEsu! zeuch, zeuch muß bald gekühlet seyn, mich nach dir, Nach dir einsbist ja sein und er ist dein. Der nach JEsu Dürstende. 80. Joach. Neandet Melod. Psalm 143. 2 ch HErr! wie dürstet meine seele, Du weist heimlich ich mich quäle, Und wie verlanget mein gemüt Mit treu und liebe dich vermähle, Ich dürst, v H na Lied 80. 71 nach deiner güt. Es ist ein durst nicht nachstraum, weg mit dem schein. Du schätzen, Mein schatz bist du, [bist der ruhm, der mich muß nähkannst ergetzen, Mehr als dasiren, O JEsu! du, nur du allein. so ophir gibt; Ich kan diel 5. O wollust! du bist nicht zu nung veſter ſetzen, Wanntuennen, Viel beſſer iſt, dich gar gemüth nur JEsum liebt nicht kennen, Du bist der dumWeg edle ſtein, ihr ſeydlmen thiere luſt, In JEſu liebe nichtig, Ihr diamanten muß ich brennen, Nur diese nicht wichtig: Ein edlerlfreud iſt mir bewuſt. ein eckstein ist, Darauf 6. Ein dürres land ist meine gne sehr vorsichtig, Meinseele: Ach Sela! heftig ich mich der heisset JEsus Christ. squäle, Um deinetwill, o seelenIch dürste nicht nach Ha, trank Ich sterbe schier; nun ehren, Ein armer wurmlich befehle Mich dir: denn ich ie verkehren. Weg mit dem bin tödtlich krank. Bundesmäßige Verpflichtung und völlige Uebergebung an JEsum, oder das JEsu gegebene Jawort. 81. rleucht mich, HErr! mein licht! Ich bin mir selbst rborgen, Und kenne mich noch nicht: Ich merke dieses Ich sey nicht, wie ich war: Indessen fühl ich wohl Ich sey nicht, wie ich soll. Ich lebt in stolzer ruh, Und ich ein wahrer christ, Und du von keinen sorgen Vor die=mein JEsus bist. aber nu Bin ich so voller 5. Es ist nicht so gemein, Ein Daß ich mir selbst ein last: Christ zu seyn, als heissen, Ich Das ormals meine freud Machtsweiß, daß der allein Des namens fähig ist, Der seine liebste kt herzeleid. in zeitlicher verlust, Verur=lust, Durch Christi kraft zerdiesen schmerzen, (So vielbricht Und lebt ihm selber nicht. bewust) Ich miß jetzt keinen 6. Es ist nur selbstbetrug ad, Mich drücket auch kein |Mit diesem wahn sich speisen: ind, Nein leib hat was er will, Als ob das schon genug Zur Gesunheit, hüll und füll. prob des glaubens sey, Daß ist der seelen pein, Esman von lastern frey, Die auch m mir aus dem herzen, ein blinder heid, Aus furcht dringt durch mark und der schande meid. Diß, dieses liegt mir an, 7. Der zeucht recht Christum an, ich nicht spüren kan, Obl E 4 72 Lied 82. an, Der aus sich selbst gegan= 12. Du erdwurm! solltest gen, Des fleisches eigenwahn, Dem könig dich versagen, Vermögen, lust und rath, Gut, alles stehet zu, Der allgenu ehr, und was er hat, Verläst, reich, Ja alles ist zugleich? verwirft und spricht: Nur Je=als kein herz bedacht, Hateri sus ist mein licht. seiner macht. 8. Diß ist des glaubens wort, 13. Wann alles wird vergt Und durstiges verlangen: HErr [Was erd und himmel heget, JEsu! sey mein hort, Versöhner bleibt er vest bestehn, Sein weHErr und schild, Und führ mich stirbt nicht ab, Die Gottheitw. wie du willt. Dein bin ich, wie ichtkein grab, Und den er einmal kein bin: Nimm mich zu eigen hm. [Des wohlstand nimmt kein end 9. Wer dies nicht grundlich 14. Wer aber in der zeit meint, Des glaub ist noch un=ihm sich nicht verträget, Da tüchtig. Der bleibt noch GOttes bleibt in ewigkeit Von GOtte feind: Sein hofnungsgrund iſt freudenhaus, Genz, ganz sand, Und hält zuletzt nicht schlossen aus Vergöß er in den stand, Der ein'ge glaubens-weh Schon eine thränensee grund Ist dieser quadenbund. | 15. Gewünscheter vertrag, De 10. Hie sorg ich, fehlt es mir, nur ein jawort schlichtet: Sie Mein trieb sey nicht so richtig: dann, mein seele sag: Solsers Den ich, HErr Christ! zu dir Be=HErr JEsu! ja, Da hast du alles finde, weil ich doch, Als beynah=|da, Mein leib, mein geiſt, mein christen, noch, Die lust und weltblut; Mein ehr, mein haab und noch mehr Geliebt, als deine ehr. gut 11. Mein seel begreif dich nu 16. Thu, was du wilt mit mir Ich muß es jetzo wagen, Ich kom̄! Werd ich nur zugerichtet, Zu deinicht eh zur ruh: Saast du hie nem preiß und zier, Ein faß der mit der welt Und was dem fleischherrlichkeit, Mit deinem heilbe gefällt Ganz ab, und Christo kleidt, Geheiligt um und an, an, So iſt die ſach gethan. Wohl mir, ſo iſts gethan. 5) Von der Vereinigung und geistlichen Verlobung mit Christo. 82. ie schön leuchtet der morgenstern, Voll gnad und Du Sohn Davids aus Jakobs stamm, Mein könig wahrheit von dem HErrn, Die süsse wurzel Jesse, und mein bräu=ti=gam, Hast mir mein herz besessen. Lieblich, Freundlich, Schon und herrlich, Groß und ehr lich, Reich von gaben: Hoch und sehr prächtig erhaben. 2. 73 Lied 83. O meines herzens werthe. 5. GOtt Vater, o mein starker ten! Du GOttes und Marien held! Du hast mich ewig vor der ihn, Ein hochgebohrner könig, welt In deinem Sohn geliebet: Mit freuden rühm ich deine ehr, Dein Sohn hat mich ihm selbst ein's heilgen wortes süsse lehrtvertraut, Er ist mein schatz, ich seiüber milch und honig. Herz=ne braut, Drum mich auch nichts Will ich Dich drum preisen betrübet. Eya, Eya, Himmlisch erweisen, Daß man merke leben Wird er geben, Mir dort In mir deines Geistes stärke. oben, Ewig soll mein geist ihn loben. Zeuß sehr tief in mein herz 6. Singt unserm GOtt fein in, O du mein HErr undsoft und viel, Und laßt andäch dit allein! Die flamme dei=stig saitenspiel Ganz freudenliebe, Daß ich in dir nur reich erschallen, Dem allerliebner bleib, Und mich kein zu=sten Jesulein, Dem wunderschövon dir treib, Nichts krän=nen bräutgam mein Zu ehren och betrübe. In dir, Laß und gefallen, Singet, SprinOhn aufhören Sich ver=get, Jubiliret, Triumphiret, ten Lieb und freude, Daß Dankt dem HErren, Groß ist tod uns selbst nicht scheide der König der ehren. Von GOtt kommt mir ein 7. Wie bin ich doch so herzlich denlicht, Wann du mit dei⸗froh, Daß mein schatz ist das gesicht Mich gnädig thust A und O, Der anfang und das icken. O JEsu! du meinende, Er wird mich auch zu tes gut, Dein wort, dein seinem preiß Aufnehmen in das dein leib und blut Michiparadeiß, Des klopf ich in die erlich erquicken, Tröst michthände, Amen, Amen, Komm du indlich, Hilf mir arme „schöne freudenkrone, Bleib nicht erbarmen, Hilf in gnaden, lange Deiner wart ich mit verein wort komm ich geladen. langen. Von der Rechtfertigung des Sünders durch en Glauben, auch von dem Ursprung, Kraft und Früchten des wahren Glaubens. Paulus Speratus s ist das heil uns kommen her, Von güt und lauter Die werk vermögen nimmermehr, Zu heilen unsern naden Der glaub sieht JEsum Christum an, Der aden, genug für uns gethan, Er ist der Mittler worden. Da man was GOtt gebo=nigfalten: Vom fleisch wollt nicht hat Im g'setze nicht konnt heraus der Geist, Den GOtt erErhub sich zorn und fordert allermeist; Es war mit uns 5. Es neth Ver GOtt so man=verlohren. E5 Lied 83. 3. Es war ein falscher wahn 9. Die sünd wird durchs gesetz dabey, GOtt hätt sein g'setzskannt, Schlägt das gewissen: drum geben, Als ob wir möchten der, Das evangelium kommt selber frey Darnach vollkömm=thand Und stärkt den sünder wieder lich leben: So ist es nur ein Es spricht: nur kreuch zum kr. spiegel zart, Der uns zeigt ansherzu, Im g'setz ist weder rastnes die sündig art, In unsermfruh Mit allen seinen werken fleisch verborgen. 10. Die werk kommen ger 4. Nicht möglich war, dieselblich her Aus einem rechte unart Aus eignen kräften las glauben: Dann das kein red sen, Wiewohl es oft versuchet glaube wär, Dem man die w ward, Doch mehrt sich sündswollt rauben: Doch macht aller ohn massen. Sie nahm ursache der glaub gerecht, Die weil am gebot, Das dräute mir deutschind des nächsten knecht, Dabt ew'gen tod, Weil ich der sün⸗ wirn glauben merken. den diente. 11. Der glaub ergreifet 5. Noch must das g'setz erfül=sum Christ, Sein kreuz let seyn, Sonst wär'n wir allldienst und sterben, Dadurch verdorben: Drum schickt GOtt sünd gebüsset ist: Wir könne seinen Sohn herein, Der fürnicht erwerben. Die eigene uns ist gestorben! Das ganz rechtigkeit Thut nichts dabei gesetz hat er erfüllt, Damitssie ist ein kleid, So durch in seins Vaters zorn gestillt, Der durch beflecket. über uns gieng alle. 12. Doch wenn man durch d6. Und weil es nun erfüllet glauben nun Die g'rechtig auch ist Durch den, der es kont hal=sempfangen, Muß man ten, So lerne jetzt ein frommerfrechte werke thun, Dem gutChrist Des glaubens recht ge=stets anhangen: Denn wer stalten: Nicht mehr, dennfloses wesen treibt, Derselbe lieber HErre mein, Dein todsglauben gar nicht bleibt, wird mir das leben seyn, Dufthat er ihn verläugnet hast für mich bezahlet. 13. Wer gnad bey GOtt 7. Daran ich keinen zweifellanget hat, Muß ihn vor an trag, Dein wort kann nicht be=haben: Daß er bey ihm such trügen, Nun sagst du, daß kein und rath, Dank ihm für alle mensch verzag, Das wirst du ben, In seiner furcht freyw nimmer lägen Wer gläubt anleb, Des fleisches lüsten w mich, und wird getauft, Dem streb: Das ist der weg zum lebist der himmel schon erkauft, 14. Wer aber sicher gehet hin Daß er nicht werd verlohren. Thut, was ihm nur belieb8 Der ist gerecht vor GOtt Lebt fort nach seines herz allein, Der diesen glauben fast sinn, Des fleisches lust raus set: Der glaub gibt uns von giebet, Ruft GOtt nicht ihm den schein, So er die werk daß er ihn führ, Und ja nicht lisset. Der glaub ist wohl seinem Geist regier, Der läuft mit GOtt daran, Du musischen weg zur höllen. auch lieben jedermann, Bist du 15. Dafür sich hütet, wer läst aus GOtt gebohren. Lied 84. lübt, Bewahrt, was ihm ge=entdecken; Sein wort laß die een: Veracht die weit, das gewisser seyn, Und ob dein herz sch betäubt, Sehnt sich nach sprech lauter nein, So las zum leben: Den glauben stets doch dir nicht grauen. werk erweist, Den nächsten 18. Sey lob und ehr mit hom, GOtt ehrt und preist, hem preiß Um dieser gutthat wilgeh ihm, wie es wolle. len, GOtt Vater, Sohn und Die hofnung wart't der heil'gem Geist, Der woll mit gnad ten zeit, Was GOttes wort erfüllen, Was er in uns begonnen zet: Wenn das geschehen hat, Zu ehren seiner majestät: zur freud, Setzt GOtt kein Geheiligt sey sein name. noch tage! Er weiß wohl, 19. Sein reich zukomm, sein ins am besten ist, Und will auf erd G'scheh, wie ins himucht an uns kein arge list, mels throne. Das täglich brod ja soll'n wir ihm vertrauen heut uns werd: Wollst unser Ob sichs anließ, als wollt schuld verschonen, Als wir auch nicht, Laß dich es nicht er=unſern ſchuldnern thun, Laß ecken, Denn, wo er ist amsuns nicht in versuchung nun, ſien mit, Da will ers nichtſLoͤß uns vom uͤbel, amen. Christus unsere Gerechtigkeit. Joach. Neander. 84. In voriger Melodey: Es ist das heil, ꝛc. er kann vor dir, o HErr! bestehn? Es ist mit uns Wo du willt ins gerichte gehn, Mit denen, die erlohren, So kan auf tausend niemand nicht Ein wörthren: in bringen an das licht; Es heißt: du bist versluchet. Unmöglich ist nun, daß manliederlich verscherzet Die schlang Recht halten dein gesetze, hat in der ersten zeit Betrogen, in dieſes will von jedermann, ach! das ſchmerzet: HErr JEſu! es kein mensch verletze; Wer nimm dich unser an, Du bist ein in allem nicht verbleibt, Der GOtt, der helfen kann, Und rflucht, wie Moses schreibt, darum mensch geworden 5. HErr! unsere gerechtigkeit das, so wirst du leben Nun haben wir den ersten (Die nur vor GOtt bestehet) Wie Adam, überschritten, Bist du allein; du bist bereit rung lehret alle stund, Zu rufen: auf mich sehet wir dein recht bestritten, Darum mein glaube zu die bleiben also in dem tod, spricht: Gerechter HErr! vernicht ein bürg in dieser nothllaß mich nicht, Wann mein gewissen naget. göttlich mittel findet. Lahrhaftige gerechtigkeit Jst Joh. Heerman 8 W o soll ich fliehen hin? Weil ich beschweret Mit viel und grossen sünden: Wo kann ich rettung finde S Wann alle welt herkäme, Mein angst sie nicht wegnäh 2. O JEsu! voller gnad Auf les mir zu gute Erlangt un dein gebot und rath, Kommt meininem blute. Damit ich überwie betrübt gemäthe, Zu deiner gro=Tod, teufel, höll und sünd ßen güte; Laß du auf mein gewis s. Und wenn des satan sen Ein gnadentröpflein fliessen. Mir ganz entgegen wär 3. Ich dein betrübtes kind Werf sich doch nicht verzagen, alle meine sünd, So viel ihr in mir kann ich sie schlagen; Dei stecken, Und mich so heftig schre= darf ich nur zeigen, So muß cken, In deine tiefe wunden: trotz bald schweigen. Da ich stets heil gefunden. 9. Dein blut, der edle saf 4. Durch dein unschuldig blut, solche stärk und kraft, Da Die schöne rothe flut, Waschgar alleine Die welt von ab all meine sünde, Mit trostfreine, Ja gar aus teufels ramein herz verbinde, Und ihr Frey, Los und ledig machen. nicht mehr gedenke, Jus meer 10. Darum allein auf dich sie tief versenke. Christ! verlaß ich mich, Jezt 5. Du bist der, der mich tröst't, ich nicht verderben, Dein Weil du mich hast erlöst: Was muß ich ererben: Denn ich gesündigt habe, Hast du ver= mirs erworben: Da du für scharrt im grabe, Da hast du gestorben. es verschlossen, Da wirds auch 11. Ach! führ mein herz unbleiben müssen. Durch deinen Geist dahin, 6. Ist meine bosheit groß, So ich mög alles meiden, W werd ich ihr doch los, Wenn ich und dich kan scheiden; dem blut umfasse, Und michsan deinem leibe Ein glied darauf verlasse; Wer sich zu dirsewig bleibe. nur findet, All angst ihm bald) 12. Amen, zu aller stund, S verſchwindet. ich aus herzengrund Du n 7. Mir mangelt zwar sehr viel, mich ja leiten, HErr Christ Doch, was ich haben will, Ist al= allen zeiten, Auf daß wir namen Ewiglich preisen, auch Bittlied um Lossprechung von der Schuld und Strafe der Sünde Joach. Neande. 86. Mel. Psalm 8. ch schone doch! bu grosser menschenhuter! Ach Lied 87 77 nicht! barmherziger gebieter! Ach rechne nicht! wer kan vor bestehn? Ach zürne nicht! ich will doch zu dir gehn. zurne nicht, in JEsufdem riß; Da ist der bürg, der kommen: Hat der nicht hat bezahlet diß die strafe weggenom⸗ 5. Ach schone doch! ich bin Er ist am kreuz ein fluchsnur asch und erden, Ein leichnich gemacht, An meinerſtes blatt, das bald zu ſtaub hat er es vollenbracht. wird werden: Was nützet doch rechne nicht, auf tau= zu treten auf die blum? Was tuß ich schweigen; Ich will bin ich? HErr! gedenk an nur zum gnadenzepter deinen ruhm. Auf meinen mund die Göttliche Antwort. ich le en will, Und wie ein 6. Ich kann dich nicht, mein gedultig schweigen still. Kind! hinfort verlassen; Ich will strafe nicht! du sonst mit lieb dich ewiglich umfassen; end feuer, Ich muß ver= Sey nur getrost, hab einen kecken du brennest ungeheuer!|muth, Es ist bezahlt, dein JEdein Sohn, der stehet in sus rechnung thut. Von der Heiligung und dem Kennzeichen der Kinder GOttes. Bitte um Fortgang in der Heiligung. 87. Fr. Ad. Lampe. Melod. Psalm 42. ebenssonne, deren stralen Auch im dunkeln geben Dich nach würden abzumalen, Ist der sonnenglanz zu Aller sternen guldne pracht Gegen dir ist lauter Mond und sonne mussen weichen, Und vor deiglanz erbleichen. das licht süß anzusehen, dunkeln, Da du zwischen mörsonne zu uns schickt; dern hingst, Deiner liebe feuer in freuden stehen, funkeln, Womit du dein volk liebreich herz erblickt umfingst. Hättst du nicht des mitten aus der nacht abgrunds dampf Ausgetilgt leben wiederbracht, durch deinen kampf, Ewig münne sich verhüllte, Weilsten wir ersticken In der höllen ihr Schöpfer stillte. rauch und stricken. rie sah man nicht im 4. Komm. 78 Lied 88. Komm dann, JEsu! deiner 7. Laß in demem licht mich klarheit Allen sündendunst zer=deln, O du heller morgenst bricht. Zeige mir den weg derLaß mich suchen so zu han wahrheit, Zeig dein helles ange=Wie mir zeigt des worts lusicht. Treib aus meinem herzenfund gleich wie du für un aus Alle ſchatten, laß dein haus, | Biſt des Vaters bild und Drin du dich willt ewig spiegeln|Also laß auch deine strahlen: Belial dir nicht verriegeln. mir deine gleichniß mahlen Siehst du nicht des herzens s. Ich muß, wie du hole, Wie sie ist verwirrungidich kennen, Ich muß voll, In dem tiefsten grund der seyn, wie du: Und, wie seele Glänzt es noch nicht, wie liebe brennen. Gib mit es soll. Ach! wann soll dann und kraft dazu. War des einst dein glanz? Meinen geistpels dunkel nicht Allzuens verklären ganz? O, daß einstldeinem licht, Warum w. möcht alles sterben, Was dein du dich schämen, Platz in licht nur kann verderben. nen geist zu nehmen? 6. Warst du's nicht, der aus der 9. Wohne, herrsche tiefe, Drin die welt verſunkenſheile. Dir, dir räum ich lag, Durch dein wort dem lichtefund muth. Sey mir sich riefe? Und wie plötzlich ward es fenersäule, Fülle mich mit tag! Starker GOtt! dem nichts und glut. Eine sonne gebricht, Sprich noch einst: die welt, Eine sonne mit es werde licht! Laß das fleisch in fällt. Würde die mich nicht seinen lüsten Nicht mehr widershitzen, Was sollt mir mein dich sich rüsten. ben nützen. Die Eigenschaften und Seligkeiten der wahren ger Christi, aus Matth. 5, 3-11. Jrh. Heermann 88. Melod. Psalm 42. K ömmt, laßt euch den HErren lehren, Kommt un Wel=che die sind, die ge=hö=ren In den net allzumahl, Die bekennen mit dem mund ten christen zahl. ben vest von herzengrund, Und bemühen sich das Guts zu thun, so lang sie leben. 2. Selig sind die demuth haben Danken dem auch für Und ſind allzeit arm im geiſt,|Denn das himmelreich Rühmen sich ganz keiner gaben, [GOtt wird dort zu ehren Daß GOtt werd allein gepreist: Die sich selbst gerins 0 Lied 89. ein sind, die leide tragen, ehen nicht gefällt Die unreine lust göttlich trauren sindt: der welt, Sondern sie mir ernst beseußen und beklagen Ihr vermeiden, Werden schauen andrer leute sünd; Auch GOtt mit freuden. alben traurig gehn, Oftl 8. Selig sind, die friede machen, GOtt mit thränen stehn; Und drauf sehn ohn unterlaß, Daß se sollen noch auf erden, Undsman mög in allen sachen, Fliehen dert getröstet werden. hader, streit und haß; Die da Selig sind die frommen her=jstiften fried und ruh; Rathen Da man sanftmuth spürenallerseits dazu, Sich auch frieWelche hohn und trotz ver dens selbst befleissen, Werden erzen, Weichen gerne jeder=| GOttes kinder heissen. Die nicht suchen eigne 9. Selig sind, die müssen dulden und befehlen GOtt die sach Schmach, verfolgung, angst und will der HErr so schützen, pein, Da sie es doch nicht verschulsie noch das land besitzen den, Und gerecht befunden seyn, elig sind, die sehnlich streben Ob des kreuzes gleich ist viel, Segerechtigkeit und treu, Daß tzet GOtt doch maaß und ziel, em thun und leben Keinge⸗⁄ Und hernach wird ers belohnen noch unrecht sey: Die da lieEwig mit der ehrenkrenen. eich und recht, Sind auf 10. HErr! regier zu allen zeiten fromm und schlecht: Geiz, | Meinen wandel hie auf erd, Daß und unrecht hassen, Dieſich ſolcher ſeligkeiten Aus genaden Ott satt werden lassen. fähig werd: Gib, daß ich mich acht ig sind, die aus erbarmensgerina, Meine klag oft vor dich annehmen fremder noth, bring: Sauftmuth auch an feinnitleidig mit den armen, den übe, Die gerechtigkeit stets treulich für sie GOtt: Die liebe sind mit rath, Auch wo 11. Daß ich armen helf und diemit der that; Werdenlne, Immer hab ein reines herz; hülf empfangen, Und Die in unfried stehn, verföhne, zigkeit erlangen. Dir anhang in freud und schmerz. sind, die funden werden Vater! hilf von deinem thron, herzens jederzeit, Die in Daß ich glaub an deinen Sohn, ort und geberden Lieben | Und durch deines Geistes stärke nd heiligkeit: Diese, wel= Mich besteisse guter werke. Prüfung und Kennzeichen des Gnadenstandes. 89. Joh. Jac. Rambach. Melod. Psalm 42. dethörte, blinde fünder! Wer begeubert euren Reint ihr, daß ihr GOttes kinder Bey dem dienst der sünden Jrret euch, ihr träumer, nicht, GOtt, das al 80 Lied 90. lerreinste licht, Kann zu euch, o brut der höllen! Nimme nimmer sich gesellen. 2. Seyd ihr denen finsternis= ihr GOttes kinder lieb? Lässet ein sen, Und der schwarzen fünden=geheimer trieb, Sich in ern nacht, Durch des glaubenslbrust empfinden, Euch mit kraft entrissen, Und zum wahrnen zu verbinden. ren licht gebracht? Nimmt es 6. Christi freundschaft und die eure seelen ein? Wandelt ihr inleiden Ist ein unzertrennlich: dessen schein? Folget ihr dem Sucht ihr seine schmach zu mei licht der erden? Sucht ihr ih= den? Bietet ihr den rückend me gleich zu werden? Wann er euch mit kreuz 3. Ist die sünde euer meisterkilegt; Wann die welt er Oder herrscht ihr über sie? Reis=kränkt und schlägt? Wollt sen euch die bösen geister Mitflieber alle plagen, Als die scheigeringer leichter müh Zu ver=dung Christi tragen. bornen dingen hin? Herrscht | 7. Brennet wohl in euren het die welt in eurem sinn? Laßtßen, Ein verlangen ihn zu sehr ihr euch von ihr bekriegen? Und durch alle todesschmerzen: Oder könnt ihr sie bestegen? dem Vater hinzugehn? Achte 4. Wohnt in euch der Geist der ihr in eurem sinn Tod und stet liebe, Und der Geist der zuchtben für gewinn? Wollt ihr ein und kraft? Fühlt ihr seine von hinnen scheiden Aus begiersanfte triebe? Drinat in euch de jener freuden? sein lebenssaft? Macht er euch] 8. Findet ihr von diesen den bäumen gleich, Die anſchen In der prüfung keine guten früchten reich, Die zumſſpur? Ach! ſo laßt die träumte heil des nächsten dienen; Derenweichen, Glaubt, ihr thoren blätter immer grünen? glaubet nur, Daß ihr fern r. 5. Sind euch Christi lebens⸗Chriſto ſeyd, Auf, gebrauch worte Und gebote lieb und leicht? die gnadenzeit! Auf, verla Thut ihr sie an jedem orte, Nach den stand der sünden, So wird der kraft, die er euch reicht? Habt er sich euch verbinden 8) Aufmunterung zur Beständigkeit im Leiden, Glauben, Liebe, Hofnung und Fortsetzung der Heiligung O. Melod. Psalm 42. C ey getreu in deinem leiden, Lasse dich kein ungeme Von der Liebe JEsu scheiden, Murre nicht mit weh und ach Denke, wie er manche zeit Dir zu helfen war bereit 81 Lied 90. 91. Da du ihm dein herz verschlossen, Ob ihm das nicht hab verdrossen. Sey getreu in deinem glau=| 5. Sey getreu in todesnöthen, Baue deiner seelen grund Kämpfe frisch den letzten zug: ht auf zweifelhafte schrau-Sollt dich gleich der HErr auch i; Sage den gewissen bund, todten, Das ist ja der letzte druck. geschlossen in der tauf, Dei=Wer da recht mit JEsu ringt, GOtt nicht wieder auf: Und wie Jakob ihn bezwingt, ge an ein besser leben Dei⸗Wird durch beten ihm obsiegen GOtt zum dienst ergeben. Und die lebenskrone kriegen. Sey getreu in deiner liebe Ge=| 6. Sey getreu bis an das ende, 3Ott, der dich geliebt: An Daure redlich aus den kampf: nächsten gutes übe, Ob er dich Leidest du gleich harte stände, h hat betrübt: Denke, wie dein Duldest du gleich manchen land that, Als er für die feinde dampf: Ist das leben dieser zeit So must du verzeihen eben, | Doch nicht werth der herrlichkeit Ött anders dir vergeben. So dir wird dein JEsus geben, getreu in deinem hoffen,] Dort in jenem freudenleben. GOtt gleich: nicht wie dus 7. Ey, wohlan, so will ich leiden, Er hat bald ein mittel Glauben, lieben, hoffen fest: Und Daß dein wünschen getreu seyn bis zum scheiden, Weil erfüllt. Hoffe vest, GOtt mein JEsus nicht verläßt, Den, hen hier, Sein herz bricht der ihn beständig liebt, Und im gegen dir: Hoffe nur, GOttkreuze sich ergiebt. Ihm befehl erhanden, Hofnung machtlich meine sachen, JEsus wirde szuletzt wohl machen. ) nicht zu schanden. 9) Von der Versieglung und Versicherung des Gnadenstandes. Der Versicherte. Joach. Neander. 91. Melod. Psalm 25. ch will ganz und gar nicht zweifeln, In der guten Zu dir, JEsu! trotz den teufeln! Was mein GOtt will, ersicht, Wann die himmel schon vergehn; Dieses geschicht: t bleibt ewig veste; Solt die erd auch nicht bestehn; Erlöser bleibt der beste. 2. Last ① 82 Lied 92. 2. Laß die elementen schmel=mich auch lassen ein, Du, dert zen Von der letzten feuershitz! die thür, das leben, Alles wir Laß sich durch einander welzen mit dann seyn, Wann du dich in Wasser und der berge spitz: selbst wirst geben. Wann mit krachen alles fällt, 5. Laß die lampe meiner Wann aus furcht das volk Schönster himmelsbräutigen verschmachtet, JEsus bey der Brennen von dem glaubenshand mich hält, Wohl dem, Wann du kommst, o Gottes der es nur betrachtet. lamm: In der letzten mitt 3. Du hast mir ins herz ge=nacht; Da man wird posaun schrieben, Allerhöchster GOttes hören. Selig, welcher nun Sohn! Daß du mich wirst e=wacht, Wann sich alles wi wig lieben, Mich? mich, asche, verkehren. staub und thon? O du grosse 6. Nun, ich weiß, GOtt wird majestät! Wer kann deine treusvollführen, Was er angefanaussprechen? Nichts vor deine hat, JEsus wird mich auch liebe acht, Die dein weichesigieren Durch des Geistes wur herz kann brechen. derthat Bis auf den tag, wa4. Deine gnad hat angefangen allein Das hochdreymal heißt Dieses gute werk in mir, Daß ich wesen, Nur wird mein Jefreudig kann gelangen Zu der seyn, Dann wird meine schmalen himmelsthür: Du wirst genesen. Der in GOtt Vergnügte und Fröliche. 92. Joach. Neander Melod. Psalm 24. N 4.4 as grämest du dich meine seel? Dem HErren deine weg befehl, Und glaube nur, er wirds wohl machen Er wird dir zeigen in der that, Wie er dich leit't nach sei nem rath, Dem herz wird heilig darum lachen. 2. Gedenke, daß er alles weiß, held in Israel nicht lügt, Sünd, Daß alles geht nach sein'm gehöll und tod find nun vertiegelt heiß; Wer kann doch seinen wil. 4. Wohl dem, der in dem gnad / len hindern? Kein engel, für bund, Als bundgenos mit herz und stenthum noch tod, Kein hohes, mund Den grossen HErren kind tiefes, keine neth, Kann in demlich ehret: Und wohlthut nur rath ein jota mindern. aus dankbarkeit, Als glied als 3. Die veste gnaden Davids JEsu, stets bereit, Den trägen stehn, Der salzbund nimmerfnächsten auch bekehret. wird vergehn, Durch JESU 5. Wohl dir, o mensch! du blut ist er versiegelt. Obschonſes gut, Der als ein erbe willithut / ein menschenkind betrügt, Der Lied 93. 94. 83 1, Was glaub und lebensregel flust, Du magst dich ihm wohl frey len: Der ist glückselig allezeit, sergeben, Sey gutes muths, er lebt ch mitten in trübseligkeit, Dies in dir, Ein solch gewissen (glaube ade selbst ihm dienen sollen. Imir) Ist immerwährendes wohlNun dann ist dir der weg be=leben. ist, So hab am HErren deine Der im Glauben Freudige. 93. Johann Frank. E=su meine freude, Meines herzens weide, JEsu Ach! wie lang, ach lange, Ist dem herzen bange, Und vermeine zier; GOttes Lamm, mein bräutigam, Ausser die nat nach dir: mir auf erden Nichts sonst liebers werden. unter deinen schirmen Binsmag euch nicht hören, Bleibt den stürmen Aller seindesmier unbewust. Elend, noth. Laß den satan wittern, kreuz, schmach und tod Soll feind erbittern, Mirlmich, ob ich viel muß leiden, Esus bey. Ob es jetzt Nicht von JEsu scheiden. 5. Gute nacht, o wesen! Das die racht und blitzt, Obgleich und hölle schrecken, JEsuswelt erlesen, Mir gefällst du nicht. nich decken. Bute nacht ihr sünden, Bleibet Croß dem alten drachen, weit dahinden, Komt nicht mehr ans licht. Gute nacht, du stolz und des todes rachen, Tro elt dazu! Tobe welt, und pracht, Dir sey ganz du lasterle Ich steh hier und singe, ben Gute nacht gegeben. sichrer ruh: GOttet | 6. Weicht, ihr trauergeister! Dann nimmt mich in acht, mein freudenmeiſter JEſus tritt abgrund muß verstum herein. Denen, die GOtt lieben, sie noch so brummen. Nuß auch ihr betrüben Lauter zu eg mit allen schätzen, Duscker seyn. Duld ich schon hier spott ergötzen, JEsu, meine und hohn, Deñoch bleibst du auch eg mit eitlen ehren, Ichſim leide, JEſu, meine freude. Vom Wort GOttes und der Christlichen Kirchen. a) Von der heiligen Schrift. 94. Joach. Lange. Melod. Psalm 77. Ott, der du das wort des lebens In der bibel nicht ver Lied 95 vergebens Deinen kindern auf der welt Zu betrachte. vorgestellt: Sondern willst, daß wir durch lesen Un durch hören recht genesen: Wann uns schnöder füh2 macht Geistlich hat in krankheit bracht. 2. Aber, ach! an manchem orshören Uns das fleisch nicht u te, Macht zu diesem lebenswortester stöhren, Nimm dich unß Des verderbten fleisches schlußischwachheit an, Daß dein we Lauter eckel und verdruß. Dann recht wurzeln kann da will das licht der augen Zuj 6. Gib uns licht in dem verstande dem lesen gar nicht taugen: Ja | Und zerreiß die knechtschaftsbe die ehren sind verstopft, Wannsde, Wann der wille sich zum zu dein wort an selbe klopft. Deines wortes strecken will. D 3. Und bey so verkehrter weiselmit er in allen dingen Dein Kommert es, daß die seelenspeise, trathschluß zu vollbringen, Un Die doch heil und leben bringt, damit des saamkorns frucht Selten bis ius herze drinat: Weil| Thätig darzulegen sucht es theils die dornenhecken Schnö=| 7. Laß uns nicht mehr an den der sorgen ganz erstecken: Theils pfützen Blosser menschenworte der satan, eh es keint, Wiederitzen, Noch nach solchen büchern aus dem wege räumt. sehn, Die der wahrheit ziel rei 4. Darum laß dichs, HErr lidrehn: Hilf, daß wir hingeerbarmen, Daß der satan an fragen, Was uns diese büche und armen, Wann er an dem gen, Da uns Vater, Sohn und wege steht, So verwegnen raub Geist Weg und steg zum begeht. Laß dichs jammern, mel weist. da die sünden Mehr gehorsam! 8. Nun wir seufzen, flehen, bis bey uns finden, Als dein wort, ten, Vater! hilf fortan verbüten des in der schrift Deines wil=Daß wir nicht, wie sonst geschei leis derkmal stift Dem gepredigt wort verschmäd 5. Darum gieb uns neue her=Sondern, daß wir alle merg b, Die ihr heil nicht selbst Für das bibellesen sorgen: Und verschirzen, Sondern künftigseh' wir zu bette gehn, Sei sich allein Deines wortes kraft wie wir die schrift versteherfreun. Laß im lesen und im b) Von der christl. Kirche. Melod. Ps. 66. I ch lobe dich von ganzer seelen, Daß du auf dieser erdenkreiß Dir wollen eine kirche wählen, Zu dem 85 Lied 96. namens lob und preiß, Darinnen sich viel menschen finden, einer heiligen gemein, Die da von allen ihren sünden Durch Christi blut gewaschen seyn. Du rufest auch noch heut zu ben müssen wir empfangen, Was Daß jedermann erscheinen Christi leiden uns bereit: Im Man höret immer deineßlauben müssen wir erlangen se, Daß nicht dein haus will Der feelen heil und seligkeit. 5. Ach! heilge uns zum neuen den voll: Deswegen schicks auf die ſtraſſen, Zu ladenſleben, Daß wir auf GOttes die man findt! Du willst die ſwegen gehn: Und daß wir nach berufen lassen, Die blind, dem guten streben, Und allen lüsten widerstehn: Ach! wollst die lahm und krüppel sind. runzeln und die flecken, Die uns Du GOtt hast dir aus vie zungen Der völker eine kirch die sünd hat angehängt, Mit der acht, Darin dein lob wird gerechtigkeit bedecken, Die Chriungen, In einer wunder=sstus uns aus gnaden schenkt nen pracht: Die sämmtlich 6. Erhalt uns, HErr! im rechChristo stehen, Als ihrem ten glauben, Noch fernerhin zlichen haupt: Und in ge⸗bis an das end: Ach! laß uns uschaft diß begehen, Wassnicht die schätze rauben, Dein Christ von herzen glaubt. heilig wort und sakrament. ErDie sich nicht auf die werke füll die herzen deiner christen, zu, Weil doch kein mensch Mit gnade, segen, fried und Ött gerecht: Und will sich freud: Wollst sie durch bruder gutes finden, So sind wirllieb ausrüsten, Zur ungefärbten noch böse knecht; Mit glau=einigkeit. )Bittlied um Erhaltung der reinen Lehre und wahren Kirche. 96. D. Mart. Luther. rhalt uns, HErr! bey deinem wort, Und steur der ider=christen mord, Die JEsum Christum, deinen Sehn, Stürzen wollen von seinem thron. beweis dein macht., HErr werth, Gib eintracht deinem volk Christ! Der du der HErr auf erd, Steh uns bey in der letzherren bist, Beschirm dein ten noth, G'leit uns ins leben christenheit, Daß sie dich aus dem tod. 4. Ach HErr! laß dir befohlen ewigkeit. seyn, GOtt heilger Geist, du trösterl. f. 86 Lied 97. seyn Die arm bedrängten christen sein, Die sie machen den chridein: Bey vestem glauben uns er dein. halt, Und reiß uns aus der feind 6. So werden sie erkennen des gewalt. Daß du, unser GOtt, lei5. Ihr anschläg, HErr! zu nicht noch: Und hilfst gewaltig te mach, Laß sie treffen ihr böse er schaar, Die sich auf dich sach; Und stürz sie in die grub hin=sverlassen gar. Zion d) Hofnung der Glaubigen vom Bau und Fall Babels. 97 Melod. Lied 125. Ach! was soll ich sünder 2c. Err! wann wirst du Zion bauen, Zion die geliebt / sta Die sich dir ergeben hat? Ach! soll sie nicht einmal schauen Ihre mauren aufgericht? Ja, der HErr verläßt sie nicht 2. O wann soll die stimm er-bensflügel Können schwing schallen, Da man rufet überall himmel an, Da uns niemand In der auserwählten zahl: Ba=schaden kann bel, babel ist gefallen Mit der 6. Zeichne mit dein hei den stolzen hurenpracht, Die sozeichen Uns, dein velk, Eſu lang war hoch geacht. eigenthum, Schönster satan 3. Höre, wie dein Zion kla=höchster ruhm, So muß get Unter Babels dienstbarkeit, von uns weichen, Weicher Weil Jetzt in dieser finstern zeit muß der sünden kind, Doch du wirst den, der sie wir dein' erkaufte sind. plaget, Stürzen bald durch 7. Ach! wie wird dein volk deine macht, Und vertilgen ba=ldich ehren, Wann es nun ent bels pracht. rissen ist Babels stolz, des th 4. Gib, HErr JEsu! daß wirfres list: Deinen ruhm wird wachen, Und im glauben mun=vermehren, Und in alle ewigkeit ter seyn, Wann du kommst, Dich zu loben seyn bereit. und brichst herein, Mit posau 8. Zion sey dann unbetrübet nen und mit krachen, Zu erlöDie erquickungszeit ist da, Und sen deine braut, Die dir ewig des HErren hülf ist nah: iſt vertraut. lig, der sich ihm ergiebet. Und 5. Drucke uns dein heil'ges vor seinem Heiland kan Stun siegel An die stirne, an diesmen siegeslieder an. hand, Dir zu ehren, uns zum pfand. Daß wir uns durch glauGeiſt en )0 303 Geistlicher Lieder 4. Theil. Einhaltend die zur thätigen GOttesgelehrtheit gehörige Gesänge. Von der Busse und Bekehrung Erkenntniß und Bereuung der Sünden. 98 Joh. Angelus. Melod. Psalm 91. 4 ch weh! ach weh! wo soll ich hin Für meinen grossen Wo wird mein geist und todter sinn Das leben wieder an= den? Wer gibt mir eine thränenfluth, Daß ich den? nein leid beweine? Wer hizt mein herz mit andachtsglut und macht mich wieder reine? Ich hab des Schöpfers schön= mit furcht geehret, Noch auch bild, Mein arme seel befle=womit er mich begabt, Sein ket, Mein herz mit greueln an=schönes pfund, vermehret. t, Darin es jetzt noch stecket: 5. Ich hab, wie ein verstocktes hab mich von der herrlich=kind, Sein Vaterherz verlasIn schmach und spott ge=sen, Ich hab gelaufen wild und Ach weh, ach weh, o herze⸗blind, Auf aller bosheit ſtraſſen. Ich habe meine pflicht und schuld Daß ich mich so verstellet. Ach weh! ich habe mich von Ihm, leider! nicht erwiesen, u, Dem höchsten gut, ge⸗Noch für die väterliche huld et, Und durch die sünd den Jhn dankbarlich gepriesen. 6. O schnödes gift! o sünden ſien tod, Mein wohlſeyn ſelbſ hret! GOtt hab ich nicht, wielſchlamm! Wie haſt du mich gesellt Von herzengrund gelie=zernichtet, Und meinen schatz, Noch ihm zu lob, wie er ge⸗ſdas GOtteslamm, Erbärmlich Im guten mich geübet. hingerichtet: Es ist für mich Ich hab dem GOtt dersaus grosser huld. Am kreuzeslichkeit Sehr lau und kaltstamm gestorben, Und ich hab enet, Und ihm die ganzesmich aus eigner schuld, Zu enszeit Nicht recht durch seiner schmach verdorben. versühnet: Ich hab nicht 7. Wem soll ich nun mein herzeauf ihn gehabt, Ihn nicht leib, Und grossen jammer klagen: Wenn F 4 88 Lied 90. Wem soll ich meine traurigkeit, Vergib, v HErr! vergib es mit Und ew'gen schaden sagen? Ich, Aus brunstigem gemüthe. ich bin selbst mein seelengift, Ich 11. So du willst ins gerie hab mir selbst, was mich jetzt gehn, Und nach verdienste trift, Das übel auserlesen. schen, Wer ist, der vor dir 8. O höchste güt, o grosser GOtthbestehn, Und sich dem Zu dir wend ich mich wieder, Dir entbrechen? Die himmel klag ich meines herzens noth, Vor nicht rein vor dir, Und der de dir werf ich mich nieder Dir ruftheil'gen alle: Vielmehr ich zu, dich schrey ich an: Vergibmensch, das sündenthier, O mir meine sünden, Du bists al=so geneigt zum falle. lein, der helfen kann, Und mich 12. Schau an, schau deine vom tod entbinden. ein'gen Sohn, Der meine 9. Es ist mir leid, was ich schwachheit träget, Der meiEi gethan, Und was ich misge=pein und sündenlohn handelt: Es reut mich, daß ich selbst hat aufgeleget: Schon auf der bahn Der fünder hab wie er an des kreuzesholz gewandelt. Ach! daß ich doch schmach ward angeschlagen, D mein herz und sinn Von dirler sich ließ für meinen stolz hinweggewendet, Und auf die |O wunderdemuth! plagen schnöde welt nur hin Den lie= 13. Ach! laß forthin mich nim besblick geſendet. nermehr Aus deinen we10. Es ist mir leid, ich bin nicht schreiten: Ach! laß mich dem werth, Dein kind und knecht zusnamens ehr Mit allem flei heiſſen: Viel eh verdien ich, daß ausbreiten: Laß mich dich lieber die erd Sollt unter mich zerreis=mehr als mich, Laß mich im sen. Jedoch vergib, ich schrey zulleib und leben Zu deinem dir, Vergib aus grosser güte, |williglich, Wann du's begehrt aufgeben. b) Bußfertige Bekenntniß und Abbitte der Sünden. 99. Joach. Neander Melod. Lied 70. Allein zu dir HErr JEsu Christ, ꝛc. ch schäme mich vor deinem thron, Du prüfer aller Verschone doch, o menschensohn! Ich bin voll sünd herzen; Erbarme dich, und nimm mich an, Du bi schmerzen! allein, der helfen kann: Geh ja nicht mit mir ins ger Verstoß mich nicht, Denn mein gemuth für angst zerbr Lied 100. 3. Wann ich betrübt zurückge=war wider dich, Mein eigen herz tak An meiner kindheit jahre; verführte mich, Ich brachte beld ich mich aufrichtig kränk, sünd und gräal zu hauf, Von ich so eitel wäre, Jch lief mit jugend auf War ganz verderbt sem unverstand, Dein wille mein lebenslauf. 5. Mit jahren wurd die sünde a mir uabekant, Das böse wust fallzuwohl, Ganz blind und toch groß, Brach aus gleich wasserht ich das maaß der sünden sluthen, Gleich wie ein pferd, ell. das zäumeloß, Nicht achtet 3. Wann mich die ruth zumsspor und ruthen: In hofart, neid und üppigkeit, Wild und guten trieb, That ichs doch wie wir willen Aus furcht der straf, unbändig jederzeit, Unreine herd nicht aus lieb. Must ich denzenslust mich trieb Von deiner lieb; O HErr! die sünden mit im erfüllen: Ich sollt in weiß vergieb. wachsen auf, Und fangen an 6. Der sünd von meiner jugend glaubenslauf, In gnad und ter nehmen zu, Zur seelenruh; auf, Und frechen übertrettung, de h HErr! was ich that,! Gedenke nicht, zu dir ich lauf, HErr! meiner seelen rettung. issest du. Ich konnte meiner boßheit | Loͤsch aus, HErr JEsu! durch Mit lügen schön bedecken: dein blut, Und mach das schuldkleine herz war voller register gut: Viel mächtiger ist wenk, Mich konnte nichts ideme gnad, Ais meine that, schrecken: Mein ganzes thun Die deinen Geist betrübet hat. c) Zuflucht zum Gnadenthron. Joh. Goldel. 100 ch GOtt und Herr! Wie groß und schwer Sind ein begang'ne funden: Da ist niemand, Der helfen kam, In dieser welt zu finden tief ich gleich weit Zu die= schone dort, Und laß mich hie zeit Bis an der welt ihr wohl büssen. 2, Und wollt loß seyn Des 5. Gib, HErr! geduld, Verzes mein, Würd ich dochsigib die schuld Gib ein gehorsam herze: Laß mich nur nicht, nicht wenden. Zu dir flieh ich, Verstoß Wies oft geschicht, Mein heil nicht, Wie ichs wohl habtmurrend verscherzen. ienet. Ach GOtt! zürn 6 Handel mit mir Wies dünket bt! Geh nicht ins g'richt, dir, Durch dein gnad will ichs leiin Sohn hat mich versöhnet. den, Laß mich nur nicht Dort eSolls ja so seyn, Daß strafwiglich Von dir seyn abgescheiden. 7. Gleichwie sich fein Ein vöpein Auf sünden folgen müs F 5 So fahr hie fort, Und 90 Lied 101. gelein Jn hole bäum verstecket, 9. Darin ich bleib, Ob hie Wenns trüb hergeht, Die luft un-leib Und seel von ander scheidstät Menschen und vieh er=So werd ich dort Bey dir, mei ſchrecket. hort, Seyn in ewigen freude 8. Also, HErr Christ! Meinl 10. Ehre sey nun GOtt V. zuflucht ist Die höle deiner und Sohn Dem heil'gen wunden: Wenn sünd und todßusammen: Ich zweifle nie Mich bracht in noth, Hab ich Weil Christus spricht: mich drein gefunden. gläubt, wird selig, amen. 101 Barth. Ringwald Mel. Lied 68. Wo soll ich hin, wer hilfet, ꝛc. Err JEsu Christ, du hochstes gut, Du brunnquell Sieh doch, wie ich in meinem muth Mit schmerz der genaden, Und in mir hab der pfeile viel, Die bin beladen: gewissen ohne ziel Mich armen sünder drücken. 2. Erbarm dich mein in solcher wollte gern im blute dein last, Nimm sie aus meinem her=sünden abgewaschen seyn, zen: Dieweil du sie getragen hast David und Manasse. Am kreuz, mit todesschmerzen, 6, So komme ich zu di Auf daß ich nicht mit grossem hie In meiner noth geschrit weh In meinen sünden unter=Und thu dich mit gebeugeh, Und ewiglich verzage. knie Von ganzem herzen bitte 3. Ach GOtt! wann mir das Vergib mir doch genädiglich kommet ein, Was ich meintas Was ich mein lebtag wie begangen, So fällt mir aufsich Auf erden hab begane mein herz ein stein, Und bim 7. Ach HErr mein GOtt, vermit furcht umfangen: Ja, ich mirs doch, Um deines namen weiß weder aus noch ein, Und willen, Und thu in mir das schw müste gar verlohren seyn, Wennre joch Der übertretung stille ich dem wort nicht hätte. Daß sich mein herz zufriedens, 4. Dein heilsam wort mir aber Und dir hinfort zu ehren leb sagt: Das alles wird vergeben, kindlichem gehorsam. Was hier mit thränen wird be= 8. Stärk mich mit deinem klagt, Und nichts soll schad'n dengeist, Heil mich mit den am leben; Dieweil es alle gnad wunden, Wasch mich mit verheiſt Dem, der damit zer=nem todesſchweis. In meiknirschtem geist Im glauben zu letzten stunde; Und nimm dir kommet. denn, wenn dirs gefällt, 5. Und weil ich dann in meinem wahrem glauben aus der weh Inn, Wie ich zuvor geklaget, Zu deinen auserwählten. 102 Auch ein betrübter fünder bin, Dem sein gewissen naget: Und 91 102. In voriger Melodey. Vater der barmherzigkeit! Ich falle dir zu fusse, Verstoß den nicht, der zu dir schreyt, Und thut noch endlich busse: Was ich begangen wider dich, Verzeih mir alles gnädiglich, Durch deine grosse gute. Durch deiner allmacht wun=sverderben: Bitt du den Vater, rthat Nimm von mir, was daß er mir, Im zorn nicht loh ich quälet; Durch deine weiß=sne nach gebühr, Wie ich es eit schaffe rath, Worinnen hab verschuldet. sonst fehlet: Gib willen, 5. O heilger Geist! du wahttel, kraft und stärk, Daßres licht, Regierer der gedanmit dir all meine werk An⸗ken, Wenn mich der sündenlast anficht, Laß mich von dir nicht nge und vollende. JEsu Christe! der du wanken: Verleih, daß nun noch Am kreuze für mich ar=nimmermehr Begierd noch wolGetragen aller sünden last lust, geld und ehr In meinem 1 meiner dich erbarmen. herzen herrsche. vahrer GOtt! o Davids 6. Und wann mein stündlein n! Erbarm dich mein, und kommen ist, So hilf mir treuverschon, Sieh an mein lich kämpfen, Daß ich des sataus trug und list Durch Christi glich rufen. aß deiner wunden theures sieg mög dämpfen: Auf daß mir Dein todespein und ster=krankheit, angst und noth, Und Mir kommen kräftiglich dann der letzte feind, der tod, gui Daß ich nicht muß Nur sey die thür zum leben. d) Absagung der Sünden. 103. Melod. Psalm 42. eg ihr eiteln eitelkeiten! Bleibt fortan mir unbeIch bereue tag und zeiten, Die ich sonst auf euch geWann ich nun zurücke geh, Und mein voris bandt: sen seh, Schlag ich meine augenlieder Ganz beschämt traurig nieder. 2. Was Lied 104 2. Was ich ernstlich sollte hassen 5. Weich von mir auf jetzt Als ein gift, das mich erstickt: ewig, Welt, mit deiner zier Was ich sollte billig lassen, pracht! Bey dir wird wohl Daran hab ich mich erquickt: uer selig, In der tiefen la Finsterniß war mir ein licht: nacht: Sey willkommen hinzu Was ich sollte, thät ich nicht: lust, Allerfußte JEsus bru Ich lief mit verwirrten sinnen, ein tröpflein deiner gnaden, Nichts, als böses, zu beginnen. len meiner seelen schaden. 3. Seyd verflucht ihr eitlen 6. Ich vergeß nun alle freud stunden, Da ich mich zu eurer Die mir diese welt gezeigt gunst So bethört hab eingefun=denk an dein schmerzlich den. Eitler schatten! eitler dunst! Das auch mir zum trost gereiSey verflucht, und komme mir Laß in meines herzen Nimmer, nimmer wieder für! Dein gedächtniß ewig Nun entsag ich allen lüsten, Die Alle sünde sey verfluchet, mein armes herz verwüsten. sus nur allein gesuchet. 4. Fleisches kitzel, sanftes leben, 7. Nimm diß opfer meine Augenlust und hofartsgreul: len, O mein JEsu! gnät Dem ich mich bisher ergeben Laß in deinen wundenh laFlieht von mir, verschwind't in Mich vollenden meinen eil: Augen, herze, sinn und hand, Rechne nicht, was ich gethr Fasset an ein ander pfand, Das Siehe mich mitleidig an: nicht zeit und leid verzehret, Und denk mein, als eines armein ewigkeit bewähret. Mit genad und viel erbarme e) Neuer Vorsatz. 104 Melod. Psalm 42. 2 uf! mein geist, du hast gelaufen Lang genug Willt du nicht zum teufelshaufen, So schwing sündenbahn, JEsus ladet in sein haus, Will daselb himmel an; theilen aus Heil, gnad, und was mehr erquicket nur recht ꝺazu geſchicket. 2. Wohl! ich komm und fühl kannst nicht ergetzen den schaden, Darein ich gesetzet 3. Meiner sünden zentw. bin; Könnt' ich nun in thränen gen, Wie der wellen teilt baden, Ach! was gäb ich nicht Mich zu tausend trüm drum hin: Eitles wesen, sey schlagen, Und ertödten verflucht, Das ich bisher sehr muth. Mein herz ist versucht: Welt und lust mit bedrängt, Und in kummer deinen schätzen, Weg nur, du Lied 105. 93 zwannt: Ach! mein JEsu zufdes willen Thu hinfort mein ir kehre, Eh ich mich in angst zagen stillen. rzehre. 6. Mag ein mutterherz wohl Denn vor dir fall ich jetzt fassen Was den kindesnamen der, Sagend, daß ich seyshat? Wie wollst du denn mich knecht, Welcher dir das verlassen, Wegen meiner übelso gab wieder, Ohne wucherſthat? Nein, derſelben ernſtet chlecht: Willt du ins ge=lleid, Machet, daß du bist begehn? Wie wollt ich vorfreit, Mich schon wieder zu beſtehn? O ihr berge mich umarmen, Und dich meiner zu cket, Und ihr gruften inzerbarmen. stecket. 7. O glückselig denn die stunGroß bist du von gut und den, Die zur buß sind angewandt, Nicht dem, welcher ohne Neu an JEsum mich verbunden, Sondern denen, die mit Bringe mich in ruhestand: Nun Suchen deiner gnaden ich sodom bin entführt Soll nicht Drum nicht straf in dei=werden mehr gespührt, Jrdisch grimm, Lenke ab die don⸗leben, blinde werke, JESU! stimm. Und um deines ei=lmeinen vorsatz stärke. Vom Leben der Bundgenossen GOttes. Von guten Werken und christlichen Tugenden insgemein. tlied um einen vorsichtigen Wandel in aller Gottseligkeit und ehrbarkeit. 10 Joh. Heermann. GOtt! du frommer GOtt! Du brunquell guter Ohn dem nicht ist, was ist, Von dem wir alles eben Gesunden leib gib mir, Und daß in solchem ben. Ein unverletzte seel Und rein gewissen bleib. daß ich thu mit fleiß, kein unnützes wort Aus meinen mir zu thun gebühret, jmunde gehen, Und wann in meimich dein befehl In mei=jnem amt Ich reden soll und muß, lande führet, Gib, daß | So gib den worten kraft Und thu bald, Zu der zeit, machdruck ohn verdruß soll, Und wann ichs thu, | 4. Findt sich gefährlichkeit, So Daß es gerathe wohl. flaß mich nicht verzagen; Gil daß ich rede stets, einen heldenmuth, Das kreuz ich kann bestehen, Laßl hilf 04 Fied 106. hilf selber tragen: Gib, daß ich seele nimm zu dir Hinauf meine seind Mit sanftmuthdeinen freuden: Dem leib überwind, Und wann ich rathfräumlein gönn Bey frem bedarf, Auch guten rath erfind. schriften grab, Daß ich zur 5. Laß mich mit jederman Inſhe komm Von aller arbeit 8. Wann du die todten fried und freundschaft leben, So weit es christlich ist, Willt du mir An jenem tag erwecken etwas geben, An reichthum, hab thu auch deine hand Zu meingrab ausstrecken. Laß hören den und gut, So gib auch diß da bey, Daß von unrechtem gutstimm, Und meinen leib weck auf Und führ ihn dann verklärt Nichts untermenget sey 6. Soll ich auf dieser welt Meinsauserwählten haus. 9. GOtt Vater! dir sey pre leben höher bringen, Durch man chen sauren tritt Hindurch ins Hier und im himmel oben alter dringen, So gib geduld, GOtt Sohn, HErr Is für sünd Und schauden mich beChrist Ich will dich allzeit lobt wahr, Auf daß ich tragen mag GOtt heilger Geist, dein rund Mit ehren graues haar. Erschalle mehr und mehr 7. Laß mich an meinem end, HErr! dreyeiniger GOtt! Di Auf Christi tod abscheiden, Dielsen lob, preiß und ehr Bitte um Wachsthum und Fortgang in der Heiligung und christlichen Tugenden. 106. Mel. Lied 105. O GOtt! du frommer GOtt. erzallerliebster GOtt, Der du mir dieses leben Leib, seele und vernunft Aus gnaden hast gegeben Regiere ferner mich Durch deinen guten Geist, in allem thun Mir kraft und beystand leist. 2. Hilf, daß ich weit entfernt (deiner wahren liebe, Und Von fleischeslüsten bleibe, Hin= daß ich zugleich Am nächgegen emſiglich Des Geiſtesbe übe. Verleihe mir werke treibe, Und gute ritter⸗Wann trübsal bricht her ſchaft Ausübe, auch dabey In/Und hilf, daß ich im glück hofnung immer stark Und vestmüthig möge seyn gegründet sey. 5. Verleihe, daß ich stets 9 3. Gib, daß ich als ein Christ, deinem reiche ringe, Nach Christi stimm mich beuge, dein segen sich Zu mir her Und meine ohren stets Zu seiner ter dringe. Wer nach dem er lehre neige Im glauben stärkeigen Vor allen dingen trach mich, Daß ich der argen welt Der wird auch wohl mit de Nicht folge, wann sie mich Von Was zeitlich ist, bedacht. deinem wort abhält. 6. Haß, falschheit, über 4. Entzünde du mein herz Mit Lied 87. 95 und heucheley darneben, Laß ja Du wollest meine burg, Und mir nicht seyn In meinem schutz in nöthen seyn, Wann ich zen leben. List, unrecht, fre= in meinem amt Ausgehe oder ein. geiz, Und unbarmherzig=| 8. Zuletzt erlöse mich Von Sey ferne weg von mir, allem kreuz und leiden, Und GOit! zu aller zeit. wann ich soll einmal Von dieMit deiner rechten hand, ser welt abscheiden, So stehe wellest du mich leiten, du mir bey Mit deiner gnadenschützen tag und nacht, hand, Und führe mich hinauf meine tritt nicht gleiten: Ins rechte vaterland. um Glauben, Liebe, Hofnung, Sanftmuth, Demuth und Beständigkeit. 107 Joh. Heermann. Mel. Psalm 91. ilf mir, mein GOtt, hilf, daß nach dir Von herUnd ich dich suche mit be=gier, Wann mir sen mich verlange, Verleih, daß ich mit freuden dich angst und bange. meiner angst bald finde. Gib mir den sinn, Daß ich tän. Meid alle schand und fünde. daß ich stets mit reuffartsdorn, Und mich zur demerz Mich deiner gnadtmuth führe: Was noch von hab immer ein zerknirsch= und Sich in mir sind, Das In wahrer husse lebe: wollest du aussegen: Laß alleerschein, Herzlich be=zeit Trost, fried und freud, meine missethaten: Sich in mir armen regen. nde fein Laß milde seyn] 5. Den glauben stärk, die lieb ärftigen zu rathen. serhalt, Die hofnung mache lust des fleisches dämpf feste, Daß ich von dir nicht Daß sie nicht über=wanke bald, Beständigkeit ist Rechtschaffne lieb und beste. Den mund bewahr, Daß Durch deinen Geistnicht gefahr, Durch ihn mit Daß ich in noth Bis werd erwecket. Speiß ab den Dich und dein wortleib, Doch daß er bleib Von Mich auch kein trutz, geilheit unbeflecket. gennutz, Von deiner 6. Gib, daß ich treu und fleißig trenne. sey In dem, was mir gebühret: üte mich für grimm und Durch ehrgeiz, stoß und heuherz mit sanftmuthscheley Nicht werden mag ver§ aus den schnöden ho=führet. Leichtfertigkeit, Haß, zauh 96 Lied 108. zank und neid Laß in mir nicht trete: Den armen hofe mit verbleiben: Verstockten sinn, that: Für feind und freund Und böß gewinn Wollst fernelbete: Dien jederman, So vid kan: Das böse haß und m von mir treiben. 7. Hilf, daß ich folge treuen Nach deinem wort, O höt rath, Von irrthumsmeynung hört Bis ich von hinnen scheib) Von der Liebe zu JEsu Paul Gerhard. 108 Mel. Lied 78. Ich ruf zu dir, HErr JEsu Christ, 2c. C JEsu Christ! mein schönstes licht, Der du in de So hoch mich liebst, daß ich es nicht Aussprechen kan ner see-len Gib, daß mein herz dich wiederum, B noch zählen. lieben und verlangen Mog umfangen, Und als eigenthum, Nur einzig an dir hannen. 2. Gib, daß sonst nichts insins herzensgrund. Auch ris meiner seel Als deine liebe wol und verwunden. 5. Dein blut, das dir vers ne. Gib, daß ich deine lie vard, Ist köstlich, gut und rei erwähl, Als meinen schatz un krone. Stoß alles aus, nimm Nein herz hingegen köͤser und hart, gleich einem steialles hin, Was mich und die will trennen, Und nicht gönnen, O laß doch deines blutes zwin Daß all mein thun und sinn, | Mein hartes herze In deiner liebe brenne. Wohl durchdringen, Und benssaft. Zu deiner lieb mi3. Wie freundlich, selig, lieb und schön Ist JEsu deine liebe; ringen. 6. O! daß mein herze offen Wann diese steht, kann nicht und fleißig möcht auffangen / eutstehn, Daß meinen geist betrübe. Drum laß nichts andere tröpflein bluts, die meine denken mich, Nichts sehen, Im garten dir abdrangen. fühlen, hören, Lieben, ehren daß sich meiner augen Als deine lieb und dich, Der luft mit, und mit viel du sie kauft vermehren. Heine thränen Veroͤss 4. Mein Heiland! du bist mit hun Die sich in liebe 7. Ach! zeuch, mein liebste. zu lieb In noth und tod gegan gen, Und hast am kreuz, als wie nach dir, So lauf ich ohn verein dieb Und mörder da gehan sen: Ich lauf, und will begier. Jn mei iem kerzen sich gen, Verspott, verspeyt, und sei Ich will aus deines mundverwundt; Ach! laß mich dein wunden. Alle stunden Mit lielt den süssen trost empfinden, Lied 109. sünden, Und alles unglück deine lieb entzeuchst, Ist all mein Kann leichtlich überwinden. [gut verlohren. So gib, daß ich Mein trost, mein schatz, meinsdich, meinen gast, Wohl such, t, mein heyl, Mein höchstes und bester massen Möge fassen und leben, Ach! nimmstund, wann ich dich gefaßt, In ich auf zu deinem theil, Dir ewigkeit nicht lassen. ich mich ergeben! Dann 12. Du hast mich je und je geser dir ist lauter pein, Ichsliebt, Und auch nach dir gezohier überalle, Nichts dannigen: Eh ich noch etwas guts ge Nichts kann mir tröstlich übt, Warst du mir schon gewon, Nichts ist, das mir gefalle. /gen: Ach! laß doch ferner, edlet Du aber bist die rechte ruh, hört, Mich diese liebe leiten, dir ist fried und freude: Gib, Und begleiten, Daß sie mir im Esu! gib, daß immerzu Meinjmerfort Beysieh auf allen seiten in dir sich weide. Sey meines 13. Laß meinen stand, darin im, und brenn in mir: Meinsich steh, HErr! deine liebe zieam, wollest eilen: Lindern, iren, Und wo ich etwa irre geh, Den schmerzen, der allhier | Mich bald zurechte führen: Laß seufzen macht und heulen. sie mich allzeit guten rath Und Das ist, o schönster! das ich rechte werke lehren, Steuren, In deiner liebe habe? Sielwehren, Der sünd, und nach der atin stern, mein sonnenlicht, that Bald wieder mich bekehren. in quell, da ich mich labe, Mein 14. Laß sie seyn meine freud im wein, mein himmelbrod, leid. In schwachheit mein vermöin kleid vor GOttes throne, gen, Und wann ich nach vollbrachne krone, Mein schutz in aller, ter zeit; Mich soll zur ruhe legen, Nein haus, darin ich wohne. Alsdann laß deine liebestreu, Ach, liebster HErr! wann HErr JEsu mir beystehen, Und zweichst, Was hilft mir geschehen, Daß ich getrost und gebohren? Wann du mir frey Mög in dem reich eingehen. Des JEſusliebenden Seligkeit. Joh. Heermann. 109. Mel. Wie schön leuchtet der morgenstern. ꝛc. JESU, JEsu, GOttes Sohn! Mein bruder und Du weissest, daß ich rede wahr, Vor dir ist algnadenthron, Mein schatz, mein freud und wonne; Und klä= rer als die son= ne; onnen = klar, Mit gefallen Dich vor allen: Nichts zlich. Lieb ich rden Kann und mag mir lieber werden. ist mein schmerz, die gnug kann lieben dich, Wie ich dich (ⵠⴶ mich, Daß ich nicht Lied 110 dich lieben wollte; Ich werd von gehört, Kein mensch gesch tag zu tag entzündt, Je mehr noch gelehrt, Er kans mein ich lieb, je mehr ich find, Daß beschreiben, Was denen d ich dich lieben sollte. Von dir für herrlichkeit Bey dir, um Laß mir Deine eüte Ins ge=von dir ist bereit, Die in muthe Lieblich fließen, So wird liebe bleiben. Grundlich sich die lieb ergiessen. sich Nicht erreichen, Noch 3. Gib, Js su! daß ich treff das gleichen Den weltschätzen A ziel, Daß ich, so viel ich soll und alsdann uns wird ergetzen will, Dich allzeit lieben könne; 6. Drum laß ich billig diß alle Nichts auf der ganzen weiten O JEsu! meine sorge seyn, welt, Pracht, wollust, freude, ich dich herzlich liebe: Daß ich ehr und geld, Wann ich es rechtsdem, was dir gefällt, Und besinne, Ken mich, Ohn dich dein klares wort vermeldt, Gnneſam laben, Ich muß haben liebe mich ſtets übe: Bis Reine liebe, Die tröst't, wann Endlich Werd abscheiden Unich mich betrübe mit freuden Zu dir kommen 4. Denn wer dich liebt, den Aller trübsal ganz entnommen liebest du, Schafst seinem her=| 7. Da werd ich deine süßigkeit zen fried und ruh, Erfreuest sein Das himmlisch manna allen gewissen. Es geh ihm, wie es In reiner liebe schmäcken: U woll, auf erd, Wann ihn gleichstehn dein liebreich angesicht? ganz das kreuz verzehrt, Soll erfunverwandtem augenlicht. doch dein geniessen, Im glücklalle furcht und schrecken. Reich Ewig Nach dem leide, Grosselich Werd ich Seyn erquich freude Wird er finden: Alles Und geschmücket, Vor dem trauren muß verschwinden. throne, Mit der schönen him5. Kein ohr hat jemals diß melskrone. Der JEsum Hochschätzende, und die Welt mit aller ih Herrlichkeit Verachtende. 110. Melod, Psalm 140. ch! sagt mir nicht von gold und schätzen, Von pl und schonheit dieser welt: Es kann mich ja kein ding göhen, Was mir die welt für augen stellt. 2. Die welt verseht mit ihren meine augen weide, Und finde lüsten, Des fleisches schönheit was mein herze stillt dauret nicht, Die zeit kan alles 4. Er ist allein mein licht u des verwüsten, Was menschen leben, Die wahrheit selbst, hände zugericht ew'ge wort: Er ist mein stamm 3. Nein JEsus ist nur meine und ich sein reben, Er ist freude, Meyj cold, mein schatz, seelen fels und hort. mein schönstes bild, An dem ich Lied 111. 112. 5. Er ist der könig aller ehren, um ihn zu finden, Verbleichet er ist der HErr der herrlichkeit und veraltet nicht. erkann mir ewigs heil bescheren, 8. Er kan mich himmel hoch und reiten mich aus allem leidnerheben, Und seiner klarheit Sein schloß kan keine macht machen gleich: Er wird mir so erstöhren, Sein reich vergeht viel schätze geben, Daß ich werd nicht mit der zeit; Sein thron unerschöpflich reich. übt stets in gleichen ehren, 9. Muß ich gleich hier sehr viel den nun an bis in ewigkeit entbehren, So lang ich wandre 7. Sein reichthum ist nicht zu in der zeit, So wird ers mir gründen: Sein allerschönstes doch wohl gewähren, Im reiche gesicht, Und was von schmuck seiner herrlichkeit. c) Vom Vertrauen auf GOtt. 111 Sigm. Weingärtner. Mel. Lied 85. Wo soll ich fliehen hin, ꝛc. f meinen lieben GOtt Trau ich in angst und noth kann mich allzeit retten Aus trubjal, angst und nöthen. Steht all's in seinen händen Nein unglück kan er wenden mich am kreuz gestorben, Hast Ob mich mein sünd ansicht, mir das heyl erworben: Auch ich verzagen nicht, Auf uns allen zugleiche. Das ewig hrisium will ich bauen, Und himmelreiche. zu allein vertrauen: Ihm will 5. Erhöre gnädig mich, Mein mich ergeben. Im tod und treſt! das bitt ich dich, Hilf mir am ch im leben. Ob mich der tod nimmt hin letzten ende, Nimm mich in dei ſterben mein gewinn, Denn ne hände: Daß ich ſelig abſcheide istus ist mein leben, Dem Zur himmelischen freude 6. Amen zu aller stund, Sprech ich mich ergeben; Ich stei oder morgen, Mein seel ich aus herzengrund, Du wollest uns ja leiten, HErr Christ! zu aler versorgen. mein Herr JEsu Christ: Jeitzeiten, Auf daß wir deinen nadu so g'duldig bist; Furmen, Ewialich preisen, amen. 301. der Gelassenheit und Zufriedenheit in GOtAlbrecht, Margaraf zu Brandenburg 112. Melod. Psalm 91. — as mein GOtt will, gescheh allzeit, Sein wille Zu hel=fen ist er dem be=reit, Der an ihn 100 Lied 113 ist der be= sie, Er hilft aus noth, Der fromme GOt gläubet ve-ste, Er tröstet ohne massen; Wer GOtt vertraut, Best ihn baut, Den will er nicht verlassen. 2. GOtt ist mein trost und zu=Mein arme seel Jch GOtt beversicht, Mein hofnung und mein In meiner letzten stunde: leben: Was mein GOtt will, frommer GOtt! Sünd höll undas mir geschicht, Will ich nichtstod erast du mir überwunden widerstreben: Sein wort ist wahr, 4. Noch eins, HErr! will ic Denn all mein haar Er selber hatsbitten dich, Du wirst mirs nicht gezählet: Er hüt und wacht, versagen, Wann mich der bei Stets für uns tracht, Auf daß geist ansicht, Laß mich ja nicht uns ja nichts fehlet. verzagen. Hilf du und weht, 3. Muß gleich ich fünder von der Ach GOtt mein HErr! Zu Was du welt Hinfahrn in GOttes willen, iren deinen namen: Zu meinem GOtt, wenns ihm ge=zusagst, Das hältst du vest fällt, Will ich ihm halten stille, Drauf sprech ich frölich: Amen. Ergebung unter GOttes Willen 113. 2 ohl dem menschen, der von herzen, Alles, ihn über-fällt, In des Höchsten hände stellt nicht mit verborgnen schmerzen Seines unglucks tru nacht Trüber macht 2. Dann es ist doch nur ver=für alles sorge trägt, Sorgeta gebens, Daß der menschl, der für dein gelücke, Deine stu sterklich ist, Immer sich mit kommt auch wohl, Wann sie so sorgen frist; Weil der stifter 5. Ist dir mancher überleunsers lebens, Alles, wie es muß Der es nicht verdienet hat, Glageschehn, Vorgesehn. be, GOttes dunkler pfad, 3. Wann der himmel dich will seg=weit von unsern wegen: Und nen, So empört die erde sich Nur ist doch alles gut, Was er vergeblich wider dich: Soll was 6. Haſt du angſt für boͤſen widries dir begegnen, Wirst du ten, Jhre boßheit, die ihm mit widerstehn, Nicht ent=kränkt, Ist mit GOttes med gehn umſchränkt: Will dich 4. Sehr dein zeitlich heil zurück. Werde nicht zu sehr bewegt, Der Lied 114. 115. 101 d tod bestreiten, Wafnet erdhöchsten hand, Was er dich hat hölle sich Wider dich. zuerkannt; Schicke dich auch Wisse, wen die allmachtlwohl zum leiden, Schweige gern ützet, Den zerschlägt kein don= zu allem still, Was GOtt will. knall, Ob der dicken wolken] 9. GOtt weiß alles wohl zu all Gleich mit flamm und kei=lmachen, Darum, wer sich stei en blitzet, Ja, ob gleich die gan=lund west Auf desselben huld veræelt Bricht und fällt. läßt, Und sich gern in allen Drüm ergieb dich GOttssachen Unter seinen willen biegt freuden, Warte von des Lebt vergnügt. Von der Selbsterkennkniß und Demuth. 114 Joach. Neander. Mel. Lied 71. Zeuch mich, zeuch mich, ꝛc. as erhebt sich doch die erde? Was ruhmt sich der O, daß doch erniedrigt werde Je=der=man, der vürmen speiß? Daß der rechte ruhm gebühret Niemand, ses weiß; als den JEsus-führet. Lühme dich denn in dem dem lob, das du nur bist, O HErt tren, O du schwaches men=JEsu! ganz alleine, Du, du nkind: GOtt allein wird dir bist es, den ich meine. ren Solches lob, das kei= 5. Denn darum ist niemand indt, Als nur der, so recht tüchtig, Daß er selbst sich loben nnet, Und von herzen kann, Gar nicht; dieser ruhm nennet. ist flüchtig. Wie der wind vor tege dich zu JEsu füssen Mit jedermann; Selig ist nur der rossen sünderin, Weine, zu nennen, Welchen GOtt such mit küssen, Mit zer= der HErr wird kennen. tem herz und sinn, JEsuf 6. O mein Schöpfer, mein Eri lieb zu stehlen, Dich in halter! Lobe du mich nur allein, Sey du meines guts verwalter, zu vermählen. So, so hast du recht erlanget Daß mir ewiglich wird seyn. Ob ruhm, der ewig ist, Wohl schon welt und teufel tobet, Gnug seelen, welche pranget Mit ist mirs wenn GOtt mich lobet. Der Hofart hassende Christ. 5. 11 Joach. Neander. Melod. Psalm 140. Schande! daß der staub nach pralet, Der leichtG 1 102 Lied 116 117 stäubet für dem wind; Im augenblick er oft bez Der sünden sold, und stirbt geschwind. 2. O thorbeit! daß die blumesstiglich zu siehn; Bald fällst meinet Zu blühen lang mit stol=ein, bedenks, ich bitte, Eh du zem pracht; Des morgens sie meynst, kan das geschehn. vortreflich scheinet, Des abends 5. O trägheit! daß du nicht liegt sie schon veracht't. kennest, Du seyst ein schatte, 3. O blindheit: daß der dampfund wind. Mit wahrheit du die zu bleiben. In freyer luft sich nichtes nennest, Du leichtes blatt bildet ein! In einem huy kan du eities kind. ihn vertreiben Der warmen son- 6. O elend! GOtt dir widerste nen klarer schein. Wo du mit trotz dich bläfest an 4. O schwachheit! daß die lei=Hoffärtigen GOtt gegen geh mern hütte. Noch vorgiebt, ve=Ach fünder! sunder merke drauf e) Von der Selbstverläugnung 116. Joach. Neande Melod. Psalm 100. C starker GOTT! o seelenkraft! O liebster HE o lebenssaft! Was soll ich thun, was ist dem w Gebeut, ich will dir halten still. 2. Ich kan ja nichts, das weist, Fleuß doch in meine seel hin du wohl, Auch weiß ich nicht, Ey kehre bey dem fünder ein was ich thun soll; Du kannst 5. Die zeit ist böß und fal allein verrichten dies, Du weistvoll, Ich weiß nicht, wie es auch allein gewiß. leben soll; Du bist ein 3. Rath, kraft, held ist nie der groß von rath, Du bist mand als du; Rath giebest du in GOtt, der stark von that stiller ruh; Kraft bist du auch 6. Was willt du, HErr! das in höchster noth; Held ist deinige mir: Ich klopf, ach! thu nam, o wunder GOtt! auf die thür: Ich ruf und schon 4. Du fels des heyls erhalte mich| du hoͤrst es wohl, Was will: Du lebensstrom, fleue mildiglich, HErr! daß ich thun soll Verläugnung eigener Weisheit. 17. Joach. Neander Mel. Lied 71. Zeuch mich, zeuch mich, ꝛc. 2 W es mit allem was da scheinet Irrdisch. Was mich nicht mit dem vereinet, Dem der lin 103 Lied 117. 118. dieser welt, Welcher ist ein GOtt von machten, Unbeherz gefällt. greiflich zu betrachten. Was mich, sag ich, nicht: 4. Böses meiden, gutes suchen, ühret Zu dem allerhöchsten Jagen nach gottseligkeit, Alle dit, Das ist nichts, ja mir lust der welt versluchen, So dret Diß zu nennen lauter verschwindet mit der zeit: Das Es sind andre wissenschaftrufheißt recht verstand zu haben, mit JEsu mich verhaften. Welcher leib und seel kan laben. 5. Willt du dieses jetzt nicht Fragst du: wo diß in beste glauben, O du falsch berühmte Daß mein herz so sehr beri? Wann ein mensch in kunst, Wahrlich du wirst doch chten gehet, Und den grossen verstauben, Und wo bleibt dann chöpfer ehrt; Das ist weiß=menschengunst? Ach! wie bald, a, das sind gaben, Die nur wie bald verschwindet, Was sich nicht auf Christum gründet. melsbürger haben. Verläugnung und Verschmähung der WeltJoach. Neander. 118. voriger Melodey. w! was frag ich nach der erden? Wann Jehova Es muß mir der himmel werden, Trotz der welt und mir ist; O HErr JEsu! meine krone, Komm in list; neinem herzen wohne. sy! was frag ich nach duka=gehen; O der lügen wird wohl ratl Reich genug, wer GOtt Endlich wird der wahrheit leben hat; Ich verachte ehren⸗Hellen mittagsglanz doch geben. en, Droben ist die ehren=] 5. Ey! was frag ich nach dem mein schöpfer! hilfsloben? Darum bin ich frömmet glauben Deiner blöden nicht; Wahres lob kommt nur von oben, Von dem, der ins teltauben. was frag ich nach demsherze sicht: So viel wird der nel? Himmels gnug, wersmensch nur taugen, Als er gilt um liebt: Pfuy! du schnö=sin GOttes augen6. En! was frag ich nach euch weltgetümmel, Ach, wie allen, Himmel, erde, geld und du mich betrübt! Nun ich mich erst ergetzen In denjehr? Wann ich kann nur GOtt gefallen, Ey! was will, was will sichtbaren schätzen Ew! was frag ich nach dem ich mehr? GOtt allein will ich betrachten, Wann mir leib und mähen? Wenn ich meide bötet: Wie GOtt will, so muß erseel verschmachten. b) Der G 104 ⸤₂₀ S und h) Der von der Welt sich Losreissende, seine Ruhe in GOtt Suchende. 119 Fr. Ad. Lampe Melod. Psalm 25. 5 ochst erwenschtes seelen - leben, Ach! wie und Wo des geistes kräfte sire - ben Nach der güldnen kannt bist du, Ach! wie eitel ist der wahn, Der himmels=ruh. fleisches sinn verblendet, Wann Sich zum rauch und schatten wendet? 2. Ach! wie oft bin ich gera⸗] 5. Ach! zermalme das verlan then In dieſelbe blindheits⸗gen, Das noch etwas eitli nacht, Wann ich regungen und will, Nimm den bösen sinus thaten Nicht sorgfältig hab be=fangen, Der nicht hält in allwacht, Hat nicht die erfahrung still, Gib, daß ich in mir Meine thorheit oft geleh⸗welt Nichts der ſorge wert ret? Wann ich, HErr! ich klag mag achten, Weil du mich es dir, Mich in unruh abge=irin gestellt, Um nach besser gehret? gut zu trachten 3. Zwar der schluß ist oft ge= 6. Gib mir augen, um zu nommen, Daß ich mich wollthen Deines reiches gnaden reissen loß; Aber wanns zurschein. Gib mir kräfte um that sollt kommen, Fand ichlgehen Bis ins heiligthum mich von kräften bloß. Ich ge=sein. Mache mich mit dir fangner, armer ich: Wer reißtskannt, Laß in deinen liebes mir das netz in stücken? Felsflammen Herz und seele so des heils, erbarme dich, Hilfſentbrannt, Knüpfe mich mir aus der höllen stricken. dich zusammen 4. JEsu! stärke der verzagten, 7. Weicht, weicht eitele Der du gibst den matten ruh, danken, Stöhrt nicht ferne Wahre zuflucht der geplagten, meine ruh: Ich will in de Zwing mein herze, zwingslebeusschranken Eilen mein dazu, Daß die ganze kreatur JEsu zu. JEsu will ich geb Nichts in meinen augen scheiſehr, In ihm will ich mich verne: Und ich darauf denke nur, senken, Und forthin mich Wie ich ewig sey der deine. nichts mehr Als um seine likränken. V. 105 ) 0 ( i) Von der geistlichen Wachsamkeit. Ermunterung zum Wachen und Beten. Joach. Neander. 120 Mel. Lied 131. Aus meines herzensgrund, ꝛc. acht auf, wacht auf, ihr Christen! Die stunde kommt Die lam=pen aus=zu=rüsten, Man höret ein erben Erschallen weit und breit, Du must dich fertig geschrey nachen, Mit beten und mit wachen, In dieser letzten zeit. Es rufen von den zinnen, 6. Merkt! wie sich alles lenwächter GOtts herab: Er=ket, Zum end und untergang, ihr stolzen sinnen, Legt Der fromme wird gehenket; den hochmuth ab; Und Groß unrecht geht im schwang, demuth an; Weil schon Empörung ist gemein, Ja, alle höllen rachen, Mit brüllen laster blühen, Drum laßt uns mit krachen, Sich weit nicht verziehen, Mit beten, wach zu seyn. fgethan. Wacht auf! wacht auf! es 7. Merkt, was für wunderzei Des stolzen satans heer,schen Geschehen hin und her, Ihr basilisken brütet, Und trotztarmen und ihr reichen, Wacht sehr und mehr; Sein gritam auf! denn ohngefehr Geschiehet immerfort, Drum laßt solches nicht; GOtt will uns fertig machen, Mit beten munter machen Zum beten und nit wachen, Nach GOttes zum wachen, Eh er die weltzer. bricht und wort Wacht auf! von fleisches 8. Die welt wird zwar zerbroWacht ja bey zeiten aufschen, Wie selbst der warheit mund geiz, ihr heuchelchristen: Dies urtheil hat gesprochen; Jeerlaßt den fündenlauf, Und doch ist niemand kund, Wann und sicherheit: Nur richtet eureum welche zeit Uns solches soll beden Auf beten und auf wa=streten, Drum müssen wir mit beNu, sten Und wachen seyn bereit. Zur seelen seligkeit. Erwacht ihr trunkne fün=| 9. Wohl dem nun, der die Von eurem süssen schlaf stimme Der wächter nimmt in icht, ihr wolluſtkinder!zacht; Durch buſſe ſich vom achtet GOttes straf! Ach! grimme Des Höchsten ledig der will entgehn, Der macht: Dem wird nach dieser in allen sachen, Mit beten zeit Das beten und das wachen mit wachen, Gerüst't und Viel wonn und freude machen Im schloß der ewigkeit. stehnAuf G 5 105 Aufmunterung zur Wachsamkeit, wegen der Zukunft Christi. 121. Joach. Neander. N ch wachet, wachet auf! Es sind die letzten zeiten Ach wachet, wachet auf! Wer wollt sich nicht bereiten SOtt kommt mit feuer=strahlen, Den sünder zu bezahlen 2. Ach wachet, wachet auf! GOtt uns werde günstig; Wie sicher könnt ihr schlafen! Ach ganze welt will fallen Mit P. wachet, wachet auf! Greift seln und mit knallen. nach den seelenwaffen! Das öl 6. Ach wachet, wachet zur hand genommen, Der bräu=Die gnade sieht noch offen. tigam will kommen. wachet, wachet auf! Die sün3. Ach wachet, wachet auf! den sind getroffen; Lauft zu der Trommeten hört man klingen gnadenquelle; Lauft von Ach wachet, wachet auf! Ein sünden hölle. bußlied laßt uns singen. Ach! 7. Ach wachet, wachet auf Vater, Vater schone, In JEsu Ihr hart verstockte sinnen: deinem Sohne. wachet, wachet auf! Was wie 4. Ach wachet, wachet auf! ihr doch beginnen? Wollt Gefährlich sind die zeiten. Ach dann noch nicht sehen? Nicht wachet, wachet auf! Nun ist hören, nicht verstehen? die zeit zu streiten; Welt, ten 8. Ach wachet, wachet an fel, mit den finden Sind loß, Wie seyd ihr so verstocket? und nicht zu binden. wachet, wachet auf! Weil euch 5. Ach wachet, wachet auf der Höchste locket, GOtt wir Wan Seyd nüchtern, betet brünstig sonst endlich kommen, Ach wachet, wachet auf, Dasgalle gnad benommen. Geiſtlicher Lieder Tyeil. Einhaltend: die Kreuz und Trostgesänge in mancherley geist= und leiblichen Anliegen. 1) Vom Leiden und Trübsal insgemein. 122 Martin Moller Mel. Lied 5. HErr! dessen nam Jehova heißt, ꝛc. Oder: Lied 42. Unser Vater im himmelreich. ch GOtt! wie viel nühseligkeit. Hab ich in in A 10 Lied 122. ralifahrts=zeit? Der schmale weg ist arbeit voll, Den ich zum himmel wandeln soll, Wie schwerlich läßt sich fleisch und blut Bezwingen zu dem ew'gen gut. Wo soll ich mich denn wen= an, Wie hoch dein nahm er hin? Zu dir, HErr JEsu! freuen kann; Wer glaub und et mein sinn, Bey dir mein lieb im herzen hat, Der wirdt trost, hülf und rath Allzeit erfahren in der that. gefunden hat. Niemand 8. Drum hab ich oft und viel jemals verlassen ist, Der nur geredt: Wenn ich an dir nicht getraut auf JEsum Christ. freude hätt, So wollt ich den Du bist der grosse wunder tod wünschen her, Ja, daß ich an, Das zeigt dein amt und nie gebohren wär; Denn wer on an: Welch wunderding dich nicht im herzen hat Der rt man zuvorn, Daß du, mein ist gewiß lebendig todt. dit! biſt menſch gebohrn, Und 9. JEſu! mein edler bräutgam hrest uns durch deine tod Ganz werth, Mein einger trost auf üderlich aus aller noth. dieser erd, Allein an dir ich JEsu, mein HErr und mich ergetz, Weit über alle dit allein, Wie süß ist mir güldne schatz: So oft ich nun name dein; Es kann kein trau=gedenk an dich, All mein geseyn so schwer, Dein süssermüth erfreuet sich m erfreut vielmehr; Kein 10. Wenn ich mein hofnung stell mag so bitter seyn, Dein zu dir, So fühl ich trest und freud trost, der linderts fein. sin mir: Wenn ich in nöthen bet Ob mir gleich leib undfund sing, So wird mein herz recht verschmacht't, So gib, oguter ding; Dein geist bezeugt, err! daß ich nichts acht zdaß solches frey Des ew'gen leum ich dich hab, so hab ich bens vorschmack sey. Was mich ewig erfreuen 11. Drum will ich, weil ich lebe Dein bin ich ja mit leib noch, Das kreuz dir willig tragen seel, Was kann mir thun nach, Mein GOtt! mach mich dazu bereit, Es dient zum besten tod und höll Kein besser treu auf erden allezeit; Hilf mir mein sach Denn nur bey dir, HErrfrecht greifen an, Daß ich meinen Christ! Ich weiß, daß lauf vollenden kann. mich nicht verläst, Dein 12. Hilf mir auch zwingen fleisch heit bleibt mir ewig vest: und blut, Für sünd und schanden bist mein rechter treuer hirt, mich behüt; Erhalt mein herz ewig mich behüten wird. jim glauben rein, So leb un Jesu, mein freund, mein sterb ich dir allein; JEsu! mein und ruhm, Meins herzens trost, hör mein begier: O mein und mein reichthum; Heiland! wär ich bey dir. Bitt kanns doch ja nicht zeigen 108 53 0 ( 26) Bittlied in Seelenangst und Kleinmüthigkeit. 123. Joach. Neander. Mel. Lied 63. Erquicke mich du heil, rc. Der Sünder. 5 Err hilf mir, o ich sinke nieder, Ich sink im tie Da kommen hohe wellen wieder, Streck aus die hand fen sündenschlamm, Ich geh zu grund, ich muß o GOtteslamm! saufen, HErr! hilf mir, ich kan nicht entlaufen, 2. HErr! hilf mir, ich muß hilf mir, o mein seelensche sonst vergehen, Der teufel macht, Laß mich doch nicht vergebild es allzugrob: O GOtt! ich kan schreyen, Wann willt du endlich nicht mehr bestehen, Zu schwer mich erfreuen? ist die anfechtungsprob, Mein 5. Es scheint, als wenn herze klopft, die hände beben Duf mich nicht hörest: O David weist es, o mein seelenleben. [Sohn, erbarm dich mein! Christus. laß dich nicht, bis daß du kehre 3. Getrost, mein sohn, sey, Neit starker hülf ins herz hinein. stark im glauben: KleingläubiHErr! hilf mir! ich kann die ger! was zweifelst du? Wer nicht lassen, Bis du mich segnet ist so kühn, der dich sollt rau=sohne massen ben Aus meiner hand? hie ist Christus. die ruh; Ich, JEsus, ich bin 6. Gleich jenem Cananäsche dein erretter, Des teufels star=sweibe Rufst du, mein kurz ker untertretter. ohn überdruß: Drum brichDer Sünder. das herz in meinem leibe, 4. Ja, HErr! du machst eslich mich dein erbarmen muß allzulange, Nein böses fleisch Fahr fort, den guten kampf, behält den platz. Ich liege kämpfen, Ich will in dir den nieder, mir ist bange, HErr! teufel dämpfen Bittlied um Hülse in der Noth. 124. Joach. Neander. Melod. Psalm 77 F — uveränderliche güte, Zu dir heb ich mein gemüthe, Mei seele ruft dir nach, Merk auf diese bittre klag, Niemand ist 109 Lieb 125. der mich will kennen, Niemand, niemand kann ich nennen, Der mir hülf und beystand thu, Einen weiß ich, das bist du Du, mein Vater, mein erret=retter komm dann eilends, O Mein nothhelfer, mein ver= nothhelfer! was verweilens, O ter, Mein erlöser und mein erlöser! wachst du doch? nn, Der allein mir helfen kan, mein GOtt! du lebest noch. imm zu hülfe deinem kinde, 4. HErr! mein schild! mein men rath und trost ich finde: hirt und führer, Bundvesthaltendie hülf nicht weit hinaus, der regierer, Schütze, weid und an, sonst ist es mit mir aus. führe mich, Daß ich dein sei Ich kann bey mir nicht er=sewiglich; Ey du kansi mich nicht Wie ein vater solltsverlassen, Weil ich dir nachseufz sen Seines kinds; duſohn maſſen, Sey nicht fern, nicht ist auch nicht Mich verlas=fern von mir, Denn mein glaudein wort spricht. O er= be klebt an dir. 2) Trost im Leiden. 124 Joh. Flittner. Eigene Melodey ch! was soll ich fünder machen? Ach! was soll ich uden an? Mein gewissen klagt mich an, Es beginnet aufzuschen, Dis ist meine zuversicht, Meinen JEsum laß ich nicht. Zwar es haben meine fün⸗Meinen JEſum laß ich nicht. Reinen JEsum oft betrübt, 5. Sterb ich bald, so komm ich weiß ich, daß er mich liebt: abe Von der welt beschwerlich läßt sich gnädig fin=keit, Ruhe bis zur vollen freud, Drum, ob mich mein sünd=Und weiß, daß im fistern grabe Neinen JEsum laß ich JEsus ist mein helles licht, Meinen JEsum laß ich nicht. gleich schweres kreuz 6. Durch ihn will ich wieder leden, So bey christen ben, Denn er wird zu rechter zeit tsteht, Mir sehr hart ent= Wecken mich zur seligkeit, Und geht: Solls mir doch wird mirs aus gnaden geben hm nicht scheiden, Er ist Muß ich schon erst vors gerichtherz gericht't, Meinen Meinen JEsum laß ich nicht. 7. Drum, o JEsu! sollst mein m laß ich nicht. Ich weiß wohl, daß unser bleiben, Bis ich komme an den ort Nichts, als nur ein nebel Welcher ist des himmelspfertnun wir hier zu jeder frist Darum thu auch einverleiben dem tode sind umgeben, Und Meine seele, deinem licht eiß, was heut geschicht? Meinen JEsum laß ich nicht. 110 ) 0 ( 80 Trost wider der Welt Schmach und VerachtnusJoach. Neandet. 126. Mel. Lied 5. Ober Lied 42 Unser Vater 2c. o soll ich denn noch mehr ausstehn? O JEsu. ich dir nacheehn, Durch deinen schon gebahnten Durch kreuz= und elend=volle steg? Ach! hilf denn trag — dieses joch, Damit ich sterbend lebe noch. 2. Hier ist es nichts als eitel=fallen fleiß dahin gebracht keit, Hier lebt der mensch insdrucken aus das ebenbild Da sicherheit, Er denket wenig auf JEsu, welcher unser schild das end, Das augenblicklich herf 5. Ey, seele, muntre dich der sich wendt: Der arme sünder auf, Diß ist der rechte tuge ist so blind, Drum welzet erflauf, Du must allhie gehat seyn Von allen, und diß nisich in der sünd. 3. O falsche freude! fahr uur allein Von feinden, ach! hin, Du bist verflucht in meinem nächstes blut Das führt dich sinn; O falsches lob, verkehrte vom höchsten gut lust! Mir ist ein ander lob be 6. Nun, seele! geh mit freud wust, Das hier besteht in spottfort Durch dornen und und ſchand, In haß und neidiſtachelwort, Dein Heiland, die sanftmuth war, Geht durchs ganze Land. 4. So ist das leben allezeit dir her, er stirbet gar; Gewesen, die der ewigkeit Mitfort, so lang es dir gefällt Mich eifer haben nachgedacht, Undirecht zu hassen, falsche welt. Trostlied wegen Ueberwindung alles Leidens: Nach dem Leiden folget Freude. 127. Melod. Psalm 42. M eine sorgen, angst und plagen mit Alles seufzen, alles klagen, Das der HErn Nach zeit zu end Wird, GOtt lob! nicht ewig seyn, leine kennt, dem regen wird ein schein Vieler tausend sonnenblicken 111 Lied 128. Meinen matten geist erquicken Meine sagt, die ich gesäet, ihre dornenkronen. ird zur freude wachsen aus: 5. Es sind wahrlich alle frommen an die dornen abgemähet, Die des himmels klarheit sehn, üget man die frucht nach Aus viel trübsal hergekommen: us: Wann ein wetter ist vor=Darum siehet man sie stehn Vor b, Wird der himmel wieder des lammes stuhl und thron, Nach dem kämpfen, nach Prangend in der ehrenkron. Und streiten, Kommen die er= mit paimen ausgezieret, Weil sie wickungs zeiten. glücklich triumphiret Wann man rosen will ab= 6. GOttes ordnung stehet beste, techen, Muß man leiden in der Und bleibt ewig unverrückt: Sei „Daß uns auch die dornensue freund und nochzeitgäste, Werten: Es geht alles, wie GOtt den nach dem streit begiückt: eill: Er hat uns ein ziel ge=Israel erhält den sieg Nachgezeigt, Daß man nur im kampfführtem kampf und krieg: Careicht: Will man hier das naan wird nicht gefunden, We eines finden, So muß man man nichts hat überwunden 7. Darum trage deine ketten, überwinden. Unser weg geht nach den Meine seel, und dulde dich, nen, Der mit kreuzen ist be=[GOtt wird dich gewiß erretten, Hier muß man sich nicht Das gewitter leget sich: Nach ruen, Ob er gleich mit dem blitz und donnerschlag Folgt benetzt. Zu dem schloß der ein angenehmer tag: Auf den zkeit Kommt kein mensch abend folgt der morgen, Und sender streit: Die in Sa= die freude nach den sorgen. mauren wohnen, Zeigen 3 Bittlied in Kriegszeiten. 128. Melod. Psalm 42. Ott gib fried in deinem lande, Da du wohnst mit Glück und heil zu allem stande, Gib uns, HErr! an einem wort, Mach des krieges bald ein end, Deinen ort den zu uns wend, Daß wir standhaft mögen blei S Dein wort unverhindert treiben. GOTT gieb fried deiner stum auch alleine Ihren Seeine Die dich ehrt und ligmacher nennt. Nimm uns erkannt, JESUM Chri=auf in deinen schutz, Brich der feinden G 112 Lied 120. seinden macht und trutz, Diesfreunde, Und stürz alle den dein volk und kirch bestreiten: feinde. Steh uns bey auf allen seiten. | 5. GOtt gib fried, es ist 3. GOtt gib fried an allen en=fnothen, Weil die feind so grau der. Da dein wort im schwangessam seyn, Rauben, plund geht: Laß dein werk nicht volltoben, tödten, Schonen uns wenden, Weil darauf dein der kinderlein. Näche das ehr besteht. Wend von uns abschuldig blut, Das um nach falsche lehr, Die dein wort ver=schreyen thut: Straf der dunkelt sehr: Laß dein wort den sünd und schanden, D uns helle scheinen, Und erleucht sie sich unterstanden. 6. GOTT gibt fried, der dadurch die deinen. 4. GOtt gieb fried zu unsern nicht geben Die gottlose zeiten, Und beschirme deine welt, Die mit ihrem krisheerd: Wer kan anders für streben, Nur nach ehren, uns streiten? Menschen machtund geld. JESU Chrij iſt gar nichts werth. Darum friedefürſt, Wann du ſrich du, HErr JEsu Christ! Dergeben wirst, Wollen wir du unser kriegsfürst bist, ehr beweisen, Dich im friedeStreit für uns, als delne dankbar preisen. 1) Betgeſang in Peſtzeiten und Sterbensläuften. 120 Melod. Lied 68. Wo soll ich hin, wer hilfet. erechter GOtt, wir klagen dir, Daß unsre gro Die wahre ursach seynd, daß wir Die schwere strafen sünden Daß jetzt die pest, dein scharfer pfeil, Fleue pfinden zum andern um uns her in schneller eil, Von einem haus plö 2. Es brennet drum dein feuer⸗ Die meisten leut sehr orium, Und hat uns fast verzehret trift, Und ist fast nicht zu Weil wir nach deines wortes stimm 4. Deshalben treten wir von Zu dir uns nicht bekehret: Wir In herzens reu und busse hatten einen eckel dran, Drumfallen dir demüthiglich auch für uns ein jedermannsunser arzt, zu fusse. Die peEin'n abſchen hat und eckel. ſſeuchen von uns kehr, Durch 3. Man höret in so manchemme güt und allmacht wehr haus Nur weinen und wehkla=ſengel dem verderber gen: Man trägt die todten häu= 5. Ach HErr! ach zeig fig aus, Als wären sie erschlagen: dein heil! Laß uns doch Der pestilenz geschwindes gift wil 113 Lied 130. ben, Und auch an dir fort menschen hände auf der welt ben theil: Gesundheit gib Da ist oft kein erbarmen. 10. Nun, Vater, thu, was kneben. Gleich wie man dem agapfel thut, So halt du uns dir beliebt, Wir wollen dirs befehlen. Wer sich in deinen willen deiner hut, Daß wir bewahgiebt, Darf nicht mit sorg sich tet bleiben. Befiehl den engeln, daß hin=quälen. Ein sperling ist sehr Sie uns auf händen tragen, wenig werth, Und fällt doch unserm weg, an allem ort, keiner auf die erd, Wenn du wir seyn frey von plagen. es nicht verstattest. 11. Wir wissen, daß all unsre end unsre noth ab und gefahr, bösen schnellen tod bewahr haar Sind auf dem haupt gedie wir auf dich trauen. zählet: Es dient zum besten im7. Sollt aber dieses seyn dein merdar, Was du uns hast er1, Uns jetzt mit hinzurücken, wählet: Du wirst uns allen, gib, daß wir dir halten still, groß und klein, Was uns wird mabschied uns wohl schicken: gut und selig seyn, Bis an das fahren dann mit freud dahin end verleihen. 12. Zuvorderst, HErr! sieh denen denn sterben ist uns ein gewinn. bey, Die schon das unglück troffen die wir solch hofnung haben. Gib, daß ihr glaub beständig sey, Wer Christum sieht im glau Laß in geduld sie hoffen, Daß du an, Wie er am kreuz gegen: Demselben gar nicht aus gnaden ihnen doch Mit hülfe wirst erscheinen noch, Es den kann Der biß der feuer langen: Weil ihm GOTT komm auch, wie es wolle. 13. GOtt Vater, Sohn, und ie missethat Schon allzumal geben hat: Drum lebt er, heilger Geist! Der du zu allen zeiten Hast grosse güt und macht er stirbet. Weit besser ists, auch jeder=lerweist, An viel betrübten leuIn GOttes hände fallen!ten: Errett auch uns nun gnäun er zur gnad und gütigkeit diglich, Daß wir für alle wohltets willig ist uns allen. Weh that dich Noch hier auf erden hingegen, der da fällt In preisen. detlied um Frieden, und gutes Gewitter, Regen und Sonnenschein. 130. Mel. Lied 31. Oder Lied 76. Vater aller frommen! Dem nam geheiligt werd, Dein reich laß zu uns kommen, Dein will gescheh auf erd: Ich brod: vergib die sünde: Versuchung von uns wende Vom bösen uns erlöß. Um 114 Lied 131. Um fruchtbaren Regen. Bey Donnerschlägen 2. Das land wollst du bedenken, 4. HErr! wollest uns beMit deinem segen reich: Unditzen Durch deine grosse in sein gepflügtes tränken: Mit Wann wolkeuslammen bli regen machen weich: Daß es Wann donner schröcklich krae gewächs mög geben, Zur noth=Laß strahlen deine gnade schade durft diesem leben: Wir wollen daß der blitz nicht dankbar ſeyn. Wend's ungewitter ab. Um Sonnenschein. Um den Frieden. 3. Erfreu die frucht der erden | 5. Verleih uns frieden gnäMit warmen sonnenschein: HERR GOtt! zu unsrer Daß sie reif könne werden: Halt Hilf, daß uns nicht beschtrüben regen ein: Daß wir hie Der feinde macht im sin nothdurft haben, Wir wollen Schlag spiesse zu pflugschardeine gaben Gebrauchen dank⸗| Die völker laß erfahren D herlich. macht, schütz deine kirch. Geistlicher Lieder 6. Theil Einhaltend: die Morgens= und Abendsgesänge. ) Dank= und Bittlieder des Morgens. Joh. Mathesius. Mel. Lied 120. Wacht auf, wacht auf, ihr Christen 2 us meines herzens grunde Sag ich dir lob und dann In dieser morgenstunde, Dazu mein lebenlaus GOtt! in deinem thron Dir zu leb, preiß und ehren Durch Christum unsern HErren, Deinen eingebohrnen Sohn 2. Daß du mich aus gena=wassersnoth, Für armuth den In der vergangnen nacht, für schanden, Für ketten Für leibs- und seelenschaden, für banden, Für bösem schneiBebütet und bewacht, Ich bittlen tod. demüthiglich, Wollst mir mein 4. Mein leib, mein seel, mein sünd vergeben, Womit in die=iben, Mein ehr und gut bewa sem leben Ich hab erzürnet In deine händ ichs gebe Jetzt dich. und immerdar, Als dein gesch 3. Du wollest mich behütenfund gab, Mein ob'ren und Genädig diesen tag, Fürs teu=wandten, Gefreundte und bekalt fels list und wüten, Für sündensten, Und alles, was ich 5. O und für schmach, Fürfeur und 115 Lied 132. Dein engel laß stets bleiben, gestellt Mein leib, mein seel idweichen nicht von mir, Den mein leben, Und was er mit tan zu vertreiben: Auf daß sonst geben, Er machs, wies böß seind hier. In diesem ihm gefällt. imerthal Sein tuck an mir 7. Darauf so sprech ich amen, st übe, Leib und seel nicht Und zweifle nicht daran: GOtt trübe, Und bring mich nicht wird es so berahmen, Wies ihm fall. gefallen kann, Und streck nun aus GOtt will ich lassen rathen, mein hand, Greif an das werk der alle ding vermag: Er segne mit freuden, Dazu mich GOtt eine thaten, Mein vornehmen beſcheiden In mein'm beruf und sach, Denn ich ihm heim=stand. Henr. Alberti. 32. 3 Ott des himmels und der erden, Vater, Sohn Der es tag und nacht läßt werden, Sonn und mond heilger Geist, Deſſen ſtarke hand die welt, Und scheinen heist: drinnen ist, erhalt. GOtt! ich danke dir von heute Mein beschützer und mein Daß du mich in dieser hort: Nirgends als von dir allein Für gefahr, angst, noth Kan ich recht bewahret seyn. 6. Meinen leib und meine seele, chmerzen Haſt behütet bewacht: Daß des bösen Samt den sinnen und verstand, indes list, Mein nicht mächtig Grosser GOtt! ich dir befehle, Unter deine starke hand. Herr! den ist. Laß die nächt auch meiner mein schild, mein ehr und ruhm den Jetzt mit dieser nacht Nimm mich auf, dein eigensehn. O HErr JEsu! laßthum. finden Deine wunden offen 7. Deinen engel zu mir sende, Da alleine hülf und rath Der des bösen feindes macht, List und anschläg von mir wende, ür meine missethat. Hilf, daß ich mit diesem Und mich halt in guter acht: Geistlich anferstehen Der auch endlich mich zur ruh, gen 3, Und für meine seele sor=Bringe nach dem himmel zu Daß, wann nun dein, 3. Höre, GOTT! was ich ser tag Uns erscheint, und begehre, Vater, Sohn, heiligen gericht, Ich dafür erschre=Geist! Meiner bitt mich, HErrgewähre, Der du selbst mich nicht. Führe mich, o HErr! und bitten heiſt: So will ich dich Reinen ganz nach deinem hier und dort Herzlich preisen Sey und bleibe du auchfort und fort Der 116 ⸤3 0 ∆ Der erwachende Christ. 133. Joach. Neander Melod. Psalm 140. 3 u deinem fels und grossen retter, Hinauf, hinaus o träge seel! Dem starken feindes untertreter Dich fru mit dankbarkeit befehl. 2. Mein höchstes gut allein zufdu kennest mich, Ich bin belieben: Mein treuer beystand, dir, wann ich erwache: Dubi Zebaoth! Ich will in deinem bey mir, ich kenne dich. lob mich üben, O du versohn.| 5. Ich schloß die matten augen ter sünders GOtt. lieber Vor deinem angesichte 3. Nur dir, mein HErr! hab zu, Nun öfnest du sie selbe ichs zu danken, Daß ich diß wieder, Du meiner seelen stilltageslicht anseh; Mein GOtt! ruh. mein GOtt! laß mich nicht 6. Wach auf, mein herz, wacht wanken, In seelenängsten bey auf ihr sinnen, Seyd munter mir steh. lebhaft, fanget an Ein neue 4. Was ich gedenk und heim=lied früh zu beginnen, Lobſinge lich mache, Das weist du wohl, dem, der alles kann. Der am Morgen singende Christ. 134. Joach. Neander. Melod. Ps. 5. D Allerhöchster menschenhuter! Du unbegreiflich höstes gut, Ich will dir opfern herz und muth, Stimmt an mit mir, gedenkt der guter, All ihr gemüther 2. HERR! deiner kraft ichssmich seh: Ich reise, geh nur zuschreibe, Daß ich nochsoder steh, Mich zu der ewigkeit othem schöpfen kann, Du nim̅stlbegleite, HErr! mich bereite dich gnädig meiner an: Dul 5. Laß seel und leib, so du geg Vaterherz! mich nicht vertrei=ben, Stets seyn in deiner furcht be, Heut bey mir bleibe. bereit, Als wassen der gerechtig 3. Israels GOtt! da ist meinkeit: Auch in dem tod dir an wille, Der sich dir willig unter=skleben, O seelenleben. giebt, Dich über alles gerne liebt.] 6. Gesegne mich auf meinen Das ist mein wunsch in früherwegen, Mein thun und lassen stille, O gnadenfülle! lenke du, In unruh blei 4. Dein angesicht mich heilig meine ruh. Bis ich zuletzt mich leite, Dein auge kräftig auflwerde legen Im fried und ses 117 503) 0 (85) Das Morgenopfer einer glaubigen Seele. 13 Joach. Neander. Mel. Psalm 77. af, mein herz und mein gemüthe, Preiset eures Schöpfers güte, Der mich trenlich diese nacht Hat für tans list bewacht; Höchster, ich will dir lobsingen, Ich xil. dir dankopfer bringen, Und in dieser morgenstund Soll dich loben, HErr! mein mund. Dir, o du GOtt aller götter, allein, Soll mein sündenlößgeld ein erbarmer und erretter, seyn. ey durch diesen frühgesang 6. Gib mir deines Geistes gaben geopfert lob und dank; Daß Daß ich abſchen moge haben Für meinem leib und leben Dei=der sündlichen begier, Und geer engel schutz ergeben, Undhorsam diene dir: Laß mich nich aus der finstern nacht Anschriftlich standhaft kämpfen, Und des fleisches lüste dämpfen, Daß tag gesund gebracht. HErr! wir arme menschennach dem vollbrachten streit, Ich inder Sind zwar nichts, als erlang die seligkeit. me sünder, Dennoch hast du zu 7. HErr. vermehre meinen lust, Und uns stets viel gu=glauben, Laß den satan nicht hust. Laß uns dieses wohlwegrauben Deinen trost aus kennen, Und dich unsern Va= meinem herz. Wann mich drückt nennen, Der die seinenjangst, quaal und schmerz, Wann nich. verläst, Wann sie ihm mich grosse nöthen drücken. So vertrauen vest. laß sie mich nicht ersticken, SonSiehe nicht an meine sün=dern kehr zur rechten zeit Meine Laß mich bey dir gnadestraurigkeit in freud. 8. Ein versöhnlichs herz verDenke, was ein mensch st: Denke, daß du Vaterfleihe, Daß ich willig gern verZater! vergib deinem kindelzeihe, Meinem nächsten seine in schwer begangne sünde, schuld, Wie du hast mit mir gesind mir von herzen leidllduld. Ein mitleidigs herz mir schenke, Das der armen mit Err! erzeig barmherzigkeit. gleich groß mein sünden=gedenke; Gib mir demuth, hofde Noch ist grösser deineinung, lieb, Daß ich niemand ade: Und ich will, HERR nicht betrüb. zum 9. Meine seele, leib und alie patron Mir erwählen dei nen Sohn. JEsus blut hat mich der, Mann, frau, kinder, schweerkaufet: In sein'n tod bin ichster, brüder, Anverwandten nah getaufet; JEsus voll verdienst H 3 118 Lied 136 137. im blut, Und die mir sind herz=vertreibe: Doch, nachdem es lich gut, Meine gönner, meine dein will, Will ich dir, HErr! freunde Meine neider, meine fein=sten still. Du wirst, HErr! in de, Schließ ich HErr! in deinenlen sachen, Wie es selig mit schutz, Gib uns, was uns gutsmachen, Schicken, was ersprieund nutz. lich mir, Ich ergeb mich gänzlich 10. Speise, kleider, gib dem lei= dir. be: Krankheit, schmerzen, HErr! 2) Lob und Bittlieder des Abends. 36 Michael Weiß hriste! der du bist tag und licht, Vor dir sind wi verborgen nicht: Du vaterliches lichtes glanz, Lehr unden weg der wahrheit ganz 2. Wir bitten dein göttliche 5. Beschirmer, HErr! der chri macht, Behüt uns, HErr, in stenheit, Dein hülf allzeit dieser nacht: Bewahr uns auchsuns bereit: Hilf uns, HES für allem leid, Du Vater der GOtt! aus aller noth, Durch barmherzigkeit. dein verdienst und kreuzestod. 3. Vertreib den schweren schlaf 6=Gedenk, v HERR! HErr Christ! Daß uns nicht schweren zeit, Steh bey uns schad des feindes list: Das fleisch gefahr und streit, Der seelen, auch rein und züchtig sey, So du hast erlöst, Der gib, HE! sind wir mancher sorgen frey. JEsu! deinen trost. 4. Wann unsre augen schlafen 7. GOtt Vater, sey lob, eh ein, So laß das herz doch wackerfund preiß, Und seinem Sobt seyn! Beschirm uns durch dein gleicher weiß: Des heilgen Gerechte hand Erlöß uns von der stes gutigkeit Bleib bey uns die sündenband, in ewigkeit. Joh. Rist. A erde munter mein gemüthe, Daß ich trett zu GOtt Und noch preise seine güte, Die er hat ge=th herfür, Daß er mir den ganzen tag Für so manche an mia noth und plag, Für betrübniß, schand und schaden, behütet in genaden. 119 Lied 137. Lob und dank sey dir gesun= mit deiner liebe, Daß kein unVater der barmherzig=fall mich betrübe. Daß mir ist mein werk ge= 8. Für des teufels strick und zen, Da du mich für allem netzen, GOtt, mein Vater, Und für sünden mancher mich bewahr, Daß er mir nicht So getreulich hast be=mög zusetzen, Mit angst, unt, Auch den feind himbeg=glück und gefahr; Laß mich dich ben, Daß ich unbeschädigt o wahres licht! Nimmermehr verlieren nicht: Denn, wer Keine zunge kan aussprechen dich nur hat im herzen, Füh ne güt und wunderthat, Kein let keine seelenschmerzen. 9. Wenn die tageswerk gleich kann jemals ausrechen, dein hand erwiesen hat: machen, Daß die augen schlafen ner wohlthat ist zu viel Ihr ist sein; So laß doch mein herze waer maaß noch ziel; HErr! duschen, Und zu dir gerichtet seyn. mich so geführet, Daß kein | Mein gedanken, meine sinn, Gehen immerfort dahin, Daß mich A mich berühret Dieser tag ist nun vergangen, nichts von dir abtreibe, Und ich die dunkle nacht bricht an, | dein im schlaf auch bleibe. 10. Laß mich diese nacht emdie, GOtt! ist mein verlanDem licht mich erfreuen kan. spfinden Eine sanft und süsse te mir, o Vater! bey, Daß fruh, Alles übel laß verschwinglanz stets vor mir sey, Undsden, Deine gnade deck mich zu; auch im finstern scheine, | Mein leib, meine seel und muth, Auch mein zeitlich haab und ich hoff auf dich alleine gut, Freund, verwandte, hausErr! verzeihe mir aus gna alle sünd und missethat, Da=lgenossen, Sind in deinem schutz ) mein herz beladen, Und geschlossen. 11. Ach! bewahre mich für och erzürnet hat. Treib des list und tück, GOTT! schrecken, Schütze mich für überdeine kraft zurück! Laß es fall, Laß mich krankheit nicht nicht gelingen, Daß erlaufwecken, Treibe weg des krieges schall; Wend ab feur und in noth könnt bringen. bin ich gleich von dir ge=wassersnoth, Pest und bösen Stell ich mich dochschnellen tod; Laß mich nicht in en, er ein. Hat uns doch dein fünden sterben, Noch an leib verglichen Durch sein und seel verderben. und todespein. Ich ver=| 12. O du grosser GOtt erhöre, nicht die schuld, Aber Was dein kind gebeten hat, gnad und huld Ist viel JESU! den ich allzeit ehre, sser als die sünden, Welche, Bleibe du mein schutz und rath; O du werther heil'ger Geist! in mir befinden. O du licht der frommen see=Stärke mich ja allermeist Odu glanz der ewigkeit! Dir HErr! erhöre diß mein flehen, lich mich ganz befehlen Die=Amen, ja, es soll geschehen. nacht und allezeit, Bleibe doch ein GOtt! bey mir In dem 138. H jern that allhier; Tröste mich 120 (23) ⸸ 38 Mel. Lied 132. GOtt des himmels und der erden, ꝛc. Ort ich danke dir von herzen, Daß du mich heut Für der seelen angst und schmerzen, Für so mancher diesen tag Für so manchem herzeleid Hast bewahret leibes plag: und befreyt. 2. Ach! wann ich es recht er⸗] 6. Daß hab ich allein zu danket wäge, Wie den tag ich zugebracht, O HErr JEsu! deiner lieb, T Und hingegen überlege Wie es mich hält in ihren schranken GOtt mit mir gemacht, Wie Durch des heil'gen Geistes trick, viel wohlthat, lieb und gnad Bis vollendet ist mein lauf, OEr mir heut erzeiget hat. mich führt zum himmel auf. 3. So kann ich, mein GOtt! 7. Willt du denn, daß ich sel dich preisen Nimmer gnug für leben Länger hie nach deinem deinen schutz: Denn was dankrath, So laß mich auch dir an sollt ich erweisen, Daß du fürkleben, Als ein klette früh und des teufels trutz, Für der welt spat: Leb ich dann, so bist du betrug und list, Mir mein leben mein; Sterb ich dann, so bis haſt gefriſt't? ich dein. 4. Daß ich heut gesund behal=| 8. Laß immittelst mich empfinten Mein gedächtniß und verden Deine lieb auch diese nacht, stand, Sinn und kräfte zu ver- Und vergib mir alle sünden, walten Die geschäfte meiner hand Brich des bösen feindes macht Daß mir heut ist mein gesicht Daß sie nimmer schade mit Und gehör gekränket nicht. Der ich bin ergeben dir 5. Daß an leib und seel ernäh⸗) 9. Ach! laß deinen engel in ret Ich heut samt den meinenschen Ueber mich zur sicherheit bin, Daß mir auch viel guts be⸗ Zib doch, daß in allen ſachen scheret, So zu schätzen nicht ge=Ich zum sterben sey bereit: So ring, Daß ich, o GOtt! deine kann ich in guter ruh Schlatreu, Habe heut gefunden neu, fen bis zum morgen zu. Mel. Ps. 8. 139. Joach. Neander 2 er tag ist hin, mein JEsu! bey mir bleibe, O seelen licht! der sünden nacht vertreibe, Geh auf in mir, glanz de ⸸ gerechtigkeit, Erleuchte mich, ach HErr! denn es ist 3 Lo 121 Lied 140. 2. Lob, preiß und dank sey dir, rissen: Es ist mir leid, ich stell mein GOtt, gesungen: Dir sey mich wieder ein, Da ist die hand sie ehr, daß alles wohl gelungen, du mein, und ich bin dein. Nach deinem rath, schon ich es 5. Jsraels schutz, mein hüter nicht versteh, Du bist gerecht, und mein hirte, Zu meinem trost dein sieghaft schwerdt umgürte: es gehe, wie es geh Bewahre mich durch deine grosse 3. Nur eines ist, das mich ein pfindlich quälet, Beständigkeit macht, Wenn Belial nach meiim guten mir noch fehlet, Dasmer seelen tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wann weist du wohl, o herzenkündiger, Ich stranchle noch, wie ein un=matte glieder schlafen, Ach, laß die seel im schlaf auch gutes mündiger. 4. Vergib es, HErr! was mir schaffen: O lebenssonn, erquicke agt mein gewissen: Welt, ten=meinen sinn, Dich laß ich nicht, sünd hat mich von dir ge= mein fels; der tag ist hin. Beistlicher Lieder 7. Theil Von den letzten Dingen, Tod, Auferstehung und Hummelfahrt. Sterb= und Begräbniß=Lieder. Der bey Betrachtung seiner Sterblichkeit auf Christi Verdienst Vertrauende. Joh. Pappus. 140 ch hab mein sach GOtt heimgestellt, Er machs mit nir, wies ihm gefällt: Solls seyn, daß ich hier länger leb: Nicht widerstreb, Des HErren willen mich ergeb. Mein zeit und stund ist, wenn 4. Was ist der mensch? ein Ott will, Jch schreib ihm nicht erdenkloß, Von mutterleibe er maaß noch ziel: Es sind ge=kommt er bloß: Bringt nichts alt all härlein mein, Beyd mit sich auf diese welt, Kein gut coß und klein, Fällt keines ohnmoch geld, Nimmt nichts mit sich, wann er hinfällt. en willen sein. 3. Es ist allhie ein jammer=, 5. Es hilft kein reichthum, geld al, Angst, noth und trübsal uoch gut, Kein kunst, noch gunst, berall, Des bleibens ist ein noch stolzer muth: Fürm tod eine zeit, Voll mühsamkeit, kein kraut gewachsen ist, Mein lud wers bedenkt, ist stets im frommer christ, Alles, was lebet, sterblich ist. streit. 6. Heut 122 Lied 141. 6. Heut sind wir frisch, gesund Christ, Füt all mein fünd gestel und stark, Bald aber tod und in den ist, Und auferstanden mit dem sarg. Heut blühen wir wie re gut, Der höllen glut Gelösch sen roth, Bald krank und tod, Ist mit seinem theuren blut. allenthalben müh und noth. 13. Dem leb und sterb ich allezei 7. Man trägt eins nach dem Von ihm der tod mich nimmer andern hin, Wohl aus den an scheid't: Ich leb oder sterb, gen und dem sinn: Die welt/bin ich sein, Er ist allein Du vergisset unser bald, Beyd jungsein'ge trost und helfer mein und alt, Auch unsrer ehren! 14 Das ist mein trost zu aller mannizfalt. zeit, In kreuz, gefahr und tran8. Ach, HErr! lehr uns bedenken rigkeit, Ich weiß, daß ich an wohl, Daß jeder sterben muß und jüngsten tag Ohn alle klag Wer soll: Daß hie auch keiner bleiben auferstehn, auf sein zusag kan, Es müssen dran Gelehrt, 15. Mein lieber, frommer, treut reich, schön, jung, jedermann. [GOtt, All mein gebein bewal 9. Das macht die sünd, o im tod, Da wird nicht eins von treuer GOtt! Dadurch entstund leibe mein, Groß oder klein, U der bitt're tod, Der nimmt und kommen, noch verlohren seyn frißt all menschenkind, Wie er 6. Dann werd ich GOttesau sie findt: Fragt nicht: wes eh=gesicht Anschauen in dem k renstands sie sind? ren licht, In ew'ger freud und 10. Ich hab hie wenig gute herrlichkeit, Die mir bereit tag, Mein täglich brod ist müh |Ihm sey lob, preiß in ewigkeit und klag. Wann mein GOtt 17. O JEsu Christe! GOtte, will, so will ich mit, Hinfahrn Sohn, Der du für uns genu in fried, So wird mir sterben gethan, Ach schleuß mich in die schaden nit. wunden dein, Du biſt allein Der 11. Und ob mich schon mein einge trost und helfer mein sünd ansicht, Dennoch will ich 18. Amen, mein lieber from verzagen nicht: Ich weiß, daß mer GOtt, Bescher uns ein mein getreuer GOtt, Für mich seligen tod! Hilf, daß wir in in tod, Sein'n liebſten Sohn/gen allzugleich In deinem reich gegeben hat. Bald mit dir leben ewiglich. 12. Derselbe, mein HErr JEsu Der seine Tage Zählende. 141 Joach. Neander. In voriger Melodey. N as ie sleucht dahin der menschen zeit? Wie eilet man zur ewigkeit? Wie wenig denken an die stund Von her ⸸ zengrund? Wie schweigt hievon der träge mund? Das leben ist gleich wie ein wasserschaum: Im augenblick traum, Ein nichteswertherses bald vergeht, Und nie stehn 123 Lied 142. steht, Gleichwie ihr dieses täg=sin dem tod? O mensch! du laufst dem schatten zu, Bedenk es nur lich seht. Nur du, mein GOtt, du|Du kömmst sonst nicht zur leibest mir, Das, was du bist, wahren ruh ich traue dir; Laß berg und hu=| 6. Weg, eitelkeit, der narren gel fallen hin, Mir ist gewinn ilust, Mir ist das höchste gut beWann ich allein bey JEsu din.|wust, Das such ich nur; das blei 4. So lang ich in der hüttenbet mir: O mein begier, HErr rohn, Ey lehre mich, o GOttes JEsu! zeuch mein herz nach dir. Sohn, Gib, daß ich zähle meine 7. Was wird das seyn, wann tag, Und munter wach, Daß, ich dich seh, Und bald vor deieh ich sterbe, sterben mag. nem throne steh? Du unterdessen 5. Was hilft die welt in letzter lehre mich, Daß stetig ich, Mit noth? Lust, ehr und reichthumsklugem herzen suche dich Der zur Ewigkeit Eilende. Fr. Ad. Lampe. Melod. Psalm 84. 142 M ein leben ist ein pilgrimstand. Ich reise nach dem aterland, Nach dem Jerusalem, das droben GOtt elbst als eine veste stadt Auf bundesblut gegründet hat. Da werd ich meinen GOtt flets loben. Mein leben ist ein pilgrimstand, Ich reise nach dem vaterland. So schnell ich land und sandsbricht, Der sonnen, die mit gnaerlaß, So schnell lauft meines denlicht In unverfälschte herzen gens glaß, Und was vorbey ist, strahlet. Wind, regen, stürmen immt nicht wieder. Ich eile zusauf mich zu. Mein matter geist ewigkeit, HErr JEsu. sfindt nirgend ruh: Doch alle mühnach mich nur bereit. Eroffneſiſt ſchon bezahlet, Wann ich die meine augenlieder, Daß ich, was güldne himmelsthür Mir stell im eitlich ist, veracht, Und nur glaub'n und hofnung für. nach dem, was ewig, tracht. | 5. Israels hüter, JEsu Christ! 3. Kein reisen ist ohn ungemach, Der du ein pilgrim worden bist, er lebensweg hat auch sein ach. Da du mein fleisch hast angeMan wandelt nicht auf weichen nommen, Zeig mir im worte wesen. Der sieg ist eng, der deine tritt. Laß mich bey eines ſeinde viel, Die mich abreiſſen jeden ſchritt Zu deinem heyl von dem ziel. Ich muß mich stets näher kommen. Mein leben ft in dornen stossen. Ich muß fleucht, ach! etle du, Und fleuch urch dürre wüsten gehn, Und gleichwie ein hirsch herzu. ian selbst keinen ausweg sehn. 6. Durch deinen Geist mich heilig 4. Der sonnenglanz mir oft eur 721 Lied. 142. heiligkeit. Gib in geduld bestän=ruh, Da streit und alle mühre digkeit. Für straucheln meinen schwinden: Laß mich ja seyn fuß beschütze, Ich falle stündlich, [Abrams schooß Dein lieblich hilf mir auf, Zeuch mich, damit und dein hausgenoß. ich dir nachlauf. Sey mir ein 8. Bin ich in diesem Mesechschirm in trübsalshitze Laß dei land, Der blinden welt schon un nen süßen gnadenschein In bekannt, Dort sind die freundfinsterniß nie ferne seyn. die mich kennen, Dort werd 7. Wann mir mein herz, ofmit der himmelsschaft gnadenfüll, Für durst nach dir jauchzend dienen immerdar, Unverschmachten will, So laß mich in der reinsten liebe brennen blei dich zum labsal finden. Und Mein bräutigam, komm wann ich schließ die augen zu, nicht lang, In Kedars hätte So bring mich zu der stolzen wird mir bang. b) Seufzer um einen seligen Abschied. 143. Paul Eberus Err JEsu! wahrer mensch und GOtt, Der du litt marter, angst und spott, Für mich am kreuz auch endlich starbst! Und mir dem's Vaters huld erwarbst. 2. Ich bitt durchs bitter leiden, deine händ, Der leib hab in de dein, Du wollst mir fünder gnädig erd sein ruh, Bis sich der jüns seyn: Wann ich nun komm instag naht herzu. 7. Ein frolich aufstehn mir versterbensnoth, Und ringen werde mit dem to. leih, Am jüngst'n gericht mein 3. Wann mir vergeht all mein fürsprach sey, Und meiner sün gesicht, Und meine ohren hörensnicht mehr gedenk, Aus gnaden nicht, Wann meine zunge nicht mir das leben schenk. 8. Wie du hast zugesaget mir / mehr spricht, Und mir für angst mein herz zerbricht. In deinem wort, das trau ich 4. Wann mein verstand sich dir, Fürwahr, fürwahr, euch nicht besinnt, Und mir allsage ich: Wer mein wort menschlich hülf zerinnt: So und gläubt an mich 9. Der wird nicht kommen im komm, o HErr Christ! mit gericht. Und den tod ewig schme behend Zu hälf an meinem letzten end cken nicht, Und ob er gleich 5. Und führ mich aus dem jam zeitlich stirbt, Mit nichten merthal, Verkürz mir auch der drum gar verdirbt. 10. Sondern ich will mit starker todes qual. Die bösen geiste hand. Ihn reissen aus des tovon mir treib, Mit deinem Geist des band; Und zu mir nehmen stets bey mir bleib. 6. Bis sich die seel vom leib ab=, in mein reich, Da soll er dann mit wend, So nimm sie, HErr, in mir zugleich 125 Lied 144. 145. In freuden leben ewiglich, 12. Bis unser stündlein kommt hilf uns ja gnädiglich herbey, Auch unser glaub stets H HERR! vergib all unser wacker sey, Dein'm wort zu ad, Hilf, daß wir warten trauen vestiglich, Bis wir eingeduld. schlafen seliglich 144 Nic. Heermann. ann mein stündlein vorhanden ist, Und ich soll fahrn ein strasse, So gleit du mich, HErr JEsu Christ! Mit mich nicht verlasse. Mein seel, an meinem letzten end, befehl ich, HErr! in deine händ: Du wirst sie wohl bewahren Nein sünd mich werden 4. Weil du vom tod erständen len sehr, Mein g'wissen bist, Werd ich im grab nicht vird nagen, Denn ihr sind bleiben: Mein höchster trost dein wie sand am meer, Doch auffahrt ist, Todsfurcht kann ich nicht verzagen: Bedeu=sie vertreiben: Denn wo du bist, will ich deinen tod, HErrida komm ich hin, Daß ich stets al deine wunden roth, Diesbey dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit freuden. n mich erhalten. Ich bin ein glied an deinem 5. So fahr ich hin zu JEsu Des tröst ich mich von Christ, Mein arm thu ich ausgenz Von dir ich ungeschie=strecken. Ich ruhe fein und schlafe bleib In todesnoth und fest, Kein mensch kann mich aufrzen. Wenn ich gleichwecken, Denn JEsus Christus sterb ich dir, Ein ewigs GOttes Sohn, Der wird die hast du mir Mit deinem himmelsthür aufthun, Mich führ'n zum ew'gen leben. erworben. c) Trost wider den Tod. 14 Barthol Ringmald. erzlich thut mich verlangen Nach einem seel'gen end Weil ich hie bin umfangen Mit trübsal und elend: hab lust abzuscheiden Von dieser bösen welt, Sehn auch nach ew'gen freuden: O JEsu! komm nur bald. Du hast mich ja erkaufet Warum sollt mir denn grauen sünd, tod, teufel, höll; Fürm tod und höllngesind? Weil blut hat mich getaufet, ich auf dich thu bauen, Bin ich ein 3. Ob ich mein hofnung stell. selig kind. 126 Lied 146. 3. Ob gleich süß ist das leben, leide, Doch tröstet mich Der tod sehr bitter mir; Will ich muth, Daß wir in grossen sar mich doch ergeben Zu sterben den Zusammen kommen willig dir: Ich weiß ein besser Und bleiben ungescheiden leben, Da meine seel fährt hin: dem himmlischen thron Des freu ich mich gar eben; 7. Euch segne Gott der HErn Sterben ist mein gewinn. Ihr vielgeliebten freund Mein 3. Der leib zwar in der erdenstraurt nicht allzusehre Von würmern wird verzehrt:stod, wie gut ihrs meynt: Ble Doch unsre haut wird werdenspest in dem vertrauen, Daß Durch Christum neu verklärt, in kurzer zeit Einander wieder Ganz leuchten, als die sonne, schauen Werden in ewigkeit Und leben ohne noth In him-| 8. Zuletzt ich mich ganz w mels freud und wonne, Was Zu dir, HErr Christ allein; schad't mir denn der tod? mir ein seligs ende, Send mit 5. Die welt mein herz willsdein engelein; Führ mich neigen Zu bleiben länger hier, ewig leben, Das du erworben Sie pflegt mir auch zu zeigen, hast, Du wollst mich überheben Ehr', geld, gut, all ihr zier; Der schweren sündenlast. Doch ich das gar nicht achte, 9. Hilf, daß ich ja nicht weicht Es währt ein kleine zeit, Das Von dir, HErr JEsu Christ himmlisch ich betrachte, Das Dem glauben stärke reich bleibt in ewigkeit. mir zu aller frist; Hilf mir dein 6. Wann ich auch gleich nunsterlich ringen, Das durch scheide Von meinen freunden trost ergetzt, Ich frölich möggut, Das mir und ihn'n bringt singen: Es ist vollbracht, zuletzt Melod. Psalm 42. 146. Simon Graff. Und vergis all reu dich sehr, o meine seele! Weil dich nun Christus dein Herre, Ruft aus diesem noth und quaal, Aus trubsal und grossem leid Solt sam= mer=thal. du fahren in die freud, Die kein ohr hat nie gehörUnd in ewigkeit auch wähle 2. Tag und nacht hab ich ge | 3. Denn gleich wie die rose rufen Zu dem Herren meinen stehen Unter dornen spitzig gar GOTT: Weil mich stets viel Also auch die Christen gehen, kreuz betroffen, Daß er mir hülf In angst, trübsal und gefal aus der noth Wie sich freut ein Wie die meereswellen sind, Un # wandersmann, Wann er den ter ungestümmen wind; weg enden kann: So hab ich ist allhier auf erden Unser lauf gewünschet eben, Daß sich en= voller beschwerden 4. Willden mög mein leben, 127 Lied 147. 4. Welt, tod, teufel, sünd hen Jns himmmlische vaterland In das schöne paradeis, Drein hölle, Unser eigen fleisch blut: Plagen stets hier der schächer thät sein reiß, Wollest ufre seele, Lassen uns bey kei= mich, HErr! dahin führen, Und m muth. Wir sind voller angst mit höchster klarheit zieren. 8. Ob mir schon die augen plag, Lauter kreuz sind un brechen, Das gehöre gar vertag: Wann wir nur geboh werden, Findt sich jammer schwindt: Und mein zung nicht mehr kann sprechen, Der verstand kung auf erden. sich nicht besinnt, Bist du doch Wann die morgenröth her mein licht, mein hort, Das leuchtet, Und der schlaf sich en mir wend't; Sorg und kum=leben, der weg, die pfort: Du er daher streichet, Müh findt wirst mich selig regieren, Und an allem end. Unsre thränen die bahn zum himmel führen. 9. Laß dein'n engel mit mir d das brod, So wir essen früh fahren Auf Elias wagen roth. ſpat. Wann die ſonn nicht Meine seele wohl bewahren, thut scheinen Ist nur lau Wie Laz'rum nach seinem tod, klag und weinen. Laß sie ruh'n in deinem schooß Drum, HErr Christ! du Erfüll sie mit freud und trost, gensterne, Der du ewiglich Bis der leib komm aus der erde gehst: Sey von mir jetzund ferne, Weil mich dein Und mir ihr vereinigt werde 10 Freu dich sehr, o meine seele! hat erlößt: Hilf, daß ich ried und freud Von der Und vergiß all noth und quaal: nehm abscheid. Ach! sey, Weil dich nun Christus, dein mein licht und strasse, Mich HErre, Ruft aus diesem jamstand nicht verlasse. Imerthal; Seine freud und herrIn dein seite will ich fliehen, lichkeit Sollt du sehn in ewig meinem bittern todesgang:keit, Mit den engeln jubiliren, ich dein wunden will ich zie=Jn ewigkeit triumphiren. II. Vom jüngsten Gericht. 147 Mel. Nun freut euch Christen insgemein, ls JEsus Christus in die welt Zum ersten mahl Hat er liebreich sein amt bestellt Zum nutz und trost ekommen, Von herzen, ja recht brüderlich, Hat der frommen: treue Heiland sich Der fünder angenommen. Der frommen schaar ihn freugann aber er zum andernmal nenschen wird erscheinen: dig sehn, Die bösen aber weinen. 3. Der HERR wird richten ill er richten ohne zahl Die samt den kleinen. Diesnach gebühr, Was lebt, und wär welt wird vor ihm stehn, Lied 148. 128 was gestorben. Doch werden erst= nicht erkennen. Den schaafe lich gern herfür Die schon die bleibt ein ewig heyl, Den böckruh erworben: Welch aber noch aber wird zu theil Ein unan am leben sind, Die wird man hörlich brennen schauen ganz geschwind Ver= 7. Weh dem, ja web in ew keit, Der dann beschämt mit wandelt, nicht verdorben. 4. Kein mensch wird da befreyet stehen: Weil alles, was in die seyn, Dann die man hat gefun=zeit, In bosheit ist gescheh den, Von Adams zeiten groß Ja, was man heimlich hat es und klein, An kranken und ge=richt, Alsdann muß kommt sunden, An reichen, armen an das licht: Ach! daß m. hoch und schlecht, Die müssen diß bedächte: allzumal vors recht, Nichts 8. O welt! o welt! bekehre die Und was noch zu bekehren, bleibt hievon entbunden. 5. Es wird in seiner herrlich=dein der HErr erbarme sich, keit Des menschen Sohn vor du nicht mögest hören Das allen Sich schauen lassen weit theil, das geschrieben steht! und breit, Drauf wird die stimm von mir, ihr verfluchten ge erschallen: Steht auf ihr tod-Geht in das ew'ge feuer. ten, säumet nicht! Diß ist der 9. O JEsu Christ! bewal tag, da vors gericht Ihr alle mich, Und alle fromme her Daß wir nicht unvorsichtig müsset wallen. 6. Drauf wird es an ein schei- Die seligkeit verscherzen: den gehn, Wenn sich die schaafe uns zu deiner rechten stehn, Und trennen Von böcken, die zur zu des himmels freud eingeht, linken stehn, Und Christum Wann du wirst kommen, amen III. Vom ewigen Leben. J. G. Albin 148 2 lle menschen müssen sterben, Alles fleisch vergeht wir Was da lebet, muß verderben, Soll es anders werde hen, Dieser leib der muß verwesen, Wenn er ande neu: soll genesen, Zu der grossen herrlichkeit, Die den fromme ist bereit. 2. Drum, so will ich dieses le=ldes HErren JESU tod. ben, Wann es meinem GOtt be= 3. JEsus ist für mich gestorben liebt, Auch gar willig von mir ge= und sein tod ist mein gewinn len Bin darüber nicht betrübt, Er hat mir das heil erworben, Denn in meines JEsu wunden, Drum fahr ich mit freuden hin Hab ich nun erlösung funden, Hier aus diesem weltgetümmel, Und mein trost in todesnoth Ii 129 Lied 149. in des grossen GOttes him=lin stiller ruh; Oder grossen freud und wonne, Jetzo gehet auf die gel Da ich werde allezeit Rühſonne, Jetzo gehet an der tag, Der en die Dreyeinigkeit. 4. Da wird seyn das freudenle-skein ende nehmen mag. 7. Ach! ich habe schon erblicke en, Da viel tausend seelen schon Alle diese herrlichkeit, Jetzo wé sind mit himmelsglanz umge en, Dienen GOtt vor seinem ich schön geschmücket Mit dem ron: Da die seraphinen pran weissen himmelskleid, Und der en, Und das hohe lied anfangen: güldnen ehrenkrone, Stehe da )tilig, heilig, heilig heist, GOttsvor GOttes throne, Schaue Vater, Sohn und Geist. solche freude an, Die ich nicht Da die patriarchen wohnen, beschreiben kann. 8. Hier will ich nun ewig wohdie propheten allzumal, Wo auf ten ehrenthronen Sitzet der ainen, Liebste freunde gute nacht, stel zahl. Wo in so viel tausend Eure treu wird GOtt belohnen, hren Alle frommen hingefahren Die ihr habt an mir vollbracht. Da wir unserm GOtt zu ehren Alle meine anverwandte, Freunde, nachbarn und bekannte, Lebet wig halleluja hören. Jerusalem! du schöne, Achwohl! zu guter nacht, GOtt sei elle glänzest du! Ach! wie lob, es ist vollbracht. ch lobgetöne Hört man da Betrachtung der Ewigkeit Joach. Neander. 149 Sunder! denke wohl, Du laufst zur ewigkeit: Nimm deine zeit in acht: Sey immerdar bereit. grosse menschensohn Steht fertig vor der thur Der tzenkündiger, Der richter bricht herfür. tolle sicherheit! Verfluchter ihin Bey solchem wirbelwind! nschlaf! Wach auf du, der Ein federleichtes blatt Zerfleucht, äfſt Erschrecke doch und verweht geschwind Mit zittern und mit furcht,| 5. Wach auf, dann, meine seel! ebendem gemüt, Der seelen In JEsu suche ruh, Wann glut und fluth und wind Wird stürmen eit, Den edlen schatz behüt. e macht der finsternis Wirdsauf dich zu, Fleuch mit der turtelehr kaum geſehn, Das boͤ=ſtaub In jeneritzen hin, Zum fels ein kömmt, Wer will, wer der ewigkeit Da bist du sicher in. stehn? Verzehrend ist das 6. Mein nächster, sey auch du Es bricht aus Zion an Der Bereit, ich warne dich: Jch bittes menſchen Sohns, Den|dich, bedenks, Eh dann der todes stich Die seel vom leibe reist; Die und leiden kann. as kan ein strohhalm doch stund ist unbekannt, GOtt kommt heiſſen glut? Was kanſwann du nicht meinſt, Erforindi grund Bey ungestüm deinen stand. th? Wo will der stoppeli 130 3) 0 ( S IV. Von der ewigen Verdammniß 50. Joh. Ris. Mel. Psalm 85. S ewigkeit! du donnerwort, O schwerdt: durch die seele bohrt, O anfang sonder einig ende: Ocwi keit! zeit ohne zeit, Ich weiß für grosser traurigkeit, Nie wo ich mich anjetzt hinwende. Mein ganz erschrocknes her erbebt, Daß mir die zung am gaumen klebt. 2. Kein unglück ist in allermartert bist, Ist doch kein sch welt, Das endlich mit der zeitlnoch end vorhanden; Die nicht fällt, Und ganz und gar die niemand zählen kann, wird aufgehoben: Die ewigkeitffänger stets von neuem an hat nur kein ziel, Sie treibet | 6. Ach GOtt! wie biſt du fort und fort ihr spiel, Und hö recht? Wie strafest du die ret nimmer auf zu toben; Jasknecht So hart im pfuhl den wie der Heiland selber spricht: Menschmerzen! Auf kurze sünd Aus ihr ist kein erlösung nicht. dieser welt Hast du so laut 3. O ewigkeit! du machst mir pein bestellt. Ach fünder! bang, O ewig, ewig ist zu lang! dies wohl zu herzen; Betracht Hier gilt fürwahr kein schimpf wohl o menschenkind! Kurz noch scherzen: Drum wann ich die zeit, der tod geschwind 7. Ach! fliehe doch des teufdiese lange nacht Zusamt der grossen pein betracht, Erschreck ich ſstrick, Die wolluſt kan ein au recht von ganzem herzen: Nichtsblick Und länger nicht die seel ist zu finden weit und breit, Solgetzen. Willt du dafür dein at seel Hernachmals in des teur schrecklich, als die ewigkeit. 4. Wann der verdam̅ten gro=höll Zum ewigwährend heule ße quaal So manches jahr als izen? O schlechter tausch! o schle an der zahl Hier menschenkin=gewagt! Das nachmals der sich ernähren, Als manchen wird beklagt. 8. So lang ein GOtt im hie stern der himmel hegt, Als mel lebt, Und über seinen heilmanches laub die erde trägt, Al lein noch endlich sollte währen: schwebt, Wird solche martere So wäre doch der pein zuletzt währen: Es wird sie plagen und hitz, Angst, hunger, schreckt Ihr recht bestimmtes ziel gesetzt feur und blitz, Und sie doch ni5. Nun aber wann du die gefahr mermehr verzehren. Nicht k Viel hundert tausend tausend sich enden diese pein Sonst um jahr Mit grosser klag hast aus GOtt's recht nicht ewig seyn gestanden, Und von den teufelt W solche frist Ganz grausamlich ge 131 Lied 150. Wach auf, o menschl vom fün=seyn, Ohn ewig ende dich benschlaf, Ermuntre dich verstor=trüben? Wo ist ein so beredter schaaf, Und beßre bald dein mann, Der dieses werk aus ndlichs leben; Wach auf, es ist sprechen kann. hl hohe zeit, Es kommt heran 11. O ewigkeit! du donnerewigkeit, Dir den verdienten wort, O schwerdt! das durch zu geben. Vielleicht ist heut die seele bohrt, O anfang! sonletzte tag; Wer weiß noch, wieder einig ende. O ewigkeit! zeit ohne zeit, Ich weiß für an sterben mag. O du bethörtes menschenkindlarosser traurigkeit Nicht, wo en sinnen toll, von herzen blind, sich armer, mich hinwende. ab die eitle welt zu lieben. Ach Nimm du mich, wann es dir soll dann der höllen pein, gefällt, HErr JEsu! in dem mehr dann tausend henker freudenzelt Register der Lieder. ach der Zahl eingerichtet, welche über jedem Lied zu suchen. Num. Du unbegreiflich hoͤchstes 20 Durch Adams fall ist ganz ermal ein jahr verfloſ 100 (Ein kindelein höchst Ach Gott und Herr 96 Erhalt uns Herr bey 122 Gott wie viel mühsel. 80 Erheb dein herz Herr wie dürstet meine agt mir nicht von gold 110 Erleucht mich Heer mein schone doch du grosser 86 Erquicke mich du heil der 121 Es ist das heil uns wachet, wachet aus 118 was bin ich, mein erretter 61 Ey was frag ich nach der 146 125 Freu dich sehr, o meine was soll ich sünder Freylich bin ich arm 98 weh, ach weh, wo soll ich 18 Fügt euch herzu ihr Christ Gott in der höh sey 70 Gelobet seyst du Jesu zu dir Herr Jesu 129 Gerechter Gott wir 148 menschen müssen sterb. 43 Gott des himmels und der Christus unser HErr. 147. Gott des zepter stuhl und gesus Christus in die 47 | Gott du hast das wort des Jesus jetzo sterben wollt 128 64 Gott gieb fried in deinem anfang warest du das 138 50 Gott ich danke dir von nein geist erhebe 104 Gottlob die hochgewünschte mein geist du hast 135 | Gott sey dank in aller welt mein herz und mein 111 Err Christ der einig meinen lieben GOtt 131 Herr deine rechte und s meines herzensgrunde 136 Herr dessen nam Jehova Chriſte der du biſt tag 28 Herr Gott bich leben wir Chriſt der in todes Herr hilf mir, o ich sinke istus fuhr gen himmel 11 Herr höre, Herr erhört in Herren meine seel. 17 Herr Jesu Christ! dich; Der grosse kriegs= und 139 Herr JEsu Christ du er tag ist hin mein Jesu Herr heinigkeit, der Gottheit Register. Herr Jesu gnadensonne 77 O heilige Dreyeinigkeit Herr Jesu wahrer mensch 143 |O heilger Geist kehr Herr unser GOtt dich loben 10 | O Jesu Christe wahres licht Herr wann wirst du Zion 97 | O Jesu Christ mein schön. Herzallerliebster Gott 106 | O Jesu Gott der ehren Herzlich thut mich 145 | O Jesu Jesu Gottes Sohn Hilf Herr Jesu laß 21 | O lamm Gottes unschuldig Hilf mir mein Gott hilf 107 O liebesglut die erd und Himmel, erde, luft und meet 54 | O menschenfreund o Jesu Höchsterwünschtes seelen 119 |O schande daß der staub Ich bin dein Gott, dein 66 | O starker Gott! v seelen Ich glaub an Gott 41|O sünder denke wohl Ich hab mein sach Gott 140 |O tod wo ist dein stächel Ich lobe dich von ganzer 25 O Vater aller frommen Ich ruf zu dir Herr Jesu 78|O Vater der barmherzigkIch schäme mich vor deinem 99 | O wundergrosser siegesheld Ich sehe dich v Gottes 55 Seibständig wort von Ich will ganz und gar 91 Sey getreu in deinem Jehoba gib uns deinen Geist 4 So soll ich dann noch mehr Jehova ist mein licht und 51 | Süsser Heiland unser leben Jesus Christus unser 29 nbegreiflich gut Jesu deine heilge wunden 26 Unser Vater im him. Jesu meine freude 9] Unveränderliche güte Komm Gott schöpfer 34 Vater aller gnade Komm, v komm du Wacht auf, wacht auf Kommt laßt euch den Her. Wann mein stündl. Laß deinen knecht 12 Was die schrift uns thut Lebenssonne deren straf. 87 Was erhebt sich doch die Liebster Jesu wir sind hie Was grämst du dich meine eine hofnung stehet 59 Was mein Gott will 221 Meine sorgen, angst 127 | Weg ihr eiteln eitelkeiten Mein fels hat überwunden Weg mit allem was da Mein Gott du bist meine 74] Wer bin ich armer sünden Mein leben ist ein pilgrimst. 142 Werde munter mein gem. Mein lebensfürſt 25|Wer kann vor dir o Herr un bitten wir den Wer nur den lieben Gott Nun der heiden Heil 13|Wie sleucht dahin der Nun freut euch christen Wie schön leuchtet der O allerliebster menschen 134 | Wilt du dir meine seel O bethörte blinde 89 Wo soll ich fliehen hin O Christe Jesu Gottes 24 Wo soll ich hin, wer hilfet O der wunder grossen 46 Wohlauf du werthe O ewigkeit du donnerw. 150 Wohl dem menschen der O fels des heils am kreuz 48 Oeuch mich, zeuch mich O Gott du frommer Gott 105 Zion spricht ich bin O Gott du unser Vater 1' Zu deinem fels und groß Ende des zweyten Theils. 120 114 112 103 133