114Gleich Blumengenien hebet euch empor,Im feinsten Parfüm zu dem reinsten Lichte:Bescheiden wie Viola trikolor,Und prächtig, wie Hortensia, die dichte,Wie Feuerlilien, so frei und frank,Stolz, wie die Palme, wie die Pinie schlank!V.An eine zukünftige Geliebte.Wie könnt' ich deine Reize all' besingen!Sei Seraph, der mein Paradies behüte!Ich flog als Schmetterling von Blüth' zu BlütheUnd hob' von Blum' zu Blume meine Schwingen,So konnt' den ganzen Himmel ich erringen.Ver sich um eine Rose nur bemühte,Indeß ein Garten voller Rosen glühte,Der wird nicht weit mit seiner Dichtkunst springen.Ich huldigt' Einer Schönheit, vielen Schönen,Und Keine hat mich je allein besessen,Weil Harmonie beſteht aus vielen Tönen,Doch konnt' ich alle jetzt durch dich vergessen,Weil deine Liebe will mit Freiheit theilen:Juchhe! ich darf im Dichterhimmel weilen!
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