64Hier dieses Eckhaus streckt sich weit hervor.An jener Straße, wer mag d'rinnen wohnen?Hier öffnet man dem Geize Thür und Thor.Und Wucher muß dem Blutentsauger lohnenGefärbt von unverschämten PrellereienIst dieses Kornwurms rothes Angesicht;O Gott der Rache, sende deinen Geier,Der ihn mit scharfen Krallen lasse nicht!Jetzt steh ich plötzlich vor dem kleinen Raum,Deß Mauern einem braven Mann beschiedenEr ruht nicht aus auf einem weichen Flaum,Doch birgt er in der Seele goldnen Frieden;Er mehrt sein Gut und freut sich rechter Gaben,Nährt ehrlich Weib und Kinder mit Gewinn,O Gott der Treue, laß den Schlaf ihn laben-Und heitere für Morgen seinen Sinn!Ich schreite weiter in dem SternenlichteUnd fühl in mir des Sehers heil'ge Kraft,Weß ist dies Haus — so still wie beim Gerichte?Es wacht ein Drache d'rin — die Leidenschaft!Ein Spieler von Vampyren ausgeſogen,Wodurch sein Weib und Kind in Noth geräth,Er gleicht dem lecken Schiff auf Meereswogen;O Gott der Reue, komme nicht zu spät!Ich flieg' zurück — es brennt die Seele mir;Doch halt, hier wohnt das Mädchen meiner Liebe!O, schönes Kind, mein Sinn stand einst nach dir;
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