Mitternacht.Die Nacht umflort schon dieses Städtchens Rund,Des letzten Wandrers Tritte längst verhallten,Die Geisterchöre regen sich jetzt bunt,Und Stille herrschte wo laute Lieder schallten;Ich wandle einsam durch die stummen GassenBeleuchtet nur vom Silberlicht des Mond's,Und bin allein, doch bin ich nicht verlassen:Weil du, o Bild der Freiheit in mir thron'st!Euch floh dahin des Tages Luſt und Leid,Die ihr im ſanften Arm des Schlaf's euch wieget:Ein Tag entfloh im raschen Flug der ZeitIn's Meer der Ewigkeit, die sie besieget,Der Traumgott ſchwebt mit lichten PurpurſchwingenJetzt über eurer Seelen lohem Brand,Doch will ich statt zu schlafen mir was singenUnd schwärmen in der Träume sel'gem Land.1Euch fächeln Genien des Schlafes Ruh:Ich wandle wachend durch der Nächte Grauſen,Der Häuser Schatten schreiten auf mich zu.Und die Dämonen hör' ich um mich fausen.Wie viele Pfeile auch die Menschheit trafen;Doch macht der Schlaf geſund manch' armes HerzO Gott der Träume, laß die Müden schlafenUnd sende ihnen Balsam für den Schmerz!
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