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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
137
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137auf Tod und Leben. Ihre Schuld ist schreiend,Der Erzbischof von Köln ist darum hier,als Kommissär des Kaisers, ja, der Kaiserist darum selbst in uns're Näh' gezogen.Das Urtheil ist zwar noch nicht kund gethan,doch schon gefällt. Sie büßt mit ihrem Kopf.Doktor.Was, Teufel, geht das alles mich nur an?Sybille.Es geht Euch wahrlich an, mein lieber Doktor,denn unsrer Ehre Retter sollt Ihr sein.Bedenkt, welch eine Schmach für unſer Haus,wenn Ehbruch, Zauberei, und freche Sitte,an einem seiner Glieder durch das Schwertdes Henkers öffentlich bestraft muß werden!Solch einem Schandmahl, Doktor, beugt Ihr vordurch eine wohlgemischte Arzenei.Die Herzogin wird morgen todt gefunden,und alles bleibt im Gleise.Doktor.Gift?Sybille.Das mein' ich.Das ist des Kaisers Wunsch, damit das Aufsehnvermieden sei, und doch das Recht geschehe.Doktor.Prinzeſſin, hört. Ich will nicht unterſuchen,ob solcher Wunsch dem Kaiser ähnlich sieht.Ständ' aber jetzt der Kaiser selbst vor mir,und meinte das, so würd' ich sagen: Herr,was Ihr begehrt, das ist nicht meines Amts.Ich bin ein Arzt. Zur Heilung, nicht zur Tödtung,ward uns die Arzenei von Gott gegeben.Hat sich Jakobe todeswürdiger Frevel