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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
128
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128Herzog.O Frau Jakobe!Jakobe,Schweigt! Ihr wart nicht würdig,daß ich nur einen Tag lang Euer war.Ihr seid kein Mann, viel weniger ein Fürst.Herzog.O hörtlJakobe.Wär't Ihr ein Mann, wär't Ihr ein Fürst,Ihr wüßtet besser, was Euch jetzt geziemte.Diesen ehrwürd'gen Greis ermahntet Ihr,in seinen Kirchensprengel heimzukehren,dem Kaiser sendetet Ihr einen Herold,er wolle sich in Euer Haus nicht mischen;an alle Fürsten deutscher Zunge ließt IhrEilboten abgehn, ihnen Kunde bringend,wie man an Euch die Oberherrlichkeitder Fürsten schmälern will, die gottgegebene,und wie sie selbst in Euch gefährdet sind;die Frechen aber, die dies Lügenbuch(sie schlägt mit der Reitgerte nach der auf der Erde liegenden Schrift)zu unterzeichnen wagten, ließt Ihr allean hohe Galgen knüpfen nach der Reihe,und an den höchsten(auf Sybille deutend)Diese Bübin hier!Sybille.Das ist zu viel!Erzbischof.O Himmel, welch ein Ausbruchunbänd'gen Erdenzornes! Hohe Frau,ich flehe, mäßigt Euch! Ihr geht zu weit.Niemand wollt Ihr erkennen über Euch,