— 127Herzog (zu Hall).Ritter, seid so gut, und legtden Vollmachtsbrief in diese heil'gen Hände.Jakobe (entrüstet).Was thut Ihr, mein Gemahl? Seid Ihr bei Sinnen?In Eurem Haus, auf Eurem Grund und Boden,erlaubt Ihr duldsam, daß man Euch entthrone?Herzog (in großer Herzensangst).Ach, theure Frau Jakobe — Seht — der Kaiserdie Kirche — Ach, ich kann der Kirche doch,und sölchem heil'gen Mann nicht widerstreben?Soll denn der Bannfluch über mich ergehn?Jakobe.Wohl! Wohl! Ich seh', daß ich verrathen bin!Dies ist die Strafe, daß ich einen Manngenommen, der ein Weib ist. Fahre hin!Ich hab's an einem Besseren verschuldet.Gebt, Hall, gebt ihn heraus, den Vollmachtsbrief!Gebt ihn, an wen es sei! Weit werft ihn von Euch!Jetzt ist für mich nichts mehr an ihm verloren..Hall (zieht das Blatt hervor und überreicht es dem Erzbischof).Jakobe.Und damit, Herzog Wilhelm, habt Ihr Euchauf ewig losbekannt von Eurer Gattin!Und so auf ewig scheid' ich mich von Euch!Herzog.Um Gott! Ihr wolltJakobe.Es ist vorbei! Ich wardie Herzogin von Jülich, Berg, und Cleve.Es war ein böser Traum. Gott sei gelobt,er ist vorbei! Ich bin Jakobe wiedervon Baden, kehre heim in meine Berge,.und athme wieder unverdorbne Luft...
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