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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
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126Er wird nicht wollen, daß ich meinem Ansehnvergebe gegen irgend wen auf Erden,Ich werde ſelbſt ihn ſehn, und meine Sacheihm gegenüber führen. Leicht erkennenwird er, wie schändlich man an mir gefrevelt,und wie mir selbst Genugthuung gebührt,Als Fürstin aber werd' ich zu ihm kommen,dem Fürsten, sagt ihm das, nicht als Beklagte,die vor den Richter tritt. So ziemt es sich!Erzbischof..Der Weg zum Kaiser steht Euch immer offen,erlauchte Frau, und da Ihr selbst ihn wählt,so wälzt Ihr einen Stein von meiner Brust.Wohl wär' es heilsam, wenn die Fürsten immerZusammenträten, und sich selbst besprächen.Der Stimme Ton, ein Blick, ein Händedruck,ein Lächeln, wirkt oft Wunder in den Herzen.Indeß, erlauchte Frau, entbindet EuerEntschluß mich meiner Sendung nicht. Berufenmuß ich die Stände, muß die Zeugen hören,und alles walten nach des Kaisers Willen;bis mir von ihm ein neuer Auftrag wird.Jakobe.Wie könnt Ihr das, hochwürd'ger Herr, da ichden Kaiser nicht als Richter anerkenne?Erzbischof.Erlauchte, Euer Einspruch bleibt in Kraft,und wird der Kaiser ihn gewiß beachten,doch auch mein Amt als Schiedsmann bleibt in Kraft;so lange, bis der Kaiser widerruft.(um Herzog) In diesem Sinn begehr ich hier zuerst,erlauchter Herr, daß Ihr den Vollmachtsbriefmir übertragt, den Ihr dem Ritter Hallvertrautet.