— 118betritt mein Haus? Seid mir gegrüßt in Ehrfurcht,hochwürd'ger Herr.Erzbischof.Der Friede sei mit Euch,erlauchter Herr. Ich bring' Euch einen Grußvom Kaiser.Herzog.Wie?Erzbischof.Der abgestiegen istin meinem Haus zu Köln.Herzog.Zu Köln? Was hör' ich?Der Kaiser mir so nah? O welch ein Glück!Und sendet Euch mit einem Gruß zu mir?Euch, welcher steht im Ruf der Heiligkeit!Wie kommt mir heute so viel Ehr' und Liebe?Erzbischof.Wenn Ihr für Ehr' und Lieb' es gern erkennt,so bitt' ich, thut, was Ehr' und Lieb' Euch heißen.Versöhnt Euch mit der Schwester. Nehmt die Hand,die sie zuerst Euch reicht, und laßt mich segnenden schönen Bund der hergestellten Eintracht.Sybille (die Hand darbietend).Mein Bruder, hab' ich gegen dich gefehlt,so schreib's dem Eifer zu für deine Wohlfahrt.Herzog (schlägt in ihre Hand).Was du gefehlt haſt, Schweſter, gegen mich,ist längst verziehn, doch tief bekümmert michdein ungerechter Eifer gegen sie.Sybille.Ob ungerecht er ist, wird nun sich zeigen.Denn dieser heil'ge Mann ist von dem Kaiser
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