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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
117
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117Ich könnt' es thun, ich könnt' Euch etwas geben,erlauchter Herr, das weder hilft noch schadet.Das will ich aber nicht. Ich will nicht EureEinbildung nähren, Charlatanerie.ist meine Sache nicht obgleich uns EureGemahlin alle für Quackſalber hält.Herzog.Verzeiht ihr. Sie versteht von Kranksein nichts.Doktor.So lang man wohl ist, spottet man des Arztes.Was Ihr zu viel im Glauben auf die Kunstder Aerzte thut, thut Eure Frau zu wenig.(gutmüthig scherzend)Nun, nun, sie kommt mir auch wohl einmal unterdie Hände. Dann bezahl' ich's ihr. Lebt wohl,erlauchter Herr, und bildet Euch nichts ein!(ab)Achter Auftritt.Herzog (allein). Dann: Page.Herzog.Er ist der Alte. Wär' er höflicher,ich glaub', ich hätte nicht so viel Vertrauenauf seine Kunst. Wo nur Jakobe bleibt?Um diese Stunde pflegte sie zu kommen.Sie wird wohl wieder ausgeritten sein.Wenn sie das unterließe, wär' mir's lieb.(Zwei Kämmerer und zwei Pagen öffnen dem Erzbischof die Thürflügel.)Page,Des Herrn Erzbischofs von Köln Hochehrwürden. (ab)Neunter Auftritt.Herzog. Dazu: Erzbischof. Sybille. Waldenfels.Herzog (freudig überrascht):Was seh' ich! Ein Begnadigter des Himmels