— 114Erzbischof.Die Herzogin?Sybille.Sie selbst. Und ihr Galan dicht neben ihr.So kühn! so ohne Scheu! vor aller Augen!(Neues Jubelgeschrei.)Erzbischof.Es scheint, das Volk ist ihr nicht abgeneigt.Man drängt sich haufenweise rings um sie.Man wirft ihr Blumen zu. Die Hüte fliegen.Ich höre deutlich: lebehoch, Jakobe!Sybille.Ein vorbereitet Spiel! Gedungner Pöbel!Rechtschaffne Bürger fliehn vor ihrem Anblick.Waldenfels.Dann sind auch viele von der falschen Kirchenoch heimlich in der Stadt. Sie ahnen alle,die Herzogin sei noch im Innerstender Seele, was sie früher ist gewesen.Sie sehn in ihr ein Vorbild, eine Stütze.Daher die große Freude.Sybille.Was erblick' ich?Ein Page reitet mit?Waldenfels.Der junge Syberg.Er ist beständig um sie.Sybille (schlägt die Hände zusammen).Armer Knabe!Auch deine zarte Jugend muß dem Laster.schon dienen? Dieser Juno mußt du schonein Ganimed sein? Ist denn niemand sichervor den Fallstricken dieser Zauberin?
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