113Erzbischof.Schon tief gewurzelt, ſeh' ich, iſt das Uebel.Vor allem thut es noth, daß die Gewaltgleich wieder in die Hände dessen komme,dem sie gebührt durch Gott und durch sein Recht-Dann ist zu sehn, ob dieser fähig ist,sie jetzt zu führen. Ist er's nicht, so schreitetder Kaiser ein, und ich in seinem Namen.Dann erst kann das Gericht eröffnet werden.Sybille.Der Herr des Lebens wird es einst Euch lohnen!Nicht länger zu ertragen ist der Unfug:Schon murrt das Volk ob all dem Aergerniß,das sie ihm täglich gibt, und in Verwünschungenentladet sich sein Unmuth gegen sie.(Man hört fernes Freudengeschrei.)Sybille (springt auf)Was für Geschrei?Waldenfels (eilt an's Fenster).O nichts. Ein Haufe Volks.Sybille(tritt an's Fenster, und fährt sogleich wieder zurück, für sich).Verdammt!(Das Geschrei wiederholt sich.)Erzbischof (aufstehend).Es klingt, wie Jubel. Sieht man nichts?(er tritt an's Fenster)Wem gilt es?Sybille.Seht, hochwürd'ger Herr! Dort fern —auf offner Straße — mitten im GedrängMit eignen Augen überzeugt Euch nun!Dort schwebt sie, hoch zu Pferd.Zahlha's Jakobe von Baden.
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