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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
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82womit Ihr mich so angenehm erbautet.Mit seligen Gedanken schlief ich ein.Doch hört nun hört nun, welch ein Traum mir kam!(feierlich)Mir war, als tönte lieblicher Gesang,Musik, wie man sie nimmer hört auf Erden.Und wie ich stäunend mich empor will richten,da war's vor meinen Augen, wie wenn plötzlichdes Zimmers Decke weit sich öffnete.Herein vom hohen Himmel floß ein Lichtglanz,und schwebend senkte sich ein strahlender,ein wunderschöner Engel zu mir nieder.Herzog (in höchster Theilnahme).O weiter, weiter!O gnadenreich Gesicht!Jakobe.Der Engel öffnete den Mund, und sprach:Jakobe, höre, höre, höre mich!Ich komme dich zu warnen. Ein Geschöpfsluut Böses gegen dich. Es wird hintretenvor deinen Gatten, dies Geschöpf, und wirddes Ehebruchs dich zeihen, und wird lügender Engel Gabriel sei ihm erschienen,und habe Zeugniß gegen dich gegeben.Ich aber bin der Engel Gabriel,und dulde nicht solch frevelndes Beginnen.Geh hin, Jakobe, tritt ver deinen Gatten,der ein Gesalbter ist und Gottgeliebter,und sprich zu ihm, wie ich zu dir gesprochen,zu allen andern aber schweige still.Und dieses sagend, strekt' er seine Rechteüber mich segnend aus und war verschwunden.Herzog (heftig ergriffen).O Himmel! Was bedeutet das? Ich bebe!