81des Hofs. Sein Rath kann heilsam auf sie wirken.In Güte würde manches beigelegt,was jetzt des Hofes Frieden droht zu stören,und mancher böse Auftritt unterbliebe.Die Herzogin ist heftig. Darum dächt' ich,erlauchter HerrHerzog.Nein, nein! Sie wähle selbst.Ich will es so!Broill (für sich).Er will! Er will!Ich herrschenicht mehr allein. Sie hat ihn ganz verstrickt.(Zwei Pagen öffnen die Thürflügel. Jakobe tritt ein. Herzog ihrentgegen. Broitt ab.)Fünfter Auftritt.Herzog. Jakobe. Inletzt ein Page.Herzog.Erfreulicher Besuch! Willkommen, herzlichwillkommen, Frau Jakobe! Wollt Euchin meinem Armstuhl niederlassen.Jakobe (es ablehnend).Dank.Ich bin zu sehr erregt im Innersten,um still zu sitzen. Mein Gemahl, ich komme,Euch etwas Wunderbares zu erzählen,darob ich Aufschluß mir erbitten willvon Euch — von Euch als Priester, nicht als Fürst.Herzog.Als Priester? O das thut mir wohl, Jakobe!Euer Vertrauen rührt mich. Redet, redet!Jakobe.Ihr hattet gestern mein Gemach verlassen.Der Kopf war mir erfüllt, die Seele trunkenvon all den frommen, süßen, heil'gen Dingen,v. Zahlhas Jakobe von Baden.
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