83.Jakobe (in ihrem natürlichen leichten Ton).Nun sagt mir, mein Gemahl, was soll ich halten1von diesem Traum? War's eine Ausgeburterhitzter, überspannter Einbildung,ob langen Wachens und zu strengen Betens — — 2Herzog.Nein, nein', um Gott! Sprecht nicht von Einbildung!Ihr seid begnadigt vor dem Herrn, Jakobe!Es war kein Traum. O nehmt es nicht so leicht!Es war eine VisionJakobe.Eine Vision?So wär' der, Engel wirklich mir erschienen?Es war kein Spiel des wogenden Geblütes?Herzog.Um Gott, Jakobe, habt doch festern Glauben!Was gäb' ich drum, geschäh' mir solche Gnade!Jakobe.Nun, mein Gemahl, wenn's Wirklichkeit gewesen,so muß es bald sich zeigen. Ein Geschöpfmuß kommen, muß des Ehebruchs mich zeihen,muß lügen, daß der Engel ihm erschienen,und Zeugniß ihm gegeben gegen mich.Ihr werdet aber sehen, kein Mensch wird kommen.Wer dürfte dessen sich erkühnen hier?Herzog.Ihr zweifelt noch?Jakobe.Wenn dies Geſchöpf erſcheint,dann will ich glauben.— Warum nannte mirder Geist nicht auch den Namen des Geschöpfs,da er mir schon so viel gesagt? Das frag' ich!Herzog.O fragt nicht, forscht nicht, Ihr versündigt Euch.Wer kennt die dunklen Wege jener Welt?Warum — so könnt' ich fragen, wär's nicht Sünde
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