80 —Es währte doch bis in die tiefe Nacht.(er ist mit Unterzeichnen fertig. Die Papiere bleiben auf dem Tisch liegen).Und heute, stellt Euch vor, mein lieber Broill,heut will sie einen Beichtiger ernennennach meinem Vorschlag! Dahin bracht' ich sie!Seht Ihr, wie man mit Sanftmuth mehr bewirkt,als mit Erbitterung und Strenge?Bröill.Wahrlich,ich muß es nun bekennen, gnäd'ger Herr.HerzogMüßt Ihr? Das freut mich, seht Ihr, freut mich herzlich!So war ich einmal klüger doch, als Ihr.Broill.Ich dächte nun, Ihr schlügt der hohen Frauden Pater Anselm vor.Herzog.Den BeichtigerSybillens? Nein, das scheint mir nicht geziemlich.Jedwedes Glied des Fürstenhauses Jülichmuß einen abgeschloßnen Hofstaat haben,so für die Seele, wie für's Weltliche.So ist's gewesen seit Jahrhunderten.Ich denke, Broill, ich will die Herzogin,die sich mir so gefällig zeigt, mit gleicherGefälligkeit erfreun. Sie überläßtdas Wahlrecht mir. Ich geb' es ihr zurück.Broill.Erlanchter Herr, wenn nur die hohe FrauSie ist in Kirchensachen nicht bewandertSie könnte leicht fehlgreifen. — Pater Anselmist eingeweiht in die Verhältnisse
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