Druckschrift 
Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
79
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79Vierter Auftritt.(Zimmer des Herzogs. Rechts ein Schreibtisch mit Papieren, links einHausaltar).Broill. Gleich darauf: der Herzog.Brøill (allein tritt ein mit Papieren.)Noch nicht am Schreibtisch? Und die Glocke hatbereits geschlagen? Das ist sonderbar!Er ist doch sonst so pünktlich. Ach, er kommt.Ich wußte wohl, er müsse bald erscheinen.Er sieht recht heiter aus. Nun, desto besser.Herzog (von der Seite).Willkommen, Broill. Heut kamt ihr mir zuvor.(scherzend).Ich werde lau in meiner Pflicht, nicht wahr?(er setzt sich an den Tisch).Broill.Erlauchter Herr, Ihr seid vergnügten Sinnes.(er legt die Papiere, eins nach dem andern vor)Herzog.(unterzeichnet sie zwischen dem Sprechen, ohne sie weiter zu beachten).Ja, Kanzler, meine Seele freut sich heut.In froher Stimmung schlief ich gestern einDrum bin ich heute wieder froh erwacht.Wir hielten Andachtsübung gestern Abend,die Herzogin und ich. Sie war so fromm,so ganz in innre Anschauung versunken,als wär' ihr Geist verzückt und nicht zugegen.Kein vorlaut Wort, kein Spiel des Witzes, trat,so lang ich bei ihr war, auf ihre Lippen.