68Jakobe.Es ist mir hocherfreulich, mein Gemahl,daß Ihr mich würdigt, Theil an Eurer Andachtzu nehmen. Ja, ich will an Eurer Handes war ja eine Priesterhand — die Wegedes Herrn betreten, und in seinem Weinbergarbeiten.(für sich).Mit den Wölfen muß man beten.Herzog.O Frau Jakobe, wie entzückt mich EureWillfährigkeit! Wie rührt mich tief das Wort:es war ja eine Priesterhand! — Ach Gott,ich war so glücklich, als ich Priester war!O wiederholt es mir, das schöne Wort!Es klang so wunderhold in Eurem Munde!Jakobe (für sich)Er ist doch wahrlich gut!(ihm aufrichtig die Hand drückend.)Laßt mich sie drücken,mein Wilhelm, diese fromme Priesterhand.Herzog.Der Himmel lohn' Euch Eure Freundlichkeit,und gebe, daß Ihr Euch in wahrem Glaubenmit jeder Stunde mehr befestigt!— Kommt, setzt Euch zu mir, theure Frau Jakobe.(er setzt sich vor den Tisch auf den links stehenden Stuhl).Jakobe(nimmt den andern Stuhl ein, nachdem sie ihn vom Herzog zweiSchritte weit abgerückt hat.)HerzogLaßt uns, bevor wir schreiten zum Gebet,mit einem frommen Werk uns dazu rüsten,mit einem Vorsatz, der zum Heile führt.Ich kann nicht ruhig sein in meiner Seele,
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