mir große Ehr' zu thun mit seiner Hand,weil er der reichste Herr in Baiern ist,und Ahnen zählt bis hinter Karl Martell.Ich aber denk', es theilt die Ehre sichbei unsern Häusern in zwei gleiche Theile,und kommt auf keines mehr, als auf das andre.Setz' ich die Grafenkrone mir auf's Haupt,die Manderscheid mir bietet, so bedenk' er,daß ich dafür der angebornen Krone,der fürstlichen, entsage. Unfruchtbarauf eines Fräuleins Scheitel ist sie freilich,und ohne Land und Leute. Doch auch seine,mit allen Schlössern, allem Grund und Boden,ist unfruchtbar. Er ist kein Landesherr.Er ist nur eines Landesherrn Vasall.Mathilde.Die Kronen wägt Ihr ab, erlauchtes Fräulein?Das Haupt nur, nicht das Herz, trägt eine Kroneund alle Länder tragen keine Liebe.Jakobe.Ich sprach von seinem Stolz, drum wäg' ich ab,worauf sein Stolz sich gründet. Doch ich weiß,du bist sein Anwalt immer gegen mich.Mathilde.Ich bin auch gegen ihn der Eurige.Doch heute habt Ihr ihn zu sehr beschämt.Ihr wißt, wie ihm Musik ein fremdes Land ist,und fordert, daß er Euch die Laute stimme.Jakobe.So richtest du, weil du nicht alles weißt.Was er mir zugeflüstert, eh' ich diesvon ihm gefordert, konntest du nicht hören,da du im fernen Erkerfenster ebenbeschäftigt warst, den Papagai zu füttern.
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