Er liebt Euch tief und innig, tiefer, wahrlich,und inniger, als all' die schönen Herren,die Euch umgaukeln. Wenn sie allesammtden ganzen Tag vom frühsten Morgen anEuch huldigen mit wundersüßen Reden,und Abends ruht das Auge Manderscheidsauf Euch mit seinem stillen tiefen Glanz.so hat er mehr gesagt mit diesem Blick,als all' die zarten Höflinge nicht konnten.Jakobe.Mathilde, daß du recht hast, leugn' ich nichtDoch dieses Auge, das so viel mir gibt,begehrt auch viel von mir. Viel, sag' ich nur?O in der That, nicht weniger, als alles!Ich soll nur Augen haben für dies Auge.Zu lieb thun soll ich alles diesem Auge.Ich soll mich freuen, lächelt mir dies Auge,und soll verzweifeln, düstert sich dies Auge.Was denkt Herr Philipp Graf von Manderscheid?Meint er, ich soll mein fürstlich Blut verleugnen,weil er aus fürstlichem Geblüt nicht ist?Ich bin Jakobe von Baden, kann dem Grafen,wär' er im deutschen Reich der mächtigste,wohl eine freundliche Gemahlin werden,doch nimmer seiner Blicke Dienerin.Verfährt er so mit der Verlobten schon,was hat von ihm die Gattin zu erwarten?Mathilde.Da sieht man recht, verlobt ist nicht verliebt.Wo Liebe herrscht, da ist kein Rangstreit mehr.Jakobe.Ich bin ihm gut. Gewiß, ich bin ihm gut.Nur seinen Stolz ertragen kann ich nicht.Er glaubt im Grunde seines Herzens wahrlich,
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