135Der 119. Psalm.I. Ich bin dein knecht, drum rinnen, Gleich wie ein bach, drumgieb mir den verstand, Damit daß deine gebot Nur allein ge-ich deine zeugnis mag verstehen, halten werden für ein spott.chan du bist ohne wandelUnd mir die werden mögen wohl 69.und gerecht In deinembekannt: Es ist, HErr! zeit,thun und allen deinendaß du recht läßt ergehen, Danngilt nunmehr kein gerechtig=swerken, Dergleichen sind deinekeit, Keine treu noch glaubensgericht auch recht Gerechtigkeitsund wahrheit, die zu merken,findt man dieser zeit.54. Derhalben ich viel höher In deinem recht und zeugnißdann das gold Deine gebot in eingefaßt, Zu halten was dumeinem herzen liebe, Kein edle uns hart befohlen hast.stein ich lieber haben wolit: Drum 70. Es thut mir weh, undich sie lob, und mich darinnen übe, seifer mich zu todt, Wann ichdaß ich die halt in alle weg und bey mir dein wort pfleg zu er-weiß, Dann die falsche weg haßfmessen, Daß das den feindenich und meid mit fleiß.worden ist ein spott, Und sieRecht wunderbar sind dieldesselben haben gar vergessen,gezeugniß dein, Derhal⸗⸗Dein wort geläutert sauber iſtben ich stets bin dar=sund rein, Und mag deinemaufgestissen, Daß ich die haltknechte kein ding lieber seyn.von ganzem herzen mein. Dein71. Ich bin gering, und gargöttlich wort die nur davon wasffur nichts geacht, Doch will ichwissen, Dern herz erleuchtet es, nicht deines befehls vergessen,undSondern zu aller zeit drauffein erklärt, Und die ein-fältigen leut klugheit lehrt. lhaben acht: Deine gerechtigkeitIch seufze sehnlich oft mit ist unermessen, Dann sie wirdmeinem mund, Daß ich von her=bleiben bis in ewigkeit, Deineen das wünsch und begehre, Da=gesetze sind nur eitel wahrheit.mit mir dein gesetz mög werden! 72. Ich werd verfolgt, undkund. Dein angeſicht barmherzig bin in augſt und noth, Doch allzu mir kehre, Und sey mir gnädig, mein ungelück unangesehen, Be-wie du denn den'n bist, Welchenlustigen mich sehr deine gebot,der name dein lieb und heilig ist Ewig wird dein gerechtigkeit7. Leit meinen gang, HErr! bestehen, Dieselbe mir genädignach deiner zusag: Behüt mich offenbar, So will ich frey lebenfür unrecht und allem bösen, und ohne gefahr.Daßsolches über mich nicht 73. Zief ich von grund meinsherrschen mag, Du wollst mich! herzens ruf zu dir, Erhötvon.gewalt der leut erlösen,mich, HErr! und mir ge-soll an mir kein mangelfnad verleihe, Deine befehl zuseyn noch fehl, Fleizig zu hal=thun ist mein begier, Errett michten dein göttlichen befehl. doch, dann ich, HErr! zu dir58. Erleucht dein antlitz über schreve, Alsdann will ich mir diedeinen knecht, Und lehr mich das gezeugnis dein Zu halten mitmit allem fleiß besinnen, Was du fleiß lassen befohlen seyn.befohlen hast in deinem recht. Die 74. Ich pfleg zum oftermalschränen mir aus meinen augen. Ifrüh
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[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
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135
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