Vorbericht.Wie sich dann auch viele Lieder zum allgemeinenKirchengebrauch nicht fügen, sondern auf dieses oderjenes Menschen besondern Zustand gerichtet seynd.Ein Christlicher Synodus Generalis derer Län-der Cleve, Gülich, Berg und Mark, gehalten zuStollberg, im Herzogthum Gülich, Ao 1731, wieauch zu Düsseldorf, im Herzogthum Berg Ao. 1734hat aus wichtigen Urſachen nöthig erachtet, nachdem Vorgang anderer evangelischen Kirchen, einauserlesenes Kirchen=Gesang=Buch, zum bequemenGebrauch hieſiger Niederrheiniſchen Kirchen zuſammen tragen zu lassen, von dessen Einrichtung undübrigen Beschaffenheit dem geneigten Leser folgendeNachricht ertheilet wird.Und zwaren erstlich dessen Einrichtung betref-fend, so bestehet dasselbe aus zweyen Haupttheilen:im ersten sind 150 Psalmen; im zweyten 150 geist-liche Lieder.Denen Psalmen, weil dieselbe durch hocherleuch-tete Propheten aufgestellet, gebühret unwidersprech-lich der Vorzug für allen durch menschlichen Fleißgedichteten Liedern, sintemalen sie durch GOttes Geistseynd eingegeben, und ein vornehmes Theil der hei-ligen Schrift ausmachen, dahero sie auch billig inihrer beſondern Zahl von andern Liedern unterſchie-den bleiben.Darum war diß das Verlangen der nach GOttes Lob begierigen Seele in den Tagen der Refor-mation, daß diese herrliche Psalmen in bekandterSprache nach dem Vorbild der Kirchen Jsraels kön-ten gesungen werden.In Frankreich seynd dadurch erwecket, die wohl-berühmte Männer, Theodorus Beza, und ClemensMarot,
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[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
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