Treffurt.
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1390 im Besitze von Gütern zu Treffurt finden, welche sie als Lehn-herren vergeben, und erst viel später im 16. Jahrhundert diese Besitzun-gen, deren der Lehnbrief von 1412 noch nicht erwähnt, in die SächsischenLehnbriefe aufgenommen sind, so sind wir geneigt, diese lehnsherrlichenRechte in Treffurt, Falken, Schnellmannshausen und Schevbdafür Theile der Hermann v. Brandenfels'schen Allodialerbschaft von 1305anzusehen, da von" einer Betheiligung der Familie Wan.genheim beider Eroberung von 1333 und 1336 nicht die Rede ist, und auch unterden Amtleuten der fürstlichen Ganerben während des 14. Jahrhundertskein Waugenheim gefunden wird.
Das Erzstift Mainz hatte 1363 sein Drittheil an Bruno und Wil-helm Judemann verpfändet, von welchen die Pfandschaft 1367 auf Gün-ther, Helwig und Heinrich von Hayn für 800 Mark, von diesenaber 1390 an die Gebrüder Apel und Otto von Ebeleben und dievon Seebach, und endlich 1439 zur Hälfte an Heinrich von Win-tzingerode für 450 Mark Mühlhäuser Währung überging (Wolfs Eichs-feldsche Geschichte, Theil IL p. 8 sqq.), während neben demselben imJahre 1443 Albrecht Schilling und Friedrich von Flarchheimmit anderen Burgmännern zu Treffurt genannt werden.
1381 werden die Gebrüder Eckehard, Heinrich, Herdein undAppel, genannt die Proysen, als Burgmänner zu Treffurt und aufBischofstein genannt (Wolfs Geschichte des Eichsfelds, Urk.-B. ILp. 40), und waren dieselben für 600 Mark löthigen Silbers die Pfandin-haber des Thüringenschen Theils der Ganerbschaft. Sollten diese Gebrü-der Proysen mit dem W^angenheimschen Burginann Appele Schaff,genannt Pruzs e, welchen wir 1349 in W T angenheim finden, in Verbin-dung zu bringen, vielleicht dessen Söhne sein ? Die Vornamen sprechendagegen! —
1383 am Sonntage Misericordiae beleiht Landgraf Balthasar dieGebrüder Eberhard und Hermann v. Buchenau mit dem Theile desHauses und der Stadt Treffurt, welchen bis dahin die Proysen inne-gehabt haben, für die gleiche Summe von 600 Mark (Dresdener Cop.-Buch 2).
1384 werden auch die Ritter Apel von Seebach und Hermannvon Gladebeck, ferner Rudolf und- Heinrich Koidel, und Hein-rich und Hermann von Falken als Pfandinhaber, wohl des Hessi-schen Theils, genannt. Im Jahre 1389 aber verpfändete Landgraf Bal-thasar seinen Theil an Treffurt unter Vorbehalt des Oeffnungsrechtsan Walther v. Hundeishausen, dessen Frau Else und Sohn Hein-rich und ihre Erben um 700 Schock Freiberger Groschen, welche derLandgraf für verschiedene Ausrichtungen und Dienste ihm schuldig ge-worden (Dresdener Oop.-B. 3), und 1392 Dienstag nach Pfingsten ver-
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