Thüdinghausen.
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welchem damals Tilo Wetzmann diese Lehnstücke aufgelassen hatte.In welcher Weise dieselben an die Reiche gekommen, liegt nicht vor,aber am 17. Septbr, 1576 wurde dem damals unmündigen Erich Reichegleichzeitig mit dem Lehnbrief'e über Emmenhausen ein Lehnbrief vonHerzog Erich dem Jüngern ertheilt, und seitdem wurden diese Lehn-briefe stets gleichzeitig mit denen über Emmenhausen erneuert, unddarum auch bei der Lehns-Curie als die zweiten Calenbergschen Lehnbriefeder Familie Reiche bezeichnet. Als die Nachkommenschaft des ErichReiche mit Johann Ludolph Reiche 1759 im Mannsstamm erlosch,setzte sich ein gewisser Vieth in den Besitz, und der in Folge der Kö-niglichen Exspectanz von 1738 ins Lehn berufene Geheime Justiz-Rath.Tobst Christoph v. Reiche und sein Sohn Christoph Carl konnten erstin Folge eines langwierigen Processes, welcher am 10. October 1778 beimUber-Appellationsgerichte zu Celle zu ihren Gunsten entschieden wurde,in den Besitz dieser Lehns-Fertinenzien vor Thüdinghausen und Mo-ringen gelangen, welche während des Processes von den beiden Pächtern,welche resp. 2 ^ und 4 $ Cassengeld an Pacht zahlen sollten, ohne Er-legung eines Pachtgeldes benutzt waren. Die Einziehung der 19jährigenPachtrückstände machten neue Schwierigkeiten, und schliesslich behieltder eine der beiden Pächter, Hartje zu Thüdinghausen die 4'/2 Mor-gen vor Thüdinghausen und 6'/2 Morgen Land und '/* Morgen Wie-sen in Moringer Feldmark für 6 $ Cassengeld in Pacht.
97. Todtleben siehe Tennstedt.
98. Topfstedt.
Zu Sieder-Topfstedt, im jetzigen Kreise Weissens.ee, trug dasWeissenseesche Burgmanns-Geschlecht Zenge Güter von den Herren v.Wangenheim zu Lehn, von denen einzelne Theile, namentlich den Zehn-ten und die Rauchhühner, der Burgmann Heinrich Czenge 1351 amDienstag nach dem Sontage der heyligen Dryvaltikeit dem Kloster Rein-hardsbrunn für 13 Mark löthigen Silbers überliess, zu welcher TJeber-lassung Fritz der Aeltere, Fritz der Jüngere und Lutz von Wangen-heim als Lehnherren ihren Consens gaben.
Diese Lehnherrlichkeit scheint später von dem Wangenheimschen Ge-schlechte auf die edeln Herren von Tannrode zu Strausfurt überge-gangen zu sein, wenigstens überwies Conrad, edler Herr zu Tanrode,als er fast alle seine Ritterlehne an Graf Heinrich von Schwarzburg'im Jahre 1432 verkaufte, auch AlbrechtZenge mit einer halben Hufeund zwei Höfen zu Niedertopfstedt an den Käufer.