Stepfershausen, Sulzrieden. Tabartz. 1069
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90. Stepfershausen und Kohlhausen,
verbunden mit dem vor Helniershausen im Grabfelde liegenden Kohl -hausen genannten Gehöfte, welches der Stammsitz der ausgestorbenenFränkischen Familie von Kohlhausen gewesen, scheint aus der Ver-lassenschaft des Veit von Heldritt auf Bernhard Wilhelm vonWangenheim, welcher mit Agathe Sophie von Heldritt, VeitsTochter, in zweiter Ehe verheirathet war, übergegangen zu sein, wenig-stens wird er in den beiden Leichenreden, welche am 4. Septbr. und 6.December 1616 in der Kirche zu Helmershausen vom Pfarrer GeorgFinken bei der Beisetzung seiner beiden jungen Söhne Rudolph Georgund Otto Sebastian gehalten wurden, als Herr auf Sonneborn, Kohl-und Stephershausen bezeichnet und dabei gesagt, dass die beidenSöhnlein neben ihrem Grossvater Veit von Heldritt beigesetzt seien.Bernharjd Wilhelm scheint dieses Resitzthum wieder veräussert zuhaben, wenigstens erscheinen seine Söhne nicht mehr im Besitze.
91. Sudheim siehe Harste.
92. Sulzrieden,
wo nach den Wintersteiner Lehnbriefen den Herren von Wangen he imLehen und Zinse zustehen sollen, ist jetzt unbekannt und von uns nichtzu ermitteln gewesen.
Wahrscheinlich ist es eine zwischen Gross-Lupnitz und Berkavor dem Hainich zu suchende Wüstung, wo wir das gleichzeitig genannteRieden ebenfalls zu suchen haben.
93. Sundhausen siehe Tennstedt.
94. Tabartz.
Nach den älteren Erbregistern hatte das Schloss Winterstein undseine Besitzer, wenigstens die Besitzer des Mittelguts und Vorderguis zuWinterstein, einen Antheil an der Schneidemühle zu Tabartz, wel-cher in dem Rechte bestand, eine gewisse Zahl Tage auf dieser einerGewerkschaft gehörigen Mühle Bretter schneiden zu lassen. 1710 wardie Mühle verpachtet und gab beiden Gütern 36 Stück Dielen zur Pacht.
Es ist mir unbekannt, ob dieses Recht noch exercirt wird, oder aufdie eine oder andere Weise seine Endschaft erreicht hat, in der brüder-lichen Theilung zwischen Adam Julius Söhnen vom Jahre 1785 ist 1 ^Pacht für die Schneidemühle in Tabartz in Ansatz gebracht.