Scherbda.
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Hufe Landes in dessen Feld und Flur gelegen, welche Frau BeataWitwe v. Creuzburg geb. Zengin von Hans Rödiger für 300 Gul-den erkauft und für denselben Preis dem Georg Fernau wieder über-lassen hatte, diesem Käufer, nachdem das lOprocentige Lehngeld für diebeiden Besitz-Veränderungsfälle resp. von den Erben der Verkäuferin unddem neuen Käufer berichtigt waren, unter Vorbehalt eines jährlichen Zin-ses von 5 Groschen, zu 12 Löwenpfennig jeden gerechnet, zu rechtemErblehn überträgt.
Ueber das Bittergut Scherbda und dessen Entstehung besagen un-sere Quelleu folgendes :
Friedrich von Creuzburg und Rudolf, Lutze und Wetzelseine Söhne überHessen dem Kloster zu Creuzburg tauschweise einigeGüter zu Iffta gegen das Gut zu Scherbda „das da heisst der vonMyla Gut", und welches damals Bertold und Heinrich, HansensSöhne, von Scherbda besassen. Der Brief über diesen Tausch soll am1. May 1357 ausgefertigt und von Herrn Bertold von Nesselröden,Herrn Frowin von Grossprechterode Rittern, Johann und Her-mann Gebrüdern von Creuzburg und Heinrich von NesselrödenBurgmann zu Creuzburg bezeugt sein. 1458 empfingen die GebrüderJorge und Wetzel v. Creuzburg vom Herzog Wilhelm zu Sachsenfür sich und ihre rechten Leibes-Erben das Dorf Scherbda mit al-lem Zubehör wie „das alles von Iren Vatter seligen vff sie kommen ist"zu rechten gesammten Mannlehen.
Der Lehnbrief von 1574 für Jörgen Creutzburgk, Jörgen se-ligen Sohn, und dessen Leibes-Lehns-Erben nennt das Dorf Scherbdaund das Gericht daselbst mit Acker, Wiesen etc., Item zu Frankenrode„15 silberne Groschen Zinss ahn Holtze vnd ahn Felde, zu Schnell-mannshausen 1 Gülden Zinss an etzlichen Aeckern, item das Dorf hin-dere Scherbeda welchs itzo eine Wüstung.ist mit Gerichten über Halsund Hand, die Trifft und das Gehölz, alles gleich halb und was zu Hin-dern Scherbda gehört, Item etliche Zinss und Lehn an den Wegsussbey trenckelbach vber Eysenach gelegen, zu Treffurt in der Stadteine Behausung und eine Hofstatt sammt etlichen Gütern bei der vber-sten Mühle gelegen, Item zu Sohnellmannshausen 4 besetze Bauern-höfe mit ihrem Zubehör, Item zu Falcken 2 Hütten auf dem Kirchhofe,Item zu Frankenrode im Thal etliche Güter und die Koppelweide mitseinen Schafen.
Nach Georg v. Creuzburgs Tode wurde das heimgefallene Lehnim eben verzeichneten Umfange im Jahre 1589 vom Herzog Johann Ca-simir für sich und seinen Bruder Johann Ernst dem FriedrichBurgkhardt Zenge zu Hallungen gegen einen namhaften Kauf-schilling überlassen. Dieser Hr. v, Zenge war Gräflich Gleichenscher