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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. HL Abtheilung.

diesen durch die Grafen v. Henneberg 1329 gewaltsam entrissen warkam das Schloss als Allodium in die Hände Hennebergscher Allodial-Er-binnen und Witwen, und wurde von diesen mehreren Pfand-Inhabern ein-geräumt, unter welchen die Familie yonLaucha seit 1349 prädomiiiirte,während 1360 das Eigenthum des Schlosses und der zugehörigen Herr-schaft zu 1/4 an die Landgrafen von Hessen übergegangen, zu 3 /4 aberder Gräfin Elisabeth von Henneberg geblieben war, wechselten diePfand-Inhaber neben den Herren von Laue ha im Laufe des 15. Jahr-hunderts mehrfach, und beunruhigten diese durch ihre Räubereien dieUmgegend. Landgraf Balthasar belagerte darum 1402 die Burg, Hein-rich von Laucha, dessen Sohn bei dieser Gelegenheit blieb, musstesich ergeben und die Burg räumen, auf welche Landgraf Balthasarnun den Christian von Sc ha rff enstein als Voigt setzte, dem aberbald Hermann von Erffa und Dietrich von Witzleben wieder alsPfand-Inhaber folgten (Reg. 237 der IL Sammlung). Nach ihnen hatteEberhart von der Tann das Schloss inne, welches ihm die Landgrafenvon Thüringen und Hessen nach einer gemeinschaftlichen Belagerung wie-der abnahmen, worauf dasselbe durch Uebereinkunft beider Landesherrenin den ausschliesslichen Besitz der Thüringenschen Landgrafen kamen.Aber die Ansprüche, welche die Herren von Laucha an die Landgrafenwegen ihrer Vertreibung vom Schlosse Scharffe nberg machten, warennoch längere Zeit Gegenstand der Verhandlungen, und wurden auf An-rufen des Nithard von Buchen au diese Irrungen auf einem Tage zuCreuzburg im Jahre 1434 endlich dahin abgethan, dass ihrer nichtmehr gedacht werden sollte (Regeste 268 der IL Sammlung). LandgrafFriedrich der Einfältige Hess die eroberte Burg mit Zubehör daraufwährend der Jahre 1434 und 1435 wieder durch einen landgräfiiehenVoigt verwalten, bis er dieselbe unterm Dienstag nach Laurentii 1436gegen ein Kaufgeld von 3000 Rheinischen Goldgülden als ein Mannlehnan Hans von Wangenheim, den Stammhalter des Stammes Winter-stein, verkaufte. Zur Bezahlung des Kaufgeldes trat dieser die zu sei-nem Burglehne in Weissensee gehörigen Korngülten und Geldzinsenaus Wundersleben und anderen umliegenden Orten für 1200 Guldenab, die übrigen 1800 Gulden erlegte er aber baar (Urkunde 273 der II.Sammlung), und erkaufte im Jahre 1437 noch von Lutz v on Varnrodedessen Besitzungen in Sättelstedt für 544 Gulden, welche er mit denübrigen Gütern des Schlosses Schar ff enberg vereinigte, unter dessenVoigtei und Gerichtsbarkeit Sättelstedt anscheinend schon früher stand.Das Erbregister über die mit dem Schlosse Scharffenberg erkauftengutsherrlichen Gefälle (Regesten und Urkunden Is'ro. 189 der ersten Samm-lung) beginnt mit der Ueberschrift:

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