Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
1023
Einzelbild herunterladen
 

Ebersbach. Eisenach.

1023

25. Ebersbach bei Radeberg im Königreich Sachsen.

Um 1355 wurde der Marschall Friedrich von Wangenheimsammt seinem Vetter Lutz vom Markgrafen Friedrich dem Strengenmit dem DorfeEbersbach beliehen, wie solches von Walther v. Köck-ritz auf sie gekommen.

Es war dieses aber nur eine Verpfändung auf Wiederkauf, undscheint der Besitz kein dauernder gewesen zu sein. (Kegeste 78 der ILSammlung.)

26. Edesheim siehe Harste.

27. Eisenach.

Wiewohl Eisen ach unter den Städten des Landes während derLandgrafen aus dem Ludwigschen Hause und auch später unter den er-sten Wettinern und bis zum Landgrafen Friedrich dem Ernsthafteneinen um so hervorragendem Platz einnahm, als sie, unter der Wart-burg belegen, als Haupt-Residenz der Landgrafen angesehen werdenmusste, und die Eisenacher Rathsfasten aus dem Schlüsse des 13. undAnfange des 14. Jahrhunderts uns zeigen, dass nicht allein im Stadt-Regimente ritterliche Geschlechter vorherrschten, sondern auch die Erthei-lung des Bürgerrechts für eine Ehrenbezeugung auch für hochgestellteritterliche Personen galt, wir daher auch den Ritter Friedrich v. Wan-genheim, den Landvoigt der Landgräfin Elisabeth, 1325 zum Eise-nacher Bürger ernannt finden, und der Wangenheim'sche Grundbesitz auchin dem städtischen Weichbilde ein bedeutender war, so finden wir dochzuerst im Jahre 1366 den ^Neffen jenes Landvoigts, den gewesenen Mar-schall Ritter Friedrich von Wangenheim in der Stadt Eisenachselbst angesiedelt.

In diesem Jahre am 15. Februar erkaufte Ritter Friedrich nämlichvom Stifte TL L. Fr. zu Eisen ach einen bis dahin vom Stiftsherrn Jo-hann Poppe innegehabten Hof als Lebtagshaus, und vertauschte den-selben schon im August desselben Jahres wieder gegen die Curie desVicars Johann von Bern unter der gleichen Bedingung, dass dieseWohnung nach seinem Tode an das Stift zurückfallen solle (Nro. 102 u.103 der II. Sammlung). Hier scheint er den Abend seines Lebens, wel-cher besonders auch zu frommen Stiftungen von ihm verwendet wurde,zugebracht zu haben, und sehen wir aus der Urkunde von Lichtmess 1367,dass er neben diesem Lebtagssitze zu Eisenach auch noch von 17 HufenLandes, zu Mesundess vor Eisenach belegen, jährliche Erbzinsen zubeziehen hatte, welche für jede Hufe 4 Schilling und 2 Pfennige Eisena-cher Währung, 1 Fastnachthuhn und 2 Michaelishähne, im Ganzen also jährlichaus 70 Schilling 10 Pf. 17 Hühnern und 34 Michaelishähnen bestanden. Dieser