Bisehieben. Bisehofroda.
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Weinbergk zu Bischleben.
Den weinbergk zu Bischleben hinter der kirchen, hat iiii agker,hat meyn stifmutter halb zu ihrem leibgut. Darvon gebe ich vi Schogkzu arbeiten, von jden agker drei Schogk vnd die Stifmutter auchSoviel vnd iii schneberger für Wein. Disser Weinbergk ist gar freigibt weder zinse noch geschoss, allein wan er verkauftet wirdt Somuss man den bawern zu Bischleben zu bawerrecht geben eynfass biers, Desgleichen auch wan des bergks Herre stirbt vnd denbergk vf eynen andern Erbet.
Den wechtern vnd tretern Jden eyn tagk eyn Schneberger vndessen zu, vnd den lesern Jdem vi $ vnd essen zu, wer die andervier agker berges dabei hat muss mit mir eynen huter halten gebenihm ij (IV2) Schogk gemeyniglich.
Weitere Kachrichten über diesen Weinberg fehlen, und wird der-selbe wahrscheinlich schon früh wieder veräussert sein.
11. Bisehofroda, Amts Eisenach.
In den Wintersteiner Lehnbriefen werden die Lehen und Zinsen zuBisehofroda mit aufgeführt, über deren Verbleib uns die Nachrichtenfehlen. Bisehofroda ist ein alter Ort, welchen Erzbischof Ruthardtv. Mainz 1104 der dem Pertersstifte zu Erfurt incorporirten neugestif-teten Probstei Zelle schenkte, und von diesem Stifte trugen die Herren v.Creutzburg ihr Gut zu Bisehofroda zu Lehn, welches dann späterim 17. Jahrhundert dem Stifte wieder anheimfiel, und 1803 gleichzeitigmit der Probstei Zelle von Sachsen-Weimar als Domaine in Besitz ge-nommen wurde. Neben diesem Stiftslehne war aber auch LandgräflichesGut in Bisehofroda vorhanden, welches die v. Creutzburg für 50Mark mit Berka von dem Landgrafen Friedrich in Pfandschaft hatten,welche Pfandschaft den Brüdern Hans und Hermann von Creutzburggelost, und dagegen die Dörfer Berka und Bischofsroda den EdelnFriedrich und Lutzen Gebrüdern von Wangenheim für 100 Marklöthigen Silbers am 13. Juli 1359 wieder in Pfandschaft gegeben wurden(Sro. 84 der IL Sammlung). Ob diese Pfandschaft jemals wieder einge-löst ist, darüber fehlen uns die Nachrichten; möglicher Weise war die-selbe durch die Uebertragung der Lehen und Zinsen, von denen späterdie Wintersteiner Lehnbriefe sprechen, an die Stelle jener Pfandschaftgetreten.
Hans Georg von Creutzburg lebte noch 1586 zu Bisehof-roda, und war Reinhard von Wangenheim zu Brüheim, welcherihn seinen lieben Schwager nennt, ihm 300 Thaler schuldig, wofür Mel-chior der Aeltere von Wangenheim sich mit Anderen verbürgt hatte,
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