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III. Buch. II. Abtheilung.
zoglich Gothaischen Kammer als ein Kammergut eingezogen gewesen, indem gedachten Jahre 1680 aber an Johann Levin von Wangenheimals ein Mannlehngut verkauft, dessen Kachkommen noch im Besitz sind.
Aus den anscheinend als Allodium oder freies Erblehn ausgeschiede-nen Kospothschen Besitzungen zu Wölffis war aber auch ein zweitesGut gebildet, welche ebenso, wie das Kospothsche Gut Tambuchshof,in die Hände des Kammerraths Kühnhold überging, und von dem Wan-genheimschen Kittergute verschieden ist.
Beide Güter zu Wölffis scheinen auch schon früher aber keinenComplex ausgemacht zu haben. Wir finden das eine am Ende des 15.Jahrhunderts im Besitze der v. Witzlebenschen Familie. Hans v. Witz-leben, wahrscheinlich der Sohn des um 1467 verstorbenen Georg vonWitzleben Amtmanns zu Tondorf, starb ohne Leibeserben, undWölffis, worauf seiner nicht genannten Witwe ihr Leibgeding verschrie-ben war, fiel an das Haus Sachsen als eröffnetes Lehn zurück. Nachdem Tode von Hansens Witwe verlieh aber Herzog Johann der Be-ständige seinem Kämmerer und Amtmann zur Wachsenburg, Gangloffvon Witzleben, das durch jenen Tod seines Vetters Hans heimgefal-lene Lehngut wieder, und wurden in dem 1514 ertheilten LehnbriefeGangloffs Brüder Siegmund und Christoph mit aufgenommen.Gangloff kaufte nun noch andere Ländereien in Wölffis an, so dass1516 sein Besitzthum daselbst in 11 Hufen Land, einem Backhause, 5 freienHöfen , dem Schenkhause, 70 Acker Wiesen und 6 Acker Holz bestand.
Gangloff von Witzleben starb schon 1522 mit Hinterlassungzweier Söhne Kaphael und Christoph, welche während ihrer Unmün-digkeit mancherlei Beeinträchtigungen ihres Besitzes von Seiten der Ge-meinde Wölffis erdulden mussten, und darum 1567 ihr Besitzthum zuWölfis an Wulff v. Lichtenberg verkauften, wenn die Kotiz in denGleichensteinschen Stammtafeln richtig ist, wonach aber die von Lich-tenberg auch bereits in Wölffis angesessen, und W ulff und Dietrich?Grossvater Albrecht v. Lichtenberg 1509 mit Wölffis beliehen waren.
Auf welche Weise der Lichtenbergsche Besitz nun auf die Kospoth-sche Familie übergegangen ist, haben wir nicht ermitteln können.
Jetzt besitzen die beiden Brüder, der Hauptmann a. D. Anton vonWangenheim zu Coburg und der Forst- und Jagdjunker Cons tantinv. Wangenheim zu Ohrdruf das Gut Wö'l'ffis gemeinschaftlich.