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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. II. Abtheilung.

anlegen , welches eine sichere Grundlage für die Besitz-Verhältnisse ab-gab. Bei den vielen im Laufe der Zeit vorgefallenen Veränderungenwurde aber eine neue Vermessung und Kartirung nöthig, und Hess derGraf von Wangenheim eine solche in den Jahren von 1823 bis 1826vornehmen und ein neues gerichtlich anerkanntes Lagerbuch anfertigen.

Dass bei diesen Verhältnissen die Nachrichten aus der Vorzeit mirsehr vereinzelt aufbewahrt sind, erscheint wohl natürlich, und ist uns nurdurch die Publication des Urkundenbuchs der Stadt G öttingen noch dieeine interessante Urkunde zugänglich geworden, wodurch am l.May 1346die Herren vonüslar, nämlich Herr Hey den reich ; Herr Er n est undHerr Heinrich; Ritter Heinrich; Hermann und Ernst, Herrn Hey-denreiclis Söhne; Ernst und Johann, Herrn Ernsts Söhne; Her-mann Ernest und Heinrich, des Herrn Heinrichs Söhne, alle geheis-sen v. Uslar, sich mit dem Rathe zu Göttingen über die gegensei-tigen Ansprüche einigen, welche die Göttingeran deme Schyrenbule,dat de Colinghe heyt" und die v. Uslar mit ihren Bauern zu Wakean dem Holzedat dat echtere heynholt heyt, dat twischen dem sulvenDorpe to Wakene, Mackenrode, Kers thelingero de, Ümborne,Roringen unde Meynhershusen geleghen is" gegenseitig geltendgemacht hatten, die Stadt Göttingen gestand danach den Besitz desTheils des Schyrenbuls, welcher die Colinghe hiess, es sei Eeldacker oderHolz, denen von Uslar und ihren Leuten des Dorfs Wake ohne fernereHindernisse zu, wogegen von Uslarscher und Waker Seite keine weitereAnsprüche an das hintere Hainholz (dat echtere Heynholt), welches mitGräben und Mahlsteinen gegen Wake bezeichnet wurde, gemacht werdensollte. Es unterliegt nun wohl keinem Zweifel, dass das hintere llain-holz der jetzige Göttinger Wald ist, und dass bei dem Schyrenbul, datde Colinghe heyt, nicht an das Eeld, welches heuteauf der Kolie undam Koliesberge" genannt wird, gedacht werden kann, sondern dass diehier gemeinte Colinghe am heute sogenannten Schurberge zu suchen ist,welches nicht der nördlich von der Brück gelegene Abhang des Göttin-ger Walds ist, wie die Anmerkung p. 155 des Urkundenbuchs annimmt,sondern vielmehr der südliche sich nach Mack enrode wendende Abhangist. Da nun unter der Benennung Colinghe oder Colie nun gewiss nichtsanderes verstanden werden kann, als einKohlhai", d. h. ein durch Ver-kohlung des Holzes benutzter und zu Rodeland gemachter Waldort, sodenken wir nicht fehl zu greifen, wenn wir diese Colinghe am Schyrbulein dem Rodeland unter dem Schurberge wieder zu finden glauben, wel-ches gegenwärtig im Waker Lagerbuche und auf der Karte mit dem ta-rnenIn der Helle" bezeichnet wird, da diese heutige Benennung sehrfuglich durch Verschleifung des C oder K in ein II entstanden sein kann,Kolinghe, Holinge, Holie, Hole, Holle oder Helle. Dass diese Eeldabthei-