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III. Buch. I. Abtheilung.
aber auch eine Missstimmung zwischen den Familien v. Uslar zu Alten-gleichen und v. B odenhausen, welche als Pfandinhaber auf Neuen-gleichen sassen, mit dazu, dass die Verfolgung der Mörder des Hein-rich v. Boden hausen von Uslar'scher Seite lässiger betrieben wurde.Jedenfalls ist Junker Christoph ohne Nachkommen geblieben undvor dem Vater gestorben, von dessen sechs Söhnen nur Ludolph undMelchior ihren Stamm in den noch jetzt blühenden beiden Linien fort-setzten. Ludolf und Melchior scheinen anfangs in ungetheilter Ge-meinschaft das väterliche Erbe besessen zu haben, wenigstens verpfändeteMelchior seinen halben Antheil an Wake 1568 am Donnerstag nachMichaelis seinem Schwager Clauss v. Leut hörst für 1000 *<ß; Mel-chiors Sohn Wilhelm, welcher allein seine Linie fortsetzte, überliessaber am 26. September 1600 seinen und seines ohne Leibeserben leben-den Bruders Moritz Wedekind Antheil an Wake, von dessen Able-ben an, seinem Vetter Hans Ernst zum alleinigen Besitz. Wake, des-sen andere Hälfte bereits den Söhnen Ludolf 8 gehörte, und von diesenSöhnen-Hans Ernst, Carl und Bernd Sittich mit den übrigen nach-gelassenen väterlichen Gütern mit den drei Ansitzen Wake, Appenrodeund Elbikerode gemeinschaftlich besessen wurde, fiel durch den am 2.Decbr. 1592 unter Vermittlung ihrer Mutter Justine geborenen Win-ter, ihres Schwagers Hans Heinrich v. Hanstein, des Pfarrers Jo-hann Geller zu Bremke und des Johanns Bubenkampfs geschlos-senen Erbtheilungs-Recess dem ältesten Bruder Johann Ernst, welcherbereits länger zu Wake haushielt, und 7665 Thaler an bezahlten Schul-den, zugekauften Grundstücken und baulichen Verbesserungen verwendethatte, allein zu, der jüngste Bruder Bernd Sittich erhielt aber Appen-rode und der mittlere Bruder, Carl, Elbickerode mit einer Geldaus-gleichung wegen des geringern Umfangs des Gutes; Hans Ernst waralso nun seit 1600 im alleinigen Besitz von Wake. Er wird als Her-zogl. Braunschweig-Lüneburgscher Oberst bezeichnet und ist wahrscheinlichim Jahre 1622 verstorben, denn am 5. October 1622 theilten seine ihnüberlebenden Söhne Georg, Thilo Albrecht und Eried rieh Moritzdie väterliche Verlassenschaft; möglicherweise mag Hans Ernst aberauch schon früher gestorben und die Erbtheilung nur aufgeschoben sein,weil die beiden ältesten Brüder in Kriegsdiensten abwesend und der jüngste1598 geborene Bruder Friedrich Moritz noch" nicht volljährig war.Nach der Schlacht bei Höchst am 20. Juni 1622 hatte Thilo Albrecht,damals Oberstlieutenant eines Reuter-Regiments unter Herzog Wilhelm v.Weimar, den Dienst im Heere des tollen Herzogs Christian v. Braun-schweig aufgegeben, und war nach Wake zurückgekehrt. Durch einefrühere väterliche Disposition, welche die drei Brüder jetzt ausdrücklichanerkannten, war das Haus und Gericht Wake sammt dem Meierhofe zu