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III. Buch. II. Abtheilung.
welche die Gerichte über das Dorf Wake ausdrücklich als Lehnstückaufführt.
Zu Ausgang des 15. Jahrhunderts soll nach des Pastors Heise „AliKerstlingerodeschen Denkwürdigkeiten" p. 240 sqq. von dem ganzenStamme der Herren v. Uslar zu Altengleichen nur noch Wedekindvorhanden gewesen sein, welcher sich in seinem 58. Lebensjahre nochmit dem 15jährigen Fräulein Anna von Oldershausen, LudolphsTochter, verheirathet, und mit derselben noch G Söhne Christoph, Jost,Ludolph, Hans, Ernst und Melchior und 5 nicht namhaft gemachteTöchter erzeugt hätte, und dann 100 Jahre alt gestorben sei, währendseine mit ihren Töchtern auf Alten-Gleichen sitzende Witwe im Jahre1542 in dem zwischen Herzog Heinrich dem Jüngern und LandgralPhilipp dem Grossmüthigen von Hessen ausgebrochenen Kriegsunruheinoch viel Trübsal ausgestanden haben soll, da die Hessen das SchlossAlten gl eichen einnahmen, weil Wedekinds Söhne ihrem Braun-schweigschen Lehnsherrn dienten.
Wedekind würde danach vor 1542 gestorben sein; dass er s1535 noch, gelebt und zu Gelliehausen Gericht gehalten, geht ausinteressanten Aktenstücken hervor, welche in den Belegen der als IIa-nuscript gedruckten Stammtafeln der Familie v. Bodenhausen p. 175sqq. über die in der Osterwoche 1535 stattgehabte Ermordung des 20jäh-rigen Heinrich von Bodenhausen, Melchiors Sohn, und seinesKnechts enthalten sind, wonach diese Mordthat auf dem Wege von Walnach Landolfshausen durch Waker Einwohner ausgeführt wurde, undauf den zu Wake damals wohnenden ältesten Sohn Wedekinds, Chnstoph v. Uslar, kein günstiges Licht fällt. Xach Aussage der wegesdieser Mordthat später ergrifienen und hingerichteten Mörder Hans Gruelein, auch Peters genannt, und Hans Voipel, des Wirths zuWakfund Hauptanstifters des Mords, sowie dessen Ehefrau, wie solche in deiProtokollen vom Donnerstage nach Valentin (also am 17. Februar) 1538und Donnerstag nach Invocavit (8. März) und Donnerstag nach Reminii-cere (den 15. Märzi niedergelegt sind, scheint es allerdings, dass .TunkeChristoph von Uslar den vier Mördern, während sein alter Vater We-dekind v. Uslar auf das erschollene Gerücht von der geschehenen Mordthat ein peinliches Gericht in Wake angesetzt hatte, Gelegenheit gab.flüchtig zu werden, und dass er sich nicht entblödete , von den dem ermordeten v. Bodenhausen abgenommenen Sachen ein seidenes Waiund eine goldene Schnur vom Hute aus den Händen des einen der Mör-der Toldeke Wolff anzunehmen, als dieser ihn um freies Geleit b
Es waren der Mörder vier gewesen; nach getroffener Verabredunghatten Hans Gruelein und Hans Markgraf auf der Kolie in den„engen Steige", wo der Weg von Wake nach Landolfshausen durete