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III. Buch, IL Abtheilung.
der Zählung von 1. December 1861 damals 11 Pferde, 2 Fohlen, 2 Ed-le» , 20 Stück Kühe, y Stück Jungvieh, 750 Schafe und 35 Schweine,welches einen Maasstab für die Betriebsamkeit des derzeitigen Pächterssein mag.
18. Wake.
Das seit 1860, als immerwährendes Wangenheim'sches Familien-Fi-deicommiss für beide Stämme, den Alt-Wangenheim'schen Stammgüterneinverleibte Gut Wake im Fürstenthume Göttingen, welches sich ge-genwärtig im Besitze des vormaligen Kloster-Cammer-Directors FriedrichHermann Albert von Wangenheim befindet, und als Majorat nactdem Rechte der Erstgeburt weiter vererbt wird, zählt seit dem Jahre1700 zu den Besitzungen der Familie 'Wangenheim.
Den Ort Wake finden wir zuerst in der Stiftungs-Urkunde des &Michaelis-Klosters zu Hildesheim vom Jahre 1022 genannt, und zwarals Wachana im Lisgau, in der Grafschaft des Grafen Uso, zu wel-chem Gaue auch Reinolveshusen (jetzt Renshausen), Dorstide(jetzt D orste) , L and wardeshusen (jetzt Landolffshausen), Eildages-sen (jetzt unbestimmbar), Evergothessen (jetzt Ebergötzen), Her-mannigeroth (jetzt Immigerode oder Minnigerode) und Germa-reshusen (jetzt Germershausen) gezählt worden, während Suechu-sen (die jetzige Wüstung Schweckhausen in Landolfshäuser und "Wa-ker Flur belegen) dem Gau Logne (Leingau) in Hermanns Grafschaftzugezählt wird, was wohl auf einem Irrthum des Abschreibers der nichtmehr im Originale vorhandenen Stiftuugs-Urkunde beruhen dürfte, da dergeographischen Lage nach Schweckhausen wohl ebensogut wie Wakdem Lisgau angehört haben dürfte, noch mehr aber das unmittelbar anEbergötzen anschliessende Rad olfsh ausen, welches auch dem Lein-gau zugeschrieben ist. Es ist hier jedoch nicht der Ort diese älterenVerhältnisse und die Gauverfassung in diesem südlichsten Theile des altenSachsenlandes näher zu erörtern,.und müssen wir uns auf diese Andeutungbeschränken.
Schon frühzeitig scheint sich ein ritterliches Geschlecht von Wakegenannt zu haben, welchem wir die beiden Brüder Albert und Conra«dicti Vacken, beide Ritter, vielleicht zurechnen dürfen, die wir 1211und 1247 in der Altmark zuNordstedt oder Nahrstedt als Dienstmän-ner der Markgrafen v. Brandenburg angesessen finden (siehe Riedel,Mark Brandenburg, Theil 1, p. 128, II, 145 u. 252), und die, wie andereGeschlechter aus den Harzgegenden, den Askaniern in die Mark gefolgtsein mochten. Ob der Heydenricus de Wakene, famulus, weichet1317 der Kirche zu Körten ein halbe Hufe zu Seulingen verkauft!