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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch, I. Abtheilung.

und setzt das voraus, dass sein Vetter Lutz der Aeltere (II. Viertel)aus des Oheims Balthasar Erbschaft doch mindestens auch sieben Cen-siten auf seinen vierten Theil am Schlosse Winterstein bekommen hat,während die Tennebergschen Unterthanen in W inter stein und das herr-schaftliche Porsthaus dort auch damals schon unstreitig vorhanden waren,Eine bedeutende Vermehrung des Anbaues geht aber daraus hervor, dassWolff Veit, Lutzens Sohn, in seinem Hausbuche ums Jahr 1555 alszu seinem vierten Theile am Schloss und Gerichte gehörig 13 Untertha-nen mit Haus und Hof in Winterstein aufführt, von denen jeder nebenseinen übrigen gutsherrlichen Gefällen dem Junker jährlich 1 Klafter Holzhauen muss. Wenn nun in dem Erbregister Melchiors des Aelteru(III. Viertel) 1585, also 72 Jahre nach der väterlichen Theilung und 3tJJahre nach Wolf Veits Aufzeichnung, bereits 48 Censiten mit Häusernund Höfen in Winterstein neben dem Hammer, welcher 4 fl. Erbzinsejährlich gibt, und der Mühle, von welcher Hans Schmidt zu Weih-nachten, Walpurgis und Michaelis 83 y 10 $, 1 guten Pfennig von einerWiese im Wolffsbache, 2 Lammsbäuche, 1 Fastnachthuhn und 2 Micha-elis-Hähne zu entrichten hat, als in sein Theil fallend aufgeführt werden,so zeigt dieses die ausserordentliche Steigung der Bevölkerung und desAnbau-Bedürfnisses. Beide sind nun, wenn Brückners Gothascher Kir-chen- und Schulstaat die Häuserzahl im Jahre 1757 ausser den Rittergü-tern, dem Schul- und dem Hirtenhause auf 88, und Galetti dieselbe 1780auf 94 angibt, in welchen er 429 Seelen zählt, in den darauf folgenden80 Jahren um circa ein Drittel gestiegen.

Unsere urkundlichen Xaehrichten über Winterstein reichen nickweit zurück. 1246 begegnet uns der Samen als Ort der Ausstellunieiner Gräflich Orlamundeschen Urkunde zum ersten Male und zugleicliunter den Zeugen der Urkunde ein W altmann us de Wintersteil(Reg. 45 der ersten Sammlung). Die Sage lässt dem Schlosse Winterstein gegenüber am Berge hinter dem Herzoglichen Porsthause ein Kaulschloss gestanden haben, welches Sommerstieg geheissen, und soll«im vorigen Jahrhundert davon noch einige Spuren übrig gewesen seilVielleicht ist der Kamen aus Sommerstein corrumpirt, und hätten indarin einen Gegensatz gegen den Winterstein zu suchen. Urkundlit«wissen wir von diesem Sommerstieg oder Sommerstein nichts, möglicher-weise war dieses jedenfalls sehr früh und spätestens im ThüringenscheiErbfolge-Kriege zerstörte Schloss eine gegen das feste Schloss Winter-stein aufgeführte Befestigung, deren Umgebung dem landgräflichen Do-manio einverleibt und mit dem Schlosse Tenneberg vereinigt wurde.Landgraf Albrecht der Entartete stattete bekanntlich seinen mit deiKunigunde von Eisenberg erzeugten Bastardsohn Apiz oder Alber-tus junior mit dem Schlosse Tenneberg aus, und bestätigte dieser i«