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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Wangenheim.

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In der ersten Branche war 1629 Balthasar, Hansens Enkel, al-lein als Fortsetzer des Stammes noch übrig, und von seinen 5 Söhnenhatten 3, nämlich Georg Wilhelm (starb 30. April 1651), Heinrichder Aeltere (starb 1673) und Hans Georg der Aeltere (starb 1681)lehnsfähige Descendenz, auf welche sie die väterlichen Güter dergestaltvererbten, dass

1. Georg Wilhelm neben dem vom Vater Balthasar, wahrschein-lich mit seiner Frau Sibilla geb. von Kitscher neuacquirirten GuteGraitschen im Altenburgschen, ein Gut in Wangenheim (das Vor-dergut),

2. Heinrich der Aeltere das Obergut Tungeda und 3. Hans Ge-org der ältere ein zweites Gut zu Wangenheim (das Hintergut) besass,daneben aber einen ihm und seinem Sohne Heinrich zustehenden An-theil an Erffa, welchen Vater und Sohn 1678 gegen das Gut Frött-stedt vertauschten.

Georg Wilhelms Sohn Friedrich Wilhelm der Jüngere (starb1693) machte im Jahre 1681 mit seinen beiden Vettern Heinrich undGeorg, den Söhnen des in diesem Jahre verstorbenen Hans Georgdes Aeltern, einen Tausch, wodurch er deren Gut zu Wangenheimgegen sein Gut zu Graitschen eintauschte, und er somit alleiniger Be-sitzer beider Güter des Vorder- und Hinterguts zu Wangenheim wurde,nnd dieselben 1693 bei seinem Tode seinen 5 Söhnen hinterliess, vondenen der Mittlere Johann Ludwig H. S. Oberst und Commandant zuGotha die Güter nach dem Absterben seiner Brüder allein besass, abersehr verschuldet. Darum brach nach seinem im May 1724 erfolgten Todeein Concurs aus, die Güter wurden sequestrirt, im Jahre 1738 subhastirt,und vom Geheimde-Rath Carl Aemilius v. Uechtritz für 37000 Mtl.erstanden.

Die zweite Branche des Wangenheim'schen Stammes hat in Bern-hardts Sohn Georg, welcher nach Aufgabe seines geistlichen Standesals Probst des Collegiatstifts zu Gotha mit der Tochter seines Winter-steiner Vetters Lutz des Aeltern v. Wangenheim zur 1. und nachderen 1546 erfolgtem Ableben 1554 mit Katharina von Erffa zur 2.Ehe geschritten war, ihren Urheber. Seinern ohne männliche Descendenzverstorbenen Bruder Reinhard war das säcularisirte Vorwerk des Eise-nacher Katharinen-Klosters in Wangenheim, welches aus Wangenheim-schem Gut, wie wir gesehen haben, entstanden war, als ein Erbenzins-oder Erbpachtgut vom Churfürsten im Jahre 1543 unter Vorbehalt einesZinses verliehen worden, welcher aber nach damaligen Verhältnissen einganz ansehnliches Pachtgeld repräsentirte, nämlich 30 Gothaer Malter Korn,

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