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III. Buch. I. Abtheikmg.
Wir bringen hier schliesslich nur noch eine Notiz des Kirchenbuchsüber den Weiher, den alten Sonneborn, welcher mit seiner starken Quelledem Orte den Kamen gegeben, es heisst nämlich im Kirchenbuche:
„1621 ist das quellwasser des Weiher allhier zugefroren, ist pro mi-
„raculo gehalten".
Ob sich dieses Mirakel in den seitdem verflossenen 250 Jahren je-mals wiederholt hat, wissen wir nicht. Für den Betrieb der SonnebornerMühlen ist das nicht frierende Wasser des Weihers von höchster Wich.tigkeit.
26. Tungeda.
Den Ort Tungeda finden wir zum ersten Male erwähnt im Jahre859, wo der Graf Erpho seine sämmtlichen dortigen Besitzungen demStifte Würzburg übergiebt (I. Sammlung Regeste 3). Den Zehnten da-selbst wie in Behringen und Eberstedt spricht aber die UrkundeKönig Ludwigs vom Jahre 874 dem Stifte Fulda zu. Im Jahre 1048überliess das Stift Fulda dem Edlen Manne Werenhardus eine HufeLandes zu Tungedi, wo nach dem Eberhardschen Verzeichnisse der Ful-daschen Traditionen im Anfange des folgenden Jahrhunderts der Fulda-sche Besitz nicht unbedeutend erscheint, denn damals hatten dort folgendeUebereignungen an das Stift stattgefunden, welche Eberhard auf dieZeit König Ludwigs zurückführt:
Gunpraht hatte 80 Jugera, W ick er 46 Jugera und Di toi t 30 Jugera,Waltrih de Wangenheim aber 2 Jugera und 10 mancipia gegeben.
Sanahart gab seine sämmtlichen Güter zu Tungede dem HeiligenBonifacius und Bathere mit seiner Hausfrau Irmendru that desglei-chen. Im Cap. 55 seiner Traditionen (Dronke p. 136) werden folgende43 eigenbehörige Familien aufgeführt :
He sunt familie sei Bonifacii de Tungede.Brunrih. Adalwin cum uxore et filiis. Adelwart. Wecil. Azo. Wol-ferat. Focho. Stacho cum uxore et filio. Liberih. Starcfrit. Albuin.Sicga. Vodelrat. Batolf et Vodelrih. Wolfheri. Diza. Reginburc cumfiliis eorum. Etecho. Albuin. Gunzo. Wanfrit cum uxoribus et filiis.Eutprath. Ita. Winidheri. Asolf. Sigewart. Sanderat. Wecil. Nannecho.Staccho cum uxoribus et filiis. 'Hericho. Liuza. Geza. Diza. Juditacum filiis et filiabus. Gumbraht et uxor ejus cum duobus filiis. Wecilcum uxore et filiis. Huoz cum matre et duobus fratribus. WicbaltDitolt. Liupolt cum uxoribus et liberis eorum.
Die Güter werden aber (Dronke p. 128) summarisch angegeben zu12 mansos (Bauerhöfe), 8 Hufen, 130 jugera (einzelne Acker), 60 FuderHeu, 20 Ochsen, 280 Schafe.