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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Sonneborn und Nordhofen.

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Jahre verstorben, und seine Bohne Friedrich, Lutz, Melchior undGeorg waren auf Kriegszügen gegen die Türken in Ungarn abwesendgewesen, als Lutz der Aeltere diesen Neubau ausführte. Nach ihrerRückkehr hielten sie sich durch diesen Neubau beschwert, weil er ihrersteinernen Kemnate recesswidrig zu nahe gerückt sei und sie durch dieDachtraufe Schaden litten und behindert würden, selbst dem steinernenUnterbau wieder hölzerne Stockwerke aufzusetzen, wie sie, um sich unter-einander weiter zu theilen, es beabsichtigten. Es kam darüber 1545 zurKlage beim Churfürsten Johann Friedrich, und wurden gegenseitigeSchriften gewechselt, der Streit aber Mitwoch nach Walpurgis 1546 durchFriedrich den Mittleren von Wangenheim, Hans von Seebach,Beinhart von Herda und Heinrich von Hain, als beiderseits zu-gezogenen Freunden, dahin vermittelt, dass Lutz des Aeltern Neubaustehen blieb, und er dagegen ein Stück Garten in Winterstein seinenVettern zur Vergrösserung ihres Gartens überliess.

Im Jahre 1540 am Mitwoch nach Luciä-Tage hatten sich nämlich dieBrüder Lutz und Friedrich, der nun der ältere heisst, in die Verlas-senschaft ihres Bruders Erasmus und dessen unmündig verstorbenenSohns Hans getheilt, und war bei dieser Theilung, wo Lutz der ältereBruder die Theilung gemacht und Friedrich der jüngere Bruder dieWahl gehabt hatte, auch der Rittersitz im Weiher zu Sonneborn (ihre1499 abgethcilte westliche Hälfte der auf der Insel im Weiher gelegenenBurg) dergestalt getheilt, dass von der von Norden nach Süden laufendenQuermauer, welche sie von der Kemnate ihrer Wintersteiner Vetternschied, mit der Schnur eine Theilungs-Linie gezogen wurde, und das süd-lich von dieser Linie liegende Schieferhaus mit dem Vorhofe bis an die"Wint erstein er Vettern, von Friedrich erwählt wurde, während dasnördlich daranstehende Ziegelhaus (d. h. mit Ziegeln gedeckte Haus) unddas Schindelhaus daneben mit diesem Theile des Vorhofs sammt der Brückemit dem jenseit desselben gelegenen Vorhof mit Ställen, Garten und Teich-lein darin dem älteren Bruder Lutz verblieb. Friedrich hatte anschei-nend in baulicher Beziehung den bessern Theil erwählt, allerdings abermit der Verpflichtung, sich einen neuen Ausgang aus seiner Wohnungzu verschaffen , welchen er nach der Badestube hin anlegen sollte, undwozu ihmBotteners Hof" auch eingeräumt wurde.

Es unterliegt nun wohl keinem Zweifel, dass das heutige Schiefer-schloss in Sonneborn, in dem massiven Unterbau und vielleicht auchim Holzbaue seines westlichen Theils sammt dem Treppenthurme im in-nern Hofe, noch bis auf den heutigen Tag dieses alte Schieferhaus unddie vom Schlosse nach dem Oekonomiehofe führende Brücke die damalsnach der Badestube angelegte Brücke ist, während der jetzige Oekono-miehof wohl den Raum des Böttener'schen Hofes und des alten Schenk-

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