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III. Buch. I. Abtheilung.
hauses einnimmt. Dagegen dürfte der östliche Theil des Schieferschlosseswie der nördliche Zwischenbau und der südliche Zwischenbau bis zurBrücke eine durch Ueberbauung des Vorhofs erreichte Erweiterung desaltern beschränkten Gebäudes sein, welche auf die Quermauer gesetztwurde, die diesen Theil von den Wintersteiner Vettern trennte, was schondaraus deutlich ersichtlich ist, dass die nach Osten gekehrte Seite diesesTheils des Schieferschlosses im Unterbaue massiv, nach allen anderen Sei-len aber das Gebäude bis auf die Fundamente von Fach werk ist. AllerWahrscheinlichkeit nach ist diese Erweiterung aber schon von Friedrichdem Aeltern, welcher bis 1575 lebte und dessen Sohn Melchior Lud-wig schon 1566 das Schieferschloss bewohnte,.unternommen worden, undvon ihm das Schieferschloss in der Gestalt hergestellt, wie es noch heutein seinem graublauen düstern Schieferkleide da steht. Die nach demVorhofe des s. g. gelben Schlosses sich öffnende kleine Durchgangspforteist sicher erst in späterer Zeit, wahrscheinlich erst im vorigen Jahrhun-dert, angelegt, als Schieferschloss und gelbes Schloss beide beständig be-wohnt, und die beiderseitigen Besitzer in vielfachem Verkehr, eng befreun-det und verschwägert waren.
Das Ziegelhaus und das Schindelhaus dagegen, welche 1540 Lutzvon Wangenheim mit dem Vorhof zur Brücke und dem vor diesergelegenen Vorhof sammt Ställen u. s. w. erhielt, sind spurlos verschwun-den, und ihre Lage ist schwer zu constatiren, wahrscheinlich aber schlosssich das Ziegelhaus an das Schieferschloss an, und lag mit seiner west-lichen Fronte nach der Obermühle zu, während das s. g. Schindelhau«wahrscheinlich ein nach Korden gerichteter Anbau war, in dem sich dieKüche und das zur Brücke führende Thorhaus befunden haben wird,welche zunächst an die Quermauer stiess, und mit einem hölzernen Ober-baue versehen war, über dessen Erneuerung der 1546 beigelegte Streitmit den Wintersteiner Vettern entstand. Dieser Neubau scheint abernicht ausgereicht zu haben, denn Lutzens Sohn Wolf Veit sagt in sei-nem ungefähr zwischen 1554 und 1562 geschriebenen Hausbuche:
„Die behausunge, so von mir Im schlösse erbauwet, sampt der„kuchenn darbey vnd dem Hause gegenn der kuchenn vber, zwischen des„alten Friedrichs vnnd der Wintersteinischen Hausse gclegenn, Ich„darff aber bei vier sehnen ahn das Wintersteinische Haus nicht bauwen„nach laudt der aufgerichten teillzedelln Des Vorhoff fürm Schloss So weit„meyne befridunge begreyfft u. s. w."
Wolf Veit hat also den von seinem Vater 1543 begonnenen Umbaudes alten Ziegel- und Schindelhauses fortgesetzt, es scheint aber dochdieser Theil des alten Schlosses nicht mehr recht haltbar gewesen zu sein,und wie Wolf Veit schon 1562 auf Stichlings Hof einen anständigenWitwensitz für seine Witwe erbaute, so haben seine Nachkommen, nach-